Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 37 (13.9.1865)
- Date
- 1865-09-13
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2542917-2543219-2543257--4405-2548377- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
664 (Statt durchtreoot oaA Amerika? (Sr verwahrt flch gegen jede Der» dächtiguog dtr Männer dtS Comitü«. Aber köonto fit denn sät afie Zukunft bürgen? mit welch' großer Sorgfalt wird in den Statiittn anderer Gesellschaften. bei denen Gelder j» verwalten find, Rücksicht genommen auf alle möglichen Calamitäten! Daß aber da« Hauptromitüwelche« die Kaffe verwaltet, auch selbst die Eommiffion wählen sofi. welche die Dillanz prüft, also die Verwaltung ju dechargrren hak» da« gebt schon in« Aschgraue! da« beißt nicht« andere«, al«: die Dtr» waltung trthtil» sich selbst Dechargt. und ob eine solche Einrichtung noch sonst wo in der Welt Vorkommen kann, außer etwa >o Schövpenfiäd» oder Schildburg, muß im höchsten Grade ,weiselhast ad b) sucht er zu beweise», daß von einem Vereine eigentlich tu Rede nicht sein kann, daß vielmehr die 7 Mitglieder de« Haupt» romnüS, welche jetzt in Alzey ihren S'tz haben, niit absoluter Gewalt ausgerüstet find. den» da« Haup1romi:6 wähl« alle Beamte (und zwar aus seiner Mitte), es wählt die Commissiou zur Prüfung der Billanz. und es entscheidet über alle Angelegenheiten de- Bertines für sich und dessen Mitglieder ״mit ausdr!cklicher Ausschließung deS Rechtsweges in streitigen Fällen" Die Mitglieder sind ibm also unbedingt nnierworsen, und müssen steiS, >'o wie er pfeift. sich bewegen zu tanzen. Er sucht ferner in scharfer Weise darzuihun, daß daS Haupteomilö stet« seinen Sitz in Hessen baden muß, und eS nicht ander« möglich ist. für die 3 auSiretenden Mitglieder andere, als Heffr» zu Wahle», und baß dieses die 3 au«» getretenen Mitglieker sein müssen, so daß das jetzige Hanptcomilö stet« im Amte bleiben wird. ad c) sucht der Vers, zu beweisen, daß die ״Genrralversamm» lungeo". wodurch bei allen Vereiiie» solche erst zum Vereine werden, hier ganz illusorisch sind, da. nur die Lehrer, die in ter Nähe der Diisammlunge» wohnen, denselben beiwohnen können, die andern aber säst niemals, Wege» der bedeutenden Kosten, die sie mit ihrem geringen 01, halte nicht erschwingen können. Für die 7 Mitglieder des ComucS l-estebt diese Schwierigkeit nicht — sie bekommen ja ihre Reisekosten ans lcr Kaffe vergütet; aber eS scheint damit wieder eu, übler Umstand verbunden zu sein, nämlich der, daß diese Reisekosten wol so circa eine JadeeSeiniiahme deS Vereines i» Anspruch nehmen könnte»! Oder soll etwa eie Generalversammlung immer in Hessen und Umgegeud stallsinbrn? Dann wären nur die in Hessen und d.ffen Nähe wovnen« den Lehrer aktive Vereiiiömitgliider, alle übrigen, die ״raisera contribui'DS plubs“ müssen still und passiv, alles über sich ergehen lassen. Aber Io ängstlich brauchen die Passiven doch nicht zu sei». Die Generalveriaiiimiung Kal gar nichts zu beschließen. sie hat durchaus lein anderes stalutinniäßigeS Recht, als die Wahl dreier »eile» Mitglicter. tiel'es Recht ist ober die Reisekosten nicht werih. zumal die Versammlung genöiyigk ist. immer Hessen und zwar dieselben wieter z» wählen. nd d) Die BezirlSvereine sollen nach c) VI. B. 8. 1L Mil׳ glieder zählen, und ihre resp. Gebiete nicht »!ehe als kV Siundcn im llinlreii'e haben, da« beißt die Statuten dekelim auf einer Fläche, die IO Stiiiiken im Nmkrei'se. also kaum 2 □ Meilen hat. sollen. wo möglich 10 jüdische Lehrer wohnen. Wie groß niußle hiernach die Zahl derselbe» im deuischen Vaierlande sein! Dieser c) beißt also aus denilch nichts anders, als: Bezirksvereine sind unmöglich! Der Verfasser kann »ach diesen Ausstellungen allein schon nicht degreisen. wie vernünftig denkende Männer einen solchen Verein mit solche» Statuten be» gründen zu können glauben. «Ganz leise und verschämt kommt mir, wenn ich längere Zeit darüber uachdenke, zuweilen der Gedanke: Sollte nicht der eigentliche Gründer selbst ganz gut dir Unmöglichkeit de« UniernihmenS cins.hen, und das Ganze eigentlich nicht andere« be» «Wecken, aleine großartige Neclame für da« Klingelsteinische Blau «der israeltiiiche Lehrer?" r- Dieses ist doch zu stark, und muß ich die Männer de« ComitüS. besonder« einen >'r. Stein in Frankfurt und vr. Rothschild in Alzey vor einer solchen Beschuldigung in Schutz nehmen. Im llebrigen enihalte ich mich jede« Urlheile« über Ctrl« Ausstellungen. die ich au« den oben angegeben