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Ben Chananja · 1864-08-17 · 33 (17.8.1864) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
33 (17.8.1864)
Date
1864-08-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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M 33, Siefieatec Jahrgang. Sjegeöin, den 17. August 1884? n:> Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. Pranumerattonsprris: Ganzjährig 7 fl., balbj. 3 fl. 50 kr., Viertels. 2 fl. öst. W. VinzelneNummern iS fr. Man abonnirt bei allen Postämteru u. Buchhandlungen des Zn- «nd Auslandes. m Äimtitja. WocOeaßfatt für Mische Theologie. Herausgeber und Redakteur: lilBOPOILD LÖW, Oberrabbiner zu Szegedin. Inftrate find and. Redaktion in Szegedtu oder an Hrn. /ranz Wgner in Lcizijig zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr.---2 Sgr. berechnet. Ledaktlsn: 3 Kronen-Gasse, Politzer'sches Haus. Inhalt Brustwehr und Gitter an de« Frauengallerien in Synagogen. Gutachten vom Herausgeber. — Benjamin Espiuoza. Von Dr. Earmoly. — Korrespondenz. Ausland. London (Holländerkis Werk über das. Schachspiel. Bon L. Dukes.) Bad Ems (Gottesdienst. Cremienr's Rede. Waldberg. Parchimer Gemeinde. Frankfurter Wunder.) Inland. Wien (Kantorwahl.) Pest (Prüfungen au der Präparandte. Zweites ungarisches Sprach- und Lesebuch.) Oberungarn (Knltnrzustänhe. Wohllhätigkeit. Nyiregyhäia.) Fünskirchen (Inspektion an der Musterschule.) Fünfkirchen (Stand der Pcster Musterschule und Präparandie. Von Schulhof.) Fünskirchen (Kasino. Alliance.) Fünfkirchen (Spenden.) Battonya (Oeffenllichkeitsrecht der Schule.) S. A. Ujhely (Dc. Schön.) Makü (Fischer gewählt.) — Literarische Anzeigen. Das gute Kind. Besprochen von Pros. Büja. Mitgatheilt vom Lehrer Silberstern. — אכלח ואפילה Besprochen von K. — Bemerkung. — Inserat. Lrustmehr und Zitier an den .ftaucngaffcrien in Sijnagogcn. Gutachten. An die Herren Albert Schmie dl, Nathan Deutsch, Leopold Sacher, Dr. Moriz Schenk und Heinrich Stern,!Vorsteher der israelit. Knltusgemeinde in Losonz. Hochzuverehrende Herren! Wenn ich Ihnen auf Ihre mich sehr ehrenden Anfragen vom 29. v. M. nicht kurz und bündig antworte, wie eS Ihnen wol willkommener gewesen wäre, so geschieht dies einzig und allein aus dem Grunde, weil mir durchaus keine Autorität über Ihren Herrn Rabbiner eingcräumt ist, und mein von der Ansicht des Letztem abweichender Ansspruch nur durch eine klar dargelegte wissenschaftliche Motivirung einiges Gewicht erhalten kann. Von dieser Einsicht geleitet, habe ich, so oft Behörden oder Glaubensgenossen sich bewogen fühlten, meine geringen Kenntnisse nnd Erfahrungen in Anspruch zu nehmen, die Mühe nicht gescheut, den Gegeustand der an mich gerichteten Fragen einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, und nicht nur das von.mir gefundene Ergebniß hinzustellen, sondern auch die Quellen.-und Gesichtpunkte anzugeben , aus denen dasselbe geflossen ist. Wollen Sie mir, verehrte Herren, gestatten, auch Ihnen, ge-* genüber denselben Weg einzuschlagen, und dieselbe Methode zu beobachten. Ihre Fragepunkte lauten wie folgt: 1. Findet sich im Schulchan Aruch oder in einem andern jüdischeu Religionsgesetzbuche eine genau präzisirte Vorschrift, auf welche Weise die Abtheilung der Frauen von der der Männer in der Synagoge getrennt und abgesondert werden soll? ' ■> :2־. Ist in den bezüglichen Gesetzbüchern angegeben, welche Höhe die.Brustwehr nnd welche das Gitter der Frauengallerie haben muß? , . 