Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 26 (28.6.1865)
- Date
- 1865-06-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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451 452 Ul", fc« Trrt »reu und verständlich widerzugebe», von so großer ve« deutoog wirr». Da« große Werk de« Origen,«. bi, Herapla, wel. ä)tt auch die drei Uebersetzuogru de« Aquila, Sywwachu« und Theodor Hon umfaß!,, ist. Dank der Uuwiffruheit und dem Fana,i«mu« der spä. «er» Zeit, welcher Origese« verdächtige war» uur in dürftigen Trum» wera erhalten. die zuletzt durch Montfauroo zusammeagestell« wor, deu. Seitdem ist ^och mancherlei dafür geschehen, ober es befindet fich zerstreut,!heil« ia der großen, ebenso kostbareo. wie selteaeu Sammlung voo Varianten zur Septuaginta durch Holm et» wo auch Randbemer» kungen di» Uebersetzung der andern Uebersetzer zuweilen wiedergebeo, theil« in deu auf un« grkommroen und z»m großen Theile bereit« ge» druckten in da« Syrische übersetzten biblisch,o Büchern nach der Herapla. von denen einzeln, noch der Veröffentlichung entgegenseben. Diese« Ma» «erial ist jedoch zerstreu«, und eine Ergänzung de« Montfaucou'scheu Werke« nach diesen neuen Hilfsmitteln ist daher ein sehr verdienstliche« Uoternehnien. Einem solchen gib» fich ein englischer Gelehrter hin. wie au« dem Titel der folgenden zwei kleinen Schriften hervorgeht: 1. Proposals for Publishing by Subscription Origenis Flexaplorum quao supcrsunt post Nobilium Drnsium et Montefalconium. Concinnavit, cmeudavit et innumeris Iocia auxit F. Field. A. M. (Norwich, printed for the Author). 2. Otium Norviccuse, sive Tcntamcn de reliquiis Aquilae, Symmacchi, Theodotionis, e lingua Syriaca in Graecam convcrtendis. Conscripsit F. Field. (Oxford, printed for the Author.) Nach denselben, welche im Athanäum Nr. 1960 p. 675 f. angr» zeigt find, darf von dem Herausgeber eine tüchtige Arbeit erwartet werden. Da« Werk sott in fünf Lieferungen erscheinen, und sost die dritte. Hiob, Psalmen, Sprüche. Koheleth, HoheSlied rnlhalteud, etwa im Oktober d. I. »n die Oeffentlichkeit treten. Ich Halle e« für angemeffen, da« sachverständige Publikum auf diese Arbeit aufmerksam zu mache» , da« otium werde ich in der Zeitschrift der DMG. ausführlicher besprechen. Frankfurt am Main, 18. Juni. Geiger. Literarischer Mbo (בלבו), xxxix. In Nr. 22 der in ungarischer Sprache erscheinende» prolestanti» scheu Kirchen- und Schulzeitung sagt Herr Sam. Szeremlei, indem er da« neueste Werk von Strauß bespricht, in einer Anmerkung: »Geiger sieht in Jesus nur einen ״sarisäischen Juden mit galiläischer Färbung" (in Folge eines Druckfehler« heißt e« nözcttel, offenbar statt sziuezettcl). Jesu« erhob sich auch nach Geiger« Anschauung nicht über da« Iudenthum, und im Ehristenihume gelangten bloS die Lehren de« großen Hillel zur Geltung. Dieser Mann von scharfem Verstände (Geiger näw» lich) zeigt und greift mehr denn eine schwache Seite Strauß' und über« Haupt der wiffenschaftlichen Theologie an; wenn er aber Strauß für einen Apologeten hält und den »rühmlichen* Talmud auf Jesu« Rechnung preist, so ruft die« mindeste»« in eben dem Maße unser Lü» cheln hervor, wie wenn der Drf. in demselben Buche S. 51 fagt : »da« thierische Opfer ist nicht der Wurzel de« Iudenthum« entsproffen; e« ist geduldet worden, aber auch blo« geduldet* während e« Land und Leute wissen, daß der Opferkultus den Samen und Angelpunkt de« jüdischen religiösen Leben« bildete * Herr Szeremlei beruft fich auf die protestantische Kirchrnzeitung 1865. Nr. 10. Wa» in diesem Blatte über da« fragliche Thema gesagt wird, weiß ich nicht. Dir voo Geiger anzesührtru Proseteusprüche reden aber so klar und unzweideutig, daß e« unbegreiflich ist. wir ein so vorurtheilssreier