Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 38 (21.9.1863)
- Date
- 1863-09-21
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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703 704 Wenn in dtw vorliegenden Doch» אשרה Astart« übersetzt wird, so ist diesenicht richtig. E« ist dies,« erst die zweit, uneigentliche Bedeutung. <$« ist diese« derselbe Fall bei dem Wort, D'ID, welch,« hier 00 Beamter übersetzt wird. Daß e« ,in Eunuch heißt, ist allbesannt, und da Eunuchen an den orientalischen Hosen zu hohen Aemtern gelangen, so heißt da« Wort nachher auch ein Beamter. Don der eigentlichen Bedeutung ries,« Worte« findet fich im Talmud da« Zeitwort häufig und auch in metaphorischer Bedeutung *). Da« Wort שגר (B. M. D. 7) heißt eigentlich nicht ״Fötus״, da dasselbe in einer allgemeinen Bedeutung im Talmud oft vorkommt und dort ״schicken- «werfen" heißt "). Die Klaffe der Wörter, welche in besonderer Weise mit Für» Wörtern (כמיים) zusammengesetzt find, hat Kimchi, wie gewöhnlich, selir präciS gegeben "). Diese Präcision könnte vielen Grammatikern zur Nachahmung dienen. Zn dem vorliegenden Buche ist zuweilen zwischen dem. wa« gesagt ist, und was eigentlich gesagt werden soll, ein bedeutender Zwischenraum. So z. B. das (S. 263) erwähnte תבואתך (Zob 22) Eigentlich ist darüber blos zu sagen, daß es soviel als תבוא אותך heißt, sowie das אל תבואגי (Psalm 36) ganz wörtlick hieße תבוא א:י oder genauer תבוא אותי. Wie das א:י יקרני {StobcUib 2, 15) klar beweist, wo daS אני, da eS in dem יקרני bereitS eiilhaltcn ist, ganz überflüssig ist. DaS אני heißt eigentlich אותי. tteber das Wort בהמות (Zob 40) ist eigentlich grammatisch nicht viel zu sagen. Mau kann nichts zu Kimchi hinzusügen. Zn dem vorliegenden Buche (S. 273) ist dieses Wort angeführt, und als Plural betrachtet. Es ist dagegen nichts einzuweuden. Eine eigentliche Nrzriisiion über das vorliegende Buch müssen wir einem wirklichen Gelehrten überlassen. Die vorhergehenden Zeilen gaben wir bloS in der Qualität eines Dillctanten geschrieben. Bevor daS Licht des Großen erschiene», hat das Licht des Kleinen sich gezeigt. Der künsiigc wirkliche Rezensent wird vielleicht Gelegenheit finden, sehr ernstliche Betrachtungen anzustcllc», in welchem wir übrigens demselben weder vergreisen können noch wollen. Wir wünschen dem vorliegeudc» Buche einen schnellen Absatz, damit sobald als möglich eine zweite Ausgabe erscheinen möge. Hier sost nur bemerkt werden, daß man Eigennamen findet mit Pluralendung. Z. B. טבעית (Nehcm. 2, 43) "), מריות (Esra 7, 3.) Die« zeig» die grammatische Möglichkeit. daß das angeführte בהמות ebenfalls nur der Form nach Plural sein kann "). Falsch Gebild und Wort Berändern Sinn und Ort! Sei hier, sei dort — Diese Wort», welche ursprünglich bei anderer Gelegenheit gesagt wurden "), könnten auch als Charakteristik einer Art von Etymologie dienen, welche, ohne sich um wirkliche Geschichte im geringsten zn be. kümmern"), in schönster Weis, Uukenntniß der Sprache nnd der allge« meinflen Regeln einer verständigen Etymologie verbindet. Einige solcher etymologischer Blüten haben wir dem Leser früher bereit« zum Geschenke gemacht. Da Kimchi nur wirkliches Hebräisch in sein Wörterbuch ausgenommen hat, so kann ein, gute Bekanntschaft mit demselben al« bestes Schutzmittel gegen derartige etymologische Anfälle dienen. Gar manche« wäre noch über den allbekannten alten Schulweist»» von Grronu zu sagen. Mag uns Alcharisi einige Worte geben, unsere Bemerkungen zu beschließen ") )ללא השיגל אבק רגלי .Ci, erreichten nicht den Staub seiner Füße." Zn einer etwaigen zweiten Ausgabe — so darf man zuverflchtztch hoffen — werden gewiß viele Stellen verschwinden. Daß die Stell» über Kimchi — den ersten Platz darunter einuehmen wird —ist über« flüssig zu bemerken. E« wird dies, Stelle übrigen« nicht so schnell au« dem Gedächtniß der Kenner verschwinden, unter welchen Kimchi seit 600 Zähren berühmt war. Dielleicht, daß diese Stelle da« Buch überlebt. ״DaS Vergangene — sagte einst ein berühmter Mann de« Alterthum« — läßt sich wohl tadeln, aber nicht ander« ES begegnete un« dieser Spruch jüngst, und wir dachten, er könnte aller Welt nützlich sein. Nach dem Schreiben dieser Zeilen hat dieser Spruch uns Trost gewährt, nach dem Lesen derselben kann er vielleicht dem Leser Trost bringen. Anmerkungen. '1 Das ,מטתו של 'שלמר. (Schir haschirim 3, 7) ist ganz die bekannte talmudische Eonstruction z. B. כף דרכו של (Dergl. auch Anm. 4. — ’) Michlul S. 18 Ed. Denebig Folio. — ') Da« מתוף ist im Talmud häufig gebraucht. — Z Wäre das שלשלמה (Schir haschirim 3, 7) nicht punktirt, so würde man es geradezu של שלמר, lesen. Dergl. auch Anm. l. — s) Schon Zsak ben Ghiat hat dieses Wort al« Infinitiv erklärt (KimchiS Wörterbuch Art. ר!)), welches auch das richtige zu sein scheint. — s) DaS Wort מקיר wurde von Zehuda den Tibbon ringcsührt als Nrbersetzung de« arabische» Mazdar und von Kimchi herab wurde cS allgemein gebraucht. Da« 2בוב (dergl. die Auszüge von Prophiat Durau zu Ende des Scfcr ha-Nikmah (S. 242) scheint gar nicht in Umlauf gekomme» zn sein unter jüdischen Grammatikern. — 9) D'H erdelot Bibl.-oricntale Art Tagal Me ssader. — ׳) Da יען und למק haben eine gcmciiii'chaslliche Wurzel nämlich ענה• Das יק für das Dcrgangcnc das למק für daS Zukünftige gebraucht. — *) Auch in der uucigcntlichcu Bedeutung z. Bdie Phrase ,מסר□ אח תרילכר (Schir haschirim Rabba zu 3. 7. — ") DaS שגר wird nur von Vieh gebraucht. Man sagt auch im Deutschen ״die Kuh hat geworfen.- — '°) Menachcm ben Scruk in seinem Machbcreth (Act. אראל) hat bereits viel Nichtiges darüber. — ") Es scheint uns, daß Liese« Wort mit de», chaldäischcn מר (Herr) in Verbindung stehet. Der talmudischc Name ר׳ מרי sowie מרימר scheinen damit zusammcnzuhängen. Letzteres soviel als הר אימר DaS אמר ist ein biblischer Name. Nchcm. 11, 14. — n) D'Herbclot Bib. orientale 9lrf. 1 י״■aman. Man erfährt dort, daß dieses nach der Ansicht der Magic »er Name de« Engels sei, welcher den HauSthierrn vorflchet. Mit talmudischen Worten würde dieses מלאך הממונה על הבתמוח sein — ר׳ Zn Gölhes Faust sind diese Worte dem Kater in ben Mund gelegt. — ")Im Angesichte der Worte 2) לגוני אילבל Kön. 9, 22) kann man nicht von der Keuschheit der Zzebel sprechen. Diese« Faktum sollte einem Etymologen über dieses Wort nicht unbekannt sein. Heber die unglückliche Etymologie diese« Worte« haben wir bereit« oben einige Worte mitgethcilt. — ר Tachkemoni Anm. 18. Die Worte find zwar an fich verständlich. Da wir aber aus Zbn Ehallican (I. S. 50 Note) ersehen, daß eine ähnliche arabische sprüchwörtliche Redensart rristirte, so darf man vermulhen, daß Alcharisi diese Phrase im Geiste vor fich hatte. — ") LiviuS B. XXX. fi. 30. Zu לאט und בני הלוט welche« oben (S. 580) erwähnt ist, mag noch folgende« bemerkt werden: Das לאט סנין scheint Aehnlichkeit zu haben mit dem im LiviuS zuweilen vorkomm,nden Ausdruck ״in gambinifcher Verkleidung." ES scheint dieses eine Art Kapuze gewesen zu sein. Da« לוט scheint in dem arabischen Luta m sich zu finden. Dergl. darüber oben S. 482' Zw Aruch (Art. פדאמה) ist diese Art Maske beschrieben. Au« Sp i egel« Glossar Art. סדאם ist ersichtlich, daß diese« Wort Grficht«, bedeckung der Parzen beim Gebet bedeutet. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.