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Ben Chananja · 1864-02-10 · 6 (10.2.1864) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
6 (10.2.1864)
Date
1864-02-10
Page
– (sequence 10)
Language
German
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125 126 an der Disziplin betheiligen können? Pädagogisch gebildete Laien gibt» aber selten. Unseres unmaßgeblichen Erachtens sollte der Wirkungskreis des Schulaufsehers an jüdischen Schulen n u r auf das materielle Ge-- biet sich erstrecken; das Intellektuelle hingegen bleibe völlig den! Ortsseelsorger änheimgestellt. Dann wäre man wol nicht verlegen um einen Schulauffeher, da kein ehrenhaftes und gebildetes Gemeindeglied vor der diesfälligen Amtsobliegenheit zurückzuschreckcn brauchte. Valkäny, im Februar. Die Herren Stern und Tanner lassen wöchentlich einmal je 20 christliche Kinder mit Suppe und Brod ver- W &Ula, 31. Jänner. Nachdem die Berathungcn der Repräsentanz der Ortsgcmeinve sbei welcher auch zwei Juden als Gemeinderathe funglren) zur Abhilfe der immer größere Dimensionen annehmenden Nolh, sich ohne U)t Verschulden zu sehr in die Länge zogen, beschloß die Repräsentanz der israelitischen Kultusgemeinde unter deren Mitgliedern eine Subskription einzuleiten, welche das schöne Ergebniß lieferte, daß 16 Centner Mehl und 4 Klafter Holz (welch letztere wieder der Munifizenz des Herrn Heinrich Freund verdankt wurden) zur Vertheilnng gelangten; bei dieser Gelegenheit erlauben wir uns zu empsehlen, ähnliche Subskriptionen auf Ratenzahlungen einzuleitcn. wodurch , wie sich auch bei uns erwies, namhaftere Beiträge erzielt werden. An sonstigen Leistungen unserer strebsamen Repräsentanz habe ich zu-registriren: die vor einiger Zeit durchgeführte zeitgemäße Neorganisation der ׳ח״ק ferner die Verfassung von Statuten für die Schulkommission, an deren Spitze unser, Ihren Lesern aufs vortheilhafteste bekannte, allgemein verehrte Rabbiner D. L. Slraßer, als Direktor, fceiu».mt(Vr itm Wfrnpit1bfi (5f1e0rc1 und Schule besonders verdienstvoller zweiter Gemeindevorstand Karl W. Krishaber als Verwalter der Schule sich durch unermüdlichen Eifer für die Schule Hervorthun. — Znaim, Anfang Feber. Eine Traurede, welche Dr. Jelli-, nek vor kurzem hier hielt, bildete in hiesiger Stadt ein wahres Ereigniß. Die hiesige jüdische Gemeinde ist noch im Entstehen; und hat sich Dr. Jellinck durch den Eindruck, den seine Worte auf die zahlreichen christlichen Anwesenden machte, ein wahres Verdienst um diese Gemeinde erworben. 8. H. M. Vüsürhely, im Feber. Herr Dr. Berger Hatzum Bedauern aller Schulfreunde das Direktorat unserer Schule niedergelegt. Literarischer Kollio (כלבו). XXI. Die in diesem geschätzten' Blatte empfohlenen Notizen über ״Lydda" (Nr. 50 v. I.) betrachten wir noch nicht als abgeschlossen, und glauben Folgendes bemerken zu dürfen. Der Verfasser verlegt das Märtyrerthnm von L. in die hadria- Nische Zeit. Wir können diesem nicht mit Sicherheit beipflichten, und begreifen ebenso wenig, wie denn der Aruch (Art. הרג) die beiden Opfer Schmaja nnd Achja gerade nach 8. verlegt! Es sucht dieses Knäuel überhaupt seinen Alexander, der unseres Erachtens