Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 40 (4.10.1865)
- Date
- 1865-10-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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7 U folgenden Zohalt«: ®Uff ®H5würde»! hochgrrbrter Hfff Professor! Die ergebenst oolerzeichoete Repräsenlao, der isr. KulluSgrmeiode j» Teplitz beehr« sich. eine ibrer angenehmsten Pflichte» zu erfüllen, Ihne», bochge« «hrter Herr Professor, für die Bereitwilligkeit, mit welcher fle am 18. Au« gust l. 3. dem Geburtstage Sr. Majestät de« Kaiser«, die Festvrcdigt ia unserer Synagoge in so ausgezeichneter Weise hielten» im Namen ter Gemeinde den herzlichsten Dank auSzusprechen. Ihre Worte haben nicht nur zur Verherrlichung des Gottesdienste« wesentlich beigetragen» sie haben auch den zahlreichen Anwesenden (die Synagoge war von In« und Ausländern nnd christl. Honoratioren in asten Räumen voll. Der Res.) wahre Erhebung bereiter. Möge es Ihnen, Ebrwürden! beschieden sein, noch lange Jabre der Stolz Ihrer Gemeinde zu bleiben: möge »S Ihnen gegönnt sein, andauernd in ihrem io hohen Berufe zu wirken und als keuchte der Wissenschaft, als Dorbild der Frömmigkeit und humanen Strebenuns Allen voranzugeheo! Genehmigen Sie, hochverehrter Herr Professor! noch den Au-drnck unserer innigsten Verehrung. Die Reprä» lenlanz der isr. Kultusgemeinde. Teplitz. 18. August. (Folgen die Un« lerlchkiften.) Von dem geehrten und hochgeachteten Religionslehrer au den hie« figeu Gymnasien und Oberrealschulen. Herrn Michael Adler, habe ich zu berichtln. daß er während seines Ferienaufenthalte« in Pisek oiifge« fordert wurde, eine Leichenrede für ei»en dahingeschiedenen Herrn Kafka zu Hallen. Den Standviinkt. welchen Herr Prof. Adler dabei einzuneh» men halte, mar in der Art ei» besonderer, daß der Verblichene der einzize von mehreren Brüdern war . welcher dem Judenthume rin treuer Anhänger geblieben. Da die Piseker KulliiSgemeinde noch keinen Fried« Hof besitzt. nnd ihre Leichen nach Mirowitz verführt werben, so wurde die Leicheiirede vor dem Wohnhaus» des Verblichenen aus dem offenen Ringe gehalten. Die Theilnahme. welche seine gcist« und gemülhvolle glede bei leu Hunderten und Hunderten Zuhörern gesunden, ist um so tezeichnender. als Pisek zu den ultraezechischen Städte» gehört, iilid Herr Prof. Adler iriue Rede in Lciill'ckcr Svrachc gehalten. Nack been« tigter Rede ließ es sich ein Stadiralh (Ehrist) nickt nehmen. Herrn Prof. Adler ׳» seiner eigene» Equipage »ack Hanse führen zu lassen und il», persönlich zu deglcii.n. Der Bürgermeister, der Sladtrarh und viele Honoratioren dankten dem Herrn Prof. Adler für den hoben Genuß, ter ibnc» so selten i» Pisek bereite, wird. CzetNwvltz, 26. Sexiembrr. Die Hailvlstabl der benachbarten Moldau, Jassu. ist kürzlich durch dcn dortigen Balignicr Jalob Ne,,schätz mil einem lübischen Bel- ״nt Siecheuhaiis aliSgestatlet worden. Als Fond zur Erhaltung Vieser beidrn Slifilinge» ist der Betrag von 10.060 Dukalcn trpoiürl woibr». Zur Schliißstriiilcgiiiig und Eiliwcihnngsicicrlichkeii war der Laiibe-rabbiiicr dcr Bukowina, Herr Dr. Igel, von birr nach Jassy geladen. Z ch 1l l w e s e n. Eine Ltatthnltcrciverordnung betreffs dcr Militärbefrcinng dcr Preßburger Bochurim. *) Kö». iiiig. Slallkallerci. Z. 02,375. Aus Grund ttr Allerhöchsten Enllchlicßiiug Seiner k. k. avostolischk» Äajessäl vom 3. Juni l. I. wurde der dahin lautenden Bitte les Preßburger Obrirabbiucr- und DircklorS der boitigr» Rabbinerickiilr. S. W. Schreiber, daß die Befrei,״ic, rom Mililärdienste auch ׳olchtu Zöglingen der Rabbincrl'ck»lc bewilligt werde. die die ersten 5—1׳ Jahre ihrer Rabbinaisstudien anderswo zuvrachlen nnd nur >m sünslkn oder srchSIcn Schuljahre in die genaniilc Rabbinerfchule ansgenommen wurden, zwar nicht in ihrem ganzen Umfang(, wol aber Thrile und zwar brlrrffs der ,wer »nicrstrn Jahrgänge der ersten Abihcilung, welche von 15—16jährigcn Zöglingc» besucht werden, unter ter Brdinguog Folge gegeben, daß u) d>« Beicchiigung der tinzrlnen, in den erwähiilen Siubien unitlrichlkndeu Rabbiiien von Sriic der Reg rrung öffenllich anrrfan 111 werde, und b) die bei denitlbrn vorbrreitelcn Zöglinge sich an dcr Rabbiner« schule einer strengen Aufnahmsvrüfung nnicrwtrseu sollen, und über oiese Prüsung ein Zrugniß au-gcslrllt werde, welches die RabbinalSzögliuge außer dem u»l dcr am 7. März 1854 unler Z. 5637 riflos« iklieii Brrorbnung des brstandenc» MinisicriuiuS brS Innern und in der am 8. Jänrr 1864 unter Z. 99.811 hierorts erfloffenen Anordnung — vorgeschrikbrnrn Zeugnisse rücksichilich drr Beseelung vom Militärdienst vorzuweisru haben werden. Wovon die (Komitals^ oder Stabt)-gemeinde zu .... in Folge drr am 18. Juni l. I. uutrr Z. 8380 erfl.