Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 8 (22.2.1865)
- Date
- 1865-02-22
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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139 140 ״chtigt fiud, Pkivatprüfuvgeu vorzuaehmea und statlgiltige Zeugnisse zu erlheilr» 8. Klausenburg, im Februar. Di, hieflge» Chaßidäer ver« lasse» in der Regel die Synagoge, so oft unser würdiger Rabbiner, Herr Abraham Glasur«. predigt. Vor einigen Wochen kam e« sogar zu einer ärgerlichen Szene zwischen den Schülern de» Rabbiner- und den ghaßidäer». 8. 8. 8. Au« dem Bncser Komitate, im Februar. Da die überwiegende Mehrzahl Ihrer Korrespondenten größeren Gemeinden au« gehört, so ist es nicht zu verwundern, daß die Bedürfnisse und Auge, legrnheiteo der kleineren nur äußerst selten zur Sprache gebracht wer» den. Und doch ist die Zahl der Ueineren Gemeinden, namentlich in ua» ferm Vaterlande, so bedeulend, daß dieselben nicht igoorirt werden dürfen. Gleich den großen Gemeinden brauchen auch di, kleinen: Rab, binen, Dorbeler, Lehrer und Schächter. Was sollen sie nun beginnen, um diesen ihren Bedarf zu decken? Was den Rabbiner betrifft, so haben sie r« von jeher am zweckmäßigsten gesunden, sich größeren Gemeinden zu affiliren. nnd ist eS sicherlich nur z» tadeln, daß manche derselben ihren Schächter in einen sogenannten RabbinalSvcrweser verwandeln, um die kleine Besoldung des Rabbiner« zu ersparen. Zn der Regel ist der Schächter zugleich Dorbeler. und muß er sich mit einem sehr ge. ringen Gei,alle begnügen. Dasselbe g׳lt von dem Lehrer. Einer kleinen Gemeinde gelingt eS daher nicht leicht, einen tüchtigen Lehrer zu aqui« riren. Diel zweckmäßiger wäre e«. das Lehrer- und Borbeteraml Einer Person zu übertragen, und dieselbe auf eine angemessene Weise zu be. ,olden. Die jüdische Präparandie sollle hieraus Rücksicht »ehinen und die künsligen Lehrer auch zu brauchbaren Vorbelern ausbilden. Den Schächlerdienst betreffend, wäre e« sehr nützlich, wenn auch FrauenS- Personen ermächtiget würden, denselben miiidesttiis am Geflügel zu versehen. Der gelehrte und fcharssinuige Rabbiner Barsch, der sich der Taubstummen angeiiommeri hat, sollte sich in dieser Rücksicht auch de» weibliche» GeichlechteS annehmcn. Es wird ihm die« um so leichter falle», al« er den Talmud, die alten rabbinischen Autoritäten und aus späterer Zeit den berühmten Rabbiner LatteS auf seiner Seite hätte. 8. Nagy-Äörös, im Februar. Am 8. v. M. hat die Neu. wabl der Vorsteher unserer Gemeinde m bester Ordnung stattgefunden. Gewählt wurden die Herren: Sal. Rolhbaum. PH. Siciuer. Gabriel Freibergcr, M. Sleiner, Z. Rosciifclv und 11 Ausschußmäuner. Hos« fenilich werde» die gewählten Vorsteher nicht versäume», an nuserer Schule die nolhlventigen Deebesscrungen vorzunehmen. L. Tapolczcr, im Februar. Nachträglich melde ich Ihne», daß der Obergespaii unseres Komitate« am 7. v. M. unsere Synagoge beiuchle, wo er von uiiserm wacker» Rabbiner Nenhau« »nt einer ge. lungeuen ungarischen Ansprache begrüß« wurde. J. F. Waag-Neustadt!, 4. Februar. Wie alljährlich wurde auch in diesem Jahre von »nserm Gemeindevcrstande eine namhafte Summe, die als sogenannte ״Weiber-Steuer" reparlirt und erhoben wird, unter die hiesigen OrlSarmcn verlhcilt. Wenn man bedenkt, wir reich die hiesige Gemeinde an Armen und wie verhältnißmäßig gering die An« zahl der Wohlhabenden hier ist. so kann man nicht umhin, ihrem Wohl, idätigkeiissinne und der allseitigc» Bethätigung desselben die vollste An« erkennung zu zollen. T׳otz der ״schlechte» Zeiten" erleidet keiner der Hilssbetürstigen irgend einen Abbruch, ja e« wird wo möglich noch ge. steigerleren Anforderungen entsprochen. So ist vor nicht gar langer Zeit durch die lobenSwerthen Bemühungen einiger hochachiungSwürdigea Damen ein Frauenvere>n ins Leben getreten, der sich fortwährend großer Tbeilnabme erfreut und der trotz seines kurzen Daseins an edlem und srgeiiSreichri» Wirken seinen älter». seil vielen Jahren