Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1864-03-09 · 10 (9.3.1864) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
10 (9.3.1864)
Date
1864-03-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2542917-2543121-2543132--3553-2547441
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

M 10. Siefientct Jahrgang. 5zegedi», Dm 9. Mrz 1864. Jeden Mitttvoch erscheint ein Bogen. ׳ Priinnincralionspreis: Ganstährig 7 fl., 3 fl. 50 kr., vierte!!. 2 fl. öst. W. Einzelne Nummern i S kr. Man aboiimrk bei allen Postämtern u. Buchhandlungen des In- und Auslandes. . Wocf)C110fatt für jüdische Theologie. 3n|crate : find and. Redaktion in Szegedin oder ait Hrn. .lrnnj Bugiier in trip,jig zu senden. Die Lspaltige Petiizeile wird mit 10 Nkr.--2 Sgr. berechnet. Herausgeber und Redakteur: UlBOPOlLn ]Löw Obcrrabbinec zu Szegedl». llcdalrlion: . 3 Kronen-Gasse, Politzer'sches Hans. Inhalt. Erklärung zu einer Erklärung. Bom Herausgeber. — Bibliographisches. Von Prof, della Torrc. — Versuche über die jüdisch-arabische" Literatur. Von Adolf Neubaiier. — Kovrefporidenz. Äuslnnd. London (Möntestore.) Hannöver (Synagogcnbau.)' Leipzig (Kultus.) Breslau (Vorlesungen.) Inland. Pesr (Kcthlkba-Stenipel.) Pest (Ndzsah's Vorlesung.) Veßprim Kultuszustäude. im nördlichen Ungarn») Miskolez (Kouferenzeu.) Baltonha (Chevra.) Prag (Trauerfeier um Sachs.) Vrünn (Wohlthätigkeit.) Lirerärische Anzeige. Ewald's IV. Ezra. Angezeigt von Dukes. Inhalt der.' Beilage. Kurze klterärische Nachrichteu. Wesseiy's Religionsbuch. Der Dichter Ephraim Kuh. — Literärischer. Kolbo. Von Löwp. Fe-lsenburg und Schnitzer..— Berichtigungen. —Inserate. — Zirkular der Miskolczer Gemeinde und des dortigen RabbinatcS. ErMmirg z«. einer ErMrnng. מסרסמין את ר־יחנסיס Jom« 86, b. והצרק בקש ואלי תהיה עקש עבור ואל תוקש בלבות המורים D o nasch be n Li brat. Der ״Mainzer Israelit" hat sicherlich keine Ursache, sich über uns zu beklagen, und es ist unser ernstlicher Vorsatz, ihm auch in Zukunft keine Ursache zur Klage zu geben. Wir werden uns erlauben, , ihn fortan zu ignoriren, wie wir ihn im Interesse unserer-Leser bisher ignorirt haben. ״Ben Chananja" hat seinen Freunden Gottlob , allezeit Nützlicheres zu bieten,/ als polemische Auslassungen gegen die neuchaßidäischen Charlatane in Mainz und. Eiseustadt. Wenn wir mit vorliegender Erklärung von unserer Marime abweichen, so geschieht dies nur, weil die Mehrzahl der Unterschriften, ,mit denen die jüngste Kundgebung der Orthodorie versehen ist, in Ungarn gesammelt wurde, so daß es unsere Pflicht zu sein scheint, daß Verhältniß dieses Dokumentcs zur. Gegenwart näher zu beleuchten. 1. Zuvörderst einige statistische Bemerkungen. Herr Dr. .Hildesheimer, der die Unterschriften in Ungarn sammelte, hat .es an Eifer nicht fehlen lassen, um durch eine recht ansehnliche Zahl, von Subskribenten zu imponiren. Er nahm daher keinen Anstand, auch die Vertreter von Miniatttr-Rabbinaten, wie die Nabbinen von Bezdan, Belenyes, Bega zur Unterschrift einzuladen! Trotzdem brächte er in Ungarn nicht mehr als 74 Unterschriften zusammen. Mehr alö 200 ungarische Nabbinen haben also nicht unterzeichnet• Die bei weitem überwiegende Mehrzahl der ungarischen,Nabbinen ist also mit dem Inhalte der Erklärung oder doch mit ,der Publikation derselben nicht einverstanden. Die böhmische Zndenschaft lieferte nur zwei Unterschriften, die mährische eine einzige! Unter den ausländischen Rabbinen lieferten die baierischen Nabbinen die meisten Subskriptionen: sieben! Die überwiegende Mehrzahl der baierischen Nabbinen hat sich also ebenfalls nicht angeschlossen. Preußen ist durch drei Unterschriften vertreten. Aus dem übrigen Deutschland, aus Frankreich und. Holland wurden nicht mehr als 14 Unterschriften zusammengebracht. Wie, die Unterschriften vorliegen, beweisen.dieselben, selbst wenn sie verdoppelt würden, durchans nicht das, was sie beweisen sollen; vielmehr konstatiren sie, daß die Mehrzahl der Nabbiner in den, fraglichen Ländern theils die'Uuterschrift verweigert hat, oder — weil die Verweigerung vorauSzuseheu war — gar nicht aufgefordert wurde,die Erklärung mit zu unterzeichnen. Da nun von ungefähr tausend Rabbinen nicht mehr als 121 Unterzeichneten, so wäre es ja von Seite der Agenten der Orthodorie viel pernünftiger gewesen, die Erklärung nicht zu veröffentlichen, als den Gesinnungsgenossen durch die geringe Zahl der ׳ausgebrachten Unterschriften , znzurufen: Sehe.t, liebe Brüder, wir sind in der.Minorität.!! 2. Und nun erst die Erklärung selbst! Eine seltsamere Erklärung ist wol kaum denkbar. Die Unterzeichner, kündigen eine Manifestation ihrer orthodoren Grundsätze an, und geben sich i n dieser Manifestation mir. klaren und unzweideutigen Worten als antitalmudische Reformer, zu erkennen! Ihr erstes Prinzip lautet nämlich: ״Das Judenthttin besteht aus der in der schriftlichen und mündlichen Lehre von Gott uns mitgetheilten Gesetzen und Glaubenswahrheilen; wer irgend eine dieser. Glaubenswahrheiten oder..die Pflichtm äßigkeit e ine s dieser Ge se tz e- .neg irt, steht demjemjenigen gleich, der die ganze himmlische Offenbarung leugnet." Also nur wer die Pflichtmäßigkeit uegirt! Diese Behauptung steht aber mit dem Talmud und der ,einstimmigen Entscheidung aller nachthalmudischen,Gesetzeslehrer in direktem Widerspruche. Der >-מהלל ,שבתורת בםרהםי, selbst der dies nur באיסור דרבנן thut, - gehört iu die Kategorie derer, von denen der Schluß des eben angeführten GrundsatzeS spricht (O. CH. 385, 3), ohne daß der Uebert^ter des bezüglichen Gesetzes befragt werden, oder eine Erklärun

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.