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Ben Chananja · 1865-08-30 · 35 (30.8.1865) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
35 (30.8.1865)
Date
1865-08-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M. SS. Wer Jahrgang. 3tbtn Mittwoch erfchetat «in Prinnmerationaprflii: Vanjjäbrig 7 -..—4 Xblr. 20 Sgr.. batbj.Sfl. S0kr..STbIr. 10 Sgr., viert,ij. 2 fl. oft. W. Einzelne Nummern 15 kr. Man abonnrrt bei allen Post» ämteru u. Buckbandtungen de» Za« und Auslandes. 5zegM, dm 38. ÄMst 1863. Herr dfJrarattja. Mochenkiatt für jüdijche Theologie. Herausgeber uud Redakteur: Oberrabbinrr ja Szegedia. Inserate stad an bfr Redaktion in 6!r# g'dia. an Heer« Sil« Slfttl in /ranfifirl t. 31. oder 4» Herrn.3ן10וןן Jlniner (tltittt Aakergaffe Re.!0) in M» |tt senden. Die 2spattige Petitjeile wirk mit lONkr.^rLSgr. berechnet- Zur Jlttößincrfcmmarfrage in Ungarn. III. Protokoll, ausgenommen am 31. März 1864 uud den folgenden Tagen bei der gepflogenen Derathung bezüglich der Verwendung deS beim jährlichen Einkommen deS isr. SchulfondeS sich ergebenden UeberschusieS und über die Art und Weise, wie die Aufsicht und Leitung der isr. Elementarschulen in Zukunft zu bemerkstelligeu wäre. Geqenwärtjge: Von Seite der Behörde: Sigmund v. Huebcr, zweiter Präsident-Stellvertreter des k. urig. Statthaltereiruthes als Präses. Johann v. Kotasevics, k. ung. Statthaltereirath. Dr. Karl v. Fesztl, k. ltath und Schulen-Oberdirektor. Franz v. Mäszäros, k. ung. Statthalterei-Sekretär als Protokollführer. Karl Engelhardt, k. k. Rechnungs-Oflizial bei der k. ung. Statsbncbhaltung. Von Seite der Israeliten: Steinhardt, Oberrabbiner in Arad. Mark. IlirBch, Oberrabbiner in Alt-Ofen. Dr. Meisel, Oberrabbiner in Pest, Sam. Löv Brill, Rabbiner in Pest. Wilhelm Schosberger v. Tornya aus Pest. Karl Louis Posner, Papierhändler aus Pest. Deutsch lgnaz, isr. Gemfindovorstaud aus Raab. David Singer, Kaufmanu aus Totis. Kolo mau Pappen he im, Geldwechsler aus ProBsburg. Eduard Gajringer aus Stampfen. Dr. David Hain aus Kaschau. Dr. Maximilian Weiser aus Szäntö. M. Grünbauen, Grosshändler aus Teraesvdr. Nachdem der versitzende Herr Statthalterci - Präses» Stellvertreter Sigmund v. Hueber die anwesenden Mitalieder begrüßt, und die Wichtigkeit der zu berathenden Unter, richtögegenstände hervorgehoben hat, deren zweckmäßige Be- Handlung und die hiervon bedingte Kulturstufe gleichsam eine Bahn bildet, auf der die Israeliten auch außer den Wirkungen der Gesetzgebung sich eine achtungsvolle soziale Stellung zu sichern vermögen, — ferner darauf aufmerksam machte, daß die Derathung nicht dazu berufen sei, über die vorkommenden Gegenstände zu beschließen, sondern ihr Zweck lediglich dann bestehe, über die fraglichen Gegenstände Gutachten abzugcbcn, Meinungen und Ansichten zu äußern — und hierdurch zur Beschlußfassung Allerhöchsten OrtS — so zu sagen daS Material zu liefern und eben deswegen die Mitglieder anfgefordcrt hatte, die betreffenden Gegenstände eingehend zu besprechen und ihre Meinungen frei und offen zu äußern — wurde die Berathung mit dem Vortrage deS Herrn StalthaltereiratheS v. KotasevicS eröffnet. Der Herr Statthaltereirath bemerkte, daß die gegen» wärtige Berathung zwei Gegenstände habe: I. Verwendung deS beim israelitischen Schulfonde sich ergebenden UeberschusieS. II. Aufsicht und Leitung der israelitischen Schulen. WaS den vorerst in Derathung ziehenden Gegenstand anbelangt, wurden vor