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Ben Chananja · 1863-09-02 · 36 (2.9.1863) · page 8

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Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
36 (2.9.1863)
Date
1863-09-02
Page
– (sequence 8)
Language
German
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667 668 unb ohne jede« kritische Bedenken nachschrieb, so Laß man. um nur rin Deispiel anzusübren. wie Rapoport nach«,ist, scheu wenige Generationen nach JJalir, diesen i» La« Zeitalter Ler Tanoiteu hinausrückte. E« ist bekannt. Laß mau da« Buch Zezira dem Patriarchen Abraham zoschried. Wie unkritisch mau dem Sohar gegenüber zu Werte ging, braucht gar nicht erst erwähnt zu werdea. Welche Schriften mau Hai Gaoo, Zbn-Ssra und Maimcnide« zugeeignet. obschou ein nur einigrrmaße» lritisch geübter Blick htnreicht. die Unechlhril auszuweisro. ist ebenso bekannt. Bei diesem unkritischen Bersahren de« Mittelalter« bedürfte e«. um plötzlich Maiwonide« dir Autorschaft eine« Pentalench-Kommeutar« zuzuschreiben. viel stärkerer und verläßlicherer Beweismittel, alt die so ganz vereinzelte Stelle bei Bechai, in der noch überdies ausdrücklich ge» sag» ist. daß weder er noch ein Anderer in seinem Lande je diesen Jtom» mcutar zu Gestcht bekommeo. Spricht also einerseits nicht« für die Annahme, so spricht an» dcrerseit« sehr viele« dagegen. Nicht nur. daß sonst kein einziger Autor eine« solchen Kommentar« Erwähnung «Hut; nicht nur, daß Maiwoni» de« selber, der sonst gerne auf s.ii.c cigeneu Schriften sich beruft uud sie sehr oft namhaft macht '), ja sogar von jenen Werken, die er nur je dir Absicht zu versaffen halte, zu seinen Lesern spricht, diese« Kommentar« auch nicht mit einrm Worte gedenkt; sondern daß auch der dekannte Brief de« Maimonide« an feinen Sohn in den Driessammlun» gen. in welchem eigen« über Bibel-Kommentare gesprochen und bei dieser Gelegenheit jener de« Zbu-Eira als der beste in seiner Art en>- psohlro wird, wo also ganz schickliche Gelegenheit gewesen wäre. auch de« eigenen Kommentarzu erwähnen, daß auch da nicht« darüber zu lesen ist — diese« gänzliche Schweigen ist wohl eine sehr beredte Widerlegung einer solchen Annahme. Man wende un« gegen diese« argumentum a sileutio nicht ein, dass jener Brief anerkannltnuaßku uiircht sei. Wenn auch — mag der Driesichrribrr wer immer gewesen sein, er hätte doch jedenfalls. ebenso wie er de« Mischna - Kommentars, de« Mischne - Thora und de« More erwähnte, so auch den Kommentar znm Pcntatrnch nicht mit Schweigen übergehen sollen- Darum nein — Maimuni hat nie einen Pentatcuch-Kommentar versaßt. Ein solcher wäre viel Zu bedeutsam gewesen, als daß er schon bei Maimuni« eigenen Zeitgenoffen in völlige Vergessenheit hätte geralhcn löiincn. Nichtsdestoweniger jedoch dürflen mehrere von Maimuni ausgehende Erklärungen z» vielen Aibelsteklen zirkulirt habe», so daß e« nicht besremdcn kann, locnn Bechai eine solche ansührt. Hat doch Zcliuta Ha-Lcvi auch niemals einen Pentateuch:Kou»nenlar versaß», und dennoch sind bei Zbn-Esra gar häufige Anführungen in dessen Namen zu finden'). Dr. Schmredl, Rabb. in Proßnitz. Anmerkungen. ') Wir wollen bei dieser Gelegenheit onmerken, wie ganz eigeu» thümlich es sei, daß Maim.. wenn er in den Britssammlungen voo seinem Morr spricht, in der Siegel davon sagt: •Q מאמרי הנכבד Noch eigenthümlicher aber scheint un«, waS Adravanel einmal von seinen Werken sagt. Zn dem bekannten Briefe nämlich an Saul ba-Kohru sS. שמים חדשים Ende. eä. Rödelheim 1828), der ihn ersucht hattr. ihm Lessen sämmtliche Werke namhaft z» machen, antwortet Abravaoel in größter Bescheidenheit, daß er ״schamroth werden möchte, dir Titel seiner Schriften auf die Lippen zu nehmen-, da sie sämmilich nur un» bedeutenden Werthe« seien, fügt daun aber bet Aufzählung derselbeu doch jeder einzelnen Schrift rin Bischen Lob bei. So ist gleich sein« erste Schrift. der Thora-Kommentar ״,in große« Werk, edier Leon Perlen-; sein Kommentar zu Daniel ist in ,seinen Augen uuvergleich» bar an Schönheit- (אין ערך ליופיו בעיני); ja seine Schrift מחוה שרי ist ibm ein Licht Gotte«. da« leuchten soll allen Kennern der Thora uud Berebrtrn der Wiffeuschasl- (ויהיה בעיני החור הבוה נר אלהים להאיר לבעלי התורה ואוהבי החכמה באומתס — 60 ר sein ספר הנבואה vnd ספר השואה S. Mischna.Ko», mentar Ehrlek und Sink, zum More. — *) Geiger (Divan 6. 