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Ben Chananja · 1865-09-06 · 36 (6.9.1865) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
36 (6.9.1865)
Date
1865-09-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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M .38. Szeged!», Den 6. SeplemÖer l8kä. .fldjtet Jahrgang. Jede» Mittwoch eeschenit ein krLmuugrstioiuqirvlL Ganzjährig 7 fl..—4 Tblr. 20 ' Ege.. balbj.Z fl. 50 kr.. 2 Tblr. 10 Sgr., vierielj. L fl. oft. W. Littzcltte Nummern 15 kr. Man aboamrt bei allen Pofl« ämteru u. Buchhandlungen de« Zu« und Austanves. He« MMMM. Vocheuklall für jüdische Theologie. Herausgeber und Redakteur: Oberrabbiner zu Szegedin. Inserate find an die Redaktion.׳ in Gje« gedin. an Herrn üll> Jffifltt in Xran&fu( 1. K. oder 01 Herrn.3gna| JJrain« <flelat «akergaffe Nr. 10) in M> zu sende». - l Die Lsp-tkige Petitzrik« wird mit lORkr.—2 Lgr. berechne». Vertagung Der Vorjllmdzmhf m Pest. Pest, am 3- September 1865. ״Wächter, wie weit in der Nacht? Wächter in der Nacht wie weit?" Der Wächter spricht: ES kam der Morgen, doch ist'S noch Nacht (Jesaj. 2 t, 11. 12) — für die hiesige israelitische Kultuögemeinde! Folgende Aktenstücke werden diese Anwendung deS Zesajanische» AuSsprucheS auf die hiesigen Gemcindeverhältnisse vollkommen rechtfertigen: I. Bewilligung zur Wahl. 224-Peäs. An krn löbl. Vorstand der israeli». .tkullilSgrmrindr io P c ft. Nacht,m eineeseiis j,»r B,d,nk,n. welch, gegen das am 22. Mai d. I. ausgemiktelte Eegedniß der Gemeiudeeepeäl'eulanz ׳ Wahleu aus« getaucht find, miltlerweile behoben wurden, anderer,eitS aber gegen den fraglichen Wahlall auch SriirnS drS löbl. Lorftandes keine (Einwendung gemacht viirte, so unterliegt es keinem Anstande, daß das WablleilungS« komilä feine weiteren Funktion»» im Sinne des §. 24 der Gemeinde« statuten sorisühre. Wovon der lobt. Borftand mil Bezug aus de» Bericht vom l. August t. Z, Zahl 357, zur weiter» eiitiprecheube» Deranlaffiing hiermit verstäutigel wird. Pest, am 13. August 1805. Der Oberbürgermeister: Krüßony i w. p. II. Einladung zur Wahl. Pest, am 28. August 1865. Nachdem der Repräienianlenlörper von 120 Personen bereits vervoststäiidig« ist, so hat das gefertigte Komilö nächstkomuienden Sonn' tag, len 3. September l. 3anberauml. an welchem Tage die Wabl LeS Gemeindevorstaudes im Sinne des §. 28 vorgenvmmen werden soll- Sie werteu daher hiermit eingeladen, an dem odbrsaglen Tage, Vormittags halb 0 Uhr, tut GemeiudefitzungSsaale persönlich re« scheinen zu wollen, um Ihr Votum bei diesen Wahlen obzugrben. Zu welchem Zwecke wir uns beehren, hier dagedruckte Berzeichniß der 120 Repeäjeutanlen zu überseuten. Da- Wahlleirungs-KomuS: Dr. W. A. Meisel, Oderrabdiner als .stomitL-PräseS. III. Abermalige Tistiruug der Wahl. v78-PrS>. Die.Klage gegeu die Reveäsentanj'Wahlen, welche dis, her vollzogen wurden, sind noch höheren Ortes uuter Verhandlung, der Bescheid ist bis jetzt nicht heeabgelangl. demzufolge ich mich veranlaßt suhle, dir für den 3- September onderaumte Fortsetzung des Wahlakteeinstweilen zu veeiagea. Pest, 1. September 1885. Der Oderbüegeemeistee: KrLßouyi. Dem löbl. Vorstände der ise. Kultusgemeinde in Pest. Jesajas schließt sein Orakel mit den Worten: Wenn ihr stellen wolle» eine Frage: kommt ein ander Mal wieder! (Jesaj. 