3.. Welche Maßregeln sind, Falls sich hierüber kein positives Gesetz'findet, zu ergreifen, damit die Synagoge selbst ^jder den Willen des Rabbiners vor Verunzierung bewahrt werde?. . Zur Erläuterung dieser Fragen führen Sie in Ihrem Geehrten vom 29. v. M. folgende Thatsachen an. ״Im Jahre 1862 faßte die hiesige Gemeinde den Beschluß , eine Synagoge zu bauen, und noch in demselben Jahre, am 30. November, wurde ei» Baugrund für dreitansend Gulden angekauft. Am 24. Juni v. I. fand die feierliche Grundsteinlegung statt, und vor den heiligen Tifchrifesten d. I. soll die Einweihung des neuen, unserer Stadt wirk« lich zur Zierde gereichenden Gotteshauses vollzogen werden. Die zur Leitung des Baues gewählte Kommission übernahm das Mandat zu einem zeitgemäßen Batte. In Folge dessen faßte sie unter Anderm den ׳ Beschluß, der Brustwehr der Frauengallerie eine Höhe von 24 Zoll und dem darauf zu setzenden Gitter die Höhe von 18 Zoll zu gebenso daß das Ganze 3ya Fuß hoch wäre. Gegen diesen Beschluß, welcher in den Bauplan ausgenommen, und von der Gemeinde acceptirt wurde,- erhob nun der Rabbiner einen furchtbaren Stürm. Er behauptet, daß nach dem jüdische» ReligionSgesetze die Brustwehr allein ohne Gitter mindestens 4'/j Fuß hoch sei» müsse, indem eS sonst verboten wäre, in der neuerbauten Synagoge die Andacht zu verrichten. Der Rabbiner pröduzirte mehrere Briefe, — von Meisel in Pest, Fasset in Gr. Kanizsa Schreiber in Preßburg, Bodansky in Körmend nnd Anderen, — nm' seinem Urtheile größeres Ansehen zu verschaffen. Da jedoch in diesen Briefen keine Dimensionen angegeben sind, sprach ein größerer Theil der Inhaber der Synagogenfitze den Wunsch aus, der Brustwehr inklusive de« Gitters die Höhe von vier Fuß zu geben: 2'/, Fuß Brustwehr und 1'/2 Fuß Gitter. Der Rabbiner protesiin jedoch auch gegen diesen Beschluß, die Jnfallibilität seines frühsten AuSkprucheS behauptend. Dies die Veranlassung zu den gestellten Fragen. Hervorzuhebeu ist noch der Umstand, daß das Innere unserer so schönen Synagoge leider schon durch die 3'/2 Fuß hohe Brustwehr der Frauengallerie entstellt und verunziert tpird, so daß dasselbe nicht nur dem Fachmanne, sondern jedem Gebilbeten eine den guten Geschmack verletzende Erscheinung sein muß. Einen noch trauriger» Anblick wird das Innere des Gotteshauses gewähren, wenn oberhalb der Brustwehr rin Gitter angebracht wird. Die Syna« gogenfenstcr werd.m nämlich durch die an denselben fortlaufende Gallerte get'.heilt. Kömmt nun auf die Brustwehr noch ein Gitteraufsatz, so werden die Fenster fast ganz verdeckt sein, und die Lichtstrahlen nicht in unsere Synagoge dringen können. Die Rednzirung der Gitterhöhe aus ein Minimum wäre mithin von ästhetischem Standpunkte sehr wünscheuswerth." Zll gleicher Zeit mit Ihrem geehrten Sch^AeMAM^׳ ich folgenden Brief Ihres Herrn Rabbiners,

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