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Ben Chananja · 1865-01-11 · 2 (11.1.1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
2 (11.1.1865)
Date
1865-01-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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כ Da« Büchlein ist mit gründlicher Sachkrontniß und vieler Lieb» gear» beitet. Wir wünschen demselben die vritestr Derbreituog, uod daoken dem Herrn Verfasser für dir uu« sehr rhreod« Widmung. 8. Do» de» Bezirk-rabbiner Herr» Jakob Srünwald i» Mohär« erschien »me Synagogen-Gtaweihunglrede (Pest, 3oh. Herz. 1864), welche de» edlen Sinn und da« schöne Talent de« jungen Red« «er« beurkundet. Die Behauptung, daß da« erste na« bekannte Gebet von Jakob stamme (6. 8) ist jedoch übereilt; der Herr Verfasser hat an Abraham« Fürbitt« vergessen! 4. Ruth. Gin episch «lyrische« Gedicht in vier Gesängen von Gm. Bau mg arten (Wien 1865. Verlag von Herzfeld und Dauer.) Der Dersaffer hat diese« hebräische Gedicht in seinem achtzehnten Jahre verfaßt, und darin eine nicht gewöhnliche Gewandtheit iw he» bräischeu Ausdrucke an den Tag. Freunde ver veuhebräischen Literatur werden dasselbe mit Vergnügen lesen. 5. Treffliche einzelne Bemerkungen finden fich io דברי חכמים Mort« und Sacherklärende« zum bab. Traktate Berachoth. von dem Religionslehrer Marku« Herzka in Olwütz (Men. Schloßberg 1864.) Dir Erklärung dt« יסשסש במעשיו S. 2 wird jedoch unbefangene Leser schwerlich befriedigen: eine diätetische Prüfung ist für den Talmud gar zu rationalistisch! Sehr zu bedauern ist e«, daß dem gründlich for» schendku Dersaffer nicht die nöthigen literärischeu Hilfsmittel zu Gebote stehen, weshalb er zuweilen zu sehr gewagten Kombinationen seine Zu» flncht nimmt. So z. B. die Erklärung von welche« von חוו״ und גום hergeleitet wird. Die Erklärung der Worte ונפשי כעפב לכל תהיה S. 5 wird der Herr Verfasser nach reiflicher Uebrrlrzuug gewiß selbst unstatthaft finden. Nicht Hochmuth. sondern Demuth spricht fich in diesen Worten aus. S. Abudrachim, ed. Prag. 32, b. Trotz dieser Ausstellungen muntern wir den Herrn Verfasser auf. i» seinen For» schungen sortzufahren, uod solchergestalt ein solides Talmudstudium zu fördern. Möge ihm dazu die erforderliche Unterstützung zu Thcil werden! 6. In da- Gebiet der semitischen Filologie gehört die Abhand» lung: Esmun. Ein Beitrag zur Mythologie des orientalischen Alter» lhum« vou Dr. Aloi« Müller. (Wien, Gerold. 1864. 8. 26.) E«mun ist der Rame einer fönizischrn Gottheit; die Etymologie diese« Namens ist aber streitig. Der Herr Dersaffer widmet der Widerlegung der bisherigen Aufichten fast dir Hälfte der vorliegenden Abhandlung (1—12), welche jedoch auch manche interessante pofitive Anschauungen bringt, wie die Ableitung der fönizischrn Kabiren von כביר• Seine eigene Meinung über da» dunkle Esmun spricht der Herr Verfasser dahin au«. »Daß daS ן von יי1שמן{ nicht zum Stamme gehört, sondern bloße« Nomioalsuffir ist, der Stamm also nicht auf ישמן sondern auf אשם zurückgeht. Die Form אשם nun bringe ich in Zu» sammeuhang mir dem im Hebräischen auzunehmenden חשם < für dessen Dedeuiung wir in 7חשמ und תשמן genügende AuhaltSpunkte haben- Die Bedeutung de« Namen« Esmun ist daher keine andere, al« der Glänzende, und in übertragener Bedeutung der Heitere, der Holde, der Freundlich» .... Esmun ist also in der ursprünglichen Auffassung die Sonne, sofern ste ganz beiträgt sowoi zum im Ganzen gesunden Bestehen uud guten Gedeihen, al« auch iu den meiktll Fallen zur Ge» uesuog uud Heilung, sofern fie unentbehrlich ist zum Wohl» und Ge« suodseiu im Allgemeinen, aber auch in den meisten Fällen zum Wider» grsundwerden: Esmun ist nicht« Aodrre«. al« die personifizirte Gesund» heil«- und Heilkraft -der Goone. dann der Heilgott überhaupt.