Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 40 (5.10.1864)
- Date
- 1864-10-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Sie6entet 3a(jtgang. M 40. Sjegebin, dm 5. Moder IM. Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. Praunmeratkonspreis: Ganzjährig 7 fl., lialbj. 3 fl. 50 kr., Viertels. 2 fl. öst. W. SinzelneSrummern iS kr. Man abonnirt bei allen Postämtern u. Buchhandlungen des Zn- und Auslandes. m Hlmmch». Wochenblatt für Mische Theologie. Herausgeber und Redakteur: JE «» Ä® «»JL. HÄ Lö w, Oberrabbiner, zu Szegedin. Inserate find and. Redaktion in Szegedin oder an Hrn. Jnin,; Miguer in Ccfpiiy j« senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr.---2 Sgr. berechnet. Nedalrtion: 3 Kronen-Gaffe, Politzer'fches Inhalt r Geschichte der Rcchnitzer Gemeinde (Forts..) Bon Oberrabb. Dr. Zipser— Höhere Stimmungen. Von Leopold Dukes. — Beweise für die Einheit Gottes in den jüdisch-arabischen Schulen. Von Rabbiner Dr. Schmiedl. — Korrespondenz. Inland. Wien (Jellineks Predigten.) Ofen (Deffauer.) Waitzen (Ullmann.) Fünfkircheu (Einweihung der Synagoge in Mohärs.) Makü (Fischers Installation.) S. A. Ujhely (Schulangelegenheit.) Ujfejärtü (Reb Eisegl.) Nagy-Kallü (Gemeinsinn.) S. A. Ujhely (Lehrergehaltserhöhung. SaroS-Patak (Jüdische Zeitungs-Mitarbeiter). — Die Szegedincc israelitische Hauptschule. Von Prof. Leo ZeiteleS. — Anfrage an Herrn Wertheimer. — Inserat. Die Herren Abonnenten, die mit dem Prnnnmerationsbetrage noch rückständig stnd, werden ersucht, denselben sobald als thunlich einsenden zu wollen. Die 8chNsale und " " ' der ismeMchm Zeinemde zu Zlechnitz. Ein Beitrag zur Geschichte der ungarischen Israeliten im 17. und 18. Jahrhundert. Von Dr. M. Zipser, Obcrrabbiner. (Fortsetzung. **) Aus all dem ist ersichtlich, daß trotz der inuern Zerwürfuisse zwischen Gemeinde und Rabbiner die Gemeinde- Herrschaft und obere Behörde den Rabbiner stets bei seiner Achtung und Autorität erhielten und ihm den gebührenden Einfluß auf alle Gemeindeverhältnisse bewahrten. Noch kurze Zeit vor seinem Sterben (März 1767) wurde SAßow ein solcher Beweis des Zutrauens von Seite der Grundherrschäst zu Theil. Ein Mitglied der ansehnlichen Familie Auspitz , Namens Samuel Löb, konnte oder wollte seine Gemeindesteüern nicht leisten / und es wurden durch den Vorstand seine Synagogensitze mit Beschlag belegt, d. h. vernagelt. Derselbe wendete jedoch Gewalt an, und suchte sie während des Gottesdienstes zu erbrechen; die Gemeinde reichte hierauf folgende Beschwerde gegen den Störer ein: .״An ein hochfürstliches Amt. Endesgefertigte Judengemeinde ist bemüßigt, ihrer Ehre und Reputation halber gegen den unruhigen Samuel Löb Auspitz kläglich aufzutreten. Nachdem in aller Welt alle Kirchen und Synagogen die Freiheit besitzen, daß keine Herrschaft irgend eine Gewaltthätigkeit daran anlegt, welches auch von Seite unserer gnädigen Herrschaft niemals geschehen ist, viel weniger, daß solches von einem Privaten erduldet *) S. Nr. 17. 20. 21. 23. 26. 27. 29. 30. 38. 39. werden kann; es hat aber besagter Störer Samuel Löb die Vermessenheit begangen , nachdem von einem hochlöblichen Herrensitze von der Auspitz'schen Masse die Sessel in der hiesigen Synagoge an die Judengemeinde für 73 fl. Schulden affignirt und statt Zahlung hingegeben wurden, welche Sessel die Judengemeinde wie gewöhnlich verschlagen ließ, um nachgehends dieselben an den Meistbietenden zu verkaufen, hat besagter Samuel Löb die Frechheit begangen, die verschlagenen Sessel ohne Bewilligung der Gemeinde in pleno einer zahlreichen Versammlung und des Rabbiners während des Gebetes aufzuschlagen, welche unerlaubte und unerhörte That eine starke Affront für die ganze Gemeinde ist." Die Erwiderung des Gerichtes lautet: ״In Betreff der im Tempel verübten Gewaltthat sollen laut Gebrauch beide Parteien vor dem Rabbinen und seinen Juristen erscheinen; dieselben haben die Sache aufzunehmen, zu untersuchen und einen Bescheid zu erlassen, die Untersuchung und Dezision ist schriftlich aufzusetzen; wenn jedoch die Parteien sich nicht damit zufriedenstellen, soll die Angelegenheit vor das Gericht gebracht werden." Wir haben noch zwei der wichtigsten Punkte aus Staßow's Leben zu erörtern, nämlich den Grad seiner Gelehrsamkeit, wie auch die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Anklagen, die man gegen ihn erhoben. Staßow, aus der Eybenschützer Schule hervorgegangen, war, wie die meisten Jünger dieses Talmud-Heroen, ein scharfsinniger und bewanderter Talmudist und zugleich ein großer Kenner der jüdischeu Geheimlehre (Kabbala). Laut Inschrift seines Grabsteines blieb von ihm ein Werk unter dem Titel עולת ראיה zurück, wahrscheinlich dasselbe, das als Manuskript und aus 716 Folioseiten bestehend, in den Händen des Redakteurs dieser Blätter sich befindet. Wie wir aus dem Inhalte dieser Handschrift^esi der Redakteur dieser Blätter im 1. Jahrgange S. IZK^^DLe, ersehen, war Staßow ein nicht geringerer KeM^WWUM D61C