Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 7 (1864)
- Issue
- 17 (27.4.1864)
- Date
- 1864-04-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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361 362 der Deraschah habe» sich an dem Dargebotenen besonders ergötzt. Den wichtigsten Theil der Rede bildeten die dem weltberühmten edlen Moses Montefiore gewidmeten Worte. Nachdem die Verdienste der drei Moses: MaimonideS, NachmanideS und Mendelssohns (es machte einen überaus großen Eindruck, aus dem Munde die großen Verdienste des letzter» in vollem Maße gewürdigt zu sehen) bervorgehoben worden, wurde der durch sein unermüdetes Streben und Wirken, durch seine Hingebung und Aufopferung für das Wohl seiner Brüder lebende Montefiore als vierter MoseS den ׳Genannten an die Seite gestellt. Die Vorsteher sämmtlicher Synagogen wurden freundlichst aufgefordert, am 1. Peßachtage für das Wohl und Heil dieses Gesandten Gottes — D" שליה — in einem vom Redner hierzu zu verfassenden Gebete zu Gott zu beten und jenem dann eine Dankadresse zukommen zu lassen. Daß diesem frommen- Wunsche entsprochen werden wird, ist nicht zu zweifeln. Der Grund, daß man bisher noch nichts dazu gethan hat, mag wol in dem liegen, weil man nicht wußte, auf welche Weise man dem großen Manne sich würdig dankbar zeigen könne. E. Eiwanowitz, im April. Die im Jahre 1860 von der hohen österrreichischen Regierung den Israeliten gewährleistete Freizügigkeit halte, wie in so vielen mährischen, Städten, auch in dem in der Nähe gelegenen Städtchen Wischau die Konstituirnng eines Kultusvereures zur Folge- Um denselben, der nunmehr 12 Familien zählt, haben sich die Herren Alexander Rosenfeld und Josef Samberg (dessen Schwiegersohn) vielfach verdient gemacht. und ist es Letzterer, der den DereinSiuitgliebern ein schönes, geräumiges Betlokal nebst Sifre-Thora zur Verfügung stellt, ohne auch nur im entferntesten eine Vergütung zu beanspruchen. Die Herren Nosenfeld und Samberg — beide mit Glücksgükern in reichem-Maße gesegnet -7zeichnen sich, aber besonders noch dadurch aus, ,daß sie in, edler ,großherziger Weise mehrere Mal im Jahre sowol an die Neu - Nanßnitzer, wie an die hiesigen .israelitischeu Armen Geld, nnd , Brod vertheilen lassen, was nun um so höher anzuschlagen, als sie weder dem Neu-Ranßuitzer, noch dem hiesigeu Ge- Meindeverbande augehörcn, sondern deren Zuständigkeitsgemcinden Gaja und Uiig. Ostro sind. Professor Ewald als. LrMker von Werken , Misch- '7;;;־■׳. Inhalts.; f iי ׳ - r Bon Dr. M. Wiene r. :■:.־; (Schluß.) In Betreff der Schriften von Neubauer und Perles meint Ewald, daß dieselbe»-den Beweis liefern, wie die geistigen-Antriebe und Mächte bei den jüdischen Gelehrten im Mittelalter immer erst von außen in Bewegung gesetzt werden und so aus sie etnwirken, und wie von denselben nie etwas wahrhaft Neues, Schöpferisches, nnd EigenthümlicheS ausgehe. Am selbstständigsten wären indcß noch die Arbeiten, welche die Untersuchung und Erklärung der alte», hebräischen Sprache und der Schriften des A. T. -zum .Gegenstand hätten. Im Allgemeinen wird Neubauer zwar für, seine, fleißige, Forschung und seine unterrichtenden Beiträge Anerkeününg gezollt,' doch soll er den rein wissenschaftlichen 'Werth auch ' des größten unter den