wohlthätig wir. lenden Brüdern iu keiner Beziehung nachsteht. Ader auch der Kleine» wird nicht vergessen. und unsere armen Schulkinder wurden wir seit einer Reihe von Jahren. so auch Heuer durch die väterliche Fürsorge und erfolgreiche Bemühung uuserS rhrw. Oberraddiner« und Schuldirektor« Jos. Wrisse sämmilich mit neuer Fußbekleidung. einige mir vollständigen Anzüge» versehen. — Derglei. chen Akte edler Hochherzigkeit und reiner Mensckenliebe sind wol ange. nehm zu registriren, wir können aber bei dieser Gelegenheit — um «beu da« Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden — di, Bemerku»g nicht unterdrücken, daß die Regelung unsere« Armenwesen« man. che« zu wünschen übrig läßt und daß auch hierin neue, zeitgemäße un. zweckentsprechendere Balineu betreten werden müssen, wenn durch die mit so bereilwitligem Herzen gebrachten Opfer der beabsichtigte edle Zweck vollkommen erreicht werden soll. Lzrgedin, Selbstverlag der Ktiaktloi. 8. Prag, im Februar. Da« zwölfte Hest der fünften Sip» parim-Sammluog ist so,den verseadet worden. Za Zukunft werdto die Sippuriw nicht mehr ul« periodische Mouathefle, sondern zwangSlo« aber in größerem Volumen erscheinen. S. Walleastein. der Berfaffer von ״Mönch und Jüdin" bat einen Roman au« der polnisch-jüdischen Geschichte ״Potockl" unter der Feder, welchen die Sippuriw zunächst bringe» werden-__■ _ Für die unglückliche Familie de« verstorbenen Lehrer« Fischer in KapoSvär spendeten: Herr Oberrabbiner und Schuldrrekror I. Wrisse in Waag. Neiistadll.1 st. 60 kr. Da« Lthrerpersoualt in Waag-Neustadtl.9 ״ — ״ Die Schuljugend iu Waag-Nenstadtl ...... 8 ״ 20 ״ Zusammen . 18 fl. 80 kr. Bemerkungen. An die Herren Rabbiner A—r und H.. r. Zch dank« ergebenst: wird abgedruckt und begliche» werden. וו«».\ו H) •kk 1H » OA kt•(« «1 Mt fc■* ft A + tCs «1 ««*«<% Inserate. Konkurs. <33־־> An der hiesigen israelitischen Schule werden vom 24. April I. I. zwei Lehrerstellen erledige«. Die Stelle de« Lehrer« der zweiten Klaffe ist mit einem Gehalte von 400, sage vierhundert Gulden österr. Währ und die Stelle des Lehrers der ersten Klaffe mit einem JahreSgehalte von 200. sage zweihundert Gulden österr. Währ, nebst Kost vrrbunden. Hieraus Resiektirende wollen bi« am I. März »bre Gesuche nebst BefähigungSzeugniffen über ungarische und deutsche Sprache, an den Kultusvorstand von Marczalv (Somogyer Komitat) portofrei ei». Marczaly, am 25. Jänner. 1865. Der ifr. Hullusvorjtrrnä. Die gefertigte Buchhandlung beehr« sich hiermit zur Kenniniß zu bringen, daß sie folgende Werke unter der Presse hat und in drei Monaten dieselbe verlassen werden: CI1uu1a8cl)in1, mit den Kommentatoren Raschi Onkelo« und Toldo« Aron i» 4. Format aus Velinpapier. Preis 1 fl. 50 kr. Cliuinaächim, dieselben in 12. Forma« auf Regalpapier 2 fl. 50 kr. ekiuittnijekilm, in 8. Format, nebst den obigen Kommentatoren, noch hinzugesüg« Sifre Chachomim und Ramban. Auf Regalpapier. 4 fl. e1»umu8cl«lm, iu 8. Format, eine Ausgabe mit Raschi, Onkelo«, Toldot Aron. Sisre Ehachamim, Bal Halurim. Auf Regalpapier. 3 fl. tlktllmasekikm, eine Ausgabe in 8. Forma« mit Raschi, Onkelo«. Toldot Aron nnd mit einer hebräisch.deutscheu lieber, setznng (עברי דייטש), namentlich für Rußland. Pole», Galizien und die Wakeichri berechnet, — ans Regalpapier. Prei« 4 ft. Odamauedim. eine Schul.AuSgabe mit Dr. Letteri« deutscher Urber« setzung. 8. Preis 3 ft. ONllmavcltkm, eine Ausgabe in 12. Format, mit großem Druck, Tert. nebst Haftora, Ehamesch Megistot. Prei« 90 kr. Sämmtliche Ansgaben werden stereolypirt. nm fie bei den nach, steu Auflagen noch bistiger, al» wie dir hente aag,kündigten Preis, abgeben zu können. Buchhändler. Schulen und Lehrer, welche sich in frankirten Briefen au uusrrr Verlag-Handlung wendea. erhalten einen entsprecheodra Rabbatt. knöpjlmacher & Söhne, Buchhändler in Wien. Geitrustättrngaffe Nr. 4.!33־־) (Tewpelgrbäude.j Leipzig, tommistiou-Vrrlaa von Frau» Vau»et. Druck von Sigmund Burger iu Ezrgediu.