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Ben Chananja · 1863-12-16 · 50 (16.12.1863) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
50 (16.12.1863)
Date
1863-12-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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929 930 nicht zersplittern und daß Herr R. abermals au fccr Spitz« der Ge» meindeverwallung bleibe. Gut mann. Vrtttonha, 4. Dezember. Die hiesige Rabbinrrfeage isi end» lich glücklich gelöst worden. Bei der am 24. November hier abgehal» lene» Generalversammlung der hiesige״ israelilische» KulliiSgemriiide und des hieher gehörige» Bezirkes, bei welcher ein KomitalS-Stuhlrichtcr als lantcSsülsilichcr Konimissär sungirte, wurde Herr Moriz Weil, Schwiegersohn des ZpclN'üger KreiSrabbinerS fast riiisiimmig z»m hie« sige» BezirkSrabbiner gewählt. Herr M. Weil ist ein junger. aber sehr strebsamer Mann, der dem Zeilgcistc huldigt, und der auch der lieben Nationalsprache limtig ist, welcher Umstand ihn am mcisteii hicher einpsahl. (Zs läßt sich demnach vcn dem ersten hiesigen Nabbiucr viel Gutes »nd Schönes erhoffe», und wir sehe» mit Sehnsucht der Zeit entgegen, a» Welcher Herr Weil sei»?lmt hier aiikrcic» Wirt.' Lein?lmlSaniritt erfolgt mit t. Mai f. I. (Zn, Ltallhallerci-Znlimat vom 20. Oktober d. Z.. Z. 57.005, crtncl die allsogleichc Lverrniig säuinillicher jüdischen Lchulcii im (Zsa» nadcr Komilalc au, welche nicht durch behördliche Bewilligung cnistan» den sind. (Der Wortlaut heißt: .׳!?.cmiiuli inoyszütitctes ir;i״t inlüxkrdjcnek.) Z» Folge dessen ist die hiesige -.;.aeiltischc Gemcindc um (Zonzessionirung ihrer Lchnlc bei der hohe» Stallhalterei bilischristlich eingekonime». — Dein Herrn Oberstnhlricl'ler v. Hsiln haben wir zu verdanke.,, daß er mit '.Inernng des obbcnanutcn 2>>ti»1atcS so lange warlci, bis eine?lutwcrt der Ltatllialterei ans die lZingabe des BerstanteS ersclgc» wird. — Schließlich kann ich cS nicht nnerwäh»!!affen, daß der hiesige röm. kalb. Seelsorger, Herr De. Zoi'es LzabadoS, di» (Zinladung teS BcrstandcS zu der ini Lcprember abgehalleiicn halbjal״ rigcn Prnsung bereitwilligst annahm »nd derselben durch volle trti Linnlcn beiwohnte. VI111 Schinne der Prnsung sprach er seine vollste Znsijede,!heit sowohl mit de» Leistlingen, als auch mil den lZinrichinngc» der Schule ans. Dem Verdienste seine Kronen! — 2 o n. Klauber, Lehrer. Z. 3. rt. ltjltcll) f 1. Dezember. 2»> Lause der Woche weilte Se. Hochwnitc» t.r Oberrabbi Fischmann »uo Miskolez!» un'ercr Siadt, iiin »»lern würdige» Oberrabbi Löw zu einer demnächst abzuhalicnlen Rabblncrvcrsanimlnna persönlich cinzuladen. Unsere Häupter der Hhaßidiiii, insbesondere der nengebackene Nebbe Hilcl in SzikßO ncibe» ihr Hantwerl so »»verschämt, daß die crihodrren Nabbuie» diese!» Uliwcsc» ein Halt zu gcbieleii für geboten Halle». Die Bcanlworlnng der Frage, ob dieses sich (Zrinannen »iibl z» i'päl ist, überlasicn wir den Führern der »euorlhodoren Schule und ienrii Herren in Ungar» . die, obwohl in Lchnle »nd Sunagoge nicht dem Rückschritt huldigend, doch hie und da ihre Blicke »ach Mainz lenken. Leit der Funktion des hiesigen Borstelicrs Herrn 2sidcr Schon, eines ebenso huiiianc» als populären (ZhreilinaiineS, hat die frühere Llpaihie auch i» Lchiilangelegciih.'itc» in unserer Gemeinde einer etwas rührigeren Thätiglcit Platz gcniacht und sich ans diesem Gebiete eine khriliialiine cuiwickelt, die nur lobwürdig ist. 2»Sbescndere ist cS die Dirrciiciissrage, die durch die Resignation des prov. Direltors 2ulius Wcinberger, eines ebenso lhaikräsiige», als gristrcichen Mannes, in den Vordergrund getreten ist, ». dülsic dieseSmal der Posten eines Direktcrs an der hiesigen Lchnle durch einen Lehrer zuversichilich besetzt werden. Bei einer im Beisein der löbl. Gemeinderipräsentaiiz, des hochwürdigen SchlilcninspcltcrS Herr» v. Besenyei und des gegenwäriigen prov. DirrktorS in dieser Llngclegciiheit jüngstens abgehalienen Kcnicrenz wurde riustimntig beschlossen: die Herren