Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 25 (20.6.1865)
- Date
- 1865-06-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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435 436 g'gea, (a welchem er die Anschauung Luther« gegen die Bähr'« in Schuh nimmt, und in au«führlicher Deutung der einjelueu Theile der Stift-Hütte zu rechtfertig,o sucht. Während also Bähr in der Stift«. Hütte rin Symbol de«. MakrokoSwo« erblickt, will sie Friederich für eiu Symbol de« Mikroeosmo» gehalten wissen. Letztere Symbolissrung ist ,« nun, welchr mit dir Thrvrir de« Hrn. Vrs'« allevfall« «iuigr Der» waadschaft hat. Die Hauptsachr find demselben die Zahlen. Er fährt daher fort: »Da aber die ziffermäßigeo Bestimmungen de« WachSthum» gesetze« zur Zeit jener Deutung nicht bekannt waren. so mußte mau allerding« die sinnreiche Auslegung der biblischen Zahlen anerkenueu. em wiffenschafilicher Weeih jedoch konnte ihr bei dem fehlenden Nach, weise eine« mathematischen Zusammenhänge« unter den Zahlen nicht zugesprvchen werden.* (S. 5) Der Hr. Vrf. bleibt nicht bei der Syw» bolik der Stiftehülle stehen: auch auf den Opferkultu« richtet er seine Aufmerksamkeit. Hierüber sag« er: »Die Zahlen feroer, mit welchen in den b. Büchern der Israeliten die Größe der Opfergabeu. der Buß« Übungen und aller andern Bestimmungen au-gedrückt sind, liefern den unumstößlichen, weil ziffeemaßigen Beweis, daß der weise Gesetz« gebcr des israelitischen Volkeauch mit jenen Theilen de« Gesetzes de, kann« sein mußte, welche diese Zahlen enthalten. Diese wunderbare Kon, grnenz der Lurch gewissenhafte Messungen aus dem offenen Buche der Natur adgelesenen Zahlen des Gesetzes mit den in den b. Büchern vorlom, wenden hatte zuerst meine auf schon früher bestandene ziffermäßige An, gaben basirte Ueberzeugung bestätigt, daß da« Gesetz, dessen wichtigste Bestimmungen in der Urqueste der ewigen Wahrheit gesunden werden, auch in seinen übrigen Theilen wahr sein müsse.* (Das.) Dieses Raisonnement scheint unindeß, von rregetischew Standpunkte geprüft, di e schwache Seite zu habe», daß c« von der Voraussetzung auSgeh,. daß dir bezüglichen Zahlen keine verschtrdcnr Auslegung zulasscn. Die Ge, schichte der Auslegung der besprochenen Bibelstücke liefert den auaen, scheinlicht» Beweis. daß auch die Zahlen zu verschiedenen Zeiten auf verschiedene Weise auSgelegt worden sind, und Laß die symbolische Vcdeutung dieser Zahlen überhaupt nicht allgemein anerkannt wurde. Was mit den ״Dußübungrn* gesagt sein will, vermögen wir nicht an. z,,geben. ES ist sehr begreiflich, daß der Hr. Vrf. als Mathematiker und Naturforscher, in welcher Eigenschaft er schon vor einigen Zähren mit bedeutendem Erfolge als Schrislstesier auftrat, aus dem Gebiete der Theologie und der Literaturgeschichte nicht ganz einheimisch ist. Kenner werden es daher mit Nachsicht beuriheilen, daß er Bähr und Friederich in Ansehung der Svmdolik der SlltlShntte gleicher Meinung ,ein läßt, und sogar zwei verschiedene Werke des Abraham Aden Ei'ra, nämlich das zu BezirrS versaßte Seser Ha-Schem und das später zu London geschriebene Z.