21, 12.) ״Daß die Intelligenz unserer Gemeinde ״wieder kommen und Fragen stellen wird", unterliegt keinem Zweifel. Es ist auch geradezu undenkbar, daß die Fordernngen der jüdisch-kirchlichen Autonomie selbst jetzt kein GehSr finden sollten, wo daö Vaterland mit Horaz auSruft:t Jam fides, pnx, bonos pudorque Prisciis , ct neglecfa redire vi! lua Audet; adparetque beata pleno Copia cornu. Zur Jlaößiiierfeinmarfrttge tu Ungarn. *) IV. Eingabe rines Vertranensmanncs. Hochgeborener Herr Präsident! Durch das Vertrauen der hohen Regiernng bernfen, an den Bcrathungeu über die angcordnete Regulirung deS Schulfondes, speziell der Aufstellung einer Schule für RabbinatSaspiranten theilznnehmen, habe ich gehorsamst Gefer, tigter, wiewol nicht ohne Zagen und Rücksicht auf die Ge, fahren für den Fortbestand unserer rabbinischen Institutionen, dieser Ausfordernng Folge geleistet, und nach meiner Ueberzengung meinen auf einer langjährigen Beobachtung und Er, fahrung basirten Ansichten und Befürchtungen in der bezüg, lichen Beratdung Ausdruck gegeben. Ich habe demzufolge daS za gründende RabbinatSseminar als ein Institut aufgefaßt, an welchem die Ansprüche ״nd Erfordernisse deS jüdischen Glaubens in seiner Wesenheit dadurch zur vollen Geltung kommen müßten, daß für die Kenntni'ß der dem Rabbiner unentbehrlichen talmndischea Schriften in ausgedehntester Weise gesorgt und die darin aufgenommenen Kandidaten ans der Bahn eines streng religiösen, mackellosen Lebenswandels erhalten werden. Diese Voraussetzung schließt die Pflege anderer wissenschastlicher Gebiete keineswegs auS; nur darf dabei der Zweck nicht auS den Augen gelassen werden, indem ja einzig und allein das Bedürfniß nach einem Zentral-Jnstitut, dessen Bestimmung sein soll, der leider nicht in Abrede zu stellen, den Zerfahrenheit im Judenlhume feste sichere Anhaltspunkte zu liefern, jene Idee angeregt hat, um derentwillen die Kommisiion hieherberufen wurde. Daraus, und weil für die Kultivirung aller anderen, ich möchte sagen , weltlichen Wissenschaften, allenthalben ein reiches Feld offen liegt, folgt wol mit Recht, daß an dem zu schaffenden Nabbinerseminar die Pflege talmudischer Gelehrsamkeit daS Hauptziel bleiben müsse — und weil die Pflege deS talmudischen Wissens mit dem daraus abgeleiteteu rituellen Satzungen nicht ohne praktische Anwendung und Bethätigung bleiben kann, so muß der Lebenswandel der Jünger und tüchtigen Seelsorger ganzer Gemeinden ein streng religiöser bleibea, zumal deren tägliches Beispiel de» nachhaltigsten Einfluß aus die große Menge zu üben berufen ist. Nur wenn die äußere Haltung der Mitglieder dieseneuen Institutes den Anforderungen strenger Religiosität eutspricht, erscheint die PrariS mit der Theorie in vollem Einklänge und erzeugt im Volke neben der Achtung vor einer hohen talmudischen Bildung die Achtung eines durch Beobachtung der heiligen Gebräuche geadelten LedenSwandelS. Mit diesen Worten habe ich mir erlaubt, daS Bild eines RadbinerseminarS zu zeichnen, wie eS sich Angesicht- •j S. vor. Iheg. Ne. 18. IS. d. Jheg. Nr..^»^D^!tz4. "י-•־5־»®?•:•׳'

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