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Ben Chananja · 1865-10-25 · 43 (25.10.1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
43 (25.10.1865)
Date
1865-10-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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789 790 Historische Anfragen und Zemerkungen. Don A. Harkavy, studiosu, i» St. Petersburg. (Forseguog. •) VI Georgiu« SynceLu« weiß in seiner Chronografie von einer jü, bischen Filoiofiu. Marie, die schon zur Zeit de« berühmten Erfinder« de« Atomeusystem«, Demoerito« von Addern (Irbtr 460—340 v. Chr.) gelebt haben soll, zu erzählen. Hier sind seine eigenen Wort«; JifftoxQttos 'AßdtjQixijf fvöixot <ft\ö60<f0f rjxtta{1¥. ’Er 'Aiyvnxp ftrti&tlt vno Oätavov rov Mr)<tov (SraXlrcot ir Aiyvnxiy 71 apä rwy x^ttxavxa ßaßtXi«1׳ TJfQOür tüv e» Aiyvntty Uqüp, h Xtf itpf xijt Övp alXoif ItQtvtit xdi filolÄQitt, l ¥ 0 17 9\ף xai Afapta t«? 'Eßftaia rfotpij xai IJaftub^i, Gvviyftayi mpi Xtvßov xai apyvpor xai XiO-ur xai 7t0Qqs\1Qai iofw? ö/ioiw? «k e xai Magi a. nXX0 ׳VX01 ftir A 6 */ף x (> ix 0 f xai Maqia lnr!v i&1\0at traf (i ’Oöxdvov, Je /rollot? xai (to^oi; altiyfiatit xQvyaxxcQ r1j r x l yr ף*, Jlaftfttvovt di xaxiyvuöav aip&ovws yQayavxot (Gcorgii Syncclli Chronograpbia ed Bonn. T. I. p. 471.) ') Keinen historischen Werth diesem Werke zuschreibend, möchte ick doch zu erfahren wünschen, ob schon jemand vor SyncelluS dir Nach« :icht bat. oder ob da« Ganze dem byzantinischen Mönch ,ein Entstehen zu verdanken hat. VII. Vor fünf Jahren rdirte ein Mitglied der hiesigen Akademie, -Herr Ludolf Slcphani. die älteste griechische Inschrift, die wir von den boSpkwrische» Juden haben. Es ist nämlich das Bcfreiun.iSdokument einer Leibeigenen ans Anopa vom Jahre 42!!. Cbr.. welches einem kleinen an seinem unterste» Tbeile beschädigten Stück weißen Marmors in der hlcstgen kaiserliche״ Eremitage cingrgraben. Das Erhabene lautet: Qrü v\f110X(y 7tavx\d\K(11f.t0(tt tvXoyqxü. BaöiXn ovtof ßadiXiu17 jlUtA(<aj,kajrajl> 1f>io[/1(1)]/(re«ot> xai qtlti/rdr^iOor?vovs ijlr., fiyvo* Atiov, nö&os ^[rj(/a/?«)v0f >lvlO-1jx' Ix r|^fj 7t(1[07)tvy^ xar' *vyijv O-iieTTtifV iavxov, jj oi׳|o)t*a X(ji>da, »V wy avi7taq10f nai äveittjQtatto(c) arro 7rawrdf xi.ij«ov(ö/*)ov v^06^■ayף.*) Dem Alleehöckkten, Allherrschenden und gesegneten Golk. In der NcgicriiiigSzeil des Königs Mithridaies, des Nömer- VaterlandSfeeundeS, rm Monat DioS des Jahres 323 (der boSporischen Aera^:42 nack Ehr.) PolhoS, Sohn des Slrabo, weihte nach seinem Gelübde leine Leibei׳ gene, beee» Name Ehrvra, dem Bcibause. so daß sie unberührt und un« deiafiet von jedem Erben leben möge. Ueber das Befremdende in dem Weihen einer Sklavin einem jüdischen Bethause. daß a» die heidnische Jnstituiion der Hieroduleu erinnert, äußert sich Herr Stphani folgendermaßen: ..Die Frcilaffung geschieht in der Form veS dvaxt&ivnt iv xjj 7r(i0s1vxjj, waS man sich so zu denke» hat, daß das Mädchen zwar im klebrigen frei wurde, aber sich zugleich dem Dienste im Bethause zu widmen halte. Dies wird, um von he dnischrn Analogien zu schweigen, vollkommen deutlich, wenn man die beiden bekanoteo Freilassungs-Dokumente vergleicht, welche io Kerisch gesunden worden sind.-') Ader in den genannten Inschriften ') S. oben Nr. 32 S. S62. ') Demoerito«. der Abderite, Pbvficu« und Filosos. blühet» um 400 v. Edr. Cs wird erwähnt, daß er von Ortono» dem Meder zur Zeit der Perserkönige. der Verwaltung der rgyplischen Heillgthümer halber, nach Egypten deschieden wurde, wo er mit andern Priestern und Filososeu. unter denen auch einr weise Hrbrärriu Marie und PammeneS waren, über Gold. Silber, Steine und Purpur räthsel« Haft schrieb; dergleichen auch Marie. Diese nämlich. Demoerito« und Marie, weil sie mit vielen und weisen Rälysrln die Kunst ver» hüllten, wurden von Ortono« belobt, Pammene« dagegen, der weit« schweistg schrieb, wurde von ihm getadelt. ') karerga archcologica, von Ludolf Stephani. XXIII. im Bulletin ds l'Aeaddmio des seieneos ds 