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Ben Chananja · 1863-11-18 · 46 (18.11.1863) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
46 (18.11.1863)
Date
1863-11-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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851 852 bezweifeln. 60 ttfir ist ater die Sammlung jedenfalls gediehen, daß ,« nunmehr Aufgabe der Wissenschaft ist. über da« Der» bLltniß der mischuischen Auslegung der Gemara zur Mischna feste, leitende Prinzipien aufzustellrn. Einen schönen und daiiltuSwtrthkn Anfang dazu hat Herr P: selbst gemacht, indem er die Anlilhesen der Mischna und die emphatische Pression br» Iruchlct, mit welcher die einzelnen Thcile dieser Antithesen in der Ger mara behandelt werden (V8. VS). Auf dieser Bah» muß man weiter sortschrritru. wa« die Freunde eine« wiffenschastlichen Talmudstudiums sicherlich nicht »nterlasseN werden. Seiner Anlage »ach ist vorliegendes Werk eigentlich ein wissen« schasiliche- Tagebuch. Der Verfasser entwickelt darin seine Gedanken über dir neueste» Erscheinungen der jüdischen Literatur. Nachdem er einzelne Partien des Schorr'sche» Jahrbuches lritisirt, und seine Kollek« lauen über die Eregesc der Mischna daran gereiht bat. bespricht er einige Ausführungen der ״Urschrift" von Geiger mit duldsamer, edler Vcschcitcnheit (1G8—201). Wir werden in diesem Blatte noch Gelegenheit haben, aus die hier niedergelegien trefflichen Bemerlungen hinznweisrn. Minder besriedigend scheint uns, was LOl—205. in Betreff des Igzcrrth ha Schemad gegen Geiger geltend gemacht wird. Bei aller Verehrung, die man mit Recht den! MainionideS zollt, muß doch zngegeben werde::, daß er in der Auffaffnng der talinudischen Haggada nicht objektiv zu Werke ging. Dazu war allerdings seine Zeit noch nicht reit aber MainionideS ist scnst in viele» Stücken seiner Zeit voringceill! S.. 205. 206. im»!»! der Herr Verfasser dein bei. was im ״Ben Ebanaiija" 1, 145 ff. über daS Berhältniß der niaimonidischeu zur talniud. Halacha anSeiiiandcrarsctzt wird, und knüpsl einige apolcgetische Vemcrkniigeu daran. Daraus folgt das llrthcil deS Herr» P. über Holthciui, wobei sich derselbe aus Dr, Frankel bernst, dessen Aeußernngen i» hebräischer Ucbcn'ctznng augesührt werden. Den Schluß des Wertes bildet eine Abhandlung über das .lkalcnterwet'eii (211—262), welche die Freunde dieses Fachemit grcsie», Jniercsse lci'c» werden. Ei» An- Hang (2ü5 278) bespricht noch einige ״eiic literärische Erich.innngen Zn», Schlüsse gestatte» wir u»S. eine״ zweifache» Wunsch aus. zii'preche»; 1. Möge davorliegende Werk die Verbrciliing 1111t Würtigung finden, die ilim in so hohem Maße gebührt, 2. Möge der Herr Verfasser die jüdische Literatur recht oft mit seinen gediegenen Arbeiten bercicherv. Literarischer £011)0 (כלבו), xv. Zerem. 25, 26 und 51, 41. . die den einstigen Untergang drweltbeherrschrnden Babylon verkünden, wird dieses mit einem Nameo bezeichnet, unter welchem sonst in der ganzen Bibel weder eS selbst, noch irgend eine andere zu ihm in näherer Deziehiing stehende Stadt genannt oder bekannt ist; ששך lautet diese fremdartige Benennuug. Sowie Hieronymus (Com. atl. Jer. c. XXV.), find auch Naschi, Ab» Esra und die anderen jüdischen Komuieiitatoreu übereiiistiinmeud der Ansicht, daß durch eine TranSpofiliou der Buchstabe» בבל nach der Formel אח״בש aus בבל der Name ששך entstände,1. sei. und dies wird auch aus Mangel an einer glücklichen Konjektur von deu neuern kritischen Lcriicgraphca Gcseniu«. Nork und Winer '.»estgehalteu. Rrsrnmüllcr (Handbuch der biblischen AltcrihumSkiinde, Band 11. S. 45) hat da« Unzureichende dieser Erklärung bereiteingesehen und sie nebst «inigrn anderen viel gezwuiigeiieren Anfichten verworfen, doch ist auch die von ihm. wrnn auch in Frage gestellte, aber doch bevorzogt, Behauptung von DohleuS (Symbol ad Interpret 8acr. cod. ex ling. pers. p. 22 daß ששך soviel als Schih-Schah ״Hau« der Fürsten" ist, indem dieser Name, der so viel a!