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Ben Chananja · 1864-10-12 · 41 (12.10.1864) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
41 (12.10.1864)
Date
1864-10-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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SieBenter Jahrgang. M 41 Sjegeötu, Heil 12. MtoGer 1864. Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. Pranumrrattonspreis: Ganzjährig 7 fl., balbj.3 fl. 50 kr., viertel!. 2 fl. öst. W. Einzelne Nummern «Skr. Man abonnirt bei allen Postämtern u. Buchhandlungen des Znnnd Auslandes. m HlMMjrr. Wochenblatt für jüdische Theologie. Herausgeber und Redakteur: M^ Mn « M» o M^M» M^ «» w ״ Oberrabbiner zu Szegedin. Inserate find an d. Redaktion in Szegedin oder an Hrn. /ranz Wagner in Leipzig zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr.---2 Sgr. berechnet. Redaktion: 3 Kronen-Gaffe, Politzer'scheS Haus. Inhalt: Jakob Kern. Nekrolog. Vom Herausgeber. — Statistik der Juden im Jahre 1754. Von Dr. G. Wolf. — Beweise für die Einheit Gottes in den jüdisch-arabischen Schulen. Bon Rabbiner Dr. Schmiedl. — Korrespondenz. Ausland. New-Uork (Statuten der Loge.) Inland. Pest (Glockcnspenden.) Pest (Dr. Hauser.) Pest (Nascher Vater nnd Sohn in Baja.) KapoSvär (Einweihung der Synagoge. Rabbiner Kutna.) Erlau (Rabbiner Weiß.) Miskolcz (Orthodoxer Schrecken.) Lipuik-Biala (Lehrer Freund.) Aus der Karpathengegend (Orthodore Contra-Orthodore. Preßburger Wirthschaft.) Böhmisch Leipa (Synagogen-Einweihung.) — Berichtigung. — Bemerkungen — Inserat. UW- Die Herren Abonnenten, die mit dem Prä'numerntionsbetrage noch rückständig stnd, werden ersucht, denselben sobald als thunlich einsenden zu wollen. Ziakob 3ten, geboren 1803; gestorben 4. Oktober 1864. DaS ״PestiNaplü", das ״Hon" und der ״Pester Lloyd" zollen dem Vollendeten den Tribut der Anerkennung, deren er sich schon bei seinem Leben in den weitesten Kreisen erfreut, und worauf ihm seine vielseitige gemeinnützige Thätigkeit so gerechten Anspruch verschafft hat. ״Institute, sagt der ״P.L.", wie die Handelsakademie, die Pester und Ofner Sparkasse, die Kommerzialbank u. a. m. zählten Kern zu ihren Gründern oder Leitern und an jedem machte, er sich durch Rath und That sowol bei der Einführung, bei der Anlage der Bücher und des Rechnungswesens, wie auch in der Führung nnd Fortentwicklung derselben, an jedem durch.sein gleich versöhnendes wie versöhnliches Element, in seltener Weise verdient. Welchen Anthell Kern an der Gründüng und dem Bestehen des in ihrer Tragweite für die hiesigen Verhältnisse noch nicht genug bemessenen ״Lloydgesellschakt", der Kornhalle und der jüngst ins Leben getretenen Börse gehabt, ist allbekannt. Vermöge des Verhältnisseö dieser Blätter zu der erstgenannten Gesellschaft geziemt es uns am allerwenigsten, bei dieser Thätigkeit des Verblichenen und seinen hierdurch erworbenen Verdiensten länger zu verweilen. Aber auch dem Fernstehenden ist es ja klar genug, wie diese Schöpfungen schon bis zur Stunde sich als mächtige Hebel zur Emporbringnng unserer Stadt bewährt haben, welch unberechenbaren Keim künftigen Gedei- Heus ihnen innewohnt, und daß ihr Gründer, Jakob Kern, schon dadurch seinen Namen unvergänglich an das Wachsthum und Emporblühen unserer Hauptstadt geknüpft hat. Es ist aber seit dreißig Jahren auch fast kein anderes industrielles oder humanitäres Institut in unserer Mitte entstanden, dem Kern fern geblieben wäre, dem er nicht materiellen Beitrag oder rüstige und eifrige Mitwirkung entgegengebracht hätte. Denn Kern kannte keinen Posten als bloßen Ehrenposten, er brachte stets den ganzen Menschen' mit, setzte seine volle Manueskraft und sein warmes Hrez ein.". Das ״Pesti Naplü" hebt hervor, daß Kern, wiewol nicht in Ungarn geboren, mit Herz und Seele ein Ungar war, sich die ungarische Sprache aneignete, seine Kinder in der Liebe zum Ungarthume erzog, und zu den Gründern des ungarischen israelitischen Vereines gehörte. Seine Theilnähme für die herauszugebende Bibelülersetzung war ebenso lebhaft, als aufrichtig. In Bezug auf das Verhältniß Kerns zu der Pester jüdischen Gemeinde sagt der ״Lloyd": ״Unersetzlich wird der Verlust dieses seltenen Mannes insbesondere seiner Glaubensgenossenschaft, der israelitischen Kultusgemeinde, sein. Voll warmen religiösen GemütheS nahm er Theil an jedem Wehe und jeder Freude seiner Brüder, und bei jedem Fortschritt, der in tiefer Gemeinde seit dreißig Jahren geschehen, bei jeder Schöpfung für Hebung des Kultus, des Unterrichtes und des WohlthätigkeitswesenS ward der Name Jakob Kern in vorderster Reihe genannt. Die Einführung des verbesserten Kultus fand in ihm einen der eifrigsten Förderer; zur Blüthe der NormalhauptschulL in den Jahren 1833 bis 1848 trug er als damaliges Mitglied der Schulkommisston in hohem Grade bei; in der zwar kurzen , aber für die Kulturgeschichte des Judenthums hochbedeutsamen Verwaltungsepoche vom 1. September 18ßl

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