- (S. 1V.) Hitrau« soll fich auch das dunkle 2 אשימא Jtfin. 17. 30 erklären. In Betreff de« verhältuiffe« der Krankenbeiluog zur Sonne hätte Malrachi 3, 20 angeführt werden können. Die Hypothese de« Herrn Verfasser« selbst ist sehr «iulruchteud; nur müßte noch erklärt werden, weshalb di» Finizier da« auch ihrer Sprache eigene שמש nicht gebraucht haben. Da« vou Levy in den finizischen Studien 1, 27—32 vorgetragrur hätte jtdeofall« gewürdigt werden solle». ,7. Allen Jugeodlehrern sei angelegentlich empföhle^: Deutsche« Lesebuch für israelitisch, Schulen, HerauSgegebrn vou Dr. L. Adler, kurfürstlich-hessischer Laodrabbiuer. Kassel. Oswald. Vertrau). 1864. & 486. Die Benützung diese«Lesebuch»« al« Schulbuch wüßte natürlich erst vou der Behörde gestattet sein. Wir empfehlen e« Lehrern und Bä» teru wegen seine« reichen und maunigsakligeo Inhalt«..^ E« zerfällt i« drei Abibeilungen: 1. Religion und Gesittung; 2. Geographie und Geschichte; 3. Natur« und Gewerbekuude. Jede Abtheilung bietet «ine große Mannigfaltigkeit sowol hinsichtlich de« Inhalte«, al« der Form. Die Prosa wechselt mit der Poesie, da« Ernste mit dem Heitern. Da« Buch sollte auch dort, wo ,« nicht at« Schulbuch eiageführt ist, in der Schulbibliothek uod bei Prämieovertheiluogen in mehreren Eremplarea vorhanden sein. 8. Nicht nur de« wohlthätigen Zwecke«, sondern mehr noch de« Inhalte« wegen empfehlen wir: Achawa. Jahrbuch für 1865—5625. HerauSgegebrn vom Vereine zur Unterstützung hilfsbedürftiger israeliti» scher, Lehrer.Wtlweu und Waisen in Deutschland. Leipzig, E. L. Fritzsche. Bon bleibend wissenschastlichen Werthe find die Aussätze: Zur Geschichte der Judeu io Heilbronu, von Dr. Mr. Wiener (56—76); zur Ge, schichte der Inden iu Bayern, von Krämer (110—155). Diese Beschicht, sollten die Octhodorea gründlich studiren. Es wird ihnen einen wahren Seelengenuß gewähren, sich über da« bayerische Neologen-Reskript vom 18. Oktober 1838 und dessen Folgen genau zu unterrichten (S. 132 ff.) Seitdem hat fich auch in Bayern Biele« geändert! — Auch da« Homi» letische und Belletristische de« Zahrduche« ist werthvoll und der Mlt« Wirkung de« trefflichen Stein vollkommen würdig. Bemerkungen. Der Aufsatz über die Individualität der jüdischen Schule wird gedruckt, sobald die Fortsetzung in meinen Händen ist.-— Herrn Rab» biuer N—r bitte ich sortzufahren und auch da« Gutachten mitzutheilrn. — Aimanzi-Katalog erhalten. Dessmlticher Dank. Der hiesige Gemrindevdrstaud hat von den Zinsen der Erzherzog Nndolfstistnng und vou dem Ertrage einer eigen« vorgenommenen Kol» lekte vierzig arme Kinder der hiefigen Musterhauptschule theil« mit Fußbekleidung, ,Heils mit Kleidern beschenkt. — Ich erfülle hiermit die ongehme Pflicht, diese edle Handlung zur öffentlichen Kenntniß zu brin» gen und kowol dem lödl. Vorstände, al« auch Herrn Josef Rothmüller, der ebenfalls drei arme Schulkinder mit Stieseln bekleidete, meinen io» L.gfleu Dank auSzuspeechtN. Fünfkircheu, am 3. Jänner 1865. E. N o r g e -/ Schuldirektor. Inserat. Im Selbstverläge de« Verfasser« ist rrlchirnen, in Pest durch dse vsterlamm'sche Buchhandlung zu beziehen: מקראי קדש . it(»!: ::iTr;'! ״ Bibliai olvaamdoyok izrdelita iakoldk 68 csalddok srdlwdra. .. Irta Arvai idzsof köpe&dei igazgatö közremüködöaöve Eosenmeyer Iezdk, ■׳ Israelita minta-fö tanitö 8. A. Ujhelyen. Prri« mit broschürt SSW Nkr., bei direkter Bestellung beim Berfaffer 25 Peer. Rabbat. auch werden auf Verlangen Proberremplare grati« rrpedirt. . (5—0) Gzegedin, »rlbßvrrla, der Ardallltsa. Leipzig, «loowlsstons-vrrla, vo» Franz V,,,rr. Druck von Sigmund Burger in Szrgediu.

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