Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 20 (18.5.1864)
- Date
- 1864-05-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2542917-2543121-2543142--3669-2547568- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
M 20. Szegedi», Den 18. Mai 1861 •SieOeuter 3af)cp11fl. Jeden Mittwoch erscheint ein Bogen. Pranmncrationsprcks: Ganzjährig 7 ff., üalbj. 3 fl. 50 kr., viertelt- 2 fl. öst. W. Einzelne Nummern iS kr. Man abonnirl bei allen Postämtcru u. Buchhandlungen des Zn- und Auslandes. m Hlmmkiy». wochenktatt für jüdische Theotagie. Inscrate find and. Redaktion in Szegedin oder an Hrn. .sranz ttTapcr in i-'ei-jig zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr. 2 Sgr. berechnet. Herausgeber und Redakteur: Oberrabbiner zu Szegedin. ttcdaklton: 3 Kronen-Gaffe, Politzer'sches Inhalt. Geschichte der Gemeinde zu Rechnitz. Von Dr. Zipser. — AemtlicheS Schreiben des Somogyec Obergespans. — Dr.MriselS Eingabe. — Ujhelyer Erklärung. — Korrespondenz. Ansland. London (Montefiore.) London (Eine seltsame Entscheidnug.) Paris (Generalversammlung der Alliance.) Paris (Wirken der Alliance.) Konstantinopel (Präventivmaßregeln in Smyrna.) Berlin (Meyerbeer. Rabbinerfrage.) Inland. Pest (Maimonidcs und Mendelssohn.) Pest (Biblische Geschichte.) Fünfkirchen (Pädagogisches.) Battonya (Rabbinerinstallation.) Inhalt der Beilage: Brünn (Chcvra Kadischa.) — Eingesandt. —Inserate. — Bemerkungen. Die Schicksale md Lejirebailgea der israMscheir Gemeinde za Ziechnih. Ein Beitrag zur Geschichte der ungarischen Israeliten im 17. und 18 Jahrhundert. Von Dr. M. Zipser, Obcrrabbiner. (Fortsetzung. *) Der hiesige Tempel, ein wahres Prachtgebäude mit seiner majestätischen Wölbung und seinen festgebauten Mauern, hat, was seine innere Einrichtung betrifft, eine zweimalige Metamorphose erlitten. Da zu beiden Seiten, nach Nord und Süd, die Fenster zur Beleuchtung gezogen sind, so konnte die Frauengallerie bloö auf der Westseite und zwar in einem doppelten Stockwerke angebracht werden, was nur dadurch möglich war, weil einerseits die Wölbung ziemlich hoch stand, anderseits die Mauern tief in den Felsengrnnd hinuntergingen, so daß man viele Treppen hinabsteigen mußte, um ans die Flur zu gelangen. Wie daher einerseits die Anlage auf dem Hügel mit dem Ausspruche des Restaurators des Tempels (Esra 9, 9) übereinstimmte: לרומם את בית אלהנו; so entsprach wieder anderseits dieses tiefe Hinuntersteigen den Worten des Psalmisten (Ps. 130, 1) im buchstäblichen Sinne: (‘ממעמקים קראתיך ת). Ein Hauptmangel bestand jedoch darin, daß die Frauengallerie, die keine eigenen Fenper Hatte, nur spärlich vom Männertempel aus beleuchtet werden konnte. Diesem Uebel abzuhelfen, wurde in neuerer .Zeit (1843) der Tempel derart renovirt, daß die tiefe Flur gegen sechs Treppen ausgefüllt, die zweite Gallerte abgerragen und der Frauentempel nach Nord und Süd quer der sehr hoch ansgebrochenen Fenster gezogen wurde. Die Wölbung bietet noch immer eine imposante Höhe, der innere *) Siehe Nummer 17. Raum, sowol Männerals Frauentempel, wird herrlich durch die großen bemalten Fenster beleuchtet und das Ganze bildet ein Parallelogramm. Noch befand sich nach der Almemor in der SNltte, und die gegen Ordnung und Maß aufgestellten Ständer waren um denselben in einem Viereck gereihet. Während der Amtsführung meines Vorgängers konnte in dieser Beziehung nicht die geringste Veränderung vorgenommen werden. Nach seinem Tode jedoch wurde auch in dieser Beziehung dem ästhetischen Geschmacke der Zeit Rechnung getragen und das ganze Innere sowohl in Betreff der Sitze, als der Ausmalling und der sonstigen Einrichtungen derart renovirt, daß man sich in eine der schönsten Bauten der Neuzeit versetzt zu sein glaubt. Der fremde Besucher, und dieser Begünstigung hat sich der Tempel von Seite eines jeden Durchreisenden von welcher Konfession immer zu erfreuen, schüttelt ungläubig das Haupt bei der Mittheilung, daß er in einem 160jährigen Gebäude sich befindet. An alterthümlichen, über 100 Jahre zählenden Einrichtungen besitzt der Tempel verschiedene Gegenstände, unter anderm nachfolgende werthvolle Stücke: Einen sehr antiken Becher, 41 Loth Silber; eine Krone (147 (בתר Loth Silber, ein Silberblech (ציץ); alle diese drei Stücke ohne Jahreszahl, aber ihre alterthümliche Konstruktion beweiset, daß sie die ältesten Stücke des Tempels sind. Ferner ein Silberblech sammt Thora- Thürmchen (עץ חיים) mit der Jahreszahl 1718—תעה. Die Aufschrift lautet:מ שני נשי ג״ץ מ׳ גיטל ב״ה יוזל כ״ץ וראשה לואה ב״ה אשר לעמיל Auf dem obenbemeldeten ältesten Grabsteine des hiesigen jüdischen Friedhofes vom Jahre 1682—המב lautet die Aufschrift: משה בן יהל בץ wahrscheinlich der Bruder dieser ersten Spenderin; der Vater der zweiten Spenderin, Lemel, war im Jahre 1693 Gemeinde- Vorsteher, und findet sich auch von derselben Zeit eine Quittung vom Grafen Adam Batthyäny vor, W-r^MHon diesem Vorsteher abgeliefcrten Stenerquoten.MMHWlW bergeräthe stammen aus spätern Zeiten. dar-