14•) stellt olle diese Anführungen zusammen. Einladung. Am 6., 7. und 8. d. M. finden di, öffentlichen Prüfungen au der hiesigen israelitischen Hauptschule statt. Eltern und Schulfreund« werdeo zu denselben freundlichst eingeladen. Szegedin. 1. September 1863. L-W. Kundmachung und Litte! Seit sechs Jahren, daß die hiesig, Dampfmühle bestehet, hat die Gemeinde auf mein Hinzulhn» da« Peßachmehl von dieser Dampfmübl« bezogen. Ich setzte voran«, daß eine Dampfmühle blo« trockene Frucht mahle, und so Kästen, Schläuche. Beutel >c. niemalchomez werden. Und ist e« auch fast unmöglich, oder wriiigsten« mit großen Kosten und Mühen verbunden, eine Dampfmühle so zu reinigen, wie man eine gewöhnliche Wassermühle rein machen kann; da aber, so hatte ich immer vorausgesetzt, der Weizen »ienial« genäßt wird, so hat hinsichtlich Dampf« mehl« der Ausspruch de« Ta'mud Geltung: ״Man darf zum Peßachgebrauch auch Mehl vom Markte kaufen" und e« habe daher wellig zn bedeuten, wenn auch die Dampfmühle nicht vollständig zn reinigen ist. Zch begnügte mich, Kästen und Beutel gut reinigen zn lassen, oder die Schläuche ließ ich. wie sie waren, und verordnelr blos, den ersten Mehl« abzuz chome, zu gebrauchen. Zch gestaltcle auch den hiesigen Mehl- Händlern, gewöhntichcS Dampsmckt am Peßach zu vrrkansrn. olle« in der Voraussetzung, Dampfmebl sei kein Ehomrz. Ader durch einen Zufall habe ich im Lause diese« Zähre« die Entdeckung gemach», daß 1» der hiesigen Dampimühl, der Weizen ge« näß« wird, und ebenso lange in dem »affen Zustande liegen bleibt, wie in riner gewöhnlichen ' und wa« hierorts geschieht, dürste wohl auch in ״»er anderei, Dampfmühle geschehen; wenigst.״« hat mir der hiesig, Oberuinller gesagt, daß in der Wiener und Pestcr Dampfmühle ebenfalls der Weizen genäßt wird. Es ist nun dir Frage: Müsste, da nun Dampsmchl ebenso ch omez ist. als gewöhnliches Mehl, bei einer Dampfmül'le dieselbe Reinigung und Vorkehrnng stallfinde», wie bei einer Wassermühle? weiche« einem Beedole de« Dampfmekle« für Peßachgebranch gleich käme. Ober durfte man anordne», Laß Kästen und was leichl zu reinigen ist, gut, vollständig gereinigt» werde, aber betreff« der Schläuche e« nicht so genau zu nehmen sei? und zwar darum, weil das Mehl aus Peßach vor dem Feite gemahlen wird, und vor Peßach wird auch Ehomrz iu einer lechjigmaligen Mehrheit als nicht da seiend delrachket; und at« eigeumächligr Zerstörung de« Verbotene,1 מבטל אסור לכתחלה kann r« nicht betrachtet werden, weit Ebomez vor Peßach noch nicht« Verbotene« ist. Dazu könnte man noch anordneu, daß ,cho» einige Tag«, bevor man da« Peßachniebl zu mahlen d,ginnt, die Dampfniükte׳ unter rabbinatliche Aufsicht gestellt werde, welLe darüber zu wachen hätte, daß an diesen Tagen nur trockener Weizen gemahlen werde, wodurch da« frühere Mehl au« genäßtem Weizen, al« auden Schläuchen weg» g'segt zu betrachtru wäre. Für diel, letztere Meinung würde ich mich erklären, um so mehr, al« in der Jahre-zeit de« Peßachfrste« Waffernoth zu herrschen pflegt. Zch bitte nun meine Herren Amtsbrüder, besonder« jene, welche Dampfwühlen betreff Peßachmehl« zn überwachen haben, sie wögen hierüber ihre Meinung aussprechrn. Zugleich bitte ich di, P. T. Herren Nedak» "ure der jüdische» Zeitblätier de« Zn- und Auslande«, dieser meiner Kundmachung und Bitte die größtmöglichst« Verbreitung zu geben. Und da der Gegenstand ,in, wichtige ReligiouSsatzung betrifft, so hoffe ich. keine Fehlbitte gelhau zn haben. Groß-Kauizsa im Elol 8623. Fasset. Szegedin, Leipzig, Srldjlvcrta, drr ttclakftfi. Üowr>lstiou«-Vrrla, von Franz Wagner. Druck von Sigmund vnrger i» Szegedin.

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