Mann, wie Herr Szeremlei, dieselben unbeachtet lassen konnte. Wenn Geiger« Anschauung vom Opfer, die bekanntlich auch die dr« Maimonide« ist, Hrn. Szeremlei rin Lächeln adzwingt, so muß er auch da« belächeln, wa« der Redas» teur der ungarischen protestantischen Kirchen׳ und Schulzeitung in Nr. 25 d- Bl. über denselben Gegenstand sagt. Weil. XL. Sine literSrische Freibeuterei! Zu der »Zeitschrift für Filosofie und filosofische Kritik von Fichte, Ulrici uud Wirth, neue Folge. Dd. 16. Heft I (1865)* befinde, sich »ia Aussatz <S. 5 fq.) von Dr. ZararzrwSky betitelt: »Dir Ethik de« Maimonide« und ihr Einfluß auf die scholastische Filosofie de« dreizehnten Jahrhundert«*, der wol verdient, öffentlich in seiner Blöße aufgezeigt zu werden: da« Ganze ist nämlich fast durchgehend« Plagiat. E« find ganze Seiten wörtlich von Andern abgetrieben, ohne nur durch irgend eine Andeutung auf dir Quelle hinzu .isen. Am stärksten «ft M. Joöl'« Aussatz. »Etwa« über den Einfluß der jüdischen Filosofie auf die christliche Scholastik* (Frankel« Monatsschrift 1860, S. 161 fg.) abgeschrieben. Dr. ZaraczewSky schreib» auf S. 5 und 6 wörtlich von Joel S. 160 fg. ab, unterbncht da« Plagiat, um auch noch Anderen diese Ehre zu erweisen, und voll» endet die Plünderung von S. 17 bizum Schluß au« Jeöl, S 211 fg. Don demselben Autor ist wiederum wörtlich, etwa 'eine halb, Seite laug, eine Stelle au« einem andern Aufsätze (bei Frankel a. o. O. 1859, S. 134) entnommen. Don den vier nicht sehr umfangreichen Noten ist die 4. wörtlich Jeöl entlehnt, s. Frankel a. a. O. 1860, S. 210, die 2. au« Geiger« ״Mose ben Mairaon“, Not, 31, mit einigen nnwesenilichen BerLnderungen (da« Zitat das. ״Zacutorim Jacbasin“, ein Pendant zu der Note 1 deRossi, diss. storic. 8aec. XV.“ gehört jedoch sicherlich ihm selbst a»), die drille ebenfalls au- Geiger (a. a. O- Note 41), und muß man ibm dir Gerechtigkeit widerfahren lassen, daß er hier die Quelle, wenn auch nicht Seit, und Note, anführt. Gr macht dann die weise Euldeckung, man müffe 33 lesen, worauf er fich viel zu Gute thul. wa« bekanntlich Rapopor« '.äugst vermuthete nnd Geiger so gut, wie Dr. Zar. wußte. Doch genug, e« ist nicht der Mübe werth, dem Plagiator noch weiter nachzugeben, der fich nicht scheute, selbst au« so populären Büchern wie Jost »Geschichte de« Zudeulhumes* s Vrgl. das. II, 436. 439) ganz» Sätze wörtlich abzuschreiden. Flabcat sibi! Bedauerlich ist nur die Veruachlässiguiig gelehrter Arbeiten jüdischer Autoren von Seilen christlicher Gelehrten, so daß e« einer so schamlosen Freibeuterei möglich wird, ihr Unwesen in geachteten Zeitschrisleu zu treiben. BreSlau. N. Bemerkung. Hauser« Biografie rrschein» i» der nächsten Nummer. Herrn Oderrabbiner F—l. Herzliche» Dank. Erichrint nächsten«. Inserate. Konkurs. <2-21 Zn der Teme-varer Israelitische» Kultu«gemr,ndr ist die Stell» eine« Ehordirigentr», verbunden mit einem IahreSgehalte von 400 fl. ö. W. in Erledigung gekommen. Bewerber wolle» Ihre Offerte sammt Zengniffr dem gefertigten KulluSvorstande bi« späiesteu« 16. Ittli l. I. portofrei eiusende». TemeSvar, 15. Juni 1855. Irunuel Icbnrmnmr, Vorsteher. Konkurs. (1-3) A» der hiesigen israelitischen Kultnsgemeinde ist die Stelle eine« Kantor«. der zugleich שוהט ובורק und קורא sein muß. mit einem IahreSgehalte von 400 fl. ö. W.. freier Wohnung, halber שחיטה und sonstigen Nebenemolumenten. zu besetzen. Mit guten Zeugnissen versebene Bewerber können bi« 15. Aa» gllst l. I. an jedem beliebigen Sabbath zur Probe erscheinen, de» Akreptirteu werden dir Spesen vergüte». Alt-Kanizsa (Barier Komiiat), im Juni 1865. Der jft. Julius - Vorjlunä. Sregedin.! Leipzig. Arlbllverlag irr Kriablio». Lommilliour-Vkrlag vo» Franz Wagner. Druck von Siamund Burger in Ezegtdin.