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Ben Chananja · 1864-02-17 · 7 (17.2.1864) · page 6

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Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
7 (17.2.1864)
Date
1864-02-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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0י4 83südischen Schulenkontrole lmd über die Berwendnyg der Ueberschüffe aus dem Schulfonde B-rathung zu Pflegen. Als Vertrauensmänner sind von der h. Landsstelle nachstehende Herren einberufen worden: Vom industriellen Stande dte Herren v. Schoßberger und Posner aus Pest, Pap-» penhetm aus Preßburg , Geiringer aus Stampken. Lincee aus TotiS, Dr. Deutsch und Kam ans Debrecztn, Weiser aus Szäntü, Grün bäum aus TemeSvar; aus dem Rabbinate die Herreu: Steinhardt aus Arad, Brüll aus Pest, Hirsch aus Altofen." Es erregt Befremden, daß einige Doktoren der Medizin von den offiziellen Regierungsorganen als um ״rnduüriellen Stande" gehörig bezeichnet werden. Der Name des DoktroS Kain aus Debrecztn wird in manchen Kreisen Befremden erregen, denn Dr. Kain tn Debreczm ist, wie Genauunterrichtete versichern, seiner Abstammung nach zwar Jude er gehört aber seit langer Zeit nicht dem Judenthume an. Zn Wahrheit wurde aber, wie ich aus zuverlässtger Quelle vernehme, nicht Dr. Kain aus Debreczin, sondern dessen Bruder ' aus Kaschau berufen. Daß in der hiesigen Gemeinde wirtlich nur der ״industrielle Stand" berücksichtigt wurde, und die Laien von höherer Bildung ausgeschlossen blieben, erklärt man sich aus dem Umstande, daß stch die Vertreter der Intelligenz seiner Zeit von der Gemeindeverwaltung ans eine Weise zurückgezogen, welche hohen Orts nicht soll gebilligt worden sein. Die Berufung der Theologen wird auf folgende Weise gedeutet. Vertreter der Altorthodorie: Hirsch; Vertreter der Neuorthodorie: Brüll; Vertreter der Reform: Steinhardt. §. Prag, 10. Februar. Die Nachricht von dem Hinscheiden des DrS. Sachs hat hier allgemeine Bestürzung und tiefe Trauer hervorgebracht. Der Vollendete hat sich in den Herzen der hiesigen Gemeindeglieder unvergängliche Denkmale, errichtet. Die offizielle Trauerfeierlichkeit findet am 7. Adär statt. Einige Tage nach dem Tode Sachs, brachten die öffentlichen Blätter die Nachricht, daß dessen treuer Jugendfreund, der vielbegabte und in weiten Kreisen hochgeachtete Dr. M or iz Veit mit Tode abgegangen ist. Von diesen beiden Männern gilt das Wort Davids:!הנאהבים והנעימים בהייה□ ובמותם לא נסרדו — Daß Sie" in Ihrer Vorlesung über die Trauung Dr. Saalschütz und nicht auch Dr. Wessely anführrn. ist sehr befremdend. Letzterer hat sich früher als Saakschütz im ״Orient" gegen die Kauftheorie ausgesprochen. Sie selbst zitirten seinen Artikel im Anfänge Ihrer eherechtlichen Studien. 02. Dorosma. Herr Jonas Fischer übergab an den hiesigen Magistrat 50 Stück weißes Brod, um dasselbe an den drei Faschingstagen an die Armen zu vertheilen. Kurze literarische Nachrichten. 17. Ozar Nechmad^ 'Briefe nnd Abhandlungen jüdische Literatur betreffend, von den bekanntesten jüdischen Gelehrten. Herausgegeben von Ignaz Blumenfeld. Vierter Jahrgang. Wien, 1863. Verlag vön Jakob SchloßbcrgS Buchhandlung. (Stadt , Franz Josef- Quai Nr. 9. Kohlmesscrgasse Nr. 6.) 8. 214. (Hebräisch.) Die Bestimmung ״Jahrgang" auf dem Titelblatte ist nicht genau zu nehmen. Der erste Jahrgang dieses trefflichen und lehrreichen Sammelwerkes erschien 1856; der zweite 1857; der dritte 1860; der vierte hat soeben die Presse verlassen, und wir beeilen uns, dic-Freunde der jüdischen Literatur sogleich darauf aufmerksam zu mache«. Der interessanteste Beitrag des vorliegenden Jahrganges ist die am Schlüsse-desselben abgedruckte, historisch-paräuetische Abhandlung—, Sefer Aliloth Debarim (179—214). Jsak Samnel Reggio machte vor dreißig Jahren auf dieses merkwürdige Schriftchen zuerst aufmerksam, indem er eine kleine Partie aus demselben mittheilte, und '׳sich zugleich über dessen Trefflichkeit aussprach (JascharS Briefe. Wien 'h0 24S- 1834. 