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Ben Chananja · 1864-08-10 · 32 (10.8.1864) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
32 (10.8.1864)
Date
1864-08-10
Page
– (sequence 10)
Language
German
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661 662 Der dritte, Jakob, Sohn des David Marcaria, Arzt zu Riva, war der eigentliche Druckherr, und seine Druckerei befand sich Anfangs im Hause des Antonio Broen. Auch er war ein geschickter Mann und alle seine Editionen sind mit Vorworten von ihm gekrönt. Doktor Marcaria gilt ebenfalls als Verfasser des Buches Jbronot Nr. 23 und der Znthaten zur Hagada schel Pesach, Nro. 25. Beide Werke haben einen guten Ruf. Der Druckherr von Riva di Trento starb, wie es scheint, 1562. Die Geschichte dieser Männer wurde von neuern Schriftstellern ganz entstellt. So machte Moritz Steinschncider, der berüchtigte Katalogen-Fabrikant, in dem Artikel jüdische Typographie^) aus dem Kardinal von Trient einen hebräischen Drucker, und behauptet, er, Christophil, sei einmal Mordechai genannt?! Nach M. S. Ghirundi8), edirte Ottolinghi seine Werke nicht in Riva, sondern in Cremona! Auch der Arzt Marcaria, aus dem er einen Nabbiner macht,7) lebte und druckte nach seiner Angabe statt zu Riva ebenfalls zu Cremona! Wie mit den Trägern der rivaischen Druckerei, so mit der Druckerei selbst. Der genannte Ghirnndi behauptet im Artikel B, Josef Ottolinghi, 8) daß auf dem Titelblatte seines Inder, des Mordechai, den er besonders drucken ließ (Nr. 10 und 11), nicht Riva, sondern Cremona steht; ebenso sei sein Auszug aus Elias MiSrachi's Kommentar zu Naschi (Nr. 27) in Cremona erschienen! Dr. M. Wiener schreibt diese Irrthümer nach, und vermehrt sie noch bedeutend. * *>) Steinschneidetkennt nur 15 Drucke aus Riva und die Aufzählung dieser wenigen Ausgaben geschieht mit vielen falschen Daten. Auch scheint diesem Schnitzer die von Wolf erwähnte Nro. 34, die wir selbst besitzen, nicht vorhanden zu sein. Hier seine eigenen Worte: ״Zwischen 1558—1562 wurden in Riva di Trento durch Josef Ottolinghi (bei Christophil Madruz), einmal Mordechai, (im Hause des Antonio Broen) etwa 15 Bücher gedruckt, bei deren mehreren Jakob Marcaria als Herausgeber erscheint. Die bei Wolf fast durchaus falsch datirten Drucke sind: 1558: Toldot Jizchak, Mordechai Alfasi mit verschiedenen Zugaben, Chiddusche N. N.; 1559: Mischna mit Maimon und Bertinoro, Gutachten des Isaak ben Scheschet, Schebile Emuna; 1560: Schaare Ora, Milchamot Ha-Schem, Lewi ben Gersvn zu Megillot, Toalyot Ralbag; 1561: Pentateuch mit Targum und Kommentaren, Jbronot, Hagada schel Peßach; 1562: Tikkun Middot ha׳ Nefesch; Meir Jjob 1562 bei Wolf 1. p. 751 scheint nicht zu eristiren." Doch lassen wir diese fehlerhaften Angaben und falschen Daten dahingestellt sein und gehen wir zur Charakteristik der rivaischen Druckerei über. Die Offizin von Riva di Trento hat uus 34 Drucke geliefert, von denen wir alle, außer zwei (die Nummern 26 und 28) selbst gesehen haben. Wir machen diese zwei nicht gesehenen Ausgaben durch einen * bemerkbar. Die Schriftarten der marcariarischen Druckerei waren sehr mannigfaltig, und zum Theile schön. Verzierungen der Titelblätter mit Ausnahme des Milchamoth Ha-Schem von Levi ben Gerson, Kommentaren von R. Israel und Me'ir Jjob «) Realcncyklopädie von Grsch und Gr über, II. Sektion 28 Th. p. 46. s) Siehe weiter nuten p. 7. 