Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 28 (13.7.1864)
- Date
- 1864-07-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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581 582 thüuilich ist unter Anderm die Bemerkung, daß in der biblischen Ge« schichte alle, die nach der Herrschaft strebten und die Hand nach der Krone ausstreckten, sich zuerst der KebSweiber des regierenden Hauses bemächtigen oder zu bemächtigen suchen, wie Rübe», David, Absalon, Adoniah; daher auch bei der Empörung von Saba b. Bichri David sofort seine KebSweiber in Berwahrung brachte. G..will daraus finden, daß in ber Zeit der Könige das Halten von KebSweiber» nur den Kö- Niger! gestattet war; richtiger ist aber die Erklärung von Kimchi, daß, wie auch der Talmud aiinimmt, nur die Thronfolger die hinterlassenen Frauen der verstorbenen Herrscher heiraten dürfen. — Die frühere Abhandlung G'S. über Sadducäer und Pharisäer, die fich einer allgemeinen Anerkennung rühmen kann, wird in der siebentell Vorlesung niit neuen Gedanken nnd in Verbindung mit dem Griechenthum wiedergegeben, dem fich alsdaun die itineril und äußern Kämpfe allschließen. Die folgende Eharakteristik von Hillel, dem Vorbilde der neureformatorischeu Richtung, ist eine wolzubeachlende wcitzielcnde Darstellung. Die schwierigsten Lorlesnugen waren die drei über das Christenthum, schwierig für den Redner) der hier seinen strömclidcn Redefluß eindämme» uinßke und schwieriger noch für einen Denker, dem die Gedanken so reichlich seinem Geiste, wie das Wort so leicht feinen Lippen entströmen, und trotz dieser Hiilderiiisse und bei dem sichtbaren Zwange, jedes verleletzende Wort zu unterdrücken und jeden kühnen Gedanken im Ausdrucke abzuschwächen, sind unseres Bedünkens diese drei Vorlefungen die geluugellsten nach ihrem gründlichen wiffcufchafllichen Gehalt und die besten in der Ausführung. Mir besitzen keine genügende stylistischc Fertigkeit, um in den kurzen Nahmen eines Referats einen umfassenden Ueberblick von dieser Abhandlung zu geben und das Gesagte möge genügen, die Aufmerkjamkeil der Leser auf dieses Schriftchen zu lenken. Zum Schluffe müssen wir noch rühmend hcrvorhebe», daß es G. verschmäht hat, gegen die literarische Mode oder gegen den literarischen Mißbrauch, feine Schrift durch Zitate und Noten einen blendenden Schein von Gelehrsamkeit zu geben. Seine schwunghafte klassische Sprache ist klar, fließend und selbst die abstraktesten ThemaL für jeden Leser verständlich: ein Verdienst, das man auch Gräz in seinem vortrefflichen Gcschichtswerk zuerkennen muß und daö viel dazu beiträgt, daß seine Werke in allen Lesekreisen so großer Anerkennung sich erfreuen. Wir heben dies um so mehr hervor, weil ein bekannter Kritiker es mit seiner Gelchrsamkeit unverträglich hält, verständlich zu schreiben und durch die vielen Ablagerungen und Niederschläge unnützer Noten seine Arbeiten ganz und gar unleserlich machen. K. Frage. Im Nescher Nr. 25 des gegenwärtigen Jahres wird in einer mit vieler Sachkenntniß geschriebenen Biographie des N. Samuel EdelS ein Kohen und Naßi genannt, dessen Name Akiba war, der aus Ofen stammte und 1497 in Prag gestorben ist. Für die ungarischcn Leser des ״B. CH." wäre es nun sehr erwünscht, Näheres über diesen Akiba zu vernehmen. Der geehrte Redakteur des ״Nescher" nennt sich selbst einen Abkömmling des Ofner 9i. Akiba. Er könnte vielleicht ausführlich über denselben berichten. Hoffentlich wird der Herr Redakkeur des ״B. CH." bereit sein, jeden Aufschluß über diesen ungarischen Rabbiner in diesem Blatte anfzunehmen, und der Grabschrift desselben, falls dieselbe aufgesunden wird , einen Raum im ״B. CH." zu gönnen.*) Ofen. F. *) Mit vielem Vergnügen. Den Herrn Redakteur deö ״Mewasser" und ״Nescher" bitte ich ergebenst, mir ein Eremplar des in der Biographie angeführten אוצרות היום von Chajjim verschaffen zu wolle». L ö w. Szcgedin, Selbstverlag der Nedakllon. Inserate. Konkurs. (3-31 Wegen freiwistige» Austrittes des Lehrers der vierten Klasse an der hiesigen israelitischen Hauptschule ist diese Stellt mit 1. November l. I. zu besetzen. Jährliches Honorar 500 fl. bei Aussicht auf spätere Gehaltserhöhung. Bewerber, die sich über gediegene Fachkenutniffe, Tüchtigkeit in der hebräischen, ungarischen und deutschen Sprache, sowie über bisherige Verwendung und Conduiten auszuweisen haben, wollen ihre Kompetenzgesnche bis Ende August a. c. an den Gefertigten franko eiuseuden. Raab, am 22. Juni 1864. Drr Vorstand -er Äsraelitengemcinde. Lehr- und Erziehungs-All statt zir DRannfjetm (HM. Men.) Real- und Handelsschule. Gründlicher Elementarunterricht» Vorbereitung für die kaufmännische Laufbahn oder für ein technisches Fachftudium. Durch Unterricht nnd Konversation mit Lehrern und Mitschülern, welche verschiedenen Nationen angehören. werden die Zöglinge der neuern Sprachen vollkommen mächtig. — Prospekte und nähere Anskunst ertheilt bereitwilligst der Direktor Löwentlial. Zahlreiche Referenzen stehen dem Institute empfehlend zur Seile in P c st bei j“. eJT- Klolaexi., Großhändler, Setagassc tlr. 5, welcher auch so freundlich ist, Prospekte abzugeben. (6—6) Im Verlage von C. Vt HellmaNN's Buchdruckerei in Wien, Landstraße, Eisenbahnviadukt Nr. 44 erschien soeben und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen (in Wien durch I. Knöpfe lmacher & Söhne, Stadt, Seitenstältengasse Nr. 4, im Gebäude des alten israelitischen Tempels). WM" Jahrbuch für Freunde der hcbräischeu Sprache and Literatur 5625 (nebst dem Kalender für dieses Jahr), unter Mitwirkung der berühmtesten jüdischen Gelehrten und Meister der hebräische» Sprache unserer Zeit. Herausgegeben von 3XT, Keller. 18'/; Bogen 8. in Umschlag broschirt. Ladenpreis 1 fl. 25 kr.; — mit freier Postversenduug I fl. SO kr. österr. Währ. (1—2) Bemerkungen. Die Korrespondenzen von Kis-Zell,und Werschetz erscheinen in der nächsten Nummer. Berichtigung. In der vorigen Nummer S.554 ׳. Anm. 16. dritte Zeile von unten ist nicht Ordinärsten, sondern Ordinirten zu lesen. Leipzig, Üommisstons.Verlag von Frans Wagner. Druck von Sigmund Burger in Gzegedin.