Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 32 (9.8.1865)
- Date
- 1865-08-09
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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hol» ju sageu: Der Ättfaffer ulmmt die Worte ll*tk נעשה zvwBor« würfe, um über .die biblische Erziehung-lehretu Iprecheu — und da ruft derselbe iu seinew Trordiuw dem Leser (io Bezug auf Simchath Tbora) zu: »Noch stehst du zerfnirsch» uod tieferschüttert . . . und deweinst de» unwiederbringlichen Derluft deinegroßen Meister- ... du findest leine Lust, in der Lebeo-wirklichleit einen Trost zu suchen?!" Ist die« aber anch nur annähernd . . . wahrscheinlich? Welchen frommen Juden, und wäre e« selbst der ״weltdekanute". Hölle die Verlesung der biblischen Tndvrrs» am Simchath — Thorafest« so traurig grstimmt? Ist e« aber wol einem Prediger erlaubt, seinem Auditorium sogenannte K»fuk--Eier unterzuschieben. weil er viel schöne Worte machen will? Was bedeuten Sätze. wie .8« schießt empor da- Gra«halmcheu . . und wird durch seiue ungleichartige Menge ein . . . Teppich!“ ferner »Da« Nicht« feiert den Tag seiner Auferstehung!- Der Verfasser zitirt ferner zu נעשה אדם die Worte .״נמלך במלאכי שרת. UNist nur da« ״נ. בפמליא שלו״ bekannt . . Dann folgt folgende Ueber« ietzung de- נעשה- -Wir wolleu.. כדמותנו je nachdem er diese Aeholichkkir mit 11 ui mebr oder weniger auziinrhwe« sich bestrebt» wird.- svielleich, nach der orihotoreu Bibrlüderiktzung!) Etwa« inquifitonsch klingen auch folgende Worte an den Vater ״prüfe vor Allem sein Glau» btn-bekrn>»uiß" (des Lehrer« nämlich)', und so wäre noch manches zu rügen, wir S. 10 dir Anwendung aus den Stolz in den Worten ״darum ist ,S der . . .. diesen dem Menschen iunewohnetiden stet« nach oben sich blähenden Sauerteig frühzeitig zu beseitigen" mit Antveiiduiig der Worte: 2 M. 12, 15. Doch brechen wir ab mit dem Wunsche: Es möge der Derfaffer. der seines Berufe« Lehrer ist, und eine ziemliche Belesenheit sowol in selnem Fachr, als auch in der tzaggadischeii Literatur bekundet, sorifahren, sein Talent aii-zubeiiten. da diese- Heft, aller Fehler znm Trotze, doch recht virl Schönes und Gute« rnlhält, das beherzigt zu werde» verdient. Schließlich will ich noch Nachträgen, daß die Hefte im Selbstvertage de« Verfasser« ü 20 fr. ö. W. erscheinen und zu haben sind. Mögen sie die weiteste Verbreitung finden. Wie wir soeben aueiner Annonee im Prager ״Tagesboten" ersehen, ist auch da- 2. Heft bereiterschienen. — Darüber nächsten«. Photome»er. Literarischer kolbo (כלבו). XLII. Der gelehrte Here Dr. Zipser hat jüngst in diesem Blatte die etwaräibselbafre künstlich-witzige Antwort bezüglich de- BienenbonigS auf zweierlei Art zu erklären gesucht. Allein beite Erklärungen konnten, lrotz der Hochachtung, die ich für den, gelehrten Herr» Dr. Z. hrgr, mich nicht besriedigcii. Ich rrlanbr mir daher, hirrmit eine einfachere, und rbrn darum der Wahrhrit näher fomuirnde Erllärung zu grben. Das Rälbsrlhafte des bekaiiiitcn Kiinftfiückchcn« liegt in dem Worte ";רעבה Fresser." 2ch glaube, der uiibrkaiilite witzig, Respoilsor wolitt ziigltlch dir Frage beantworten, woher denn tinzeliie Gliedmaßen der Bienen in de» Honig diiieiiikoiiimen »nd glaube, was auch ganz richtig ist, daß dies durch die alljährliche Drohnciiichlacht. durch das Abschlachlen drr Naubbienrn und WeSven rntstrhr; da namentlich bri brr mörderi» scheu Drobneuschlacht »nvrrmridlich einzelne Gliedmaßen in die Zelle» fallen, während die gnödtelen Thiere von den reinliche״ Biene» alsobald aus dem Stocke entfernt wrrden. Die Drohnen find ja brsannilich die uiniützen Prasser im Bieiieustaale, also die ״Freffcr". welche eben darum von den ArbrilSbirnen abgeschlachtet werden. Da nun dir ganze» Insekten im Honig nicht Vorkommen können und bloS