Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 28 (12.7.1865)
- Date
- 1865-07-12
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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491 492 litf «iagehendrn Betrachtungen fib« brn gegenwärtig »orherrfchrub»« Geist in den große« Gemeinden Zeschurua« veranlaßt Hab,» würde, drrea Resultat natürlich kein andere« gewesen wäre. al« dir nicht sehr «rfrevliche Thatsache, kv a ß «« mit der Wrctbschätzung einer gründlichen rabbiuischeu Gelehrsamkeit» — die in B«r, bioduvg mit der historischen Wissenschaft der mächtigste Hebel de« Fortschritte« ist. und so auch die conditio 0ioe qna non der Befähigung zum Rabbtaa», bilde« sollte. — daß r«, sage ich, mit dieser Wertbschätzuug zu Tode gehl! Die Gemeinden find freilich autonom, und sollen e« sein; allein wie der Talm«d. wenn gleich keine dogmatische, doch onbestrritbar eine unerschütterlich, histo rische Autorität ist, so wüßte auch die Auto, nomie der Gemeinten mindestens moralisch und historisch an die Auiortlät der Gelehrten gebunden sei». Wenn große und die größte« Gemeinden sich einen Mao» aussucheo. ohne nach dem ,"121 נברא דקמסהיד עלי׳ *u ingni. io muß am Ende di« ktgeutlichr Sach» nud Fachkenutuiß zum entbehrlichen Luru« h:rab» iioken! Daß Sie nicht zu der so wichtig,u Stelle berufen worden sind, daran mögen örtliche Verhältnisse die Schuld tragen. Aber wenn nicht Sir, warum nicht rin Anderer בדמותך ובצלמך? — Daß diese harmlose Bemerkung nur für Sie und nicht für Ihre Zeitschrift au« der Feder floß, brauche ich wol nicht erst anzudeuten. Tine Bemerkung Ihrer Zeitschrift über meine Sambalionpredigt kling«, noch der Stimmung Ihrer Leser zu urtheilen. wir Ironie. Sir hätten aber erwäg«, sollen, daß ich, indem ich Ihnen die Predigt über» sandle, mir wol Sie. aber nicht Ihre Leser zu Lesern meiner Predigt erwählt habe. Für Sie muß die Sache eine ernste Seite haben. Wa« Ihre Leser betrifft, so hätten Sie sie entweder mit dem Inhalte der Predigt bekannt machen. oder schweigen sollen. Für eine pikante Bemerkung ist doch der Inhalt endlich zu ernst. Um »ich, gegen Sie und gegen die strengen Kurgesetze zu tun« digeu, wist ich schließen mit der Versicherung meiner aufrichtigen Hoch, achlung für Ihre liierärischen und praktischen Verdienste. Ich wünsche Ihnen, wohl zu leben. Bis gegen Ende des Monats bleibe ich hier, von daun ad werde ich einige Wochen in Tcplitz weilen. Ihr ergebenster Dr. S. Holdheim. Literarische Änzeigen. מעשה נסים• Wenn je eine dir jüdische Literatur gesör. drrt bat. so ist es die nnserige. Ich will hier nicht von den bedeutendrn Publikationen der ״Literaturgrsellsch oft zur Beförderung der jüdischen Literatur" sprechen, welche unn auch Tritt und ganz wissenschaftliche Werke zu veröffentlichen verspricht. Können wir UN« nicht viel von der Grsellschast ״Mckize Niedamim" vcrspre, chen? Ew. noch größere« D-rdrrnst ist aber denjenigen anzurechnen, dir unbemittelt find, für ihr Leben zu kämpfen haben und doch nur daran denken, uns mit neuen Arbeiten zu beglücken. Da« ist der Fall mit unserem gelehrten Freunde R. Goldberg, der obzwar in der Metropole der Welt lebend, doch nicht in den günstigsten Verhältnissen lebt. Wir haben un« schon oft vorgenowwrn. dir Rabbineu in Paris und London zu fragen, Warum sich ihr Wirkungskreis nicht so weit erstreckt. für zwei oder drei arme Gelehrten, die in diesen Städten leben, das Noth, wendigste berdeiziischaffeo; jedoch oufgeschoben ist nicht aufgehoben und der Moaiki» wird woi koiuiiieri. wo wir etwa« deutlicher darüber spre, chen werben. Jetzt wollen wir nur rin ueue« Werk in arabischer Sprache mit hebräischer Uebersrtzutig vom Herausgeber versehen. mit Freuden de, grüßen. Vs sübr, den Titel מעשה נסים. weil, wie ich vermuiht. t« dem Finanzmiilistkr von Tunis, crr gegeuwärNg rn Pari« lebt, gewid. w« ist. Der eigentliche Titel ist:ססר שאלוה ןהשובות שבין דבינו אברהם בן הרמבם ובין רבינו דניאל הבבלי ו־׳ל uw arab״chc Abschrift ist an« einew Orsviter Mauuskrtpt durch uns anzeseriigt-, über die hebräische Uedersetzung. dir von Herrn Goldberg ist. können wir jetzt noch nicht« tagen, da uu« uur ein Korreklurdogru zu Gebote steht. Ietlnsalt« könne» wrr mit Sicherbell behaupten, daß der Heraus. Druck von Sigmund V [ grber die zwei Gewährsmänner Munk und Derrnbnrg. für seine Ueber» setzuug konsultirt. Wir müssen mit Bedauern bemerken, daß dir hebräisch» arabischen Buchstaben ganz ohne diakritische