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Ben Chananja · 1865-09-06 · 36 (6.9.1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
36 (6.9.1865)
Date
1865-09-06
Page
– (sequence 8)
Language
German
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639 640 tantaii ebifli Talwudstefir «otgaugen. Unfct Gegner läßt sich i« na« Wollich.nZbtetie ritt. worin rr vielleicht mr&r Sachkeantoiß besitze» waz. dir ad«r unsere obigr Beweisstelle so wenig alirrirt, ul« un« etwa rtn Seiltänzer durch l'rinr Luftsprünge |U überzeuge» vrrmöchtr. daß unsere Etelluog auf festem Boden viel schwankender, alt tu ,einige wäre. Jedenfalls studeo wie r« paffend, obige Talmurstelle noch eiumal zum Gegenstände vuseeee Forschung zu nehmen, um so mehr, da dieser Au«» spruch nicht so vereinzelt iw Talmud dastebt, daß sich dabei auch nur annäherungsweise überall rtne W-llschnr-Theorie anbringen li.ße. Zeder Eprachlorschrr wird bereitwillig die Bebanptong anrrkennen. daß keine Sprache aus einmal, wie eiwa eia Deus ex Macbina ihre feste Gestalt erhalten, sondern daß sie viel webe im kaufe von vielen Jahrhundert.» immer verschiedene Formen sich ungeeignet hat. Dieser Grnutsatz aber hat auch von der heiligen Sprache zu gelten; als Beweis wollen wir hier zwei bebe. Stämme ausüdreii. Während iw Pentateuch ״Schreien" mit צעק bezeichnet wird, die Wurzel זעק kinzegeu bloS zweimal (I. B. M. 18. 20 II. B. M. 2. 23) vorkömmt, wird letztere in den späteen Tbeilea der h. Schrift fast allgemeiu gebraucht. Den Stamm שהק . ridere, frnnt der Pentateuch gar nicht, wofür dieser stets צ!-,ק gebraucht, wäh» rend die andern Schriften צהק bloS zweimal (Nicht. 16. 25. Zeche«. 23. 32) haben, dafür aber stets שהק gebrauchen. Hat aber etnr solche Veränderung in der AuSdruckSwene schon während der Eulstebung der b. Schrift Platz gegriffen, so ist die« gewiß »m so eher in dem Zeitraume zwischen der Abfassung der Bibel uud der des Talmuds auzu» uehmen. Za wir finden sogar eine solche Abweichung der sprachlichen AuSdruckSweise;wische» der Mischna und dem Talmud, wie z. B in dem Worte ׳בגי 2עיט welches eine andere Bedeuluug in der Mischna und eine andere im Talmud bat. (S. Toß. Cdul. p. 5-1, '^'איל) Dazu kömmt ferner der Umstaiib. daß die Volkssprache sehr oft nicht bloS von der Schrisll'prache divergier, sondern auch diese selbst vielen Einfluß ausübt und ihre Formen mannigfach umgestaltet, was wir t» dem Ausspruche דברה הורה כלשון ב״א in Betreff der Bibel, wie wieder ר׳ מאיר היה דורש לשון הדיוט (B. Mezia p. 104, a.) in Betreff der Sprache der Weisen bestätigt zu fiubeu glauben; sagt ja der Talmud selbst: תנא לישנא דעלמא נקט;B. Mezia p. 2, a.). Es hat aber noch ein drittes Moment tu dieser Svrachei.veräliderung beigetragen, daß nämlich manche Lebrer Israel-, wieB. Semaja n»d Abtalion. fremden Ursprunges waren, die dader ihre eigene Multenprach, nicht ganz zu beseiligen vermochten, und deren fremdartige AuStrnckswriie sogar ihre Schüler, wie der Babyloiiier Hillel. der eigentliche Begründer der Mischna, nachzuahmen strebten. (S. Maimouides zu Edioti, l. 3). Daß diese Abweichung von der Bibeliprache nicht in irgend einer Adstcht und Zielweise geicheben. erklärt Naschi (Sabbath p. 15, a.: 2שהיי) au«» trücklich. Wir wollen hier eine kleine Blum.iilese über dergleicheu Ab» weichungen vom biblische» Idiom im Talmud liefern. Diese Abwei» chungen finden wir in solgendeu Stellen: V. in Betreff des Geschlechtes. 1) Peßachim p. 9. a. heißt es in der Mischna: חולדה" obtrol dies iu der Bid.l männlich ist (III. M. t l, 29). 2) Das Wort ,שרר >st biblisch männlich, im Talmud aber (B. Mezia IX. M. 2, 3, 5) weiblichen Geschlechtes. 3) נהר ist ebenfalls io der Bibel männlich, im Talmud hin» gegen (B. Bathea p. 74, b.) werblich. 4);הכיוךך (Meila p. 12. b.) Dies ist jedoch wahrscheinlich ei» erngeschlicheuer Zusatz eines unverständigen GloffatorS für ה2ור. wel» che« Wort auch biblisch weiblich ist (11. Sam. 19 , 27 , ebenso: ")2O ה2ור) S. תיו״ט B. Mezia V. 4. 