Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1864-08-24 · 34 (24.8.1864) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
34 (24.8.1864)
Date
1864-08-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2542917-2543121-2543156--3836-2547749
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

705 706 Neberblkibsel alter Forme», wie ינתן für אנו ,(159) יחן für ,(458) אנהני החסלשתי, das nach Pinskers wolbegrüttdetec Annahme die 2. P. w. ist, für 163) ד,ח0לשי), unter die Klaffe der falschen Schreibeweise gestellt. Die Mafforeten wagten aber nicht, das Fehlerhafte deö Textes zu korrigireu und begnügten sich, die tradirte Leseweise aiizilgebe». So unkritisch dies n»S auch scheinen mag, so hat man doch zu bedenken, daß die Mafforeten schon im talmuvischen Zeitalter ihre Arbeiten begönnen, zn einer Zeit, wo man sicherlich noch Bibelhanvschriften besaß, deren Alter der Abfassuugszeil nahe stand und man naher mit Recht die heilige Scheu achten muß, die sie vor Tertverbeffernngen hatten. Andererseits hat inan auch zu beachten. wie jeder Israelit die heilige Schrift besser time hatte, a!s die Griechen ihren Homer und die tradirte Leseweise bei Varianten sich so besser erhalten mochte, als durch einen verbesserten Text, der noch dazu nicht die Verbreitung finden konnte, wie unsere Druckwerke. Die allgemeine Blbelkenntniß halte da« gegen den Nachtheil, daß man, wenn auch nicht die ganze heil. Schrift, aber denn doch tyeilweise sie a»S dem Gedächtniß uiederschrii b, was im Midrasch (53• N. S. 32) auch von N. Meir erzählt wird. Die Massoretcn bemühten sich daher Verzeichnisse anznfertigen von selten vorkommende» Wörter» in ihren Verbittdlingen mit Partikeln, Binde- Wörtern, Präfixen und Snff׳rcn 1c. 1c. und von gleichen Wortsormen die verschiedene Bedeutung haben, je nachdem sie mit ,-)oder fl geschrieben werden 1c. 1c. Die Rubriken dieser Art, welche den größten Tbeil der mafforetischen Angaben enthalten und in ihrer Verbindung, Punktiruug 1c. gar nichts unregelmäßiges aüfweisen, können nur den Zweck gehabt haben, beim Abschreibcn des BibelterteS vor Irrungen zu wahren. Zu dieser Klaffe gehört auch das Verzeichniß der großen, kleinen und hängenden Buchstaben, des umgekehrten Nun — dem Talrund schon bekannt — und des zusammenhängenden ק. Endlich finden wir noch eine Klasse von Verzeichnissen, die wir geradezu mafforeiische Spielereien uenuen muffen, wie z. B. das Verzeichniß von solchen Wörtern, in denen zwei Buchstaben sich in alphabechischer Ordnung folgen und ein anderes, iu denen der erste und letzte Buchstabe nach der Reihe von Atbasch stcht; ferner von solchen Wörkern, die aus 2, 3, 11 und aus 3 aufeinander folgenden gleichen Buchstaben bestehen, sowie von Wörtern, denen וכני voraugcht, ober איש »achsolgt und noch Vieles dieser Art. Solche Verzeichnisse wurden wahrscheinlich von spälern Mafforeten ausgestellt, die keinen bessern mafforetischen Stoff mehr zu bearbeiten fanden. In der That fehlt uns aber trotz der Fülle unnützer Angaben noch ein wichtiges Verzeichnis das schon Levita vermißt hat, nämlich der »ach den Büchern der h. Schrift ringetheilten und aufgestcllteu Keri und Kcthib. Levita sagt, er habe sie mehrmal gezählt und deren 8-18 gefunden, die sich so vertheileu: der Pentateuch 65, die Profeten 454 iliid die Hagiograpyeu 329- Der Pentateuch als das älteste aber am treuesten bewahrte Buch hat dermal fast gar keine Varianten; denn die 65, welche Levita gezählt, beschränken sich größtcutenkheils auf die abgcänderten alten Formen von נער und הלא. das bekanntlich ursprünglich gen. com. war und auf לא und לו, womit aber keineswegs der neuen Ansicht von tendenziösen Abänderungen entgegengetreten werden kann, da solche bis zur AbfassungSzeit der Schrift hiuaufgerückt werden können. Daß die