Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1865-01-25 · 4 (25.1.1865) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
4 (25.1.1865)
Date
1865-01-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2542917-2543219-2543224--4078-2548015
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

76 tiefen unversiegbaren Bor» jüdischen Grike« nod Scharfsinne«, für eine» grobe» ÄnitUl nnb Dreschflegel anzusehra, mit dem er wie ei» Rasen« der »ach alle» Richtungen hin um stch hauen j» können glaubt. — S.S wird da« Lesen solcher Bücher, die nicht ausschließlich mit jüdisch, deutschen ketteru geschriebeo oder gedruckt fiud. für «tue Hölleusüode au-geschrieeu; folgerichtig darf man da« »jüdische Herz" an« zwei Gründen nicht lesen, ersten« weil auf seinem Titelblatte lateinische -et« fern und die übliche Jahreszahl sschrrcklichl!) vrangro uod zweiten« weil der Name de« Buchdrucker« deutsch augegebeu ist, wa« (S. 21) al« himmelschreiende Sünde dargethau wird. — S. ruft der Verfasser pator peo.vLvi! weil er in seiner Zugrad dem Reize de« Bücherleseo« nicht widersteheu koonte (das kann wol uicht lange gedauert haben!) und sagt, wenn »und Gott behüte, die 7 Pforten de« Gehinnom'« vor mir offen ständen; ich könnte uicht ander« al« die Wahrheit eingestehea. uud mich nur auf die Barmherzigkeit Gotte« stützen, der mich al« reuigen Sünder denu doch in Gnade wieder aufnehmeu wird!' Man merkt, der Berfaffer hat sich fleißig in den *£0״ה" geguckt und die daselbst (S. 183. b) au« dem Buche Schebile Amona (vom Enkel de« "ר״מ״ש Vers.) augeführteu Worte fast wörtlich nachgeschriebeu. — Uederhaupt scheint ihm diese Seite eine reiche Ausbeute von Waffen zur Bekam, pfung der wissenSsreundlicheu Richtung im Zudenthume geboten zu ha» beu. — S. 20 liefert da« »jüdische Herz" folgende- Pröbchen von Schc.׳ffinn. »Wozu die Kinder deutsch lernen lassen?" fragt ״Lew Zwei", ״ist e« den Kindern beschiedrn, reiche Leute zu werden, dann mögen sie noch so unwissend .sein, fie werden steinreich werden, wenn fir auch ihre Namen uicht zeichnen können, wie wir ja hievon leben, dige Beweise genug haben in der Jetztzeit, noch mehr aber au« der liebrn alten Zeit, und ist Gott beschütze! Armuth über sie verhängt, mögen sie dann noch so tüchtig im Geschäfte, noch so bewandert in Wissenschaften und Sprachen sein, sie bleiben doch arme Teufel, und ssnd daun doppelt geplagt — in dieser und jener Welt!" Wir naiv, fromm, trrffend und ״״geistvoll!"" — Daß ״Lew Zwri" auch da« Zwerchfell seiner Leser zu erschüttern und vom Ertreme de« tiefdüstern Ernste« in da« de« possierlichsten Spasse« mit Siedenmeilenstiefeln zu überspringen versteht, beweist solgende« Anekdötchen, daß er sS. 4) zum Beste» gibt. ״Mau erzählt von Rabbi Mose« Zfferls ״ daß er im 33. Zahre seine« Leben« am 33. Omertage gestorben fei, er habe ferner 33 Bücher verfaßt und in der Trauerrede um ihn sei ihm ein 32sachr« Lob gespendet worden, und bedauerte der Redner sehr, nicht noch irgend ein Lob auszusinden. um die wundersame Zahl 33 vervoll. ständigen zu können. Da sei ein alter Man» gekommen und habe de» ר”מ״א* auch da- Lobevswerthe noch nachgerufen, daß er an jedem Purim stch maSkirt, vermummt und verstellt und in jede« Hau« gerufen habe. ״״Zu Maarib bizmauo!""') S. 17 s,gr ״Lew Zwri": ״Um Gottes Misten seid auf Eurer Huth! denn auch damal« zur Zeit der Geseroth hasch'mad! De« GlaubenSzwangevon Sefard, Spanien u. dgl. (dem Herrn Derf. de« ״Lew Zwri" ist gegen Zbn Ganach und Kimchi, Sefard nicht dasselbe, wa« Spanien (S. Fürst'« hebt, chald. Wörterb.) bestand die Zahl der glaubenSmuthigen Märtyrer theil« an« frommen. gotteSfürchtigen