Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 21 (24.5.1865)
- Date
- 1865-05-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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369 360 uab 0tabt>in«ri Herr» 30f(f Weiße, an der Erziehung und Veredlung der Schuljugend in einem imposante» 1 Stock Koben Schulgebäude, welch,« durch einen Schnldiener und Hausmeister in Ordnung «rhalteu, gereinigt und von 600 Zöglinge» besucht wild, Außer den oderwäbnieu 8 Lehrer» uoterrichtru noch Äbeud« von S-7 Udr 2 Lehrer Talmud die dazu geeigneten und b,stimmten Kinder. vorzüglich anerkeaveu«׳ wertbe« verdienst um die Hebung de« hierortigeo Schulwesen« erwarben fich außer dem gebildeten und schulmannstüchligeo Lehrkörper säwwtliche Mitglieder der für Fortschritt und Bildung deseelien Schulkomwission, und besonder« die Herren: Bezirksarzt Dr. Fellmaun.^E .Schlesinger und M. Horovitz. _ Lilerärische Änzeigen. De Pcnlnleoclio Smnnrllan», Disscrtatio inauguralis sactor Samuel Kolin. Leipzig 1865. Kreysing 8, 08 Besprochen von St. in F. Mit der biblischen Kritik, die erst in der Neuzeit auf jüdischem Boden Wurzel faßte, hat auch dir Forschung über den samaritanischen Penlatelich degoiiiie» und schon manche wichligr Resultate sind dadurch für die Rtligioii-gtschichle u»d Eregese erzielt worden. Die frühere Streit« frage über den kritisch«», Werth oder Uuwerlh de« samarilani»ch,n Terir« ist vollständig oeschlichlet »iid abgeschloffen ׳, sein» diaekenastischru Aus« wüchse und apologetischen Gloffeme sind al« solche erkannt und seinen sonstige« divergtrirn Leiearten wird nur daun Rechniing getragen, wenn sie ihre Berechtigung in sich oder in den alten Targumim, oder in der Halacha U»Itrstützu11gSp»»lir baden. Der Versaffer vorliegender Schrift, ei» Hörer im Breslauer Seminar, hatte daher hierüber nur die vor« treffliche Arbeit von Geseniu» zu reprodnzirrn n»d iu Kurzem über« sichtlich zusaniineiijustellen. wobei er jedoch einige nicht unerhebliche divergirente Lesearte» de« Sawarai. hrrvorhebt. die bis jetzt noch nicht besprochrn Waren, wie B. Exod. 10, 7. למשה: Lrv. H, 28• מנבלחש; De»«. 4. 2. היום• Der Ansicht de» Berfaffrrs. daß die Sa. maritaner in tendenziöser Absicht i» letzter Sielle daS Worl ^1הי zu« gefügt batten, »m dadurch das Widergrsctzlichr der radbinischr» Zusätze noch schärfer zu deloucn, möchten wir nicht unbedingt beistiuiuitii; denn da fast a» allen Slellen מציה »>iit היוש verbünde» ist, so scheint un« weil richtiger. Laß die Sucht der Samaritaurr zu parallelisire», si, zu diesem Glossen, veranlaßt habe. Höchst besrenideiid ist e« auch, daß dem Versaffer. welcher mit dem emsigste» Fleiße die ganze Literatur über die Samaritaner gelesen hat, gerade die vortrefflichen Artikel von Geiger über die samariianische Leseart הלב האליה über יבמה (im Ozar Nechmad und in der D. M. Z ) und über die übrreiiistimnitiiden krsearten drS T. Zerus. mit de», S (Urschrift) unbrkannl waren. (Sine andere Frage, die »och immer ihrer richligr» Lösung harrt, ist die. ob bie alerandrinitcken Uebertetzer des Sam. TrrteS sich dedieiiie» . obrr dir Brarbeiirr des sauiarilanischen Trrle« die alerandri- »ilchc Ukbrrsktznng. den» die Uedirriiistiliiiiiiing beiter Terie. in