Mafforeten in ihren Angaben und Zusammenstellungen nur die nackte Form des Wortes und Buchstabens und niemals Sinn und Geist des Satzes und Wortes berücksichtigten, ist unter vielen, besonders aus folgender höchst wichtiger Angabe zn beweisen. Dieses Werk Nr. 250 und ebenso die Maffora Fin. stellt 4 Wörter auf. ״die zwei Mal in einem ähnlichen Abschnitte Vorkommen, das erste Mal mit לא und das zweite Mal ohne לא"; das heißt in unserer Sprache: in den Parallclstcllen fehlt das לא und wäre daher eine Lefeart richtig und die andere falsch. Diese Stellen sind לא אדנו Gen. 23, 11, sollte heißen לאמר לו: אדני wie das. 23, 15. 1 לא נחשב Kön 10, 21 und לא עשיחם Ej. 5. 7, wo> offenbar das א> zu streichen ist. wie esauch wirklich in den Parallelstellen 2 Chr. 9, 20; Ez. 11, 12 nicht steht. Das vierte Wort ist aber לא הפך Lev. 13, 4, dem das הפך לבן Lev. 13, 20 als Parallelsatz gegenübergestellr ist, während eö aber der Gegensatz ist und zwei Fälle bezeichnet sind, einmal wo das Haar sich weiß gefärbt hat und einmal, wo dicS nicht der Fall ist. Es gibt wol noch mehrere waffor. Angaben dieser Art, die besonders für diebiblisch« Kritik wichtig sind und die Herr F. sicherlich bei der zu erwartrnden Herausgabe der Massora hervorzuheben nicht unterlassen wird. Die Anregung, welche diese Arbeit für das Studium der Massora hervorrufrn wird, wird cs ihm sicher ermöglichen, dieselbe bald vollständig edireu zu können. Bemerkung. — Die zurnckgclcgten Korrespondenzen erscheinen in der nächsten Nummer, die Fortsrtznng der Geschichte des Rabbinerthums Nr. 30.— Herrn E. F. iu P. Ich bitte 11111 die Mikthcilung Ihres Namens. Inserate, ad 138-1864• Lehrerstellen. Für die Miskolczer isr. vierklassige Mädchenhauptschule sind mit Beginn des nächsten Schuljahres zu besetzen.׳ 1. Eine Lehrcrstrlle für die 3. nnd 4. Klasse; 2. Eine Erzieherin (wenn auch nichtjüdischer Konfession) mit einem JahreSgchaltc von je 400—500 fl. ö. W. Bewerber haben ihre MoralitätS-, Religiüsitätsnnd Befähignngszeugnisse, sowie übec. ihre bisherige Verwendung iu hebräischer, ungarischer nnd deutscher Sprache, an öffentlichen Schulen, bis zum 13. September l. I. franko einzusenden MiSkolcz, 1. August 1864- (1—2) Ä11 die i|Yc1rlttifd)c Liiltus-Vorstchmig. Baffistenftelle. Ein musikalisch gebildeter Bassist findet in dieser Eigenschaft mit der Obliegenheit eines Chordirigeutcn (Unverheiratete bevorzugt) eine Anstellung für den neuen Tempel der hiesigen Gemeinde, mit einem JahreSgchaltc von 300—400 fl. Bewerber wollen glaubwürdige Nachweisungen »hrer Befähigungen nnd ihres religiös-sittlichen Vorlebens bis 13. September l. I. franko einscuden. Für Probebesuche werden nur dem Acceplirkcn die Reisespesen bonifizirt. Miskolcz, im August 1864. (1—2)Die isi'lttlitische Kultns-Vorstthnng. Konkurs. (3-3) Bei der Debrecziner israelitische» dreiklaffigen Volksschule sind vom 1. November l. I. folgende drei Lehrerposteu zu besetzen: 1. Die Stelle eines geprüfte» OberlehreS mit einem JahreSgehalte von 600 fl. ö. W. 2. Die Stelle eines geprüften Lehrers mit einem JahreSgehalte von 500 fl. ö. W. 3. Die Stelle einer Erzieherin und Jndustrielehrerin mit einem JahreSgehalte von 400 fl. ö. W. Die vollkommene Kenntniß des Hebräischen, sowie der deutschen und ungarischen Sprache in Wort und Schrift ist unbedingt nothwendig. Verheiratete Lehrer, deren Frauen befähigt sind, den Posten einer Erzieherin zu bekleide», erhalten den Vorzug. Bewerber um diese Posten wollen ihre wohliustruirtcn Gesuche und Dokumente längstens bis 31. August postfrei einseuden an den Vorstand dcr Bdirrc^iiicr isr. Knltnsgcmeinde. Szegedin, Srlbstvrriag dcr Redaktion. Leipzig, Lommtsjions-Vrrlag von Franz Wag»er. Druck von Sigmund Burger i» Szegedin.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.