Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1865-03-08 · 10 (8.3.1865) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
10 (8.3.1865)
Date
1865-03-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2542917-2543219-2543230--4125-2548068
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Wer Jahrgang. M 10. SjpgeMu, Den 8. Mrz 186». Zeden Mittwoch erscheint »t»?rLorunorntloniprat«: «aiijjjhsig 7 Tbl,. 20 <£(tr., holt!. 30. ßü fr., 2 T«?.'r. 10 Es,,., virrirh. 2 st. -st. W. Eiiyelne Nummern!5 kr. Man abonnirt bei allen Post- Lmiern u Buchliandtungrn de« In- >1»d A»«landt«. Inha!tH"la>» r«. daß von'den'HHanie» U« Reiche« Iirael Iriiir Lp,,, uifbr voel,.,»de» ist. fctc de« Reist,,« Inda sich erb-»«« l,.1ben und al« eine Äeineiuschosl solidest,l>e>>? Bo» De. k. Adler. Judiich Ikrolv-nsche« Guiachle». Bon De. Hochgßtter. — Stovtefpoti• beut. Atulnnb. Pari«. Neiv'ült'ef. Berlin. Inland. Wie». Wien. Pest. Pest. s»r. .tkumzsa. Presibur-. Arad. Bkfivnm. Na,w'-^^usfeniderg. Baiioiiya. Au« dem Siiroler .koiiulai. kstlriiiiy. Bo» der Drau. ^o״ara« Bouydüd. .st,tt«,oln. — .stürze Nolizen au« de», Üledieie der klieraiue. Berlchli,,»»«. — Nellamaiio». — Iuserai. Akn MumiM. Wiidjciifiraf( für jniiilche Theotogie. Herausgeber und Redakteur: Oberrabbiner z» Sze>zet׳n. Inserate sind an dl« Nedaliioa!in St«» gedln. an Herr» 01!» Nlllik, in Xnnifut 1. JJf. oder 0■ Herr» .3flnd| Srannn (fUin• «nkergaffr Nt. 10) in llllkk!u fntttn. Die rspaliige Petitzeit« wird »!11 10Ntr.n2Sgr. berechnet. Wie kam cs, duß von den Lrnlanten des Kelches Israel keine Lpnr mehr vorhanden ist, die des Kelches Inda dagegen sich erhallen haben nnd als eine Gemeinschaft sorlbesiehcn? Ein Vortrag, stedallen zue Sliliu»,)«frier ler Äesrllschasi der Huniaiiiiäi »1 .stassel >11» 27. November 1HC4. Van Or. C. A b l r r, r«»bral>l>inrr. sSchluß.', Dababylonische Ni'ich nmr tntlcr Belschazar von EyruS, dem ©olnir tefl Eambysc-, Königs von Persien, (fV.iH) tv» obere worden n»d nach dem Tod, Eya r.irr^, der ihm feine Tochter flfßflun hatte, bestieg (M)rm' den medtsch-babyloni׳ schen Thron (fiUfi oder 5>.'1.5 v. d. g. -Vj Kam» n>ar diesegeschehe», so lies, er durch Wort und Schrisl bekannt nun djni: ״Ev spricht Eyrn-, König non Persien: all, Reiche der (Srbr bat mir drr Ewige gegeben, der (Mott de- Ajim* uiclit, nnd bat mir besohlen , ihm ein Hauzu bauen in Jernsalem, welch,- in Judäa liegt. Wer irgend unter Euch seine- Bolleist, mit ihm sei Gott, und er ziehe hinans nach Jernsalem in Judäa nnd baue da- HaudeS Ewigen, de- Gotte- Israel-, daist der Gott, der in Jerusalem."**) Welche Wirlung ei» solcher Vltifrtif haben mnsite, läsit sich wol denken. Ware die Verheisinng auch nicht so rasch erfüllt worden, da- Volk hätte sicher die Hosfnnng doch sestge» halten, aber nnn sie so buchstäblich in der von IiriniaS an׳ gegebenen Zeit sich erfüllte: welche Begeisterung mußte sich deganzen Volkebemächtigen? MaS (%uJ hierzu veranlaßt«, weiß man nicht. Von Esra wirb als Grund der angegeben: ״alerfüllt war da- Wort de- Ewigen andem Munde JirmiaS, erweckte der Ewige den Geist de- Ehoresch."*—) ©o wurde da-Ereigniß ohne Zweifel auch von allen Ernlanten ansgefasit und war früher die Hoffnung nur eine Stütze de- Bewußtseinihrer Zusammengehörigkeit auch für die Zukunft. so war diese Zusammengehörigkeit fetzt außer Zweifel gestellt und ein reelles Band ihrer Vereinigung wieder vorhanden. *1 S. die voria« Nummer. "» (Sfra l L ff Ctfro 1, J. EprnS gab auch Befehl, alle Geräthe de- Tempels, die Nebnkadnezar von Jerusalem nach Babylon gebracht und in da- HanS seine- Gotteniedergelegt hatte, den Ernkanten wieder elnzuhändigen. ES waren deren 5-100 goldene «nd silberne Geräthe. Der König bot ihnen auch eine militärische Schntzwache an, sie lehnten sie jedoch ab, weil sie dem Schutze Gottevertrauend, jeden andern Schutz für entbehrlich, wo! gar für sündhaft hielten. An der Spitze stand noch überdies ein Mann andem Davidscheu Geschlecht,, Serubabel, so daß auch die Wiederherstellnng des Davidischen Thronein sicherer Aussicht stand. Gieichwvl war edoch nur ein Theil der Ernlanten, welcher hinailszog, -12,.'100 Männer, im Ganzen etwa 200,000 Seelen. Ei» großer Theil blieb in der ihnen zur Heimat geivordene» Fremde zurück. Aber die Zahl der wieder nach Jerusalem nnd Judäa Zurückkehrenden war doch immer an» sehnlich genug, daß eine freudige Zuversicht bei den Einwan» derer» wol vorausgesetzt werde« kann. Da- Vand war ihnen schon nicht mehr Hauptsache, sondern die Herstellung de- Tempels. Bet ihrer Ankniifi bauten sie al-dald einen Al» tar, aus welchem die Priester die vorgeschriebenen gesetzlichen Opfer darbrachte» nnd gingen alsbald an die Herbeischaf» fnng der für den Tempelbau erforderlichen Banmateriakien nnd ArbeitSleute. Sie hatten mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn die Samaritaner, welche den Tempel mit ihnen gemeinsam bauen wollten, aber abgewiesen wurden, traten der Ausführung feindlich entgegen und wendeten sich an den Nachfolger deinzwischen verstorbenen EyruS mit Anklagen und Veschnldigungen. Indessen da- Unlernehmen gelang, hauptsächlich durch den Einfluß zweier Männer, Esra nnd Nehemia, welche beide bei Hofe sehr in An» sehen standen und sich die Ausführung mit ganzer Hinge» bnug angelegen sein ließen. ES kann meine Absicht nicht sein, Ihnen daauSsühr, lich erzählen zu wollen, waS viel Zeit in Anspruch nehmen würde, auch mit meinem eigentlichen Thema nicht ln Der» bindnng steht. Nur da- Faktum überhaupt ist eS, dafür uuS hier in Betracht kommt: ein Theil de- Volkewauderte.zykli/r nach Jerusalem und ein Tbetl des Volkeblieb indea L-yX dern de- ErilS zurück. Wie sollte der $11llu6 sich gestalten? Sollte der alte Tempeldienst in seiner frit«/

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.