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Ben Chananja · 1865-08-30 · 35 (30.8.1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
35 (30.8.1865)
Date
1865-08-30
Page
– (sequence 7)
Language
German
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621 ihm in recht tocitca .Kreist« di« verdiente srenndlich« Ausnahme zu Theil werde. R. Waktzen, 24. August. Ihr L?,Korrespondent bat sie mHstifiziet. Herr Neumann hat bl04 drm geistlichen Stande entsagt, dem er stch früher widmen wollte. Wa« von feinem achtbaren und wohlthä» tigeo Baker gesagt wird, ist ganz au« der Lust gegriffen. (Wir hatten hinreichenden Grund. Herrn ש• für guiunterrichtet jn halt,». Wir bitten denselben, leere Gerüchte nicht zum Gegenstände seiner Mittheiiungen zu machen. Red.) J. H. Kakferbad (bei Ofen). 25. August. Der Ujhelyer Rabbiner Löw hat al« hiefiger Kurarzt ein RabbinotSfolleginm zusammengesetzl und hinter dem Rücken und ohne Borwiffen des Altofoer Rabbiners in dem hiesigen Bade, also in der Mitte der Altofii'r Ge, meinde, eine Ehctrenuuug vornehmen lassen. Diese flagrante Verletzung des besteheiiren Gesetze-, der Sitte, deS Herkommen» und der Ordnung macht ungeheures Amsehen Der Ujbelyer Antiseminarist scheute sich nicht, den Ali im Widerspruche mit dem Schulchan Aruch am Ernv Sabbatv vornehmen zu lassen. ^Ünfkirchcn, 2l. August. Obschon t« gewiß Niemanden einfalleo wird, de» Großmeister Sulzer, den unsterbliche» Regenerator unserer gollesrieiistliche» Gesänge, fein Verdienst streitig zu machen, das er sich um das moderne Judriilhum erworben, und wir allerwärtS, wo der gesiilide Sinii für Forischriit und Entwicklung nicht erstorben ist. eiuc» geregelten Ehoral-GoltcSdirnst, die ergötzende Frucht seines oilt große», Talenlc gepaarten Fleißes, harmonisch rnlsprecheud de» An» fvrderuiigc» der Zeit n»d des Lebens erblühen sehen; so ist eS dennoch »nleugbar, daß selbst der enragirleste Reformer sich weidlich daran er« götzen wird, wen» der polnisch-jüdische Gesang die alte» lieblichen, das Herz erhebende» Moll-Alkcrde. welche so wahr und so fliinig an die kiitschwuudtiic Größe unseres Stammes erinnern, an sein Ohr dringen. Diese allen melodischen Weisei, üben eine ungehrnrc Erschütterung auf unser Geniüih, wir hören das gebeininißvollc Rauschen der Ströme Babels und das stolze Zion erscheint vor unserer Phanlasie wie ein f»ta morgaiia in der Wüste. Dasselbe gilt auch von der Predigt, auch sie ist wie der Chvrgrsang ein Kind der modernen Zeit, »Nd gewiß wird es Nieniandcli in de» Sinn koinnien, >l!r die volle Dercchiigling abzusprechc», oder sie im Berkällniß zur alten Drascha zu pcrhorreS» zireii. Allein eS gibt Gott sei Dank noch immer unter uns Darschanim, dir len modernen Prediger» den Rang ablausen. Dies bewies uns in eklatanter Weese der hochgelehrte Herr I. L. Ba k aus Szrgcdin, welcher bei Gelegenheit der Hochzeit seines SolimS der srenndlichen Einlatuiig deS hiesigen KnllusvorstanbeS Folge leistend, uns mit einer Drascha be» ehrte n»d durch de» an de» Tag gelegten Geistreichihum i» der AuSlrgiing schwieriger und aiifsallenbrr Stellen der Bibel. wie auch durch sei» Eindringen in dir Mysterien diese- GotteSbucheS die Hörer bezau» brrtr. Nicht alles, was alt ist, ist darum schon gut, aber auch das Gute ist nicht immer iiril. und wir sind drm ehrwürdigen Herrn Bak zu iu» nigcm Danke verpflichtet, daß er uns ein Stück Gutes aus dem alten Judenthume vorgcführt. das »nS auch da« Alte schätzen lehrt, und wer« ans wir noch »ach langen Zähren mit Stolz zurückblicke» werden. — Wie wir drr politischen Tagespeeffe rnliiehmen, hat die h. k. Sratthalterri endlich die Bildung eines ifr. Lehrervereius bewilliget. Diesen wichtige» Schritt nach LorwLrt« müssen wir vor der Hand mit Freuden begrüßen und u»serr» Hände» keine Ruhe gönnen, bis wir das erstrebte Ziet erreicht haben. Die freie Bereinigung der Lehrer zu riuem Ganzen ist nicht nur in Bezug aus unsere materiell« und morakischr Stellung, sonder» auch in Bezug aus das jüdische Schulwesen ein kostbare» Go», da« wir schätzen müssen. Dir Lehrer in Pest-Ofen sollen sich nun in Brüderlichkeit zusammenscharea und Alle« daran setzen, daß dir Mittel und Wege geschaffen werden, ein solche« Gut zum Gemeingut aller jüd. Lehrer Ungarnzu gestalten. Dieser hochwichtige Grgrnstand kan» nicht genug drsprochra werden. Möge jeder darüber Nachdenken und drr ge, schätzte Herr Redakteur d e« .B. Eh." wird nach wir vor der