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Ben Chananja · 1865-05-03 · 18 (3.5.1865) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
18 (3.5.1865)
Date
1865-05-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M 18. SjegeOiu, dm 3. Mai I8KZ. Mer Jahrgang. Jeden Mittwoch erscheint ei« krLnuwörLvoosxrsl»: «an,jährig 7 4 Tblr. 20 Ege.. balbj-Zfl. 50 kr.. 2 Tblr. 10 Sgr.. viertel!. 2 st. öst. W. Einzelne Nummern 15 kr. Man abonnir» bei allen Post» ämtern u. Buchhandlungen de« In» und Auslandes. Hm chllMMM. Wochenblatt für jüdische Theologie. Herausgeber und Redakteur: i^öw. Oberrabbiner in S,egedin. Inserate sind a» die Nedaktion :״ E,e» -edi«. an Herrn DU, tftlitt in /rtüSfirl 1. ]7. oder an Herrn.Sgiuj Leriner (tteine Snkergaff« Ne. 10) in Wlea t« senden. Die 2,'paliige Petitzeile wird mit 1S Nkr.2״Sgr. derechver. Inhalt- Baron Aloi« MednyänSky über die Emanzipation der Juden in Ungarn. — Die Institution der Borlesuugeu bet den Juden de« Alteribum«. Von Heinrich Deutsch. — Romantik eootr» Romantik. — Da« Brod. Von Ignaz Reich. — Korrespondenz. Zaland. Vien. Ofen. Szegedin. Großwardeiu. Waitzrn. Prag. Köslin. Kolli«. Kolli«. Äoltin. Lemberg. Holleschau. Aus Mähren. — Replik. Deantworinnz einiger in Nr. 14 de« »B. CH.- gesteNter Fragen, Von — M. Stößel. — Inserate. Karen Äfois MnijansRi)') Met die ©nanjipatioa Der 3udm in ,Ungarn Preß bürg, am 24 März 1834. Wohledler Herr! 2) Die mir mitgetheilte und hier rückfolgende Schrift ״Ueber daS Verhältniß der Juden in Ungarn" habe ich mit aller der Aufmerksamkeit und dem lebendigen Interesse gelesen, daS mir sowol die Wichtigkeit deS Gegenstandes selbst, als die Art seiner Behandlung einflößte. Unstreitig hat der — oder die — mir unbekannten Verfasser^) ihre nicht leichte Ausgabe vortrefflich gelösct, und in ihrer Darstellung einen Schatz umfassender Kenntnisse niedergelegt, der für jeden den» kenden Leser, sollte er auch nicht zugleich zu den fühlenden gehören, höchst schätzbar sein muß. Aber auch für letzteren ist gesorgt, indem ihm Bilder in kräftigen lebendigen Farben auögemalt, vorgeführt werden, die ihn unmöglich ungerührt lassen können. Bei diesen seltenen Vorzügen der vorliegenden Denkschrift erübriget nur der Wunsch, daß sie ganz dem beabsichligten Zwecke entspreche und vom glücklichsten Erfolge gekrönt werden möge, indem sie kräftigst zur Herbeiführung von gesetzlichen Verfügungen mitwirkt, die nicht bloS einer zahl» reichen Meuschenklasse, sondern für die statSgesellschaftlichen Verhältnisse überhaupt höchst wohlthätig sein würden. WaS übrigens zu bemerken wäre, ist sehr wenig. Auf dem zweiten Blatte von Nr. 28 scheint der Ausdruck ״Dar, stellung deS rechtlosen Zustandes der Israeliten in Ungarn" etwas zu stark zu sein, und dürfte nicht bloS einen üblen Eindruck Hervorbringen, sondern dadurch, weil er nicht bewiesen werden kann, den Gegnern eine willkommene Waffe in die Hand geben. Rechtlos ist nur der Leibeigene, der Sklave, und selbst dieser nicht im vollen Umfange deS WortrS, denn gänzlich ist auch dieser dem Schutz deS Gesetzes ') Einer der t>r^abtefirn, wiffenschafrlichilen un» lüchrialteu ungarischen Magnaten und SialSbeamirn. geboren 20. April 1784 . ge« starben 17. Juli 1844. Al« er voetiegenden Brief schrieb, war er Hof» ra«h. 1837 wurde er Bizckauimerpräsibent. 