Gründen und nur au« Interesse für den Verein im Auszüge dem ..A. CH." wiizutbeilen mich verpflichtet dielt. Schließlich noch Folgende« ad vocem: «Der israelitische Ledrer." T« kam mir die Nro 31 dieser Zeitschrift zu. die in ibrem Briefkasten den Verkafftr der im «B. Cb." abgedrrickteu Gutachten (m der lobte»» tfr Geschichte) al« einen «betranteu Piaffen", der villeicht für gute Bezahlung schwarz für weiß, uodiveiß sür fchwarz erklär,, schmäht. E« scheint, da« der Redakteur de« «Isr. Lebeer", der auch in Mainz erscheint, im Schmähen dem andern ebenfalls in Main, erscheinenden Echmutzblalie nach,»ahmen und gleichzukommen fick bestrebt, wo« ich vom Herze» lies bedaure. schon im Zutreffe de« »isr. Lehrer«" und de« Rrdakteur« leibst, der m,r er» tdätigee und strebsamer Mann zu sein scheint, und der auch deshalb, da das eine Bla,« Schmutz und Koih genug verbreitet, um מהריב עולמוה «ein zu Unuts. Da ich selbst edea im «B. Ch." gegen diese Gut achte», ader aar auf wissenschaftlicher Weise mich ausgesprochen habe, s» habe ich da« Rech», ja sogar eine heilige Verpflichtung, den geehrte» Lslegen vor solchen Beschuldiguogea io Schutz zu nehme». Z. Kahu, Oberrabbtoer. Sen Chananjil's Süße und Sekehrung.*) V. Ueber Bibel- und Talmudfprache. Von Oberrabd. Dr. Zipfer. lS ch 1 » ß.) O. Verschiedroe Bedeuinug de« Worte«. 11) In der Bibel wird die Kopsbeteckung de« Hohenpriester« מצנפת, die des gemeinen Priesters מנבעה genannt; der Talmud hingegen gebraucht erster» Ausdruck für beite Arten (Zowa **) p. 25.4.1 12) Wenn unter dem Worte מצא biblisch nur da« Aufheben einer Sache zu verstehen sei. so ist darunter im talmubischen Sinnt schon da« Erblicken tertelbeu gemeint. (B. Mezia p. 6. a.) 13) Das biblische ייפח M B. 22. 22) ist bl°S im adjektiven Sinne (das eiternde) zu »ehwrn. hingegen gebraucht e« die Mischna (.ה״יוט Ernbin X M. 13) als selbstständiges Hauptwort (die Wunde). 14) Biblisch ist unter rem Ausdrucke. איש אחך der Levr. nicht zu verstehen (Kedui'chin p. 16). im talmudischen Sprachgedrauchr jedoch ist auch dieser darunter verstauten (S. Toß. zu Keihuboth 81,». יבם). 15) מרמה wird in der Bibel auch von der Klugheit l Onkel, zu I. M. 34. 13). und ערמה von List (I. M. 21. 14J ge. braucht; i» der Taimutlprachr hingegen brdeuiet ersterrs unerlaubte Schlauheit, letzteres wieder nur weise Vorsicht (S. Maimonide« und ת״יוט Tbemura V. 1). 16) Dos biblische בפיס (Chal. 2. 11.) bedeutet Balken. Holz» werk: im lalmudischen Gebrauche aber Slein-, Lehmbau (S. הי"(ט B- Batbra. I, i). 17) Der Ausdruck לבה kömmt in der Bibel ׳nur bei Frieden«» und Branlopser» vor. Die Mischna hingegen s(2"N Zebachim I. 1). gebraucht ihn für alle Gail,,»gen Opfer. 18) Wenn biblisch uiiier dem Worte נרב (HI M. 21, 20. 22 22) ein wirklicher LeideSsehler (מי□ קבוע) gemeint ist, so ist die« doch nicht unter dem talmndische» נרב zu verstehe» (Bartenura zu Behor. VI. 12) 19) Das hebräische רהץ wird nur in der eine» Bedeutung von dem Waschen der Körpertbeile de« Menschen und der Opferthiere ge» braucht, der Talmud (Sanhetrin p. 7 , a) kennet auch die chaldäische Bedeutung (I. M 34. 25 V. M. 12, 10. 33, 12) von Vertrauen. 20) Eine Wöchnerin wird in der Bibel יולדת und eine Heb» amme auch היה lRaschi II M. 1. 19 Sota p. 11, b.) genannt, hin» gegen beißt in der Miichna eine Wöchnerin היה (Ioma VIII. 1) und» erne Hebamme הבמה (Sabbaib XIX, M. 3). Wir glauben in diesen 20 Beispielen Beweise geliefert zu ha» den, in welchem weilen Sinne der Talmud de» Ausspruch: לשון חבמיט לעצמה >u Anwendung nimmt. •) S. die vorige Nummer. ") Alls den Umstand. daß Ibn Esra (Esther 8, 17) לשון תלמוד und nicht חכמים schreibt, zieht Anonymus einen ganzen Bau auf, der aber ganz in sich zerfällt; während die Toffafoth zur obige״ Stcfie (נוטל) den Ausdruck לשון חכמים haben, gebrauchen fle anderswo (Succa p. 5. a: אל); Gilin 7, a בומן) über denselben Gegenstand den Au«, druck: לשון נמרא. Dergi. היום Ther»mo«h 1. 1. I n@ ©rat. Die unter Oberaufsicht der k. k. Regierung gestellte Lehranstalt S'adt. WipvUngerstraße Nr. 10 io Wien, nimm» die Einschreibung der für die erste geeignete» Schüler bereit« vor. Wohnung und sonstige Er»iebuug«bedürfuiffe LelldV yii-f werten daselbst billig berechnet und auf dq« best» besorgt. Da« Programm. welche« bereit« rn Nummer 33 de« «B e» E Hanau ja" abgedruckt ist. kann auf Verlangen eingeseudet werde». Der Direktor: Blücher» Stadl. Wipplingerstraße Nr. 10 io ®Hm. - Druck von Sigmund Borger in Szegedi».