allem die Entstehung, die Art und Weise der Verwaltung und die Allerhöchsten OrtS getrof» fenrn Bestimmungen deS isr. SchulfondeS erwähnt und dar, auf hingewiksen, daß der Ueberschuß beim genannten Fonde dadurch entstanden, daß desien Bestimmungen nur theilweise in Ausführung gebracht werden konnten, und namentlich noch zwei Musterhauptschulen sehleu uud dir RabbinatSschule zu errichten sei. Nachdem die bestehenden Mnsterhanptschuleu den Anforderungen vollkommen entsprechen und sich in jeder Beziehung als zweckmäßige DildungS» und UnkerrichtS-Anstalte« bewiesen, beantragt der Herr Statthaltereirath in AuSführnng der Allerhöchsten Bestimmungen: 1) Errichtung der km gewesenen Preßbnrger und Großwardeiner Verwaltungsgebiete noch fehlenden zwei Muster- Hauptschulen, wobei zu erwägen wäre, ob in Anbetracht desien, daß bis nun nur eine israelitische Präparauden׳Austakt in Pest besteht, cS nicht zweckmäßig wäre, noch eine oder mehrere derlei Anstalten bei den Musterhauptschulen inS Leben zu rufen. 2) Da der Gehalt deö Musterkauptschullehrerpersonalim allgemeinen den Anforderungen ihrer Stellung und den jetzigen Zritv'erhältnissen nicht entspricht, wären ihre Bezüge zu erhöhen. Indem jedoch zu berücksichtigen ist, daß durch die Pensionen der gedachten Lehrer der Fond auch einst in Angriff genommen wird, — um durch die Erhöhung derjenigen Bezüge, die als DemeffnttgöbasiS der Pension dienen — dem Fonde nicht zweierlei Lasten aufzubürden. wurde in Vorschlag gebracht, daß bloS die noch in ConventionS-Münze bestehenden Gehalte nach österr. Währung abznrunden d. i. der jetzige Gehalt von 525 fl. EM. auf 600 fl. ö. SB., jene von 630 auf 700 fl. ö. W. ». s. nh zu ergänzen, die bereits in neuerer Zeit nach österr. Währung bestimmten Gehalte runder Summe um 50 fl. zu erhöhen, außerdem aber sämmtliche Lehrkräfte mit einem 20% Quartiergelde ihres GehalteS zu versehen wären. 3) Um den armen talentvollen Schülern isr. Glauben-, den größrenthcilS mittellosen Lchramlö- und RabbinatSkandidalcn Mittel zur Fortsetzung ihrer Studien zu bieten, wäre eS angezeigl, zu deren Unterstützung anö dem nach Errichtung der bezeichneken Institute etwa noch erübrigten Ueberschuß eine gewisse Anzahl Stipendien zu bilden. Hierauf wurde der Stand deS isr. SchulfondeS den Mitgliedern in Details mitgethcill und den gestellten AntrLgen gemäß die Errichtung der noch fehlenden zwei Elementar- Musterhauptschulen in Berathung gezogen. Dr. Meisel, Oberrabbinrr in Pest, drück.« vor allem die Huldigung und den tiefgefühlten Dank aus für die Allerhöchste Gnade, womit Se. k. k. apost. Majestät den israelitischen Schulfond zur Errichtung israelitischer Unterricht-- und Bildungs-Anstalten allergnädigst zu bestimmen geruhten, und dankte zugleich Sr. Erzellenz, dem Herrn Statthalter und dem Herrn Stakthallereirathe für den bei der AuSführung dieser Allerhöchsten Bestimmung bewiesenen Eifer uud Energie, worauf sich sämmtliche Mitglieder zum Zeichen ihrer »nterthänigsten Huldigung von ihren Sitzen erhoben. Aus den Gegenstand der Derathung übergehend, spricht er sich dahin aus, daß, da die Musierhanpischulen dem Bedürfnisie entsprechen, zweckmäßig nnb nothwendig seien, die noch fehlenden zwei Musterhauptschulen zu errichten wäreA, Dieser Ansicht pflichtet auch Herr Posner bei. \ * mehr, als die Erfahrung bewiesen, daß jene Schül»^׳ ihre Vorbildung au der Musterhauptschule erhalte!^

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