arabisch-.jüdischen-Gelehrten , des 'scharfsinnigen -und! unermüdlichen Jbn Gannach. zu sehr überschätzen. Indessen wünscht doch. Ewald, daß N. als Kenner des Arabischen die Werke des genannten Grammatikers edircn möchte. Die drei Briefe des R. Obadjah wären interessant, weil sie von den damaligen Zuständen zu würdigen versteht, ein höchst schroffes Urtheil zu fällen. Er könne nicht finden, meint er, daß derselbe ein Mann strenger, nützlicher Wtssenschaft gewesen sei. da er.das bekannte Verbot gegen die Beschäftigüng 'mit der Filosofie erlassen habe und E. wundert sich , daß PerleS hierüber so trocken hinweggeht und mit Jost die Schuld des nun eintretenden Rückschritts auf Philipp!V. schiebe. Außerdem sei Raschba r u h m süch t i g (!) und arbeitsamgenug gewesen, tausende von Gutachten zu verfassen. Wahrlich aus dieser einen Aeußerung leuchtet mehr als zur Genüge ein, wie wenig Verständniß E. von der Lhätigkeit und der Stellung der hervorragenden Rabbinen des Mittelalters hat- Die Be- Häuptling von Perles, daß noch um 1300 die Maffora als etwas ganz Neues betrachtet worden sei, veranlaßt Ewald schließlich zu dem Wunsche, es möchte sich bei den jüdischen Gelehrten ein größerer Eifer der Ecforschung der Geschichte der Massora znwenden, welche ungleich wichtiger sei, alß die Ermittlung stlosofischer Streitigkeiten früherer Jahrhunderte. Gegenwärtige Mittheilung wird hoffentlich hinreichen, zu beweieu, wie wenig eine auch noch so bedeutende Gelehrsamkeit, zu einem kompetenten Nrtheile befähigt, wenn dieselbe von Anmaßung und Vorurtheil getragen wird. Inserat. Hanptpreis 300,000 fl. ÄS Monatlich eine Zieljung. ' kosten Viertel-Lose , —.4 fl. halbe Loose, — 8 fl. ganze < l Lose (feine Promessen) zu der am 23. und 2b. ßjtai ( I stattfindeuden, von der hiesigen Regierung geleiteten und garantirten großen , welche 14,800 Gewinne von fl.?00.060,100.000, 80.000 , ' 30.00V. 25.000, 20.000, 15.000, 12.000, 10.009' ' ) 6000, 5000, 4000, 3000, 2000, 117 Mal 1000, 111 < j Mal 300, 6333 Mal 100 re. enthält, die durch den Un- / terzeichneten in Silberthalern. sowol .hier ausbezahlt , als 1 nach jedem Orte versandt werden. Die planmäßigen Freilose 1 werden gleichfalls sofort nach der Ziehung-aÜSgehändigt. ' Da unter solchen, für den Einleger höchst günstigen Bedingungen ohne Zweifel das Verlangen, nach obigen Losen < außerordentlich stark werben wird , so ersucht man sobald < ' als möglich und'zwar nur direkt Bestellungen machen ' s zu wollen bei dem mit dem Verkaufe beauftragten Ober- , einnehmer L. Grü11cba111n, -WM Schäfergasse 11, nächst der Zeit in cFrmckM mn Main. Der Betrag kann in öftere. Papiergeld oder Coupons < ן eingesandt werden. Amtliche Pläne zur Orielltirungcher Ejnlegers -sowie. Listen' gratis. — Bestellungen wolle man gefälligst in . deutscher Sprache mächen. entwerfen und reihen sichdiese Beschreibungen sehr gut au die christlichen Pilgerbücher aus jener Zeit an. Die Schrift von PerleS gibt Ewald Veranlassung, über R. Salomo ben Aderelh , dessen Leistungen der Herr Professor wahrlich nicht Bemerkung. Herrn X. St. in Pest. In der nächsten Nummer. Zch bitte "um Entschuldigung. i: Szegedin, ־ Srlbltvrrlag der »rtaHUon. " Leipzig, Lommisstons-Vrrlag von Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin. > 3000010001