6) Toldot gedole Israel, p. 164. ’) Ibid p. *) Ibidem p. 164. ") Gmek h a b a ch a, ins Deutsche übertragen Note 263. von Arama sind unbekannt. Auch von dem beschäftigten Druckpersonal ist keine Spur. Bei der Bearbeitung dieser Annalen hatten wir zunächst ein Bild zu entwerfen, nach welchem die Bibliographie behandelt werden sollte. 1. Den Titel der Werke genau wkederzugeben, selbst wenn dieser Titel unrichtig gedruckt ist, wie z. B. bei den Nummern 2, 5 und 14. 2. Ebenso den Namen des Verfassers, wie er sich in der Ausgabe befindet, obgleich er fehlerhaft gegeben ist, wie z. B. bei den Nummern 17 und 27. 3. Das Datum nach der Zeitrechnung, die sich auf dem Druckwerk befindet, wiederzugebeu. Die beiden ersten dienen zur Charakteristik der Editionen, die letztere zur genauen Bestimmung des Datums, weil die verschiedenen Zeitrechnungen nicht zu gleicher Zeit anfangen. Wie wir bereits bemerkt haben, so ist die Druckerei von Riva wegen ihrer filososischen Ausgaben bemerkungs- Werth. Es ist dies das Werk des Doktors Jakob Marcaria, der sich mit dem filososischen Studium beschäftigte. Er verdient unfern Dank besonders für die Herausgabe des Milchamoth Ha-Schem Nro. 24, was kein anderer Drucker weder vor ihm noch nach ihm unternehmen durfte. Er verdient um so mehr unfern Dank, weil er, wie es scheint, dadurch die Freundschaft und Gunst deö Rabbi Josef Ottolinghi cinbüßte, der nichts mehr bei ihm drucken ließ. Sollte diese kleine Arbeit sich des Beifalls der gelehrten Welt erfreuen, so werde ich die Annalen der hebräischen Typographie von Mantua, Venedig, Konstantinopel, Prag, Krakau, Lublin, Amsterdam, Fürth, die bereits zum Drucke fertig sind, veröffentlichen. 1338. 1. ספר רב אלפם, das Buch Al fas (die Halachas Alfasi) mit den bekannten Kommentaren, des sogenannten Naschi, Rabbi Nissim, Rabbi Jona, nebst Inder über die Stellen des Mischne Thora, Smag und Turim. Alles genan korrigirt von Rabbi Josef Ottolinghi, und auf dessen Kosten zum Drucke befördert, unter dem Schutze des Kardinals Christophil Madruzzi, zu Riva di Trento im Hause des Anton io Bros», 318 (1558), 3 Theile in Folio. Der 1. Thl. 872 Blätter, der 2. 268 Blätter, der 3. 302 Blätter. Auf dem Titelblatte steht'das Wappen des Kardinals Madruzzi. 2. תולתת יצהק, Kommentar zum Pentateuch von Isaak Caro im Aufträge des N. Josef Ottolinghi, durch Jakob Marcaria, Sohn deö D a v i d M a rca r i a sel. Andenkens. Riva di Trento, 318 (1558), 115 Blätter in 4. Dieses Werk wurde zuerst in Konstantinopel 1518 gedruckt. Unsere Ausgabe ist die zweite, eine dritte Ausgabe erschien noch in diesem Jahre (den 13. Oktober 1558) in Mantua. 3. שערי שבועות, über den Eid, von N. Isaak ben Reuden, genannt Alfasi, von seiner Geburtsstadt Fas, den 22. Tamus 318, (den 8. Juli 1558), 8 nicht paginirte Blätter in Folio. Dieses Werk befindet sich bald hinter den Halachas Alfasi Nr. 1, bald hinter dem Mordechai Nr. 5. 4. שבילי.אמונת , das filosofische Werk von Meir Aldabi, gedruckt auf Befehl des N. Josef Ottolinghi und auf dessen Kosten unter der Regierung des Kardinals Ehrt-

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