-ffenen *) S. die Hußt r Korrespondenz in der vorigen Nummer. Dir 'Verordnung dcr Statthalterri wurde aus dem Ungar, übersrtzt. Red. 713 königliche« Hofverordnuug zu ihrem Danachhallrn vorläufig wi« der Dr« merkiing verständiget wird, daß daS Ber,eicht,iß jener Rabbine», die mit drr im rrsteu Punkt erwähnte» Berrchligung bekleidet wurde», fcinrc3 Zeit mitqelheil« werden wird. Öse». S. August 1885. Von dem kön. ung. Slaithaltereirathe. Alrrander Jgachich m. p.» Georg Friedrich w. p.. Ludwig Somogyi m. p. 8. TzenteS, 26. Srvtember. Die diesjährige Prüsung a» uuserer Hauptschule hat gestern geendet und schöne Beweise vo» der Tüchtigkeit uuserer Lehrkräfte geliefert. Herr Hochmau» im ungarische», Herr Franck im drutschru Fache und im Zeichne», Herr Zuckermao» i»! dem schwierigen Elementarunterrichte haben uns gezeigt, daß fie ihre Pflicht mit Liebe und Eifer kks>'׳llen. Auch kan» ich nicht umhin, da« rühmliche Wirken uusrreS befcheidenru Lehrer« A. Fetsendurg beroorzu» heben, der wirklich bestrebt war, einen Theil seine« «iesrn hebräische». Wissen« auch seinen Schülern dcizubringea. welches ihm auch gelungr« ist. Schade nur. daß außer nnirrm gerhrlen Herrn Direktor Dr. A. Poklak, der sich viele Verdienste um das hiesige Sckiilwesen erworbe». nur mit wenigen Ausnahmen, meistens Laien bei drr Prüsung zigegeo waren, »nv es hat sich auch hier gezeigt, daß wir eia gelehrte« Oder« Haupt, nämlich rinen Rabbiner, vermissen, der dazu geeignet wäre, oa« kerr Jugend zu ermun!ern. und doch auch manche Mängel z» bcieillge». Es wäre sehr zu wünschen. daß drr inleltigenlrre Theil der Gemeinde sich nickt von der kleinen orthodoren Partei beherrschen kirße, und mit HiNtaiilctzuiig der Lrtziern den sehr gcehrlen Rabbi, Herrn Adalbert Stern, z>: »ni'crui Rabbiner wählen würbe. Ich di» übcrzeugt. daß durch diesr Wahl unsere Gcmeinde blühen würde. und baß wir, von ihm ermuntert, bald einen der hierorligen Gemeinde rull'prechendea Tempel bauen könnnlen. Gebe der Allmächtige, daß ich im künftige» Jahre nicht nur Erfreuliches vom Schulwesen, sondern auch von unsrrn übrigen GkMki»deangelczr»beiien berichien könne. Bemerkung. Herrn Rabb. Dr. S — n in W—11. Ich bitte. unfrankirt zu schreideii. Erscheint ln dcr nächste» Nummer. Herrn R. K m. Ich danke rrgebcnst: i» brr nächsteu Nummrr. Die Ariikel aus Pest. Hrriiiaiiiiiirstez, Hcrinaulistadt, Loionz und andere Korrcspoiidcnzen crickeinc» in ter nächstrn Niinimer. Inserat. Rosalia Kellners 1|n1cl11i|cOc Pn'»al Töchll1׳Ichl1se, Prag, Hkltlltrgasse und Gbstmarl'.t Ur. 5G3—I. In inrinrr Schuir wirb i» allen für Mädchen vo» 5 — 17 Jahren geeigneten uterärlsvhen Gegenständen, Ürner in der hehrälsehen, höhmlsehen, französischen, engllsehen und nngartsehen Sprache, i» allen welhUvhen Handarhelten, in Klavlersplvl, Zeichnen, singen und Tanzen Unterricht eribeit. Den P. T. Herren Eltern ans den Provinzen bietet meine Sohnle die günstigste Gelegenheit, Ihren Töchtern einen amfassenden, gründlichen Untorrloht, sowie eine sorgfältige Erziehung and Verpflegung za verschaffen. Auch solche Zöglinge. welche einzelne UnternchtSgegenstände, namcnilich fremde Sprachen und Konversation oder Kleldernähon erlerne» wollen. werde» angenommen. — Aus briefliche oder mündliche Anfragen wird bereitwilligst AnSkuuft erlhcilt. — Die Aufnahme von Zöglingen geschieht täglich im Direktions-Lokale, Zeltnergasse Nro. 563 -L Prag, 10. September 1865. Rosalia Kellner, geb. Fröhlich) (3—3) Vorsteherin brr Anstalt. Szegediu, Leipzig, Ltlbstvrrlag brr tttbaktlo». Rowmtstio»»-Verla- 00» ftauf V»-»er. ז״״■.־ ״ י — ...—■ Druck vo» Sigmund Burger iu Szegrdi».