ßod Mora wi-Zeßob Thora idcntifizirt und z» Einem Werke macht lDas.) Auch geht er ohne allen Zweifel viel zu weit, wenn er hier, sowie weiter unten S. 41 ff. und ISS ff. die Zahlen« symbolik Aden Esra's') uud der Kabbalisten für altbebrLischt Weisheit ansgibt, was sie, was heutzutage nicht mehr bewiesen zu wer» den braucht, sicherlich nicht ist. Sehr überrascht hat uns die Tabelle S. 2K. Wir sind natürlich weit enlsernt, un« mit dem verehrten Vrj. in eine uusruchidare dogma, tische Kontroverse einzulaffen. DaS wird er aber nach nochmaliger Prüfu»g dieser mrrkwürdigcn llebersicht wol selbst schwerlich io Abrede * stellen, daß die größere Zahl der vorliegenden Trichotomienn als wist» kürlich bezeichnet werden müssen. Die Eintheilong de« ganzen Pflanzen» reich« in: »Baum, Strauch. Kraut* wird Herr Dr. L. schwerlich fest» halten, indem er in diesem Fallt dir Pilze »nd die Moose audem Pflanzenreiche verweisen müßte. Zn der ,,Stellung deS Menschen* findet er die Trias von: »liegen, stehen nnd gehen, sitzen*, gegen welche nicht uur dir Bastettänzer, sondern ganze kniende Gemeinden Protest rrheben werden. Daß die Wolke zu gleicher Zeit Regen, Schnee und Hagel ent« halte, ist eine ebenso gewagte Behauptung. aü die, daß nicht« Ändere« in ihr euthalten sei. Wie könnte man, weua die« der Fall wäre, Donner und Blitz erklären? Die Bildung lonttiitio) besteht nach der vorliegenden Tabelle au« drei Elemeotr«: «uffaffniig, Sprache, Schrift. Älleiu einerseits lehrt die Kulturgeschichte, daß die menschliche Bildung älter ist. al« die Schrlst, andererseits wird mau kaum Bildung zu erreiche» im Stande seiu, solange man nicht da« Aufgefsßte zu behalten uud zu beurtheilr» ve»steht. Zu welcher psychologischen Schule sich der Herr Da der Hr. Dr«. sich i» Verbindung mit Herrn Dr.Zestinek mir A. S.'s Zahlensymbolrk deschästigrn will, erinnern wir an A. 18.'« Kommentar z, 2 2*. 9,!5. Verfasser bekenne, ist un« nicht bekannt. Wir zweifeln aber, ob e« überhaupt «ine Schul, gebe, nach welcher der Gerte di, Urdreieioigkekt: »Verstand (intellectaa), Gedächtniß, Wille*; de« »GeisttSverwög««* (intellcctualibus) die Nrdreieinigkelt: »Geist. Verstand. Vernunft* z» zuschreiben wäre. Der Verstand ist nach dem Vrf. entweder göttlich, oder der der Engel oder menschlich. Ebenso die Weisheit. Beide find also Zeuge» der Trinität! Dasselbe fundamenturo divisionis könnte ohne Weitere« auf den Willen, die Kraft und da« Dasein überhanvt angewrodet werden. Würde sich der Hr. Derf. auch dazu entschließen? Wir glaubt» nicht. Ebenso wenig glauben wir. daß e« ihm gelingen würde, «ine Theorie nahmbaft zu machen. nach welcher in der Sonne der Strahl dem Lichte und der Wärme koordiuirt wird. Wir find indeß weit entfernt, mit diesen Bemerkungen dt» tiefen Forschergeiste de« Hrn. Verfassers und dem hohen Werthe feiner Forschnugcn nahezu treten. Vielmehr erfüllen wir uur eine angenehme Pflicht, indem wir dem Hrn. Vers, unsere aufrichtige Verehrung au«» drücken, und indem wir sein werihvollcS Werk jüdischen Theologen und Freunden der jüd. Llleratur angelegentlich empfehlen. # t ן I i k.*) Nr. 10 de« ״B. Eb * Kol. 171 erklärt der Herr Redakteur, dem Verfasser des Kach Darknh Schcl Thore in Betreff de« Cha lal Recht geben zu müssen. Ich bekenne. daß mir die Talmudstrlle Dechor. 