ihren Lesearlen und Eiiiichilbscln sind mit AnSiiahme trr Fälschungen hin« sichtlich drS Garisiin-KnIliiS so kongruent, daß entweder beide Trrle eine qenirinschasiliche Quelle - »ach A. de Olossi und Frankel eine chaldäische Paraphrase —oder beide Terie von «»naiiber.entlehnt haben müssen. Daß die Samaritaner ihre Korrekiureu und Inlrrprllationen aber nicht aus der aleraudrinischen Uebersttzung rnlnouiiurn habe», ist au« inner» Gründe» wol mit Brstinimihrit zu behaupte», und mit Rech« bebt der Versaffer hervor, daß e« nicht denkbar sei. daß die Eamori« taner mit einer solche» Treue und Skrnpulosilä» nach einer Uebersktzung den Teri «meiidlrl HL»e>«, daß sie immer für das griechische «m da« verbindende vuv dkisügien. selbst La, wo rS Lrr jüdische Ter« nicht Hai. Aber oiidrrersril« ist r« auch unwahrscheinlich, daß dir jütischen Alerandriner obne da« Medium tiue« jüdischen Terie« dir Einschiebsel und Korrekturen einer de» Zuteil sriiitlich,» Sekte sich äuge eignet haben tollten, deren Fälschung sie tcch au« ihre» polnische» und togmatischeu Zusätzen r,sannt habe». Geiger umgeht alle tiefe Schwierigkeit durch die richtige Annahme, daß der niafforetiichr Tel, erst i» Folge vieler Umgrstaliungt» seine jetzige Gestalt, nnier Abwersnng aller diaekruastlschen Auswüchse erhalten Hab«, wahrend di« früher« kursirenden Errmplare, Uederarbeilungen und Nrngestaltungr« nuiei,,»ander und von den un« serige» abweichen. Der Versaffer kcuiile jedoch 1» jtiiirr dogmatische» Beengung dirs.r rotionrllen Ansicht nicht beistimmen und stellt zur Lö« kung oller Schwierigkeit die Ansicht aus, daß dre in Aegypten wohnenden Samaritaner für die de« hebräischen Trrle« Unkuiidigen ihre« Teri de« Fünsbuchr« iu« Griechische übersetzt hätten, sowie die Palästinenirr zur Pepiilarisirung de« Terie« eine sawarilauische Version und in spä« Irrer ZrU eine arabische versaß« halten. (Schluß folgt.) Kurze Nöthen aus -em Gebiete der Literatur.*) 18. Ich schlafe, aber mein Herz ist wach! Festrede zur Erinnerung au den verewigten Prediger Mannheimer. Von Dr. Zekliaek. Wien, 1865. Herzseld uud Bauer. 8. 16. ״Wofür schlug sei« Herz a« kräftigsten? Für dir Freiheit seine« Volke«, für dir Erlösung Israel«! Hierin war er ungeschwäch! derselbe al« Jüngling, als Man», wir ak« Grei«. gab ,« keine Wandlung und Weulnng in seiner Seele, bl»eh er stet« der Nordgeborne. der »reue Sohn seiner freiheitliebendru nordische, Heimat" (S. 6.) Zn diese« Zengniß muß jeder eiustimmen. der deu verewigten Mauuheinier kannte. Der Servilismu« war ihm tief iu der Seele verhaßt, uud r« gab keine Dersuchnng. dir ihn ans dir Bahn desselben baue bringen können. Wie er!» dieser Rücksicht von mancher Seite beurtheilt wurde, beweist dre Umstand, daß Dr. Zellinek ihn gegen deu Borwurf de« ״Stürmen«" in Schutz nebmeo muß! (G. 14.) — Aber auch abgesehen von der gerechten und wodlbegriindetru Anerken» »»Hg. welche hier dem Verewigten als politischrm Charakter gezollt wirb, reibt sich dir vorliegende Peedigt, dir in eiuenr lieblich ityklischeu Tone beginnt, um sich zu gewaltiger rednerilcher Kraft zu erbeben, de» gelungenste» Prediglcn an. di, der verehrte Redner der Orffeutlichkeit übergab. Dost, scheint er »»« zu weit zu