guten Sache dienen und den verschiedenen Meinungen Berdreituag verschaffen. Gutwaun. E. MiS?vlcz, 18. August. Trotz de« heutigen Wochrumarkte« wurde der KultuStrmprl bei Veranlassung der auf 11 Uhr aogrsagte« goki,«dienstlichen Feier zum hohen GebuelSsefle Sr. Majestät in alle» Räumen gefüllt. Die Soleuuität dieser Feier Word« durch die zahlreich« Anwesenheit und Theilnahme der Spitzen sämmtlicher bieflger Militär« und Zivilbehördeo gehoben, welche ihre vollkommene Befriedigung btt züglich der de« hohen Feste« würdigen Ruhe und Ordnung, al« auch mit drr geist- und schwungvosten, Spr. 29» 4. behaudeluden, Red« de» Herrn Dr«. Moriz Klein, und mit den vom Kantor K-lschmaroff und Chor vorgrtragenen Gesängen, dadurch zu erkroora gaben, indem sie die Letzten waren, die da« Gottrshau« verließen. Besonder« erwähnen-wrrth ist die Wahrnehmung, daß auch viele Gegner dirsr« Tempel« und söge« nannte Orthodoxe anwesend waren, und den gehobenen Eindruck eine« geordneten Gottescienste« nicht verschweigen konnten. — Wahrlich, nur noch einige solche Veeantaffurigen, und der Heilige von Szikßä verliert seine hiesigen Anbeter. Ad vocem Szilß«) mache ich dir Lrsrr de« 3״). Eh." darauf aufmerksam, daß sie sich umsonst au R. Hillrl um irgend rin« Gnade wende», so lange sie im Besitze einer Assekuranz-Polizze find. — Seit R. Hillel« letztem Ansen »hatte in Munkäc« ist ״Assecurir,11" eine Todsünde geworden!! 8. Ik. Iägcrndorf, 20. August. Der Sekretär dt« hiesig,a Magistratewitmel in seinem, in dem Zonrnale ״Da« Echo" rrschie» neue», die Geburtstagsfeier Sr. Majestät betreffenden Berichte auch der in der hiesigen Synagoge stattgrfiindeiien Feierlichkeit eine auSführ« licht Brsprrchniig, worin da- Erhebrnd, de- Ehorgesange« und die Trefflichkeit der vom Rabbiner Dr. Frirdländrr gchaltenen Festpre« digt mit vieler Auerlennung hervorgrhoben wird. Die Organe der verschiedriien Behörten waren bei der Feier anwesend. Zu Ende derselben wurden hundert Laib Brok a» Arme vertheilt. Knla, 24. August. Die von unscrm vrrrhrtra Rabbiner, Herr» D. L. Straßrr, am GeburtSfrstc Sr. Majestät gehaltene Pre« Ligt über Zesaj. 9, 5. hat die zahlreiche Zuhörerschaft wahrhaft ent« zückt und in unserer Gemeinde einen ungetheilten Jubel hervorgerufen. ל. S. A. Ikjhclh , im August. Innerhalb acht Tagen kehrten drei junge Frauen zu ihren Eltern zurück und sucht», da ihre Männer sie treulos verließen, eiu Asyl in ihrer Vaterstadt. Wie lange noch wer» den Ehcverträge leichtfertig geschloffen werten! In unserer Nähe will am Sabbath ein Israelit nicht als Zeuge erscheinen, der Herr Stuhlrichier darob erboßt, läßt den Armen durch Paiidurcn gebimde» bringen ״nd vergißt in seiner Aufregung die be« zügliche» LantrSgesetze. Bon der hiesigen KomitalSdehörde ist dem Br« treffenden Satisfaltion geworden. Schulwesen. Pest, 25. August. Im Laufe dieser Woche vom 20. bi« 24. d. fanden an der hiesigen israelitischen Gemeinde-Hauptschule, al« auch ao der Mäcchenschiile die jährlichen Prüfungen statt. — Wie immer lie« serte dir Prüfung an der Nvrmalhauptfchulr auch Heuer die befriedigend« stcn Resultate. Vom Duchstabiren in drr Dorbrrritungsklaffe angrfangev bi« zur Stylunv Naeurlehre in der odrrstrn Klaffe delnodetr alle« dir Geschicklichkeit und llmsicht, mit der die »rrurn Priester dieser Anstalt ihr, schwere aber heilige Aufgabe zu lösen verstehen. Wenn wir blo« die Resultalc mancher NnterrichlSgrgrnstände besonder« hrrvorhrdru, so geschieht die« nicht, um die Leistungen in den übrige» NatrrrichtSgegeo» ständen in ein schiefe- Licht zu stellen, sondern blo« deengen Raume« halber, der u»S nicht gestattet, sä w will che Resultate zu detaillirra. — Wahrhaft überraschend waren die Fortschritte, die die Schüler die oberen Klaffen in der Bibel und der hebräischen Grammatik machte», welche Gegenstände der verdienstvolle Reich in deutscher und uagart» scher Sprache mit ebenso viel Geschick al« Liebe für den h. Segenstand vortrig«. Den Herren Bauer und Fischer wird der Fachmann seine besondere Anerkennung für die Sorgfalt, die fir »ich» sowol auf die gründliche Auffassung de« Lrhrobjeklr«, al« virlmehr oufdi, richtig, Au«» spräche, namrntlich dr« Ungarischen verwenden, rbeosowenig wie dem Herrn Dirigenten Koha für dir Handhabung der wusteehaft״ Disziplin iw Allgemeiura. als auch für den sehr gründlichen Rech»»« uutrrkicht in den obren Klaffen »ersagea könne».

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