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Ben Chananja · 1863-10-14 · 41 (14.10.1863) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
41 (14.10.1863)
Date
1863-10-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M 41 -ZzeMi,. i)m!4. llkloker 1863, Wechsler Fahrgmlg. 3«־trn Mittwoch erschein» rin {)rännmrraiioniprti«: Ganzjährig 7 fl., balbj. 3 fl. 50 fr., virrtrlj. 2 fl. oft. W. Man abounirt tri allen Pofl, mtrrn n. Buchhaudluogrn de« In- »nd?tuStaare«. en ClmmM. UTocOcnörall für jüdische Theokogie. Herausgeber und Redakteur: i^icoipniLii Obrrrab-iiier;» Szegedia. 3*frr«lr find and. Redaktion in Ezegedi» odrr an Hra. /r»z Vag»« in deixziz zu srndrn. Die Lspaltig« Peinzeile wird mit 10 Rkr.L Egr. berechnet. Lkdalltl«,: 3 Kronen.Gaffe. Politzer'ichr« » MfUr{f ®,'*,*,.״* ׳ ^bbala. Do», Hrraii-grbrr. - Ioft'« Brief a» grämtet. - Darrasch'- Brief an De. Farmoly. - Zkl»rrc»pon0«-tt,. ÄuglanS. Mönchen sGrniriudrzustäudk. (;riieuiiiing Rosrnhain'« in de» Fünhrr Stadtmagistrat und Dachniann'« ,NM Slug«. N'klndrbevollmachliglrn.) Belgrad (Ümpsang de« Ot-erradl-iiirr« L. Löw.) Znland. Wir» Todc-auzeigr der grau Fran,isfa v. Schey.) l5Uorl'״flו״14"״ »ur Get-urt-tag^srirr Manul,einirr'S.) Snuliu > Lviiagogmcinwrikniuasfrirr.l L.mllN (TcinprlaiiSlchmückuiig.) Semlin ,ienirtzuiiq der Mnwrit'ung-srirr der Svnagogr und Baulelt.) Srmliu (ürnrnnnng Lew'« ,um Milglirde trr i-hrvra Kadis-d-) Gr. Kauizsa 'rmnutezii,laute.) Gr Ka,»,׳a (Jalire-pruiungrii.) — Kurie iiicräriich,- Nachrichirn (Papprulieiiu's א5רת- — Hrdräische Sprach- Irdre. — ,!ספר צמאת כרש• — Die yi״gau,,oseirr tes Brrsöbilungeiagc«.?!ugezcigl vom HeranSgrder. — Brrichligniigen von S. Fuchs und Slraffcr. — Bemerkung. Äie neuelle .»Jcfrfjidjlc Öcr Jlaööafa. Zweiter Artikel. Wenn wir am Schluffe unseres vorigen Artikels aus die Quelle zurückgingen, aus welcher N. Abrabam b. David auo PoSquiüreS, der sich als eifrigen Anhänger der Kabbala zu erkennen giedl, seine Kenntnisse in der Gehrinilehrc g. schöpft haben mochte, so geschah dies nicht, weil cö in "»lerer Absicht lag, eine rückwärts schreitende Geschichte der Geheimlehrc zu liefern. Wir stellten unS bloS die Aufgabe, karzuthun, daß die Kabbala, lvie in Asien, so auch in Europa, ans vormaimon!bischer Zeit stammt, und ihre Erlstenz! :11 Europa nicht, wie Dr. Grätz will, der Reaktion gegen j MaimonideS zu verdanken hat: N. Abraham b. David beluinrt sich auf die unzweideutigste Weise zur Kabbala, und ' doch ist er mehr denn dreißig Jahre vor der ersten Knudgebung jener Reaktion gestorben! Bei der entscheidenden Bedeutsamkeit, die wir diesem Gcwährsmaune beilegen, schien cü unö angezcigt, daran zu erinnern, daß sich in dem Kreise, welchem R. Abraham seine talmudische Ausbildung verdankte, auch kabbalistische Tendenzen offenbarten. Ein anderes, ebenso vollgültiges Zeugniß für ihr höbcreö Alter kann die Kabbala in der Polemik answeisen, mit welcher ihr MaimonideS selbst entgcgentrilt. Indem derselbe von den GotteSnamen spricht, sagt er: ״Wir besitzen nur Einen GotteSnamen, der nicht (von den göttlichen Thätigkeiten) abgeleitet ist: daS Tetragrammaton, welches der absolute Schein ha-Me so rasch ist. Etwas Anderes glaube nicht, und gestalte in deinem Geist keinen Eingang j der Thorheil der Amuletten-Schreiber (בוהבי קבייעית), nach > fr 111, waS du von ihnen hörst oder in ihren unsinnigen ■ Schriften in Betreff der Namen findest, die sie schmieden, , ohne daß dieselben irgend einen Sinn darböten, indem sie I dieselben Schemoth (heilige Namen) nennen, und behaupte»,! daß sie Heiligkeit und Reinheit fordern und Wunder wirken. - Alle diese Dinge sind Fabeln, denen ein vollkommener Mensch nicht einmal Gehör schenken sollte; wie könnte er sie gar glauben?"') Nachdem er die ans die Mittheilung der richtigen AuSspräche des TetragrammeS bezüglichen Worte deS Talmud *) angeführt hat, fährt er fort: ״Dies sind die Worte deS Talmnd; aber wie weit ist der Sinn, den man denselben beilegt, von der Absicht ihres Urhebers entfernt.' Die meiste» Menschen glauben nämlich, daß eS sich hier nm nichtanderes, als um Buchstaben handle, die man anSspricht, ohne daß man mit denselben irgend eine Idee verbindet, so daß man durch diese Buchstaben in den Besitz der erwähnten erhabenen Dinge gelangen würde, und daß man zu ihnen der moralischen Eigenschaften »nd der großen Vorbereitung bedürfte, wovon die Rede ist, während eS doch klar ist, daß es sich bei alldem um die Mittheilnug metaphvsischer Gegenstände handelt, welche, wie wir anderswo gezeigt haben, einen Theil der Geheimnisse der Thora anS- machen. In den metaphpsischen Werken wird dargethan, daß l eS unmöglich ist, diese Wissenschaft, ich meine die Auflassung deS aktiven Intellekts, zu vergessen; eS ist dies der Sinn der ' talmudische» Worte: ״was er erlernt hat, ist bleibend in! ihm!" Allein indem verkehrte und unwissende Menschen die j talmndischen Worte fanden, sahen sie darin ein weites Feld ן für die Lüge, indem sie behaupteten, sie wären im Stande, jene Buchstaben zu verbinden und zu sagen, dies sei ein (heiliger) Name, der, geschrieben oder ausgesprochen, auf diese oder jene Weise wirken und walten könnte. In der Folge wurden die von verkehrten nnd unwissenden Menschen erfundenen Lügen niedergeschrieben. AuS de» Schriften, welche ehrlichen, frommeu, aber bornirten Menschen, die kein eigenes Urtheil besaßen, um Wahres vom Fälschen »nterscheiden zu können, in die Hände geriethen, machten diese!- ben ein Geheimntß, und da man die Schriften in ihrer Hinterlasseuschast fand, hielt man sie für reine Wahrheit. Kürz:

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