Klaffcnlchrcr Moriz Stern und Nathan Fischer von hier, sowie Herr» Klassenlehrer (Zleazar Seligmann au- Fünslirchen als Kandidaten für den vakant gewordenen Direktorposten in S. a. Ujhely zur (Zriiennunz der hohen Regierung vor» Zuschlägen. Und wenn für Herrn Strrn feint mehrjährige segensreich» Wirksamkeit an der hiesigen Musterhanvlschule sprechen dürfte, so kann Herr Lehrer Fischer immerhin dasüße Dewiißtseia i» sich tragen, nach einem so kiirzen Zeiträume. während Lessen er an der hiesigen Schule wirkt, das Vertrauen seiner Vorgesetzten Behörde und der Gemeinde wchlvertientermaßen in dem Grade sich erworben Zit haben, daß er der hohen Regierung für diese» so wichtigen Posten gleichfalls in Dorkchlag gebracht wird. Ob Herr Seligmaini, der in seinem Kreise, wie 11114 bekannt, segensreich wirkt, insb,sondere um dir Hebung der magyarischen Spracht a» der Fnnssirchner Schule sich Verdienste erwarb, einem dieSsallsigen Rufe der hohen Regierung Folge leisten wird, sind wir nicht in der günstigen Lage, im vorhinein beaniwortcii zu köiinc»: geling, der freund» liche Leser möge bei der Kaiididirung solch tüchtiger Lehrer dir Ueber- Zeugung gewinnen. wie praliisch die Konscrrnz vorgegangen, wenn sie solche Kräsle in Vorschlag gebracht, die gerade i» den magyarischen Fächern tüchtig geschult sind.?111 der Mnstcrschnle dahier wurde das?lnssteigesystem ringesührt und die in rZ.ledigung gekommciirii Lchrerinstellc prinzipiell einer deS Ungarischen sündigen Lehrerin verliehen. 2» Kascha״ wurde ein schnlsreiindlicher. dem Fortschritt 1)111« bigcndcr Vo.stand gewählt und sind gerade die Herren Barkann. Freibcrgcr!e. :e geeiguci, ans dcm Gebiete der Schule im Sinne der Ver« cediiiittgeil vorz,,gehen. (Z pcricS bringt nach wie vor zur Hebung deS VolkSschulwesenS bedeutende Opfer und ist der dortige Oberlehrer De,»sch so recht an je ui ei» Platze. Unglvar kann sich aus seiner Finsteruiß nicht erholen, und ist die dortige Schule schwach besticht. I'. Aus dem Iwrdwostlichcu Bölmicu, in, Dczcniber. 'Wie überall die milceii Lonnenst,ahlc» der Knlinr die (Znlwickluiig fördern, und frisches rege- Leben hervorzanbern. so habe» sic endlich auch die Gemeinte!! unserer Gegend ans ihrem Halbschlase ansgcrültelt. und hört man als die allgemeine Parole: Hebnng de- GoliesdiensteS durch Linste klung zeik.zemäßer Kantoren und Verbesserung deS LchnlweseuS durch Hrcir.ing öffentlicher Volksschulen. Doch so achienSwcrlh derlei?lnstrengungen von Leite niauchcr Mlniatlir.-Gcmeilldc in den :Ingen aller Besscstcnkendei, sind, desto bk« dancrlicher ist eS, denselben leiier lein günstiges Prognostiken stellen zu können, teuii die Bcsserbemillelteu wandern alle den Berlehrspunkte״ zu, während die Miiielloscn ans den rrünimern der ehemals große» Genikinceii höchstens noch Filialen zn erhalte» im Stande sind, deren (äristenz keine Zukunft hat. Sollen daher die lZingangS erwähnte» iieucn 2»stil»>io11en in de» Grmcinttii srnchlbriiigend werden, so »uißie von kompetenter Seite baldigst etwas gesch.hrn, u!n den Fortbestand der Gemeinden trotz der?lu-walidcriiiig zn sichern. Um 2hre geehricu Leser einen tZinblick i» die Zustände der Rad« binaic nun rer Gcgcnd machen zn lasse», mögen folgende Fakta dienen, Königs wart, noch vor nicht gar langer Zeit Sitz eines Krei-rabbi« nalS, ist nunmehr znr Filiale herabgesniiken und dürste kann, mehr wieder erstehe». — Pc, sch au steht verwaist da. — Und läßt man alle kleinen und größeren Genieindeu unserer Gegend, d re» cS ziemlich viele gibt, die Revue paffireii. so ergeben sich ans eiueui Unikreis, von circa 6 Quadsainieileu nur zwei Gemciude״ (Tachan und Knllenplaa) niit Lokalrabbinaten. - Folgerichtig wäre auzniichme», die betreffenden zwei Rabbinatc seien wahrhafte Goldminen. die die Stellung der beiden Herren Rabbiner sehr bcueiten-wkrih machen,?tber weit gefehlt. man fühlt auch hier ein Lebe» voll (Z11lblhr1.׳»zen und ist keiucSsallö aus Rosen gebettet.

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