geben. wenn er S. 9 de« hauplrt, daß die Prokelen Ziraels ״als FrcihcltSredner die farbe», reichsten Blütben griechischer nnd römischer, aller und neuer Beredsam» keil verdunkeln." Die Profeten Israel« haben den Monotheismus ver« kündet. Hierin kaffe sie alle Redner der alt,« »nd neuen Zeit weit hinter sich zurück. Abstrahirl man aber davon, uud betrachtet mau die Prostlen al« Wortführer politischer Freiheit. — »ud von dieser allein ist hier natürlich die Rede — so wird man sich kam» entschließen könne», dem Urthrile der vorliegende» Predigt beizutirten. (S« ist wahr, die Profeten idealifiren den orientalische״ Absolutismus•, nach de» Br» griff.« alter und nencr Beredsamkeit, die drr verehrte Redner im Sinne hatte, hört aber dieser idealisirte Absolutismus nimmermehr auf, Absolu» tiSmiiS zu sein! Daheilige Altertkum Israels bedarf Gottlob keine« fremden Schmuckes, um groß und herrlich zu trscheiuen. Zu liturgischer Bezikhung ist e« bemerkenswerlh. daß De. Z die an« dem Mittelalter stammende, in den Wiener Tempeln nicht übliche Rezilirung de« Hohen« likdeS (Abudiraham ml. Prag 74. a. Manhig 71, d O. Cbajj. 400,9) mit Len uralten Fest:Prrisopen in eine Linie strllt. Die Ausstattung ist. wir Alles, was bei Herzseld und Bauer erscheint, wahrbasl splendid. 10. Esch Tbamid, ei» beständiges Feuer. Gedächtnißrede aus Mannheimer. Von Hermann Duichak. Rabbiner in Austerlitz. Verl, de« Vrs. Wien. 1865. 8. 8. Nnier den orthodore» Radbincn Ungarn« »»b Galiziens konnie e« kein Einziger über sich gkiviniie». dem sei. Manuhtiiuer einige Worte ans der Kanzel zu widmen. Die Romantiker in Ungar». Mähren »ud Bödme» stellt,» ei» winziges Koutingeii«. da« sich entschloß, seiner gelegenilich zu erwähn,n. Die Undankbaren 1 Der Versaffer der vorliegende» slböiir» »ud gemülhlichen Gedächtnißrede «st ein orthodorer Schüler R. Mose« Sofer«. Die« hielt ihn aber nicht ab. de», »»sterblichen Vertlenste M.'S seine Huldigung darzubringeu, und seine Gemeinde zur Griindung einer wohlihäligen Maniihrimer׳ Siislung anszufcrdern. Die Rede rühml von dem Verewigten: ״Die Wahrheit in dem von ihm verriviglei, GotteSworte; die Thätigkeit in seinem heiligr» Berufe, seine Menschenliebe gegen alle Brüder nahe und ferne." Wir biiien den rbrw. Herrn Versaffer. den Ausdruck unserer aufrichtigen Hochachtung rntgegrnehmen zu wollen. ') Die Noiiz in Nr. 15 d. Bl. wurde in dem Inhalte irrthüm« lich als vom Herausgeber bezeichnet. Dieselbe wnrde von Dr. K. i» H. eingesendet. Red. Inserat. Konkurs. (2_3) Zn der hiesigen KullnSgemrinde ist die Stelle eine« Rabbiner«, verbunden mit dem Gehalte bi« 1000 fl. ö. W. vakant, vollständige talmudisch, rabbinisch, Befähigung. angemeffe», modern« Bildung, tüchtige« Retnrrtalenl, sowie pädagogisch.didaltische Kenntniffe, iilSdesonder« ein streng.religiös,r, moralischer und fester Charakter werde» von dem zu erwählenden Rabbiner ak« Eigenschaften gefordert. Dir greigntleu Herren Rrflektanteu wollen di« Ende Innt l. I. ihre Gesuche, sowie die Zeuguiffr im Original portofrei riusrn« dr» a» de, tforftond der ij[r. Jultus-gemeinde. Kascha». 1. Mai 1865 Szegedin, Lrlblvrrko, drr Rrdadll»». Leipzig, Lowalsliourvrrla, vo» Franz wagnrr. Druck von Sigmund Burger in Szeged«».