im B. Rabba Kap. (54 zu finden ist. Daselbst wird erzählt, wie Papus und Luliauus zu dem Aufbau des dritten Tempels die Pilger unterstützten. Der Aufbau ist zwar in Folge der Einwürfe des Kutäer auf Anordnung der Regierung nnterblieben, nicht ohne im Volke böses Blut erzeugt zu haben; es ist aber mit Wahrscheinlichkeit anznnehmen, daß schon ans dem Grunde P. und L. zu den malcontenten gehörten, um ihrem frühern Wirken die Krone aufzusctzen. Sie wurden in Lud (Tanith 18, b) unter Trajan, nachdem auch der TrojanStag יו□ טריימס eingeführt wurde, gerichtet, und eben diese wollen wir unter der הרוגי לוד (B. Bathra 10, b) verstehen. Collidirt auch der Ausdruck מלכות הרשעה mit der bekannten Ansprache an die später» römischen Kaiser: ״sei glücklicher noch als AugnstuS und noch gütiger als Trajan!" (eine Collision, die an Titus ermabnt), so dürfte seine Güte gegenüber den Eroberten denn doch Wünsche übrig gelassen haben. — Vergleicht man noch die in B. Rabba Kap. 64 angeführte äsopische Fabel vom ״Löwen" zu Echa Rabbathi (Anfangswort דוב אורב) wo es heißt: ארי במס תרים זה טריינוס so rücken wir der Uebcrzeugung näher, daß hier von Trajan und nicht von Hadrian die Rede ist, wenn auch dessen Tod mit der Angabe im Talmud nicht übereinstimmt, wie es übrigens auch bei Titus der Fall ist. , Gr. Kanizsa, im Jänner 1864. Löwy. Erklärung. Herr Magyar irrt sehr, wenn er glaubt, daß ich ihm, wie in Nr. 2 d. Bl. berichtet wird, eine Predigt gehalten habe. Es ist nicht meine Schuld, daß Herr M. eine Eidesformel für eine Predigt hielt. Die Assistenz des Rabbiners bei der Beeidung habe ich selbst v. I. für nunöthig erklärt. Lugos. Salomon Weiß, KomitatS-Nabbiner. Berichtigung. Wie mich Herr E. Bardach, — der sich gegenwärtig mit dem Studium des eregeflschen Handbuches zum alten Testament beschäftigt, — aufmerksam macht, ist eine in der Hauptsache der unserigen (der Plural ist hier nicht Antorenlizcnz, sondern bezieht sich einestheils auf Herrn Bardach (ähnliche Erklärung des Wortes -שרק (H. L. 7, 3)*) bereits im Kommentar zn diesem Buche von Hitzig (auch Namens srüherer Verfasser) enthalten. Da nun dieser Gelehrte in der Einleitung zu meinem Hohenlicde erwähnt steht, sehe ich mich zur Vermeidung von Mißdeutungen veranlaßt, hiermit die Versicherung abzngeben, daß ich zwar den gedachten Kommentar von Hitzig vor dem Erscheinen meines Merkchens gesehen und auch in Eile manches darin gelesen (zumal des Verfassers Auffassung des H. L. im Allgemeinen), aber nicht in der Lage war, den ganzen Inhalt desselben kennen zu lernen, so daß ich bis jetzt nicht die geringste Ahnung von dem Vorhandensein der in Rede stehenden Erklärung in irgend einem Druckwerke hatte. Ich benütze zugleich diese Gelegenheit, die durch ein Versehen weggebliebene Quellenangabe zu der kleinen Anm. 9), Scene VIII. in meinem Buche hiermit nachzutragen, und erkläre, daß dieselbe von Umbreit entlehnt ist. Wien, im Jänner 1864. S. Horowitz» *) Vergl. m. H. L. Anm. 1) zu Szene X. Bemerkung. Herrn Dr. Z. in R>: 6 fl. 60 kr. Auch sehe ich Ihrer Instruktion entgegen. Druck von Sigmund Bürger in Szegedin.

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