Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 49 (7.12.1864)
- Date
- 1864-12-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1001 1002 solche mit dem Zuge Saul« gegen die Amalekim in Zusammenhang. Saul wurde bekanntlich, weil er Agag am Leben ließ, von Samuel verworfen, König zu bleiben. Die Kriegsleute, die mit Saul in den Kampf zogen und die wahrscheinlich Simeoniten waren, weil dieser Stamm durch seine südliche Lage wol zunächst zur Betheiligung aufgeboten worden, wurden mit Verbannung bestraft. Für diese Kombination konnte D. nicht einmal einen halben Beweis beibringen, der solcher geschichtlicher Voraussetzung genüge. Die Leseart fugantas von Aquila und Symachus in dem Orakel Duma (Jes. 21. 11), welche der Verfaffec auf eine höchst geistreiche Weise für seine Ansicht verwendet, ist sicherlich, wie viele ähnliche Stellen bei den Targumisten, nur ein erklärender Zusatz und keine veränderte Leseart; noch weit weniger Vertrauen verdient die verwirrte arabische Erzählung von dem israelitischeu Heer, das nach Higaz zurückverwiesen worden sei. So viel geht nur mit vieler Wahrscheinlichkeit aus der Erzählung des Chronisten hervor, daß sich mit dem Stamme S. etwas zugetragen haben muß, das der Chronist verschweigt und gerade weil er in der abrupten Erzählung es dreimal betont, daß der Stamm S. nur Weideplätze gesucht habe, ist seine Absicht nicht zu verkennen, die wahre Ursache der Auswanderung zu verbergen. Sei solche nun, welche sie wolle, so ist die Thatsache selbst, die Auswanderung, nicht zu verwischen, nnd ist nur der Ort ihrer neuen Niederlassung zu bestimmen. Hier gibt die Leseart המעינים die Minäer dem Verfasser einen sichern Anhaltspunkt, da diese nach der geographischen Ermittlung bei Strabo. PliniuS und A. ei» Volk waren, das in der Nähe von Medina wohnte; diese schlugen die Simeoniten, sagt der Chronist, und machten sie zu Cherem bis auf den heutigen Tag. Da nun in ganz Arabien kein anderer Ort den Namen Cherem oder Charam trägt, als das heilige mekkanische Gebiet, so sind die Simeoniten die neuen Ansiedler daselbst, die Gründer und Erbauer des heiligen Tempels. Mit Hilfe einleuchtender Gmendationen erklärt nun der Versasier den Ortsnamen מבוא גדר und noch einige andere, die alle an simeonitischen BaakultuS erinnern. Das mekkanische Fest selbst ist eine Erinnerungsfeier an die Eroberung Kanaans, alle Namen und AuSrnsungen bei demselben sind hebräisch und selbst der Name Mekka, der früher mit einem Adjektiv (Raba) verbunden war, ist das hebräische מכה רברו. Wir müssen bekennen, daß das wenige Gewicht, das der Verfaffer auf die Angaben des Pentateuchs legt, der bei ihm an Glaub- Würdigkeit dem Buche Josua nachsteht, den jüdischen Leser oft verletzen muß und nicht mit Unrecht dürfte man hie und da rufen לא תהו תורה שלימה שלנו כשיחה בטילה שלהם; aber die ernste Wissenschastlichkeit und die ehrliche Kritik des Verfassers lassen sicherlich selbst in dem gläubigsten Gemüthe keine Bitterkeit zurück und werden im Gegentheil dazu beitragen, der biblischen Kritik immer mehr Leben zu verschaffen. Für die unglückliche Familie des verstorbenen Lehrers Fischer in KapoSvär spendeten: Herr Direktor S- Kohn in Pest .4 fl. 80 kr. H. B. in Szegedin ...... . . . . . 1 ., 80 ״ ״ Dr. M. Zipser in Rechnitz .2 ״ — ״ Sammläng des Herrn A. Rechnitz*) in Neutra . . . . 16 ״ — ״ Sammlung des Herrn M. Berndorfer*) in Alba . . . 22 ״ — ״ Sammlung des Herrn Dr. H. Fischer in Hatzeg . . . 3 ״ 40 ״ Zusammen . 50 fl. —kr. Bemerkungen. Heren L. D. in London. Herzlichen Dank. Der Schluß der ״Hö- Heren Stimmungen" erscheint in der nächste» Nummer. Der andere Artikel wird die ersten Nummern des kommenden Jahrganges zieren. Die Korrespondenzen aus dem Tisenburger Komitate und andere Korrespondenzen mußten für die nächste Nummer zurückgelegt werden. *) Wegen Mangel an Raum können die einzelnen Spender nicht genannt werden. _ Inserate. Bei I. «nöpflmacher und Söhne, Buchhändler in Wien, Seitenstättengaffe Nr. 4 (Tempelgebäude) ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: שילחו עריו־ •ורה דעה ע״פ אלף! בית Jore Dea-Lexikon des Rabbi Israel Samuel Rose nebst dem Kommentar Chuke Daas von Rabbi Moses Jekusiel Ha kohen, herausgegeben mit vielen Erläuterungen und Zusätzen von Dr. M. Friedländer, Rabbiner in Jäger udorf. Preis 1 fl. 80 kr.-1 R. (2~3) Im Verlage von M. E Löwy's Sohn Buchhandlung, Königsgaffe Nr. 2 in Pest ist soeben erschienen: שער השמים הוא סדר תפלות מכל השנה Die Himmelspforte. Tägliche Gebete der Israeliten für das ganze Jahr mit einer gediegenen deutschen Nebersetzung von Dr. Max Letteris. Nebst einem Anhänge von der Bedeutung der Feste und dem gotteSdienstlichen Gebrauch nnd Herkommen. Preis nett gebunden I fl. österr Währung. Auch sind daselbst feine Bände in Seide und Sammt, wie auch mit echtem Silber beschlagen, stets vorräthig.(2—3) Allerneueste große Heldnerlosung L Millionen 651,85V Mark, ) Ln welcher nur Gewinne gezogen werden, jj GrrrrmLLrt von der MrmiMSierung. ו Ein ganzes Original-Staats-LoS koste! 7 fl. österr. Pap. Guld.^ ) Ein halbes 3 ״ ״ ״'/, fl. ״ ״ ) Zwei Viertel- 3 ״ ״ ״'/, fl- ,, ״ , Vier Achtel- ., ., ., 3'/, fl- ״ Unter 17.500 Gewinnen befinden sich Haupttreffer von 0 l Mark 250.000, 150.000, 100.000, 50.000, 2mal 25.000, 2mal jj 20.000, Lmal 15.000, 2mal 12.000, 2mal 10 000, Imal 2500, fj ) 5mol 5000, 7mal 3750, 85mal 2500. 5mal 1250, 105malß! 1000, 5mal 750, 130mal 500, 245mal 250, 10.900mal 117 1c. | J Beginn der Ziehung den 15. December d. J. [ ) Unter meiner in weitester Ferne bekannten und all-ß gemein beliebten Geschäfts-Devise > ״Cottes Segen bei Colin!“! habe ich bereits 16mal das große Los ausbezahlt. > Auswärtige Aufträge mit Rimessen in allen Sorten Papieri! geld oder Freimarken führe ich selbst nach den entferntesten Ge-! j gcnden prompt »nd verschwiegen aus und sende amtliche Ziej hungsliste» und Gcwinngelder sofort nach der Entscheidung zu. JLaz. Sams. Cohn, Sangnicr in Hamburg. | Szegedin, Selbstverlag -er Rrdakttou. Leipzig, Lommisfious-Verlag von Frans Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.