Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 18 (3.5.1865)
- Date
- 1865-05-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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307 disch-rrkigiösr» Erbitte ganz nnstatthaf», da die jüdische Religion de» Zadro nicht »um Glaube» verpflichtet und vo» ihm blo« dir pünktliche Einhaltung de« Gesetze« fordert, uod wol dir allerfreieste Denkungsart mit der strenge» Gesetzlichkeit vereinigt werde» kaaa. Wen» i» der Rad» bioer-Dersammlung — die auf da« Gesetz iuflueuzire» wollte, — ob mit Recht oder nicht, ist fein Gegenstand meioer jetzige» Uotersuchung — Mancher viele Erleichterung,» einführe» wollte, indem er vermeinte, seine Stimme habe Gesetz,«kraft. so kann er doch keiner Heuchelei ge» ziehen wrrden, wenn er irgevbwo z. B. de» יו״ט beibebält. <8« ist alleohalbeo dekanut. daß »och vor der Feststellung eine« Aalender« der יו״ט שני מסגי דיסכזק eingeführt wurde, und selbst hernach noch bestand, al« dessen genauere Bestimmungen nicht genug all« gemein bekannt und verbreitet waren, wirwol schon damals לגבי מת כהול שזיוהז רבנן und heute noch muß er jU Recht bestehen, so lange keine Oberbehörde der gesammten Zudenheit ihn aufhebt. Daher muß ein Rabbiner diese« nicht antasten, ungeachtet er ihn al« Gesetzgeber für adgeschafft wissen will, e« ist vielmehr eine Dreistigkeit von Seite de«, jenigrn, der ihn abschaffen will. Jedoch will ich darüber nicht rechten. Der Rabbiner, der ihn beibehLHIt. kann aber darum kein Heuchler genannt werden. Hat denn תננית p רייהושע sich nicht sammt Stock und Bündel zum Naffi R.Gamalirl begeben, am nämlichen Tage, auf welchen nach seiner Berechnung der DersöhnuugStag siel, weil ihn R. G. der Naffi nicht sanktiouirle? Wem wird e« einfallen, einen für die Abschaffung der Todesstrafe plaidozirenden Juristen, der zu Gericht sitzend, einen Mörder zum Tode verurtheilt. so lange da- Gesetz die Todesstrafe nicht abgeschafft, darum als einen Heuchler zu zeihen? Ebensowenig kann man dem Maimonideverwerfen, daß er die Sehn« sucht noch drr Wiederstellung des Tempels und der Opfer im Mnßafgebet aufnebmen. während er selbst (מ״נ סב״ט) die Opfer nur al- Ablenlung der Israeliten vom heidnischen Opferdienste gelten ließ. — Allein, wenn diese Theorie jene- Gebet nicht mehr rechtserligeo kann, muß die PrariS dennoch dasselbe aufrcchterhalten, da selbst cm persönlicher Messias diese nicht abschaffen kann, so lange die Gesammtiudenheit mit ihren Rabbinen ihn dazu nicht autorisirt haben. Beantwortung einiger in Nr. 14 des ״S. CH." gcsteUter tragen. ^6 1. Ich kann nicht umbin. als Einleitung bierzu folgende« selbsterlebt- Anekdötchen zu erzählen. Ein Physiker warf einmal vor mehreren Gelehrten seine-Faches folgende Fragen auf; Da jede- Ding aueinem mit Wasser gefüllte» Gefäße immer so viel Wasser verdrängt, als sein spezisischeS Gewicht beträgt, warum tritt dieser Fall nicht ein, wenn man einen Fisch in das Gesäß legt? Nach langem Hin« und Herratbeo sagte endlich einer: Hadin wir denn schon versucht, ob die BorauSl'etzung wahr sei? Der Fragesteller lachte darauf herzlich und sagte: Es ist wirklich nicht wahr und ich wollic Ihnen nur zeigen, wie leicht man in der Physik Lustschlösser bauen kan» , wenn man nicht erperimentirt. Fast glaube ich, der Fragesteller hier hatte eben eine solche Absicht; denn wer wird das Berhälluiß R. Jochauanü zu dessen Freunde und Schwager R. Simon den Lakisch nicht ei» freundschaftliches, ja in mancher Beziehung mit dem des David und Jonathan ähnliches nennen? Jochanan gab dem jüngern