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Ben Chananja · 1864-04-27 · 17 (27.4.1864) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
17 (27.4.1864)
Date
1864-04-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M 17. 5ie6e1ttec Jahrgang. SjegeDtn, tat 27■ Üptiü861 Jeden Mittwoch erscheint ein . Bogen. Pranumcrationsprcis: Ganzjährig 7 ff., halbst 3 fl. SO kr., viertel2 fl. öst. W. Einzelne Nummern iS kr. Man abonnnt bei allen Postäintern u. Buchhandlungen des In- und Auslandes. m tflananja. IBodjeufifa(( für zutsche Theologie. Herausgeber und Redakteur: JLJEOlPOIjli ]LÖW, Oberrabbiner zn Szegcdin. üttfetalt sind and. Redaktion in Szegedin oder an Hrn. Jtanj'Wnper in L'el'jijilj zu senden. Die Lspaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr.---2 Sgr. berechnet. Nrdalrlion: 3 Kronen-Gaffe, Politzer'sches Haus. Inhalt. Die Schicksale und Bestrebungen der israelitischen Gemeinde zu Rechnitz. Von Dr. Zipfer. — Drei Erklärungen über die Konferenz.. Don Steinhardt, Posner und dem. Herausgeber. — Korwefpondenz. Ansland. London (Montefiore.) Breslau (Religiousschule.) Thorn (Re- Ugions- und Elementarschule.) Inland. Wien (Die Orthodoxie.) Ofen (Konferenzbeschlüffe.) Szegedin (Poppers Geschenk.) Szegedin (Montefiore.) Gyula (Prüfung in BekeS.) Prag (Rappoport.) Eiwanowitz (Wohlthätigkeit.)^— Professor Ewald als Kritiker. Von Dt. Wiener. — Bemerkung. Die Kchicksute uni) Bestrebungen -er ismelitischen Zemeinde zu Zlechnist. Ein Beitrag zur Geschichte der ungarischeu Israeliten im 17. und 18. Jahrhundert. Dem ehrwürdigen Greise, meinem hochgeschätzten Freunde, Herrn Aron Pick, zum Antritte seines 80. Lebensjahres (30. Dez. 1963) gewidmet. Von Dr. M. Zipser, Oberrabbiner. Bereits im Jahre 1846 (L. B. des Orients: die Juden in Ungarn seit dem 11. Jahrhundert Nr. 36, 37, 38, 43, 44, 48, 49, 50) machte ich den Versuch , durch die spezielle Beschreibung der jüdischen Verhältnisse in der Konigsstadt Ofen wahrend der 150jährigen türkischen Herrschaft (1540—1686) in das völlige Dunkel , das über die Geschichte der jüdischen Gemeinden unseres Vaterlandes ausgebreitet ist, nach dem Beispiele meines geschätzten Freundes, des Redakteurs dieser Blätter (Vusch's Jahrbuch für Israel. 1847) einiges Licht zu bringen und die nur sehr spärlichen hie und da zerstreut befindlichen Daten zusammenzutragen. Die Abhandlung, von den vaterländischen Gemeinden zwar unbeachtet, fand jedoch bei unseren auswärtigen Glaubensgenossen und speziell unter den jüdischen Gelehrten die gebührende Beachtung, bis auch in neuerer Zeit Herr Isidor Rosenberg (Magyar Israelita f. e.) sich bewogen fand, dieselbe durch eine treffliche Uebersetzung dem ungarisch - jüdischen Lesepublikum in der Landessprache noch einmal zu produziren. Der Nutzen solcher Abhandlungen für die jüdische Geschichte, der dadurch gleichsam das ganze Baumaterial zur Aufführung ihres Gebäudes geliefert wird, ist allgemein bekannt und haben wir es gewiß nicht nöthig, hier abermals darauf zurückzukommen. Ich war daher stets der Er- Wartung, daß manche altehrwürdige Gemeinden unseres Vaterlandes, wie z. B. Altofen,*) Preßburg, Eisenstadt, Neutra, B. Gyarmath, ihre alten Archive eröffnen und die darin befindlichen Dokumente durch geschickte Hände sammeln und bearbeiten lassen werden, damit auf diesem Wege mit der Zeit ein Magazin für den Geschichtsstoff der ungarischen Gemeinden sich zheranbilde, das den jüdischen Geschichtsschreiber mit dem gehöigen Material versehe; leider wurde diese Voraussetzung getäuscht; unsere Gemeinden haben sich trotz der günstigen Gelegenheit, die ihnen seit - einem Jahre der geschätzte Redakteur dieser Blätter durch die neu eröffnete Rubrik: ״Archiv für Geschichte der Juden in Ungarn" so bereitwillig geliefert, noch nicht bewogen gefunden, einen Bei^ 'trag zu diesen sie selbst nur ehrenden Denkmälern zu liefern. Da mich jedoch das Schicksal seit fünf Jahren in die Mitte einer so altehrwürdigen Gemeinde geführt, so will ich hiermit noch einmal die Probe unternehmen,, die Lebensschicksale zwar nur der hiesigen Gemeinde zu schildern, die aber vermöge des geistigen und materiellen Kontaktes, worin sich svwol nach innen, wie nach außen unsere Gemeinden fast, in jedem Lande befinden, zugleich ein Spiegelbild von den Schicksalen der übrigen Schwestergemeinden zu entwerfen im Stande sein sollen. Vielleicht gelingt es. diesmal, daß unsere vaterländischen Gemeinden sich zur Nachahmung angespornt fühlen, die vergilbten Dokumente ihrer Archive des hundertjährigen Staubes zu eutschütteln und sie dem Lichte, der Oeffentlichkett zn übergeben. Bevor ich jedoch zur eigentlichen Beschreibung der Lebensverhältnisse meiner obenerwähnten Gemeinde schreite, will ich über die zwei vorzüglichsten Geschichtsdokumente, *1 In den früher» rabbinischen Gutachten finden sich folgende ungarische Gemeinden und Gelehrten vor: מהר״א מארץ רהגר מהך־״ם כץ מאבן in den R. G. A. von Jfferlein (136 (פסקי׳ של מהר״יא Preßburg ibid. 139. Alt-Nenofen tbid. 184, 185. 197. Ferner: 'n ת׳ רמא, מ״א. פ״ב ד״מ א״ח סי׳ חרצו Tisenfladt מהרם פר1א ׳אלסייימ^מהרמפ׳סי סד ס׳ ר.׳.

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