8t. kstersdourg 1860. Tomo I P> 245—246—Mdlanges grdco-romains Tom. II p. 200—204. *) Ibid. Von den beiden Kerlsch'icheu Inschriften ist die «ine bei BSckh, Oorpus InLeriptlonum Oroeoorum To. II. p. ISS und 1004. die andere bei Stephani, Antiqaitds da Bosphor Cimmerien, .nsctlp. Nr. 22 zu finden. Tzrgediu, Sklbsivkrlairr Sedaktlo». heißt e«: fcjpif tt xrjr nQOftvx*}* Aarttiaf tt xai nQOfxapxtQqdtatf• von Weihen ist gar nicht dir Red,. I Herr Prof. M. A. Levy in still»» »Epigraphisch,o Beiträgeo zur Geschickt» der Judensagt, duß die »tu sicht Stephani'« ihm nicht einlenchteu wolle, denn, wenn auch heidnische Aoalogieo dafür sprechen, daß mau Personell den Heiligtbümern weiht«, so kann mau diese doch nicht für da« Judenthum geltend macheo. Utu sc re« Wissen« ist »« im jüdischen Glauben etwa« ganz Uoerhörtr«, irgend eine Person dem Tempel zu weihen (dazu io einer Anmerkung: »Da« Beispiel der Nrthiuim wird mau gewiß nicht dafür geltend mcu chen.-) Wa« sollte vollends die Synagoge mit einem Mädchen anfau» gen? Uns scheint der Sinn »der Synagoge weihendahin gedeutet werden zu müssen, daß die Freie beim Judenthum bleibe» müßte.-') Nun aber spricht alles in diesen Vorschriften *) dafür, daß diese hesienischen Juden wenig mit der Entwicklung des späteren Judeu« thums gemein hatten. Dir im Talmud oft erwähnte שטרי שהרור tragen immer den Charakter bürgerlicher, juridischer Akte und nie wird ihnen eine religiöse Bedeutung zugeschrieben. Dagegen haben unsere Juichristen beständig die Formel xar ivy>jv; die Dokumente selbst sind in Marmor gegraben und . wurden in den Proseuchen verwahrt, wa« alles ihre religiöse Sanktion bezeuget. Ja Levy selbst macht den Leser aufmerkiam , daß nach dem Zeuqniß des Henzey und CurtinS ד) diese Institution eine heidnisch-griechische war. ES fragt sich, wir kann man nach diesem Allem über die boSporischen Juden nur vom Standpunkte des talmudischen JudeiilhumS urtheileu? WaS aber das biblische Judenthum betrifft, so glaube ich. daß man schwerlich behaupten kann, daß daS Hicrodiileiiwesen ihm ganz und gar fremd blieb. Zwar will Levy die Netbinäer keineswegs mit den Hieroduleu in Verbindung bria, gen. Dagegen gibt JosephuS Flavins die ^נתייני Ezra« im Briefe ArlochsehastaS mit ItQoJovXot wieder *) und daß zu verschiedenen Zeiten Sktavcn zu Ncthi'näer geweiht zu werten pflegen, bezeugt der Umstand, daß König David eine Anzahl ihrer den Leviten übergab (Ezra VIII, 20). anch werden zusammen mit ihnen עבדי flfnann» (ibid. II, 58; Nehemia VII, CO), und Wiener ^) macht e« wahrscheinlich, daß niau die Kriegsgefangenen zu Proseliten machte und zu Leibeigenen des Tempels weihete. Es wäre mir sehr erwünscht, über diesen Gegenstand die Mei» nung eines Fachgelehrten zü vernehmen. (Fortsetziliig folgt.) ^) Ueber die Bedeutung von Otmtia und rr§a?xapr»^ü«o siehe Stephani an genannten Stellen. *) Jahrbuch für Geschichte der Juden und des Judenthum« B. II. p. 299, Anm. 17. 6) Die Zahl der bis jetzt entdeckten lind ebirten Inschriften be« trägt 5, wovon'eine Herrn Levy unbekannt blieb, wie ich ein anderes Mal zeigen werde. 7) Ilenzey, le mont Olymps et l’Acarnanic. Paris 1860, CurtinS. Göliinger gelehrte Anzeigen 1800 p. 1382 ff. *) Antiquit. Judueorum, lib. XI. 5. 1.) 9) Bibi. Nealwrb. 8. v. Nethinim. Bemerkungen. Die Korrespondenzen ans Böhmen, TemcSvar, Gr. BeeSkerek und Gr. Kanizsa erschtinen in der nächsten Nummer. Herrn I. I. in Ung. Kanizsa. Pseudonyme Artikel werden nicht ausgenommen. Inserat. f ü t שבת und חנוכה• Die Untezeichneien empfehlen ihre für alle Sorten Mineralöle eingerichteten חנוכח Lampen mit ברכה in Golvschrist, in feiner und ordinärer Ausstattung. שכה Lampen in Messing und Bronce mit drei bi« sechs Flammen. Muster stehen gegen Nachnahme zu Diensten. Wiedrrverkäufer erhaltea Rabatt. Brrtten, im Großherzogthume Bade». <1-0 6. LmtsumMkr L Comp. Leipzig, Lommlskions-Verlavon Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger m Szegedin.

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