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Ben Chananja · 1864-11-23 · 47 (23.11.1864) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
47 (23.11.1864)
Date
1864-11-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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M 47 Sießeiitet Jahrgang. 8zegM, hm 23. JToocmßer 1861 Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. Pranvmerationsprets: Ganzjährig 7 fl., balbj. 3 fl. 80 kr., vierteil. 2 fl. öst. W. Sinzeln« otummern f5 ft. Man abonnirt bei allen Postämtern u. Buchhandlungen de- Zn-und Auslandes. wochenbkatt für jüdische Theologie. Inserate find an d. Redaktion in Szegedin oder an Hrn. /ranz Hagner in Leipzig zu senden. Die Lfpaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr. --- 2 Sgr. berechnet. Herausgeber und Redakteur: , yedaktis«: * JLiÖW, 3 Kronen-Gaffe^Politzer'sche» Oberrabbiner zu Szegedin. Inhalt: Albert Cohn'S Autobiographie. — Reiseberichte. Paris. Von Bargella. — — Korrerfpondenz. Inland. Wien (Zn PinSkerS Tod.) Wien (Zwei Predigten ) Pest (Llsxzwr IrirsslitL.) Pest Normalhaaptschule.) Arad (Gemeindepräses Ignaz Deutsch.) Aus dem Neutrathale (Die Anti-Semiuar-Petition.) Obernngarn (Rabbinerkonferenz.) KapoSvär (Spenden.) Miskolcz (Rabb. Aänb. Kvhn^) — Literarische Anzeigen. Lebrecht'a Lese. Angezeigt von Dr. Wiener. — Bemerkungen über Duschak'S Eherecht von Hermann Düschäk. Berichtigung. — Inserate. Inhalt der Beilage. Antifeminar-Petitionen. Dritte und vierte Grupps. — Geschichte von?Rechnitz. Von Dr. Zipser. Alkert (Co5n’s ilttto6 iographie. In Briefen an seinen Sohn. (Fortsetzung.*);:■:׳;!! Indem ich täglich in der kais. Bibliothek, dieser Sammlüng von Bücherschätzen, arbeitete, hatte ich einen Mann von etwa fünfzig Jahren an meiner Seite, welcher die Mühe bemerkte, die ich mir gab, das Arabische und Syrische zu erlernen, da ich keinen Lehrer hatte, und nur auf Bücher und' Lerika angewiesen war. Da er lebhaftes Interesse an mir nahm, lud er mich ein, ihn zu besuchen, und zeigte mir, wie man schneller lernen und größere Fortschritte machen könnte. Dieser brave und würdige Mann war Wenrich, Professor an der protestantisch-theologischen Lehranstalt , ׳ ein ausgezeichneter Orientalist , dessen Arbeiten über die Geschichte deS Korans, über' die Geschichte der Araber in Siziliev, über die arabischen Uebersetzüngen der griechischen Filososen nach einander von der Akademie der Inschriften und von der Akademie' von Frankreich Preise erhalten hatten. An dem Prot. Institute lehrte er die Archäologie und die heil. Geographie; er fand aber seine Schüler im Hebräischen und in der biblischen Eregese sehr unwissend. Der Titular-Professor, ein Greis von etwa achzig Jahren auS Siebenbürgen, konnte kaum hebräisch lesen. Wenrich forderte mich auf, an der protestantisch-theologischen Lehranstalt Gratisvorlesungen, über die hebräische Sprache und die biblische Eregese zu halten. Er verbürgte, die Bewilligung dazu von dem protestantischen Konsistorium zu erhalten,, da ich keine Vergütung verlangen, »und der Titular-Professor sich glücklich fühlen, würde, seiner Funktionen überhoben zu sein , sobald er nur das mit dem Lehrstuhle verbundene Einkommen bezöge.;!Welch ein. Glück für mich! :Kaum, zwanzig Jahre alt, würde!!ich außerordentlicher Professor und. blieb eS vom No¬ *) S. die vorige Nummer. vember 1834 bis Mai 1836, und alle protestantischen Professoren, welche während dieser Zeit ans der Anstalt hervorgingen, und die jetzt in der ganzen österreichischen Monarchie zerstreut sind , waren meine Schüler. Ich habe mir zarte freundschaftliche Verhältnisse unter diesen Pastoren bewahrt, die mir ihre Erkenntlichkeit durch eine wahrhaft tolerante Gesinnung gegen meine Glaubensgenossen bezeugtem In dem Hause und unter der Leitung des trefflichen Wenrich habe ich arabisch/ persisch und Sanskrit studirt. Dieser Orientalist empfahl Mich auf die wärmste Weise dem Baron Hammer, Verfasser der Geschichte des ottomanischen Reiches, Mitglied der französischen Akademie und Hofrath im Ministerium der auswärtigen^ Angelegenheiten. Da dieser eine getaufte Jüdin geheiratet hatte, und auch sonst ein freisinniger Mann war, begünstigte er die Juden auf vielfache Weise. Seine ganze Bibliothek stand zu meiner Verfügung. Stellen, die! für mich zu schwierig waren, erklärte er 'mir,! und war!erfreut von, ven Fortschritten, die ich machte. Eines! Tages erläuterte er mir einige Stellen im Zamach-Schari, eines Kommentars des Koran,: den ich in der Ausgabe von Marassi gefunden hatte. Bei dieser Gelegenheit sagte er mir: /,Das ist. nichts. Sie dürfen nicht in Wien vegetiren. .!Gehen Sie. nach Paris...- Dort: finden Sie in der Schule der orientalischen Sprachen einen speziellen Unterricht, den mein trefflicher Freund, der alte Sylvestre de Sacy,: eingerichtet hat. Ihm, sowie! dem Konservator- Adjunkten an der Bibliothek, Hrn, Reinaud, werde ich Sie. empfehlen. Dortkönnen.Sie amKollegede France das Persische-bei Hrn. Sylvestre de SacyMdiren. Dort haben Sie Hrn. Buruouf für das!Sanskrit und: Herrn Quatremäre. Gehen Sie also. Ich!gebe Ihnen Briefe an alle! diese Herren mit. Ich werde ,mit dem Fürsten Metternich sprechen, daß er sie unse.rm Gesandten, demGrafe»/ Appvnyi, empfthle , cherlüberdies,:nuS .Preßburg ist j auch will ich mit dem Herrn Rothschild fprechen, daß er sie mit den Reisekosten ׳-versorge^EM^lhne»

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