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Ben Chananja · 1863-12-16 · 50 (16.12.1863) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
50 (16.12.1863)
Date
1863-12-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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I L 925 fna 10, 40. Der. 32, 44. vrgl. 1. Mail. 12, 38.) Da» biblische ha- Negeb entspricht dem Schiflarh Ha-Darom trr Mischna, nnb da» ha- Schesela tfr Bibel dem mischniichen Sibiflatd Lob. Hieraus erhell», daß man im Alterlhume Lydda. nicht aber, wie gewöhnlich angegeben wird. Jaffa als Krenzscheide zwischen der nördlichen uub südlichen (!bene Die Mischna spricht auch von einem Berge von Lob (Lcheb. a. a. O ) Sie versteht tarunier vielleicht die Hügelregion, südlich von Lydda, von welcher Robinson (Pal. I1L I, 2701 spricht. Die merkwür« dige, zweifach trichotomische Giiiihriliing Palästinas in der eben angeführten Miici'iia, welcher wir die Erwähnung L.'S cnlncininen. gehört nicht weiter hicber. DaS Berständniß dieser Mischna ist durch die (Sr» läuicrungki, R. iSIia Wilna- und Kaplans gcsöidcrt worden, doch ist diese, für die taliiindischc Geographie Palästina'S so wichtige Forschung noch nicht als abgeschlrffen zu betrachte». 3. Der Talmud fc 1111t auch eine Brüche (מעברתא) von L. (jcr. taan. 4. 5.) No bi »sc» berichiet: ״Wir verließen Li'tla um 4 Uhr, indem wir sogleich ciiicn Wady. eine enge Niederung, turchzogin, welcher nordwärts täusl, nnd sein Wasser »ach de,» Flusse cl-'Aujeh führt" (Palast. III. I, 270.) 2» dieser Gegend ist wohl die talmudischc Brüche L.'S zu suchen. Die Notiz, laß die Tbora an der Brücke L.'s von D'*2'uS'CN verbrannt worden sei. ist »och näher zu belruchte». DaS (!reigniß gehört wohl mit den Märtyrern von L. (B. Baihra 10. b. P.ß- 50, ») i» .die Hadrianische Zeit. 4. Die Gegend L.'S war sehr sruchtbar, wenn auch die Nachricht hiperbolisch ist, daß man zuweilen bis zu den Knicen in Dattelhonig gewatet habe (Kethnb. III, a.) Die Gniwehncr. welche nicht ״ne '?Ickerbau. sonteru auch Handwerke und Hantel bcirieben, ersrenlen sich eines betenienten Wohlstandes. Die Lnidensischen Kansieuie habe» aus dem Gebiete der talinulische» HanlcISgcsctzgebuiig eine gewisse Bernblnlheii erlangt (Baba Mez. 4. 3) Wie die wot׳II׳abcnle,1 Gcuici»- Len der Gegenwart, war auch die L.'sche Genie.»de bestisseii, prachtvolle Synagogen zu bauen. '.11» aber einst ein einheimlieher Lchrisigelehrter eine!» answäitigen Genossen die Opferwillig!,!! pries, mit ivelchc» seine '.Ibne» so bclenlti'.dc .Kapitalien ׳» diese Gebäude ״versenli" habe», scheine sich dieser nicht, ihm zu bemcile»: ״Biele Seelen haben hier deine Ahnen der Bersenkniig Preis gegeben; gab es kcuii keine!borabislissene. die sic »»leisiützeu konnte»?" (jer. Schelal. 5, 4.) — '.Ins die Prarlnbauten zielt vielleicht die zuerst von Nasael Kirchhc: , hervor« gebobcne Stelle der Peßiliha (Abschn 8), wo L. Jerusalem an dir seile gesetzt wird. 5. Nach dem Talmud gehört L. zu den älteste» Städte» Palästiiia'S , welche schon zu Ioi'uaS Zeilen mit einer Mauer »mzeben waren, (jcr. Meg. 1. l.) 3» rcligionSg.schicl'tlichcr Beziehung gehört cS jedenfalls zu den hervorragentstcu Ortschaften des heilige» Landes. Nachdem Falle Betbar'S wnrtcii Lynotlii der Schrisigelchrten dalclbst gehalten, deren Beschlüsse für die Grbalinng »»d Enlwickiiinz des Iudcnihumvon böchsicr BcLeutung waren (S. die Nachweise bei Jost. Geschichte des IutciilhumS 2. 80. >07. Grätz. Geschichte 4. 185. 191. 524. B. (sh. 2. 491 — 493.) Die berühmtesten Lchrrstgelcditcn. die in L. lebte», sind N. Gliczcr b. HyrkancS und N. Tryson (Lanh. 32. I). Iadaim. 4. 3. B. Mez. 4. 3.) DaS Beihäliuiß tcS erster» zu den 2»te»christcn und daüber ׳.b» ausgesprochene Aiialhema ve,dient. Gczeiistand einer eingehendcn Nutersilchung zu werten Üi. Gliezcr gestattete, am Sabbalbc ein BeslhtteitungSmcsscr zu schmieden (Sabb. 130. n); wahrscheinlich, um gegen die Paulinische Doktrin von der Ucbciflüffizkeit der Beschneidüng für Htidenchristcn zu trmonstriren. Schon im Iriitcu Jahrhunderte waren jedoch die Lyddcnser wegen ihrer Obe.flächlichkcri. ibreS HochuintbeS und ihrer Larheit iu der Beobachtung rabbinücher Satzungen verrufen (Peßach. 