5) Das Wort ארון ist mäuulich und weiblich, in der Mischna hingegen blo« weidlich (Obolotb IX. M. 15). B. Bet der Bildung der Mehrzahl. 6) תורין für das bidlitche הוריט (S. Raschi Cholin p. 22. a.) 7) רחלות für das biblische רהליט (Chol. p. 135. a.) sowol biblisch als talmukisch weiblich (Zes. 53, 7 Hohe«!. 6, 6.) Die Grund» bedeutung diese« Worte« im Arabischen heißt säugen. d. h. da« säu» geudr Mutterschaf. m . C. Veränderung de- Wurzelbuchgabeu«. 8) תרט für die biblische Wurzel רוט (S. Zbn Esra: Esther 8, 17. ת-יוט T'vrllwa I. 1). S) Für dahebräische 2סך wählt derselbe R. Zochauan da« talmudisch» )M (llbvd-Xara p. 58, d.) 10) Für die Wurzel הסך hat die Mischna יסך. (S. חו״יט uud Maimonide« zu Kilaim II. M. 3.) Ost geschieht auch ein Zusatz, wie לילי (Peßachim p. 2, «)für ליל. (S. תי״וט Therumoth VIII, 3). (Schluß folgt.) Bemerknvge«. - Herr» 9t. Z. Die bezügliche Predigt wurde im »D. CH." be, speochen und empfohlen. — Hrn. De. H— r. Erscheint io der nächste» Nummer mit den ringe,'andten Derbeffeenogen. — Mehrere Korrekpou» denzen mußten wegen Mangel an Raum für die nächste Nummer zu» rückgelegt werde». Danksagung. Den Herren Georg v. Wagner (ist Christ und ein הסיר אדה). Notar der Gemeinten Ktiessaln und Bolmäny, Bernhard Bock aus Närsfalu uov Armin .tkrau« aus Bolmänv. die wich ta letzterer Zeit während der Krankheit meiner Frau unterstützten, so statte ich. da ich es Jdneu obttedienicht onter« lohnen kann, biemit öff.utlich meine» Dank ad. und spreche de» Wunich au«, der liebe Gott möge Zhoea seinen Segen spenden, daß Sie immer GuteSaiiSüden sollen. Kürssal». 28. August 1865. Ch. Pollak. Inserate. Dir unter Oberv-tifsicht der k. k. Regierung gestestte Lehranstalt Stadt. W'pplingerstraße Re. 10 in Wien, nimmt die Einschreibung der für dir eiste Weal-GysmMsmMasfe geeignete» Scknler bereits vor. Wohnung und sonstige ErziebungSbedürfniffr werde» daselbst billig berechnet und auf da« beste besorgt. Do« Programm. welchebereit« in Nummer 33 de« ״Ben Chananja" abgedruckt ist. kann auf Brelangen eitiaeiendet werden. Der Direktor: Blücher, Stadt. Wivvlingerstroße Nr. 10 in Wien. Vollständig ist jetzt erschienen und dtirch alle Buchhandlungen zu bezieheu: ת ו ר ה Der Pentateuch, Die fünf öüchcr Mosis nebst Hastaras im hebräischen Tertc mit deutscher Uebersetzung, fortlaufender Erklärung und homiletisch brauchbaren Anmerkungeu. HerauSgegrden von vr. 8-110L0Ü L6rxI16ira6r, herzoglicher LandeSrabbiner zu Anbalt-Bernburg. Dritte vermehrte und verbesserte Auflage, gr. 8. drosch. Peet« 3 Thlr. 10 Ngr. Die Anlage de« Werke« ist hinlänglich bekannt, e« bringt neben dem hebräischen Irrte die gegenübeestehende deutsche Uebersetzung, einen umsaffendru kritischen Kommentar und außerdem homiletische benutzbare Aumerkungr». Der hohe Werth und die Brauchbarkeit dieser Pentateuch'AuS» gäbe nicht nur für Radbine» und Lehrer, sondern auch für jeden Er» bauung suchende» Israeliten ist längst aurrkaiiut und findet die beste Bestätigung in dem rasche» Berdrouch der zwei ersten Auflagen. E« wird deshalb auch diese soeben vollendete neue dritte Auflage, dir namentlich in dem Kommentar und den Aumerluugeu vielfach verbeffert und vermehrt ist. aus« Neue wieder eine willlommeue Aufnahme finden, um so mehr, als die Verlag-Handlung bemüht war, dem Werke eine seiner bohen Bedeutung würdige Ausstattung zu geben und dabei doch einen Preis zu stellen. der nur in der Voraussicht einer rege» Theil- »ahme uiöglich war. So möge denn an dir Herren Rabbiueu. Lehrer und die Schul« Vorstände die Bitte gerichtet sei», für die Berbreituog de« Buche«, wel, che« i» keinem israelitischen Hause fehle» sollte. auch fernerhin »ach Kräfte» zu wirke». Szegedin, SrldSvrrla, btt ttctaktla». Leipzig, sommlslioa» Verlag poi irao; V»g»rr. Druck von Sigmund Burger in Ezegedi». Hirrzu eine Beilage: Prospekt -er Frey'schea Lehranstalt ia Prag.

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