R. Sim. b. Lakisch aus Freundschaft und Achtung seine Schwester zur Frau und nahm ibn zu seinem Gehülfea im Lehramte, und als R. Sim. b. Lakilch starb, war R. Jochanan, der doch gewöhnlich mit einem Knöchelchen von seinem lO verstorbenen Sohn« die Leidtragenden zu trösten pflegte, so untröstlich, daß er vor Trübsinn lange Zeit da- Lehrhau« meiden mußte, und dirß nur, weil er glaubte, daß er durch einen zu großen Eifer bei einer halachischen Disputation seinen Freund gelrünkt und hierdurch btffen Tod verschuldet habe. Solche .Verhältnisse find aber »m so erhebender, als diese Männer in religiösen Fragen oft nicht einerlei Ansicht waren und sehr leicht zu Kollisionen kommen konnten. Ein ähnliche« Berbältniß muß zwischen vielen Rad« dioeo obgewatier haben, so z. B. zwischen Rabbi Josua den Chauaujah und R. Elieser den Hyrkano«. Trotzdem die beiden in religiösen Fragen oft entgegengesetzter Meinung waren. so war die« doch so wenig im Staude, ihre persönliche Liebe uud Hochachtung für einander zn schwä« chen. »aß von R. Josua erzählt wird, er habe beim Besuche de« Lehr« Hause« de« R. Elieser den Stein, worauf dieser zu sitzen pflegte, ge« küßt und dadei ougerufea: Wahrlich dieser Siein scheint mir der Berg Sinai und der darauf zu sitzen pflegt, die göttliche BuubeSladr zu sein! lMidrasch Rabbah Schir haschirim). Wir erkennen bierau«. daß die allen Rabbinen nicht, wir man vielleicht glauben sollte, vom Prinzipien» streite zu persönlichem Hader überginge». Sie achtete» den Ausspruch: -דברי אלקים חיים h Brün». M. Stößel. Herr Joöl Deutsch, der gelehrte Direktor de« israelitischen Taub, stumweu-Jostituie« in Wien, erinnert an die intime Freundschaft, der״ Band um Elischa b. Abujah und R. Meie geschlungen war, indem er zugleich auf da« hinweift, wa« im 5. Jahrgang» de« Ehaloz S- 68 von Markus Dub« über diese Freundschaft gesagt wird. Red. Inserate. Allerneueste wiederum bedeutend mit Gewinnen vermehrte große Zeldvertosung 8 Millionen 677,850 Mark, in welcher nur Gewinne gezogen werden, genehmiget und garanlirt von der Stals Regierung. Ein StotS-OrigiualloS kostet 7 st. ö. W. Ein halbe« ״ kosten 3'/, " " " Zwei Viertel« ״ ,/'3 ״ ״ H ״ Vier Achtel« ״ " ,/'3 ״ ״ *. Unter 17.900 Gewinnen befinden sich Hauptreffer von Mark 250.000. 150.000, 100.000. 50.000, 2 mal 25.000. 2 20.000, 2 mal 15.000. 2 mal 12.500. 2 malIO.OOO, 1 mal 7500. 5 mal 5000 , 5 mal 3750. 2 mal 3000, 85 mal 2500. 5 mal 1250. 105 mal 1000. 5 mal 750. 130 mal 500. 245 mal 250, 10.050 mal 117 «. >c. Beginn der Ziehung am 15. Mai. Unter meiner in weitester Ferne bekannten und all gemeinbeliebtenGeschästS'Devise: ״Gottes Segen dei Öjohit!“ habe ich bereit- 19 mal das große Los uud erst kürzlich am 17. Februar wieder den allergrößten Hauptreffer ausbezahlt. Auswärtige Aufträge mit Rimesseu in allen Sorten Papiergeld oder Freimarken führe ich selbst nach den entferntesten Gegenden prompt und verschwiegen au«, und sende amtliche Ziehungslisten und Gewinngclder sofort nach der Entscheidung zu. £1az. Sams. Oolm, Lauquler in Hamborg. Soeben erschien: מסכת קידושין,סוטה מן תלמוד בכלי Talmud Babylonicum ed Salamon (X.) Diese schöne korrekte Ausgabe zeichnet sich durch die Sorgfalt, die ihr gewidmet wird, vortheilhaft vor allen andern au«. Band Hl. ist unter der Presse, dann folgen 13 und 14. später Band 2. Mit 24 Bänden ä 22'/, Sgr. (1 fl. 25 kr.) wird da« Werk kamplet. Berlin Nr. 59 unter den Linde». W. Adolf & Comp. ©jegeb in, Srlbßvrrla, brr Nebaktis». Leipzig« Lommisstous-Verlag vo» Franz Wagner. Druck vo» Sigmund Burger i» Szrgrdi».