1839 Präses der Siudienkommiffiou. 1842 Lavenuku«. Ii» Jahre 1839 war er der Mr':rlpuukt der kousrrvaiiveu Parlei, deren Beraihungeu in der Regel bei ibm ge« halten wurden; 1825 halte er zur Opposition der Magnalentasel ge» hört. Gerne liteeäritcheo Aederlro sind dekaun«. Red. '1 Der Brief war an Leon Pollak gerichtet, weicher ihm rin Memorandum über die bürgerliche Stellung der Jude» überreicht hatte. Rrd. *) Da« Memorandum verfaßte Herr Leopold Breuer, welcher zu jener Zer« Erzieher in Pest war. Wir «erden später Auszüge •u« demselben in diesen Blätter» mittheile». Red. nicht entzogen, obwol nur auf wenige Fälle beschränkt. Leibf eigen kann man die Israeliten denn doch nicht nennen, somit sie ni'cht als rechtlos, daS heißt ״außer allem Gesetz gestellt* bezeichnen. Ferner ist eS allerdings wünschenSwerth, baß die Befähigung deS Israeliten für den Landdan — sowie eS in ׳ der Anmerkung verheißen wird — umständlich dargethan f werde. ES ist dies eines der wichtigsten Kapitel de» 1 ganzen Emanzipationsvorschlages, das von der einen Seite den meisten Anklang findet, von der andern aber auf unlöS- | bare Schwierigkeiten stößt, die folglich gerade von Sacbkuu-' digen desto umständlicher besprochen werden sollen und müssen. | Viel mehr Anstand wirb eS geben, daS Entgegenstreben von ß Städten und Zünften gegen die Aufnahme von Israeliten — der gefürchteten Konkurrenz ans abgeschlossenem Boden wegen — zn überwinden, als ihnen Ackergründe bei den \\ vielen tausend verlassenen Sessionen zu verschaffen, wenn 1 mau zur Ueberzeugung gelangt, daß ihre religiösen Einrtch- | tungen, (die doch unangetastet bleiben müssen), kein unüber- Z steiglichcS Hinderniß theilS in Beziehung auf den eigenen Erwerb, theilS auf die dem Unterthanöverhältniß anklebeu» s den Lasten darbieten. Und doch ist eS höchst wünschenSwerth, J daß recht viele Israeliten sich zum Ackerbau wenden, und dazu verwendet werden, und darum eben von Wichtigkeit, | die Möglichkeit davon darzuthun. ES dürfte zwar hierbei \\ auf daS Beispiel jener Staten hingedeutet werden, wo die | Juden in den statöbürgerlichen Verband ganz ausgenommen sind. Allein obschon gegen diese Berufung nichteinzuwenden ist, möge man doch genau die hierländischen grundherrlichen und UnterthanSverhältniffe im Einzelnen durchgehen, 1 und die Anwendung deS allgemeinen Grundsatzes auf selbe J spezifisch bestimmen, bevor man׳ die zu ziehende Parallele als ,! Beweis gellend machen will.; Nehmen Sie diese Bemerkung bloS als den Ausdruck! deS ansrichtigrn Wunsches, daß Ihre schönen Bemühungen *J vom besten Erfolg gekrönt werden mögen, sowie die Versicherung, daß eS mir zum Vergnügen gereichen würde, wenn ich etwas dazu beitragen könnte, daß eine zahlreiche Klaffe von Menschen zu einem besseren LoS und zu inniger Verschmelzuug mit den übrigen statSbürgerlichea Individuen in unserem Vaterlande gelange. Mit besonderer Achtung Ihr ergebenster A. Baron Meday26Hi^n -

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