Punkte geblieben find, weshalb e« Demjenigen, der nur wenig arabisch versteht, schwer fallen wird, de» Ter» zu lesen; nw so mehr ist dir« zu rügen, da mehr al« die Hälfte de« Terte« hebräisch ist und dir wenige« Zeichen dir Kosten nicht stark vermehrt hätten. Diele Wörter find dadurch sogar dem Defferwiffeodr» zweifelhaft. Vorläufig etwa« übrr de« Inhal» dr« Werke«. Au« de» Titel Wied jeder erkruueu, daß e« halachischer Art ist. Daniel Hababii tchttnt eine Rezension über da« 0סר המציה de« Ma,mouide« ge, schrieben zu haben; Abraham b. Maimoa fragt ihn nun. wa« er damit brabsichtigr: weiin er noch andere Mizwotb hinzusügeu will, so stört er die Angabe von ׳תר״ינ wenn er wieder manche weglaffea will, so muß er doch andere znr Ergänzung der Zahl 613 finden; so z. B. wean R. Daniel da« הלל als ein besondere« Gebot vrrehret, so muß da«-von שמע oder תסלה verschwinden. Seine Fragen, sag» Adr. d. Maim. haben datier keinen andern Zweck, al- Chikanr zu machen und die Leute zu verwirren, welche« nicht der Weg der Gelehrten ist. Da« ist io Kürze der Sinn drr kurzen Vorrede, nun folgt die erste Frage von R. Daniel und Seite 5 die Antwort von R. Abraham b. Maimoa. Wir hegen die Hoffnung. daß Herr Golbberg un« da« ganze Werk bald liefern wird, und daß Literalursreuiidr und besonder« Rad, dinen sich dcim Ankäufe diese« Werkes rifrig'btthtiligkn werden, damit r« Herr» G. möglich wird, noch andere Schätz,, die er besitz«, an den Tag zu bringen. Da« Buch wird in der Druckerei de« הלבנון gedruckt und «st recht schön typographisch au-grstatiei. A. N. Maaße Efod, Einleitung in da« Studium und Grammatik der hcbr. Sprache vo» Protiat Saran. Zum ersten Male heran«, gegeben von Dr. Jonathan Friedländer und Jakob Kohn. Wien» 1865. Druck von I. Holzwarlh. Selbstverlag der Herausgeber. 8. Hebr. Theil VH!. 248; Deutscher Theil 40. Inhalt LeS hebräische» Tbeil«: Vorrede der Herausgeber. Einleituiig des Vrf'S (1-26), welche mit der InhaltSaiizeigr der 33 Abschuitle de« Werke- «chllrßt. Aus das eigeiziliche grammatische Werk (27—178) folgen drei Briefe de« Bef'« an Mrir KreSka« (179—187); eine Trauerdeirachtting auf dr» Tod eines Dichters Abr. Isak da.Levl (180—107); zwei eregctische Epistel 098-209). Dw nuiiniehr folgenden Zugaben bestehen aus folgenden Stücken: ein gram« malischer Brief S. D. Luzzatto's an die Herausgeber und Varianten zu den letzten drei Abschi,. des Maaße Efod. ebenfalls von Lnzzatto (211—223): ein Brief Halberstamms, die JnhaltSanzeige de« Werke« Cheschew Ha-Efov von Peofial Duran und einige literär-historische No. «>zen enldallend (224—226). Anmerkungen und Zusätze deschließen diesen Theil (227—248). Der deutsche Theil beginnt mit einer Eialeilung. welche nach einigen allgemeinen Bemrelungeu folgende Punkte bespricht: Namen der Autor« und dr« Werke«; Leben und Charakter Efodi's; dir Schriften Esodi's; zur Charakteristik de« Maaße Efod; Zeugnisse jüdi, scher und christlicher Schrisisteller über Efobi und da« vorlirgeude Maaße Esob; die im Buche vorkommeadeu Name» der Autoren und drr Werke; Handschrift»». Hierau schließ« sich eilte Varianten-Sammluug (t8—39) ״ud ,ine Reihe von Noten zur Einleitung (40—49). Diese Nebersichl beweist hinlänglich, daß die beiden Editorra ihren Gegenstand mit Liede ersaßt haben; dir Aussührnng gib« Zcuguiß von ihrer Tüchligteil. ihre», Fleiß, und ihrer AtiSdauer. Bei d,r Vollstäa« diglci«. welche sie anstrrblr». wäre e« ongezeig« gewesen, in deutsch,r Sprache enie Nebersichl dr« Inhaltes der euizelnru Kapitel de« Maaße Eiod zu gedrn. und darr» auf da« dem Berfaffer desonders Eigeaidüm« ltche ausmerksai» machen. Wir würben rin solche« Tableau mit Vre« gnüge» im »B. CH." addrnckea lassen. Wenn wlr bas vorliegende Werk alirti Freunden der jndlicheu Literatur aufs wärmste empfehlen, so ge« schichl tut nicht nur ,n der Absicht, um len Herausgebern zur Erlangung ihrr« wolverditulen Lohne« behilflich 1u sein. sondern ganz vorzüglich um de« Werke« selbst willen. Profiat Duran gehört zu drnjraigeu jüdi, schru Gristeru des MiilelallcrS. denen sich di, heutigen Freunde de« Fonschrtile« verwandt südlru wüffra. Vo« den Pjeileu seincr Polemik werden sich auch die unwissenden Fanatiker unserer Zeit getrvffeu kühlen. Wir werden i» der Folg, nicht selten Gelegenheit haben, au Piofiat Duran zu eriunera. Möge dessen wisse»,chasilich edirie« nud schön ansgestaitetrS Maaße Eso» eine rech« weile Verbreitung finden. arger in Szegediu.