122—132.). Reggios Handschrift enthielt jedoch uue den — oft epigrammatischen — Tert ohne Kommentar; die veröffentlich» Partie wurde daher von Reggio mit erläuternden Anmerkungen begleitet- Seitdem verlautete nichts über das Aliloth Debarim bis OsiaS H. Schorr wieder ein kleines Bcnchstück aus demselben der Oeffentlichkrit übergab (He-Chaluz 1, 160. 161.) Dem Herrn Blumenfeld gebührt die Anerkennung, diese nach Inhalt und Form höchst merkwürdige Schrift sammt dem dazu gehörigen Kommentare zum ersten Male verössentlicht zu haben. Seiner Edition liegt die Kopie einer Handschrift zu Grunde, welche von Abraham Mardechai Fartssol, Kantor und Notär in Ferrara, im Frühlinge des Jahres 1473 vollendet, hat. Nur kurze Zeit vorher war das Merkchen verfaßt worden, da nach der Angabe des unbekannten Verfassers seit der Zerstörung des zweiten Tempels mehr denn 1400 Jahre verstrichen sind. Michael b, Reuben, der eigentliche pseudonyme Herausgeber der vorliegenden Edition, hält, Italien für das Vaterland unserer Schrift, was auch durch das בתים tut Anfänge derselben hinlänglich verrathen ist. Das kurze Vorwort des Herausgebers ׳weist mit einigen Worten auf den Geist hin, der sich im 15. Jahrhundert in Italien regte und die freie Forschung begünstigte. Die Herrschaft der Aristotelischen Filososie war jedoch nicht so allgemein, wie hier angegeben wird; denn gerade im 15. Jahrhundert trat in Italien eine ''starke Opposition , gegen die aristotelisch-scholastische Filososie auf. CosmoS von Medici war durch Geutistus Pletho für Plato gewonnen worden, und mit ihm viele florentinische Gelehrte. CoSmoS stiftete sogar eine platonische Akademie. Die Filologen fühlten sich besonders von Plato angezogen. Für den Verfasser der vorliegenden Schrift hält der Herausgeber den Freidenker Aaron b. Verschon Alrabi aus Catanea in Si-, zilien, auf welchen in neuerer Zeit zuerst Schorr aufmerksam gemacht hat. Für den Kommentator hält der Herausgeber den Josef b. Schemtob, der als Kommentator des berühmten Briefes von Profiat Duran und auch als filosofischer Schriftsteller bekannt ist. Uns scheint kaum glaublich, daß Alrabbi'ö oder sonst eines italiänischen Autors Schrift in so kurzer Zeit in Spanien einen Kommentator gefunden haben sollte. Weitere Forschung dürfte vielleicht zn dem Ergebnisse führen, daß der Verf. selbst sein Werk kommentirt habe. Wir wollen dies vorläufig nur als Vermnthnng ausgesprochen haben. Hoffentlich wird das Aliloth Debarim eingehenden Erörterungen unterzogen werden. Den übrigen Inhalt des vorliegenden Jahrganges des Ozar Nechmadkönnen wir nur kurz berühren. Denselben bilden schätzbare Beiträge von S. D. Luzzatto, Geiger, MoseS Soave in Venedig, Sam Chajjim Loli, Reggio, Luzzatto hat S. 131, 132 seine Ansicht vom Judaismus und AttizismuS in französischer Sprache niedcrgelegt, um dieselbe vor Entstellung zu bewahren. Wir erlauben uns, das Jahrbuch allen Freunden der hebräischen Literatur angelegentlich zu empfehle». 18. Ko ch be Jizchak. Herausgegeben von M. E. Ste rn. 29. Heft. Wien. Druck von I. Holzwarth. 8. 104. * Im Jahre 1845 erschien das erste Heft dieser pert'odischen Schrift, welche .sich als ״Sammlung ebräischer Aufsätze, eregetischen und poetischen Inhalts, , zur Förderung des hebräischen Sprachstudiums״ ankündigte. Seitdem verfolgt Herr Stern mit Ausdauer und Beharrlichkeit das vorgcsteckte Ziel, waS um so rühmlicher ist, als Herr Stern ein Preßburger ist, und der gottselige Preßburger Rabbiner, Moses Sofer, die geflissentliche Korruption der Sprachen als ein frommes Werk Pries und em- Pfahl. Die bedeutendste Arbeit des vorliegenden Heftes ist: ״Kritisches von Sal. Rubin (44—54).״ Herr Rubin möge in der Folge mit selbstständigen Abhandlungen auftreten, und seinen Arbeiten eine klare, übersichtliche Ordnung geben. Er besitzt eine umfassende Belesenheit und handhabt die hebräische Sprache mit vieler Eleganz. Sehr interessant ist der von Jos. Löwy mitgetheilte Brief von Iosef 8 eonowitsch-

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