Zdioten. theil« ansolchen frommen Gelehrten, die ausschließlich mit dem Studium unserer Religionsgesetze stch befaßten, während dir deukgliubigea Gelehrten תורה p) ihren Glauben abgeschworen haben!" Mit Verlaub, Herr Anonymus! Da« ist uicht wahr! Abravanel, auch einer von den Bnr Thora hacha« krauim, dir vor den Geseroth baschemad sich flüchteten, kann Sir, wenn Sir die Mühe nicht sparen wollen, seine Einleitung zu dem Buche der Könige zu lesen, eine« Bessern belehren! E. 26-40 werden die alten Zeschiboth aldie besten uod gott. gesäNigsteu Rabbioerschulea in den Himmel gehoben, daselbst wird auch *). Man sieht, welche« Verdienst im Verstellen liegt! Anm. d. Eins. Szegediu, Srlbßvrrlag der Ärtoktlo». ei» etwa« zu versr:h«rr Triumphgesang über die gelungen« Verritl»»ß eine« zu gründenden Seminar« al« de« Sitze« de« Satan« aogestlmmt, uod eine Fluth von Schmähungen uud Flüchen über die Häupter jener Gottsribeiuo« auSgtgoffeu, die von der Teufelsidee berückt, der jüdische» Wissenschaft «ine der Zeit und ihren Forderungen entsprechende Stätte zu gründen Willen« find. (Wer wol der ״Gefärbt«" sein wag. der, wie der Derf. sich ausdrückt, durch einen Mißgriff mit zur Rabbiuerkonferrnz nach Nyiregyhäza berufen wurde und den daselbst versammelten Rad. biueu in ihrem frommen Werke hinderlich im Wege stand, daß e« ei» zwei Tage anhaltende« Wortgefecht kostete, bi« jener durch dir Macht der Keduscha überwältigt wurde", wäre interessant zu erfahren.) Diesen Geist athmet dir ganze Broschüre, die die schlagendsten Beweise von der Lauterkeit der Mittel bietet. welche Leute vom Gelichter de« Derf. zur Erreichung ihrer frommen Zwecke gebrauchen. Sie sollen nur fl», chen, Ihre Flüche haben nur Segen zur Folge, besser können solche GeisttShelden schon nicht geschlagen werden, al« sie sich mit solch gro. dem Geschütze und solch plumpen Witzen selbst schlagen. — Da hilft keiu Paktire»; kein Annäherungsversuch! — wer nicht Hamau klopf,, ist ein Epicoro« (S. 2, 6); wer seinen Namen ander« al« mit jüdisch, deutschen Lettern iinterzeichuet — «st rin Kofer; wer nicht so denkt, schreib, uod spricht, wie der Verf. de« ״Lew Zwri" ist ein wefllh umadiach. Wie haben sich doch auch am vorliegenden Opu« di« Worte de« Weisen einmal wieder bewährt: (Kohel. E. 12. V. 12.) Da« Bücher, machen nimm, kein Ende und viel Geschwätz hat nur Seelenpeiu zur Folge.____ Für die unglückliche Familc de» verstorbenen Lehrer« Fischer in KapoSvür sammelt« Herr Eh. Pollak in KäcSfalu 4 fl. . Bemerkung. Wegen Abwesenheit de« Redakteur« mußten mehrere Korrespon. denzeu für die künftige Nummer zurückgelrgt werden. Inserat. 2lr,r 2S. Februar l. I. -®jj findet die Ziehung de« vom State garantirten Prämien-Änlehen8 statt. Total-Kapital: 13 Millionen 818,841 Franks in Silber. Die Hauptgewinne de« Anlehen« find:' 50 Gewinne zu 60.000, 8 Gewinue zu 50.000, 4 zu 45.000, 14 zu 40.000, 13 zu 35.000, 6 zu 32.000, 14 zu 30.000, 4 zu 25.000, 23 zu 20.000 . 8 zu 18.000, 4 zu 16.000, 13 zu 15 und zu 10.000 Frank- »e , uud noch andere Dreimalhundert und fünfzig Taufend Gewinue müssen unfehlbar bei diesem Anlehen gewouneu werden. Lose für obige Ziehung giltig sind bei unterfertigtem Etat«« effekten-Großhaudlungshause gegen allsogleich, BrtragSeinseudung zu beziehen. 1 Lo« kostet nur 1 fl., 3 Lose 2 fl., 6 Lose 3 fl. 30 kr.. 12 Lose 6 fl. Prospekte und Ausklärnugen gratis, sowie auch prompte Sinsen« düng der Ziehungslisten uud eventuellen Gewinne io Silber wird zu« K>nn>« I. «>K. «fhtlius, (2—4) Frankfurt am Main. Leipzig, Lommlsfiou»-Vrrlag von Fra»;.Vag»er. Druck von Sigmund Burger in Ezegedi».

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.