Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 50 (14.12.1864)
- Date
- 1864-12-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Ste6en{er Jahrgang. M 50. ו Szegeöin, Öen 14. Dezember 1864. Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. Prauumerationspreis: Ganzjährig 7 fl., balbj. 3 fl. 50 kr., viertel!. 2 fl. öst. W. Einzelne Nummern iBtt. Man abonnirt bei allen Postümtern u. Buchhandlungen des In- und Auslandes. 4׳ Wochenktatt für jüdische Theologie. Herausgeber und Redakteur: LlBOPOlil» XÖW, Oberrabbiuer zu Szeged in. Inserate ( , find and. Redaktion in Szegedtv oder an Hrn. /ranz MtzHer in Leipzig zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr. —L Sgr. berechnet. Nrdaktion: 3 Kronen-Gaffe, Polttzer'scheS Haus. Inhalt. Pränumerations-Einladung. — Was war, was ist, und was soll der Rabbiner sein? (Fortsetzung.) Vom Herausgeber. — Höhere Stimmungen. (Schluß.) Bon Leopold Duke». — Chronologische Bemerkungen. Von Dr. Hochstädter.-- Kovvefpondirnz. Ausland. Hannover (Opler. . Schlesinger. Behrens.) Hannover (Talmud-Thora-Verein.) Hamburg (Neue Gesetze.) Kiel (Konfessionelle Gleichberechtigung.) Stade (Jüdische Ehefrauen.) Inland Wien (Jnspektoren-Frage.) Pest (Schulen. Gottesdienst. Adler.) Pester Brieke (Defizit.) Szegedin (Wohlthäligkeit.) Arad (Frauenverein.) Tisenbnrger Komitat (Grzeffe.) — Die Sabbathgesellschaft (Schluß.) — Literärlsche Nachrichten. Kol Hamoed. Besprochen von Jahoda. Sifre Debe Rab. Besprochen von Dr. Duschak. — Bemerkungen. — Inserate. MadMg zm Wimmemtioil auf den des ״Hen WmM." Die Bedingnisse der Pränumeration, welche wir bei Zeiten zu erneuern bitten , bleiben unverändert. Man pränumerirt bei allen Postämtern und bei allen soliden Buch- Handlungen (in Leipzig bei Herrn Franz Wagner.) Ganzjährig mit . . . 7 fl. — kr. ö. W. Halbjährig ״ ״ ״ 50 ״ 3 . . . ״. Vierteljährig ״ » ״ — ״ 2 . . . ״ Die Pränumerationsgelder werden franko eingesendet. Wer bis Ende Jäner bei der Redaktion ganzjährig abonnirt, erhält einen der ersten Jahrgänge des ״B. CH." gratis. Briefe und Paquete wolle man gefälligst adressiren an die Redaktion des ״Gen Charranja" in Szegedin. Wag mar, mag ist, nnö mag soll öec Rabbiner sein? Eine religionsgeschichtliche Studie. Erste Abtheilnng. Anknüpfungspunkte in der kiklischen Zeit. . (Fortsetzung. *) V. Entwicklung der Schriftgelehrsamkeit in der biblischen Periode. Dre.i Wendungen. Zwischen Jeremias, in dessen Zeit die nationale Schriftgelehrsamkeit ihre ersten Blüten getrieben hatte, und Simon dem HaSmonäer, in dessen Zeit sie sich rühmen konnte, dem Andringe» fremder, dem Nationalleben gefährlicher Elemente kräftigen und erfolgreichen Widerstand geleistet zu haben, liegt ungefähr ein halbes Jahrtausend (627—142:3485), in welchem sich drei historische Wendüngen unterscheiden lassen. Die erste Wendung umfaßt, mit I e re Mia s beginnend und mit Esra schließendeinen Zeitraum von 170 Jahren (627—458—169) In diesem Zeitabschnitte wird das geistige Uebergewicht der jüdischen Gemein.den in Persien gegründet und befestigt. Jeremias beschließt die Reihe der großen Profeten im heiligen Lande. Er hält sich in einem Theile seiner Reden nach Inhalt und Form noch aus der Höhe des alten klaffischen Profetenthums. Zugleich legt er aber eine bis dahin unbekannte Sorgfalt für die schriftliche Erhaltung seiner profelischen Vorträge an den Tag; sein Freund Baruch steht ihm als förmlicher Sekretär zur Seite. i Jeremias stand fast isolirt unter den leiblichen nnd geistigen Proletariern, welche die chaldäischen Eroberer im h. Lande zurückgelassen hatten. Die Elite der Nation war im Eril, und der jüdische Geist entfaltete daselbst mächtig seine Schwingen. Die biblischen Schriften, die ans der Zeit des Erils stammen, geben davon Kunde. Der Profetismns in seiner antiken Höhe und Reinheit wird von dem zweiten Jesajas vertreten. Erzengniß der erilischen Lyrik ist minbestens das babylonische Hallel > oder der 106. und 107. Psalm; es sind aber noch andere Psalmen auf die Zeit des Erils zurückgeführt worden.') An der Spitze der Schriftgelehrten im Erile steht Ezechiel. ״Ezechiel", sagt de Wette, ״ist ein gelehrter Profet, reich an Weltkenntniß, des Gesetzes und des Heiligthums kundig." (Einl. 8223 ׳.) In Wahrheit ist er nicht so sehr der Gelehrte unter den Profeten, als der Profet unter den Gelehrten. Er ist ein Vor- ') Krochmal, More 100 ff. Hitzig, Psalmen 89 ff. S. ASeu «sra zu Pf. 51. 80. ') S. Nr. 23. 25. 28. 36. 42.