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Ben Chananja · 1864-04-06 · 14 (6.4.1864) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
14 (6.4.1864)
Date
1864-04-06
Page
– (sequence 8)
Language
German
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289 290 näher zu mir", ״denn ich bin Euer Bruder Josef." (1. B. M. 45, 4.) und meine es brüderlich gut mit Euch. Auch bin ich noch in sofern Gner Bruder, da ich. sowie Ihr, in meiner frühesten Jugend schon eine Waise war. In meinem dritten Jahr schon verlor ich meinen Vater, und meine gute und geliebte Mutter noch vor meiner Konfirmation (Bar-Mizwa), in meinem dreizehnten Lebensjahre. Ich hatte kein so gutes HäüS und keine so gute Waisenmüttcr und Väter, auch keine solche Erziehung und Ausbildung, wie Ihr dieses alles hier habt. Vielmehr mußte ich viele Jahre hindurch in der Fremde und nur unter fremden Menschen zubringen und mich sehr abmühen und vlagen, um etwas, zu erlernen und die nöthigsten Lebensmittel mir zu verschaffen. Ja, meine lieben Kinder, ich, den Ihr jetzt vor Euch sehet, mußte großen Mangel, ja oft bitteren Hunger leiden. — Aber, der gütige Gott, ״der Vater der Waisen" stand mir gnädigst bei/ ״Er weidete und nährte mich von meiner Jugend an bis auf den heutigen Tag." Ihm danke ich stets uud besonders auch jetzt ״für all seine Liebe und Treue, die er mir, seinem Diener, erzeugt hat. Und wer weiß, wenn ich nicht eine Waise gewesen, ob ich auch das Wenige geworden wäre, was ich heute bin; ob ich insbesondere ein so tief fühlendes Herz für Euch, meine lieben Kinder, hätte und ob mich alsdann ״zu Eurer Erhaltung Gott hiehee gesandt, hätte?" Denn, meine guten Kinder, ich bin mir stets bewußt׳ und bekenne und erzähle cs meinen Kindern, ״daß ich eine Waise und ein Fremdling war im fremden Lande", und daher weiß ich auch, wie diesen zu Muthe ist." Mil den Worten Josefs, dessen Namen ich führe, spreche ich jetzt zu Euch: ״Und nun betrübt Euch nicht und seid nicht verdrießlich darüber, daß Ihr als Waisen hier sein müsset", entfernt von Eurem Geburtsorte, Eurer geliebten Mutter und Euren Geschwistern, und daß Euch Gott, in seinem unerforschlrchen, weisen Rathschlusse Eure Eltern frühzeitig weggenommen hat." Die Predigt ist in Padcrborn im Selbstverläge des Kuratoriums erschienen (8, 34). Der Reinertrag ist zum Besten des Waisenhauses bestimmt. Preis: 3 Sgr. Wir wünschen derselben die weiteste Verbreitung. Literarischer Lolbo (כלבו). XXVI. Der wirkliche Staatsrath Herr v. Dorn, Mitglied der Akademie von Petersburg und Professor der orientalischen Sprachen daselbst, hatte die Gefästigkeit, mir folgende zwei Schuldscheine, die aus Erivan zur Lesung nach Petersburg geschickt wurden, mitzutheilen, ich glaube, daß diese Dokumente, wenn fie auch die Literatur nicht sehr bereichern, doch als Kuriosum von der jetzigen Schreibart der Juden und Armenier veröffentlicht zu werden verdienen. 1 ועד אני מ׳ דוד הצע ל יאימסקולי בן מסתפיה יוזבש פ״ה מנטי מזה הוצת קע־׳ה לי מסקולי לסכר בני מסתפזא יוובשי דינני היב דוש הורש תמוז אני מ׳ דוד בן עיבז ועד אני מ דוד הצע לי אימסקולי בן מסתפא יובש כ, מנטו מזה הוצת קמ״ה מנט ליאסכר אימסקולי בני מסתפא יוזבשי דעני רדו דוש הודוש אב הצעיר דוד In der Uebersetzung, die hier folgt, war ich ganz mit dem berühmten Orientalisten übereingekomen. . Ich DavitrMada bezeuge dem JmaSkuli, Sohn des Mustapha Juzbaschi, die ScMd von 50 (?) Rubeln (Moneta) außer den 150 Rubeln, die ich dem Askar JmaSkuli aus der Familie Mustapha Jezbaschi schulde. Es war von meiner Seite ausgestellt am Neumond Ab. Unterschrift. Nach^^^orm im.zweiten Schuldschein könnte man in Versuchung gerathen, zu rWi 2הנני ה״, da das י immer im ד fich befindet, und dieses ein ה geben kann. N. Insevat• פסוח מעהל Es diene Ihnen zur gefälligen lkenntnißnahme, daß unser, unter Ritual-Aufsicht des ehrwürdigen Ober-Rabbinates von Groß-Kanizsa erzeugte IM- Ostqrin, mit dem Siegel des genannten Ober-RabbinatS versehenen Säcken von jetzt an von uns bezogen werden kann. Der Verkauf erfolgt zu jenen Preisen, welche am Tage dev Versendung laut unserem Press - Kourrant bestehen , unter Zuschlag von 20 Nkr. Pr. Ctr. für Ritual-Spesen. Pest, im Februar 1864. Poster Walzraübl-Gesellschaft. Daß das Mehl, welches in der hiesigen Walzmühle gemahlen wurde und verabfolgt wird, unter der Aufsicht besonders bestellter משניהיס bereitet, gefüllt und plombirt wurde, und ohne jedwedes Bedenken zum פסה Gebrauch verwendet werden darf, wird hiermit bestätigt שהקמה נטחן ונתמלא ונחתם תחת השגחתי. Pest, im Jahre 5624. Oberrabbincr zu Groß-Kanizsa (8-8) HirscH B. F"asseX, Besitzer des goldenen Berdienstkreuzeö und der österr., russ. und sächsischen großen goldenen Medaille für Kunst und Wisseuschaft. Szeged in, ■ Selbstverlag der Redaktion. Leipzig, üouiinissions-verlag von irnmj Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin. Hierzu ein Bogen Beilage.

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