« ביההמלך btdeutet, von dem königlichen Palaste neupersisch auf die Residenzstadt übertragen wurde, nicht annehmbar, da diese Wörter, audenen er sich ששך zusammengesetzt denkt, neupersisch sind und daher erst etwa rin Iahrtau'rnd später im Gebrauche waren, nachdem Babylon schon au« der Reihe der Staaten geschwundcii war. — DaS Wort ״Schah" ist schon nur eine Berkür« zimg des Wortes Ehiaiatya, welches im Allpcrfischen König bedeutet, und wahrscheinlich den zweiten Thcil des Eigennamen- ארתהששהא bildet. Da die Etymologie unsicher, Resultate erzielte, so mögen die folgendcn Zeilen aus der Geographie Ausschluß zu bringen versuchen, Zm südwestlichen Assyrien am Abhänge des Berges TagrcS zwischeu dem Tigris und dir Provinz Susiana, also nicht weit nordöstlich von Babylon, hcsaud sich ehemals die Lantschast ApollonialiS (Ltrabo 11. 13. 6); diese bildete eine Abthciluiig der Satrapie Babylcilici, und durch sir sühne dir Straße von Norden nach Snsa: .Uncpho» (Anal. II. 4, 13) Piclcuieus (VI 112) und Deodor (15, 65) nennen Liese Provinz ■T/rr«*1111;׳■!;׳b ihre Haupistadt Sirrnxij (bci Diodor 17, 110 hcißk sie blos ^','rr,-) PliniuS snat. 1113t. VI. v. XXVII. 8cct 31) sagt: ״Zwischen tiefen Ländern (Elialouiiis und Assyrien) und Mesene liegt Siliakene, auch Arbelitis und Paläsimc genannt-, dessen Hauptstadt Sitiake. von den Griechen gegründet, ist östlich 11. s. w." Diese Nachricht unscreS Amors, daß Siitare von den Geiechen erbaut wordc» sei. ist nicht nur an 1111D Mir sich »»wahrscheinlich, was schon Manncrt Grographic der Griechen mit Römer Bd. 5, S. 465 zngeslchl, sondern fit wird auch durch daS Zeugniß Slrabo'S (I. <-,) wilcrlcgl, ter sic mitet dem ihr späicr gegebene,׳ griechiich.» Namen J.7<>Xi.1»nürtc nemil. und dabei anmerli, laß diiwlbe Provinz von den Allen 2L1TTnxi;rq gelimini ivnrdr (!׳׳;Zm«*׳׳■׳;;>• brlXurv »l nn).<u»1), Oss. »bar istA',rr׳^^,-y der alle einheiini'che ytauie und .■t.7nXb׳n׳t<iT1r der ,üngere bcigclegle Name, und Plnnus war hier nngcnau bcrichict. Die Siaci Soialc lag. wir bereus crirälnit, 1» nichl wciier Eniseinnng von 'Babylon und wir Niebiibr's R.-isebeschreibnug von Arabien II. L. 30'» berichici, bcsindei sich bei drin heniige» Esli 'Bagdad ״och rin Trüninierrcsi ter allen Stadl Suialr, nämlich drr fogenanme N i mro d - tkn r m. Dem Gesagten zusolge lürsic wohl ter Prosct den Namen שען ־ ׳,/*»זז׳יג zur sigiiiliche» 'Bezeichnung Babylons gewählt haben und GeieniiiS Einwues (8. v. ׳::ך], laß man leinen Grund!ehe, warum Babri i» Jer. 51. 41 tiitttul mit icnum wahren, das andere Mal mit riurm versteckirn Namen dciicuiit fei, ist dahin zu rrletigen, daß ששן״ ein üblicher, bekannter Name war und es. wenn ein Gezenstaud zwei Namen hat, zu de» schönsten, 1,1 dee hebräische» Literatur am prachtigstcn enifalietru Reizen des poeiischen SlyleS gehört, in Parallelen beite zu gebrauchen (vgl. z. B. Pf. 76. 3). Nehcmias Brüll. Inserat. Konkurs. 2-3 Für die. an der mit der hiesigen k, isr. Mnsterhauptschulk verbundenen Mädchenschule neu freirtc Stelle einer zweiten Lehrerin, mit welcher ein IaheeSgebalt von 400 fl. ö. W. aus dem ung. isr. Lande«« schulsoiitr und 100 st. Quartiergeld aus ter KuliiiSgcmeiiidekaffe ver« bunten ist. ist der Konkurs anszeschriebcn. Die au den h. k. ung. Stall« haliereiraih gerichteten Gesuche müssen mit Belegen über Alter. Stand, Lehrbeiähigiiug, Besähigmig über den Unterricht in den weibliche» Handarbeiten bis zum 20. November l. I. bei Sr. Hockw. dem Herrn 3oh. Heine. Kiimmer, l. Rath und Sludieuoderdireklor io Gc. Wardein eingebracht werten. TrnieSvar, 6. November 1863. Der isr. Linltus-Gcmtilldcvorstan-. Dzegedin, Leipzig, Srlbflverlaz der «tdaltlto». Lommishon».Verlag vou Frau! Wa-oee. Druck von Sigmund Burger in Szrgedio. Hicrzu eilte (5rtrabeilage, betreffend die engl, und sranz. Unterrichtöbriese nach der Methode Touffaint-Langenscheidt׳

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