62. d. Sanh. 3. d- Ab. Zara 36. ».); auch eizählte 926 man sich, daß di, Lydd,ns,rinnen schon io früherer Zeit ihre Andacht in Jerusalem sebr eilfertig verrichteten (ücha Rabb. 3, 7. 55. ».) Be« laiiiiilich war fiübzeilig eine christliche Gemeinde in L. (Nosenm. bibl. Geogr. II. 2. 335 .) Auf das nicht eben liebevolle Berhällniß zwischea Christen und Jude» scheinen die Worte drS Midrasch Rabba Wasjikra Kap. 23. hinzudkiileii. woruach Gcha Nabbathi 50, cl. zu korrigiren ist. Wer der Aleranter oder Alera war, dessen Tod in L. so aNz,meine Theilnahme erregte, (Tos. Chag. 2, (Znle bab. Gem. das. 18, ».) ist noch zu ermitteln. Merkwürdiger Weise haben die Lyddenser in der talmutischea Literatur Doppelgänger an den Lydier»! Ob die הביות סוריות der Miichna (Kelim 2. 2j ei» Grzeugniß dcr Statt Lydda waren, wie Maimonidcs erllärt, — das נ'אךץ ist wohl zu streichen, — ist zu bezwei» sei». Da AthcnäuS ’<iyym 4■ •<)׳] (Lyrische Gcsäße) k>»net (veipn. X. p. 492, o). so wird man berechtigt sein, zu rerniulhen. daß auch die Mischna von diese» lydischcn Gesäßen redet. (5i»e förmliche Koii'undation von Lydda und Lydien sintet sich aber in den Scholien des HerrnKreiS« rabbinerS WieSner (2. 8j. Da wird dcr Amoräer R. Limlai au-Lydda zu einem Lydier gemacht, und N. Tryson verkehrt nicht mlt den Kauf» lriitc» von Lydda, wo er notorisch wohnie. sondern mit Kaufleuten in Korrespondenz. Au»laud. I!. Bfpokatl, im November. <fs külstc Ihre Leser intercffiren. zu erfahre», daß a» dcr hiesigen Universität in tiescin Zalire 9t jüdische > Hörer immalriknlirl sind. Davon fcnimeii >9 aus die juridische, 26 auf die mctizinliche, 46 aus die silv,osi-chc Fakultät. > I'. Frankfurt ain Mai», Allsangs Dezember. ״Wohin kommet, wir?" — Dieist der Titel einer ve 11 Mainz ans versendeten, gegen lie jnd. K>rchc»bchörte in Würlemberg gerichtete» Brochüre. Die Or» thodone ha, von den Nesormcrn bereitreden und schreibe» gelernt; Hofscnilich wird sic in der Folge noch »iclir von tciisclbeii lcrucu. Daß sic dir Auionomie auch sü, sich in An 1 peuch uciiiut, kann gewiß nicht getadelt ׳ werden. '.Inch durste kauiu zu lcugueu sei», daß das burcaukralische Gle- »,eilt 1» der jüdischen Kirchenversassung Würtemb.rgS viel zn stark hervcrtritt. Inland. X. Wien, >3. Dezember. tSinc Kardinalsrage, »111 welche sich gcgenwäiiig das ganze Wiener Gcincindelebcii dreht, ist: ob dir Bcrtrciung dcr hiesige» Kuliusgcmciutc anders konstüuirt und in Folge kesse» die Berwaliung rcorzaiusirt werde» soll? — Alle Kouscrcnzeu von Pi ivaien, alle W ah!agitaltc»>n mit ihre» Zwilling-schwestern, den Iutrigucn, tendiren »ach dem einen Punkte hin, die Vertretung der hiesigen Iutengemlindc nach ncueu Formcu zu systemisirrn, oder um e« gerade hcransznsage», da- Institut der Vertreter, wie e« bijetzt bestanden und »och sorlbesteht, u 11, z 1, stürze n, und statt dessen eine nach kousliluiic»ellcn Formen gebildete KuItu-genicindk-Repräsentanz zu schaffen. ״Leben wir doch in eincin kcnslituiicnelle» Staate" —heißt rS allgemein — warn»! soll die iir. Kultn-gemeinde Wiennicht konstitutionell regiert sein?" - tlnsere GlaubeiiSgenoffen Wien« habt» nur vom Baume der Konstitutic» gekostet, sind vcu eitlem konstitutionellro Wahne besessen, ohne jedoch klar darüber zu sein, wa» dieser Leben-- bäum für Früchte trägt, wo diese gedeihe» und iu welcher Weise sie ge« »ießbar sind. Um dieinScinandcrjusetze». ist cnölhig zu betrachten, wir die Wiener Gemeinde in ihrer früherrn Dertrrtung-weise verwalte nnd geleitet wurde, und wie — oder brsser — ob sie anderersprieß» licher vertreten oder verwaltet werden kann. — Die 2udeugemriode

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