Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 41 (11.10.1865)
- Date
- 1865-10-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M 4L Wer Fahrgmg. 3rbtn Mittwoch trfötiat ein Präntunorationapreis Saozjährig 7 fl..—4 Tblr. 20 Sgr.. balbj.Z fl. SV kr.. 2 Tblr. lO Sgr., virnetj. 2 fl. oft. W. Einzelne Nummern 15 kr. Mau aboonirt dri allen Post« Lmtern u. Buchhandlungen de« 30« «nd Auütanke«. Sjegeliin, Den 11. Mtoöer 1865.,'1י > Am MMNM. TCTocljeuGlat( für jüdische Theologie. Herausgeber und Redakteur: IjlBOFOli» SL.Ö w. Obrrrabbiner zu Szeged,». Inserate ״7« < ׳ find an die Redaktion IN Ezi- '! gedrn. au Heren IM« Klllie» . iu JranKfnrt 1 311. oder an Herrn.tzgnaz Lranner (flrin Ankergaffe Nr. 10) 5» Me» zu senden. Die Lipallige Petitzeile wird mit t0Nkr.^:2Sgr. berechnet. ׳ - Zur .Mbiimsemmarsrage iu Angam.*) VN. Setrachtungcn über den Organisations-Entwurf. B. Vorbilder zur Organisirung eines Rabbiner- Seminars. Fortsetzung von Nr. 40. Wenn auch dem Paduaner Institute von Seite der wissenschaftlichen Theologen in Deutschland nur geringe Anerkennnng zu Thcil wurde, und bei der vorherrschend praktischen Richtung desselben auch nur zu Thcil werden konnte; so halte dieses Institut doch die Genugthunng, daß eS auch von galizianischen und böhmischen Zöglingen besucht wurde. Rach dem ״Negvlamcnto" hat jeder ausländische Besucher deS Institutes jährlich 1350 öftere. Liren zu entrichten, währcnd der loiubardisch-venctianischc 900 Liren entrichtet, wofür die Zöglinge deS Institutes mit Wohnung, Kost und Kleidüng versehen werden. Eine besondere Genugthunng konnten die Gründer deS italiäuischcn Institutes darin sindeu, daß ihre Schöpfung in Frankreich einen neuen Impuls zu der von dem Zeiuralkonsistorium seit 1812 wiederholt zur Sprache gebrachten Gründüng einer Nabbiuerschule gab, wozu am 21. August 1829 die Bewilligung des Gouvernements erfolgte. Metz wurde zum Sitze derselben auserkoren. Um iu diese Schule aufgenonuncn zn werden, muß der Kandidat Nachweisen, daß er Franzose, achtzehn Jahre alt und mit Erfolg geimpft worden ist, einen »ntadelhaste» Lebenöwandel geführt, sich die französische Sprache und Begriffe von der Arithmetik, Geografie und Geschichte eigen gemacht hat; ferner daß er mit den Prinzipien der hcbräischeu Sprache vertraut, und den Tert des Talmuds'zu er- Pvniren im Stande ist. Nach Verlauf zweier Jahre sollten nur diejenigen Ausnahme fiuden, die mindestens zwei Jahre an einem öffentlichen Kollegium studirt haben. Der Kurs an der Nabbinerschule wurde auf fünf Jahre festgesetzt. Die Studien zerfallen in religiöse und pro« sane. Zu jenen gehören: Bibel mit den geschätztesten Kommentaren; Talmud, vorzüglich die zur täglichen Anwendung erforderlichen Traktate; die Auszüge Alfaßi'S, Maimuni'S, Jakob den AschcrS und Karo'S; die Beschlüsse deS großen Sanhedrin, Geschichte der Juden; Studium guter jüdischer Autoren; Anleitung zu Aufsätze» religiösen und moralischen Inhalts. Die profanen Studien umfassen die lateinische und griechische Sprache; die Rhetorik; die Filosofie; die alte ד S. vor. Jhrg Nr. 4L. 46. 47. 48. d. 3hrg. Nr. 1. s. 33 35. 36. 37. 38. 3g. 40. und neue Geschichte. Die Zöglinge sind nach einem Gesetze vom 21. März 1832 vom Militärdienste befreit. Abweichend von dem Paduaner Institute, welches nur Einen QualifikationSgrad kennt, unterscheidet die französische Schule zwei Grade: Morenu und Moren u H a-R a b. Die Besitzer deS erster» GradcS dürfen auf Kommunalrabbinate, die deS letzter» auch auf Großrabbinate konknrriren. Die Aspiranten aus den erster» Grad brauchen sich anS der griechischen Sprache, der Rhetorik, der Filosofie, der alten und neuen Geschichte keiner Prüfung zu unterziehen, und genügt ihnen dieKennkttiß der Elemente der lateinischen Sprache. In Ansehung der theologischen Studien werden an beide Grade gleiche Anforderungen gestellt. Die Unterscheidung eines doppelten rabbinischeu GradeS wird sich auch in Ungarn als nützlich, ja als nothwendig Herausstellen, sobald man ernstlich daran gehen wird, daS NabbinatSwesen zu organisiren. Znr Administration der Schule wurde eine Konunission bestellt. Die Mitglieder derselben waren: Der Großrabbine deS Metzer Konsistoriumö, Präsident; ein weltliches Mitglied dieses Konsistoriums, Vizepräsident; sechs Mitglieder, welche das Metzer Konsistorium vorschlägt und daS Zeutralkonsistorium ernennt. ES geschah nach einer naturgemäßen Ent- Wicklung, daß in Frankreich die Organisation deS jüdischen KiiituSwesenS der Grüdung der Nabbinerschule vorauging, so daß die Organe zur Ueberwachung und Leitung der letz, tern leicht gesnuden werden konnten. Die Ofner Vertrauenskommiffion glaubte von einer Organisation der jüdischen KultuSangelegenheilen in Ungarn gänzlich absehe» zu könne«, indem sie die Einsetzung eines SchnlratheS empfahl. Die Unauösührbarkeil dieses Vorschlages wäre klar hervorgetreten, wenn man ernstlich daran gegangen wäre, denselben anSzusühren. Zum Sitz der Rabbinerschule wählte man Metz — daS französische Preßburg, wo aber seit der uapolevnisch en Zeit gebildetere Nabbinen gewählt wurden.*) Im Mai 1856 sprach die in Paris abgehaltene Rabbiner-Konferenz eiustimurig de» Wunsch aus, daß die Anstalt nach Paris verlegtwerde. Sam. Cahen, der Redakteur der ״Archive- Jsrae- UteS", redete der Erfüllung dieses Wunsches sehr ei,»dring-!ich daS Wort. Er konnte sich darauf berufen, daß die Kou- . fifiorien von Paris, Nancy, Colmar, Straßburg, Algier, Marseille und Saint-ESprit für, und nur die Konsistorie» , •) 3. L»rmoly in Jost'« PliiuaUu 2, 286. Qaraon LSvy, O >■ - gue et Pioutim, 8. 107.: Loob b. Asaor, tmraomtnä 'שאגת ארי uveo tonte 8a profoadour dialcctiquo, no trouverait plus achourd'bu'l^S^ dana 10 judaiaruo SmancipS, uo village, qui on voulu poar rab - bin, pa» wtzioo va Alsaoo. - י