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Ben Chananja · 1864-02-17 · 7 (17.2.1864) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
7 (17.2.1864)
Date
1864-02-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
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143 144 nun über den Gegenstand der vorliegenden Predigt meditirt habe, desto berechtigter halte ich mich, dieselbe nach Disposition und Ausführung als sehr gelungen zu bezeichnen. Der begabte Redner hat 4 M. 24. 5. 6. zum Terte gewählt: eine vollkommen berechtigte Wahl, da der.erste Vers nicht nur in der Haggada, sondern auch in der Liturgie eine auf die Synagoge bezügliche Bedeutung erhalten hat. Diese Bedeutung wirb nun in der vorliegenden Predigt festgehalten, und die vier Btlder des zweiten Tertverses werden mit geistvoller Gewandtheit auf die Synagoge angewenbet. Herr Dr. Unger hat entschieden Beruf zum jüdischen Prediger, und die ihm gebührende Anerkennung wird gewiß nicht ausbleiben. 23. Rede zur Einweihung des israelitischen Tempels in Jglau, am 9. September 1863. gehalten von Dr. Ab. Jellinek, Prediger der israelitischen KuliuSgemeinde in Wien. Wien, 1863. Bendiner itnd Schloßberq. 8 16. Die Einweihung der Jglauer Synagoge, — die beiden Festredner vermeiden ans mir unbekannten Gründen diese Bezeichnung — wurde nicht nur von dem einheimischen Rabbiner, sondern auch von dem eigens hierzu berufenen Dr. Jellinek mit einer Rede gefeiert. Da manchen Zuhörern Eine Predigt zu lange zu dauern pflegt; so muß es den jüdischen Predigern zur wahren Genngthuung gereichen. wenn eine Gemeinde — allerdings bei einer besondern Veranlassung — zwei Predigten nach einander zu hören geneigt ist. Man erinnert sich hierbri unwillkürlich an die Berheißung: ״Siehe, eS kommen Tage spricht Gott, der Herr, da ick Hunger sende ins Land; nicht Hunger nach Brod, noch Durst nach Wasser, sondern zu hören das Wort des Ewigen (AmoS 8, 11)." Die vorliegende Rede über Ps. 118, 5. hat die Aufgabe auseiuanderznsetze»: ״WaS daS israelitische Gotteshaus bis auf die Neuzeit gewesen, und was eS in der Gegenwart geworben ist." Der erste Theil ist der Vergangenheit, der zweite der Gegenwart gewidmet. Jenem liegen die ersten TerreSworte zu Grunde: ״In der Bedrängniß habe ich Gott angerufe»;" diesem die letzten Tertesworte: ״in der Freiheit hat er mich erhört." Die jüdischen Gotteshäuser haben ihre eigenthümliche Geschichte, ״gleichwie das israelitische Volk eitizig unter den übrigen ׳Völker» erscheint, wenn wir sein hohes Alter, seine heilige Sendung, seine hehre Bestimmung, seine weltgeschichtliche Stellung, seinen einhritlichen Stammegcharakter, seine geringe Anzahl, seine mühseligen Wanderungen, seine Zerstreuung in allen WelttheUen, seine unvergleichlichen Leiden, seine Ansdauer, seine Zähigkeit, seine Unzerstörbarkeit, feilte rührende Familieninnigkelt und seine unerschüllerliche Glaubenstreue betrachten (S. 7.)" Die hierauf folgende Schilderung der Synagoge in der Vergangenheit beweist neuerdings, daß Dr. Jellin׳k der 'Maler unter den jüdischen Predigern ist, wie Salomo» in Hamburg der Dicht cr unter denselben war. Die Stoffe, welche Jellinek für seine Homiletischen Gemälde wählt und die Behandlung, die er denselben angedeihen läßt, zeige» den Kenner des jüdischen Alterthums und den gewandten, geistreichen Redner, der das, was bei vielen Anderen ein unfruchtbares Kapital ist. zum Nutzen und Frommen seiner Zuhörer zu verwertheu versteht. Wir,erkennen dies mit vielem Vergnügen an, wenn uns auch die Auffassung mancher Spezialität nicht ganz mit der geschichtlichen Wahrheit übereinzustimmen scheint. So wird gleich zu Anfang der Schilderung S: 7. übersehen, daß die S!»1agogen Jahrhunderte hindurch neben dem Jerusalcmischen Tempel bestanden haben. Von den Gebräuchen, die S. 9. aufgezählt werden, wurde mancher als Nachahmung fremder Sitte in die Synagoge verlegt. Solche Versehen müssen von der Kritik um so bereitwilliger übersehen. werben,' als die Archäologie der Synagoge niemals wissenschftlich behandelt wurde. Wir werden uns gestalten, den Lesern des ״B CH." einen hierauf bezüglichen Versuch vorzulegen. Der zweite Theil feiert die Emanzipation in würdiger Weise. Möge die Predigt die weiteste Verbreitung finden, und möge Herr Dr. Jellinek fortfahren, die Gallcrie seiner trefflichen homiletischen Gemälde zu bereichern! Bemerkung. Der Prager Art. erscheint Nr. 8; die Miskolczer. Beil. Nr. 9. Xn.ste1fstte• פסח מעהל Es diene Ihnen zur?fälligen stenntnißnahme, daß unser, unter Ritual-Aufsicht des ehrwürdigen Ober-RabbinateS von Groß-Kanizsa erzeugtes in, mit dem Siegel des genannten Ober-RabbinatS versehenen Säcken von jetzt an von uns bezogen werden kann. Der Verkauf erfolgt zu jenen Preisen, welche am Tage der Versendung laut unserem Preis - Kurrant bestehen, unter Zuschlag von 20 Nkr. pr. Ctr. für Ritual-Spesen. Pest, im Februar 1864. Pester WalSfoiilil-Gesellscliaft. Daß das Mehl, welches in der hiesigen Walzmühle gemahlen wurde und verabfolgt wird, unter der Aufsicht besonders bestellter . משגיהיס bereitet, gefüllt und plombirt würde, und ohne jedwedes Bedenken zum riDD Gebrauch verwendet werden darf, wird hiermit, bestätigt ישהקמה נטחן ונתמלא ונהתם תחת השגחתי Pest, im Jahre 5624. Obcrrabbiner zu Groß-Kanizsa Hirsen B. Fasset, Besitzer des goldenen Lerbienstkreuzes und der österr., russ. und sächsischen. (1—8) großen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft. Im Verlage von Karl Gerold's Sohn in Wien erschien und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: ע ע e * t g t e n. Von Dr. Äd. Jellinek- Prediger an der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. — Zwei Theile in einem Bande, gr.& — Preis 4 fl. österr. Währung. Szegedin,! MWWeipzig, Ztlbllvcrlag der Nedaktion. ümiimilltons-örrlag von Frnnr Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.

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