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Ben Chananja · 1864-09-21 · 38 (21.9.1864) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
38 (21.9.1864)
Date
1864-09-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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M 38. Sjegeötn, Öen 21. Septeinfict 1861 Sießenter Iahrglmg. Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. prSnumerationspreis: Ganzjährig 7 fl., halbj. 3 fl. 50 kr., viertel!. 2 fl. öst. W. Einzelne Nummern iS kr. Man abonnirt bei allen Postämtern u. Buchhandlungen des Znnnd Auslandes. M ÄklMMM. Mochenktatt für jüdische Theologie. Inserate find and. Redaktion in Szegedin oder an Hrn. /riinz Mgller in tzeipjig zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr.--2 Sgr. berechnet. Herausgeber und Redakteur: JE a» *יי «B »» ]LOW Oberrabbiner zu Szegedin. Nedaktion: 3 Kronen-Gaffe, Politzer'scheö Inhalt r Geschichte dee Rcchnitzer Gemeinde (Fortsetzung. R. Schabati Ahron. Suprematie der Rechnitzer Gemeinde-Familien. R. Zehnda Lob. Staßow.) Bon Oberrabbiner Dr. Zipser. — Beweise für die Einheit Gottes in den jüdisch-arabischen Schulen. Bon Rabbiner Dc. Schmiedl. — Zur Vereinbarung des 9. und 12. Glaubensartikels. Bon Rabbiner Dr. Hübsch. — Korrespondenz. Ausland. Paris. Judenverfolgungen in Serbien.) Inland. Wien. (Mosenthals Deborah,) Nagy.Aällü (Die Schule gerettet!). Arad (Einweihung der Orgel). Bisenz (Schädlichkeit des Dualism. Neligionsprüfung.) SzarvaS (Jüdische Studenten. Volksschule.) Mohücs Einweihung der Synagoge.) S. A. Ujhely (Besserung der Lehrergehalte,) Brünn (Interpellation au das Rabbinat und. an den Vorstand.) Reichenau (Replik von Lengöfelder.) Wolle (Einweihuug der Schule.) Körmend (Gemeindezustände.) — Bemerkungen. — Erklärung von Rabbiner Duschak. — Erklärung von Ignaz Reich. — Inserate. Die Schicksale nnö Leslrebangen öet israelitischen * za«Hedjnilj. Ein Beitrag zur Geschichte der ungarischeu Israeliten im 17. und 18. Jahrhundert. Von Dr. M. Zipser, Oberrabbiner. (Fortsetzung. *) Nach dieser Erkursion über das Damals und Jetzt kehren wir zu unserer Geschichte zurück. 3?. Schabati Ahron verwaltete sein Amt bis 1747—תקו. Er stand beim Leben in großer Achtung und die Verehrung der Gemeinde folgte ihm noch im Tode nach. Lange erhielt sich die Sage im Volke, daß das Haus, worin derselbe gewohnt, durch seinen Segen vor Feuergefahr sicher sei. Er verließ das Zeitliche im Monat Kislev. Die Grabschrift lautet: ר״נ לילמש״ק ׳ ר״ה כסליו תקז• פ״ט הרב ה״ה החסיד מה׳N ונקבר ביום שבחי אהרן אב״ר ור״מ דק״ק רעכניטץ בן הרב ה״ה החסיד מהד יצחק מפרוסטיץ. Nach seinem Tode erhielt seine Frau laut Beschluß der Gemeinde eine jährliche Pension. Noch liegen die Quittungen von einigen Jahrgängen uns vor, die sie in hebräischer Sprache ausgestellt: חתימת ידי דלמטה נאמן עלי כמאה עדים שקבלת' מאלופי קהל יצו סך שמשה עשר זהובי׳ על קווארטאל שלי לראיה באתי על החתום יום ג׳ .... רעכל בת מהו׳ שמואל זצ״ל Sie überlebte ihren Gatten zehn Jahre; ans ihrem Grabsteine heißt es: הרבנות רעכל בת מהו׳ שמואל שצקי מעזריטש Um dieselbe Zeit starb hier auch eine Tochter des mährischen Landrabbiners, Verfassers des Zemach Zedek. Auf ihrem Grabsteine heißt cs: פ״ט ר^שה החשובה מ׳ נוחה בתו של הרב ר׳ מנחם מענדל אב״ד רק״ק נ״ש. Wir kommen nun zu einer Zeitepoche, in der die hiesige Gemeinde durch die innerett und äußeren allgemeinen Verhältnisse in den Vordergrund der ungarischen Gemeinde¬ *) S. Nr. 17. 20. 21. 23. 26. 27. 29. 30. angelegenheiten gestellt worden ist. Nach Preßburg war eS Rechnitz, das ein halbes Jahrhundert hindurch (740—790) die wichtigste Rolle unter den Schwestergemeinden spielte. Zwei Momente, das religiöse und politische, waren es, die der hiesigen Gemeinde diese Bedeutung verliehen. Nach der Eroberung Ofens durch die Kaiserlichen und der gänzlichen Auflösung der dortigen jüdischen Gemeinde, die sich bis dahin der ausehnlichsten rabbinischen Autoritäten zu erfreuen hatte, wurde die religiöse Leitung der ungarischen Israeliten, welche sich stets in einem ansehnlichen Rabbinate konzentrirte, nach der unweit von hier gelegenen Gemeinde zu Eisenstadt, in Folge ihres sehr gelehrten Rabbiners R. Meir, verlegt. Eisenstadt war schon zur Zeit des R. Meir Padua und des R. Moses Jsserls eine der angesehensten Gemeinden Ungarns und hat auf dem Gebiete der jüdischen Literatur viele Zelebritäten aufzuweisen; wie z. B. Abigdor Sofer (gest. 1591), Vorgänger Heidenheims in der Uebersetzung aller jüdische» Gebetstücke; Moses Eisenstadt, Uebersetzer des Sittenspiegels Eben Bochan von Kalonymos. Besonders aber stieg das Ansehen dieser Gemeinde zu Anfang des 18. Jahrhunderts, einerseits durch das Ansehen ihres berühmten Rabbiners R. Meir, der von Proßnitz dahin übersiedelte,, anderseits durch die Protektion, die ihr N. Samson Wertheim aus Wien angedeihen ließ. (ובפרט ש^הנו יורעין שבאותו זמן היה הופך המפזרסם מהו' שמשון שהיה ידו תקופה ע״י pisri עלינו יד המלכות ■מהרם א״ש ה״ב ,לג) R. Meir Eisenstadt war jedoch ihre letzte talmudische Größe. Nach seinem Ableben verlor diese Gemeinde jede rabbinische Suprematie, die. wenigstens für die diesseitigen jüdischen Gemeinden auf Rechnitz überging, wo von nun an größere rabbinische Autoritäten als in Eisenstadt angestellt wurden. Zu diesem religiösen Momente gesellte sich noch ein politisches, das die Augen der ungarischen Gemeinden hierher richtete. Nach dem Ableben der Gräfin Eleonora (1741kamen ihre beiden Söhne Karl und Ludwig zur Negierung; ^^8D

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