etiizelnr Gliedche», die aber nach Abodah sorah 69 Toßafoth das. blo« עצמות ohnr מעם sind. so kann gegen den Genuß de« Honigkein Allstand erho« den werden. Der Sinn de« fraglichen Resvonsumist also: Wir haben erklärt, daß dir ״Frrssrr"׳Drohne״, WrSprn K. im Honig binausgeräuml und vernichtet worden sind. Prof. M. Stößl. Bemerkungen. An dir Fragesteller in Bonyhüd: Wollen Sir zuvörderst Ihr» Namen nennen. Herrn Lehrer JNrin in Gr. Kanizsa. Zch habe nicht« «halten. Die Derlpätung dieser Antwort wollen Sir grfäll'igst entschuldigen. Herrn M. S. iu L. S. M. Wird erscheine». Zch «bitte mir ähre Bnichir. Herrn F. Wird später rrschrinrn. Herrn W. in Wien. Zn der nächste« Nummer. Herrn N. B—«. Wird erscheinen. Ich bitte sorizufahren. Herrn Dr. H—r. Ich danke ergebenst. Erscheint nächsten«. Herrn Odrrrabb. St. in B. E. Innigen, herzlichen Dank. Ihre Anordnungen werden glücklich vollzogen werden. Die fraglichen Arbriktn erhirll ich nicht. Berichtigung. £01. 549 der vorigen Nummer müssen dir Zeilen 18, IS, 20 kon unten folgendermaßen lauten: und dem Wunsche de« Zenlralkowitü« Rechnung tragend, «klärte Herr £., daß er allein wegen seiue« Briese« ,eraolwoellich sei. Auf der 2. Spalte der 1. Kolumne -er vorliegenden Nummer ist aus Versehen -cs Korrektors anstatt -cs Wortes Stadt-Kommandant -as Wort Mhkommandant gedruckt worden, was hiermit berichtiget wird. Inserate. Kehrerstelle. Für die hierortige israelitische Hauptschule 4. Klaffe ist dir St,sie eine- Lehrer« für nächstes Schuljahr mit einem Zahrr-grhaltr von 450 st. zu besetz,o. Bewerber baden ihre Moralität«.. ReligiösttätS- und Befahl« giing-zrugnisse, sowir über ihr, bisherige Verwendung im Unterrichte der ungarischen, deutschen und besonder« der hebräischen Lehrfäch« oa öffentlichen Schulen bi« zum IS. Septxmbcr l. I. franko einzu» An die israelitische KultnS-Vorstehung. Mark Dollrck, Miskolcz, 27. Juli 1865. Präse«. (2—3) Tin musikalisch gebildeier Bassist odrr Tenor findet sogleich >n dieser Tigenschatt mir der Obliegenheit eine« Chordirigenten (unverheiratele bevorzug!) eine A»stell»»g für den neuen Tempel der hiesigen Gemeinde mit 300 fl. IahreSgchalt. Bewerber habe» glaubwürdige Nachiveisuiigen ihrer Befähigung und ihres streng religiösen und sittlich moralischen Vorlebens bi« 10. September l. I. franko rin,»senden An die israelitische KultuS-Vorstehung. M0NL Dollak, Miskolc;, 27. Juli 1865. Präse«. (2—3) Die billigste, handlichste und korrekteste Ansgabt des KabMmselren Talmud תלמוד בבלי mit den alten und vielen neuen Kommentaren ist die von A. Salomon in Tilsit. Durch diese Vorzüge der AuSgadr veranlaßt, trat ich mit dem Verleger in direkte Verbindung und kann dessen Talmud, der besonder« für jüdische Seminaristrn (Bachurim) empsehlenswerlh ist, untcr solgendeu Bedinguiigen liefern: 1) Diese AuSgab, rrscheint in 24 BLndra in kl. 4. (nichtSdestoweniger דך על דך) wovon 13 bereit« auSgegkdeu sind. 2) Jeder Band kostet 1 fl. 2S kr., da« ganze Werk also nur 30 fl. ö. W. B. N. 3) Der Käufer verpflichtet sich zur Abnahme de« komplrleu Werke«. 4) Können dir bisher erschienenen Bände entweder alle aus «iumal oder in beliebigen Terminen, welche anzugebeu wären, bezogen werden. 5) Die Zahlung ist bei Uebernahme der Bänd, zu leisten. 8) Den Debit hat die Buchhandlung Nagel & Wlschän in Ofen (vis-ä-via d« Kettenbrücke übernommen uns können Bestellungen dort oder bei dem Unterzeichneten gemocht werden, wobei anzugebeu ist. ob die Versendung von hier au« uod auf welchem Wege bewerkstelligt werden soll. 2a Ungarn und den NebenlLndern. wo da« Talmudsto» dinm noch eifrigst gepflegt wird, darf für diese vorzügliche Au«gabe wol ein, weite Verbreitung «wartet werde«. :Leopold Frani, isr. Gemcindcnotiir in Ztnhlivcißenbnrg. Druck von Sigmund Burger iu Ezegedio.