47. b. nicht gegenwärtig war. als ich die S. 56 menie« Buches dar» gelegten Bemerkungen niedcrschrieb. Doch muß ich auch jetzt, nachdem ich von jener Stelle Einsicht nahm, onf meiner früheren Anschauung beharren, indem ich außer dieser Stelle in den alten Quellen keine Spur davon finde, daß der Chalal aushört, dem Stamme L-vi anzuqe» hören uud der Prärogative deS LeviteiiihnmS »heilhaftig zu sein. Wer« den ja nach R. Josua b Levi die Kohunim an 24 Stelleu der Schrift auch L viten genaiiui! Wnd ja sogar, wie aus Therum. 6, 1. Kidd. 66. L. Maim. Biath ha Mikdasch 6. 10. erhellt, der von einem Chalal verrichtete Opferdienst al« rituell giliig erklärt"), womit sich die be» hauplcle Verpfllichinng derselben zur Auslösung seines Sohne« sicherlich nicht verträgt. Ein Anderes ist es in Ansehung des HohenvricsterS, den die Behörde zu ernrnuen hat: was Maim. Nozeach 7. 12. lehrt, ist. wie schon seine Glossatoren bemerke», aus Makkolh 12, a. hinreichend gerechlfcrtigligt. Wenn e« a!ir nun auch angenehm wäre, die Cbatal» Frage von anderen Autoritätcn erörtert zu sehen, muß ich in Betreff des מסדשין. worin der Herr Redakteur ebenfalls meinem Gegner Recht gibt, entschieden bei der in »icinem Buche S. 34. ausgesprochenen Mei« nung verharren. Die P irliorin beweist hinlänglich .die Richtigkeit meiner Erktäruliq. indem diese Form niemals gebraucht wird, wenn t״n einer Veranlassung zur Schließung einer Ehe die Rede. Mach der gegneri» schen Ausfassung müßte es ,משיאין לו אשר heißen.'") Piuele«. Die bedrängte jüd. Gemeinde in der Hauptstadt Ateiermarks. III. Verzsichuiß der Spenden. Forts, von Nr. 23. Herr N. N. in Ofen 2 st. Au« Losonz die Herren Alb. Schmiedl 3 fl., M. Schenk 2 fl., Abr. Kodu I fl.. 8. Sucher 5 kr., Ludw. Frater 10 kr., Wilhelm Sacher 30 lr, Zsr. Rei» «er 20 kr.. Karl Schurller 20 kr.. Weißberger 20 kr., L Witt 20 kr., S. Seulner 10 kr., M. Susiatzti 10 lr., Ehrenzweig 20 kr., Auiou Weiß 20 kr., Gers. Wohl 20 kr.. F. Sternlicht 20 kr.. Sam. Loui« 20 ke., H. Ster» 20 kr.: Zusammen S fl 40 kr. Von VerbS sandte Herr Schuldirektor Ochs franko 2 fl. 10 kr. Dazu ipeiideleii Frau Dok» torin Eva Rosenfeld 1 fl., Herr Sam. S. Manheim 50 kr., Herr S. Werlheimer 60 kr. (Forts, folgt.) Bemerkung. Herrn S. G. io Breslau uud Herrn K. in Gr. K. Ich habt nichts erhalten. Berichtigung. In der vorigen Nummer Kol. 380. 5. Z. von nuten ist nicht welche, sondern welchezu lesen. Kol. 401 5. Z. von oben ist da« Wort für zu streiche». ') Wir bitten den Herrn Einsender, da« vrrspärrte Erscheine» dieser Replik gütig« eiil'chuldigen zu wollen. R,V. ") 3m ser. Talmud Therum. 8, 1. flu» dir Worte zu tele»: •כל שהוא מזרעו של לוי עבורחז כשרה D-s,1dst wir» ab» f.stg,. stellt, daß der Chalal zum Prirsterdirustr ganz unlanglich wird, sobald dessen illrgiilmr Abkunft behördlich konstattrt wird. ") Da« fragliche ״Mekabtrschiu* heißt auch nicht veranlasse», ein« Ehe einzugeben, sondern d«r Trauung im Name» de« Hoheuprlr« flee« vostzithea; Klbd. 3. I. משיאין bezeichne« t(r consaaimatio ma* trimonii, wovon aber vier nicht di« Rede iss. Den Haiipidewei«. daß der latmudlsche Sprachgebrauch »Kaddeich» in der vom Herr» Einsender angegebenen Bedeutung keunet, wüßte erst grlieser« werden. Red. Druck von Sigmund Bürger in Szrgrdiu,