Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 35 (26.8.1863)
- Date
- 1863-08-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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617 618 94,20) ist grammatisch unregelmäßig. Jona bru Taaaach erklärt r« al» passiv so viel wir "(2יחובר ע- Q« ist dies,« sehr poetisch durch die Kürze. David Kimchi folgt ihm bierio, scheint ober vergesse» za haben, anzuführen, daß Ben Ga »nach diese Erklärung bereit« ia deffeu Sefer harikmah (£. 168) gegeben hat'). Weil Kimchi dies,« Wort nicht mit יחבר עכלך erklärt hat. so wird er von dem Moder» nen Grammatiker al« ignorant erklärt. Gesetzt aber auch, Kimchi hätte Unrecht, so kann doch von Ignoranz keine Rede sein. Giedt e« ja allenthalben Fragen, welche deute so wenig gelöst sind, wie sie e« gestern waren, und dir allem Anscheine nach morgen und übermorgen ebenso ferne von ihrer Auflösung sein werden. In Bezug ans die Verschiedenheit der histori» scbcn Angaben hat Liviu«') die interessanten Worte: ״Man kann sich mehr über die Derschirdenheit der Angaben wundern, al« über da«, wa« da« Wahre sein kann." Denn arabische Schriilstefler über rinrn Gegenstand verschie» teile Meinungen ailsührien, ohne irgend etwa« Entscheidende« geben zu können, so brauchen sie tie Phrase ״Gott allein weiß e« am defim6״). Diese Phrase ist sehr nützlich, und ist noch heule bei un« zu gebrauchen. Sie enthält alle«, wa« man über gewisse Gegenstände sagen kann. Iu, Dcrbcigehcn dürfte auch endlich die Frage erlaubt sein, wo man denn rigentlich die Fu»da men t a lg ese tz e der hebräischen Sprache holen soll? Ist etwa seit Kimchi eine neue hebräische Sprache ent, deckt worden? Oder wurden ncuc Quellen für die alten entdeckt? Daß David Kimchi« Wörterbuch als solche« nützlich ist, ist überflüssig zu bemerke». ES ist aber auch zu gar manchen Dingen brauchbar. Gar viele haben gar vieles daraus gelernt. Wieland hat sich Areliiiig« deutsches Wörierbuch an sein Schreibpult angenagelt, wie er selbst in seinen Briesci: erzählt. Daß dieses nicht mit KimchiS Wörterbuch von dem modernen Grammatiker geschehen ist. — dafür liegen reichlich Beweise vor. In dem vorliegenden Buch (S 128) wird Las Mort עינם (Iosua 15, 32.׳, der Name einer Stadt als ein Duali« erklärt, und auch so übersetzt'): ״Zwei Quellen". Als Grund wird angeführt, weil man auch עינים als Name einer Stadt findet'). David Kimchi halte, selbst wenn er auch Namen ausgriiommen hätte, schwerlich daS עינם als einen Dualis erklärt. Daß man keine solche Form findet, wäre ihm Grund genug gewesen. Daß עיגים l« Dualsorm ist, wenn das Wort in der eigentli« chcn Bedeutung gebraucht ist, ist bekannt. SS ist dieses auch der Fall, wenn es in der uneigentlichea Bedeutung gebraucht ist. Es ist aber dann nur der Form nach. Kimchi hätie in den Grenzen der bekannten Grammatik sich gehalten, und Härte Folgendes wohl bald entdeckt: wenn auch עינים die Dualsorm ist, so gehet ja daraus gar nicht hervor, daß עינם *in Dual ist. In sofern historisch nicht bekannt ist. ob wirklich zwei Quer» len dort waren, so hätte Kimchi gewiß nicht grammatische Gründe in die Geographie hiueingepfuscht'). Giebt e« ja im Hebräischen viele Wörter mit Dualisform, wo dieselbe doch eine unbestimmt« Meng« auSbrück-o. Glebt e« ja im Hebräischeu, sowie auch imArabifchrn Wörter, welche nur der grammatischeo Form nach Dual sind, ohne e« wirklich zu sein. Au« dem Allem geht hervor, daß solch, Regeln in dir Grammatik zu stellen — welche keine ander, Autorität für sich ha. den, al« di, Ansicht einer unschuldigen Dame, welche kein Wort he. bräisch verstehet, — höchst verderblich ist für Grammatik sowohl, al« für de« Ruhm de« Grammatiker« selbst. Zm Hebräischen sowohl, al« Arabischrn, giebt es viele Wörter mit Dualform, ohne daß die Begriffe e« eigentlich sind. <S« ist dies» sprachliche Erscheinung sehr schwer zu erklären. In Bezog aufdie arabi» sche» Wörter dieser Art find die Worte eine« alten ar abi schr» Phi« lolozen sehr merkwürdig, welch, wir auch hi,her setzen Wolke»'*). ״Di« Araber der Wüste thaten diese«, weil man nicht wr» Niger al« zwei Personen haben konnte. um auf die Heerdea Acht z» geben. Einen für di« Kamerlr und «inen andern für die Schafe. Dadurch gewöhnten sie sich so an den Duali«. daß fir denselben anch brauchen, wenn sie auch nur zu einer rinzigtn Person sprechen." (Fortsetzung folgt). Anmerkungen. ') Bei Immanuel hat Daniel diese Rolle übernommen. — J) ״Die Zeit — sagt ein arabischer Historiker — ist ein Rich» ter, desscn Urtheil, ״ntadelhaft sind. (JbnChallicanl. S- 164) vergl. auch weiter unten. — ג) Wenn in dem vorliegende» Buche (S. 261) דוב als verwandt mit :ראי angeführt ist. so ist kei» Grunb dafür vorhanden. Da sich רוב dieser Bedeutung doch gar nicht findet, so hat es Kimchi auch nicht. Es darf diesenicht etwa mit לאם und לום verglichen werden. Denn לום ist eine wirkliche Wurzel, obwohl ganz nahe im Inhalt mit לאם verwandt. Die denk» scheu Wörter verhüllen und verhehlen, mögen in gewisser Beziehung als Parallele dienen. — י) Dem modernen Grammatiker hätte dieses bckanui sein sollen. DaS geflügelte Wort hat nun auch den Ben Ga «nach als ignorant erklärt. — *) Rom. Ge« schichte B. 32. st. 61. — *) Es begegnet n»S diese Phrase oft bei Ibn Ehallican. Die ärmlichen Worte },והאלהי□ יורי oder etwa« ähnliches findet man bei jüdischen Schrisistcllcrn der maurisch-'panis che» Periode. — ) Wir sehen diese« in dem Werke der Miß Wagner, welcher der moderne Grammatiker hier, wie bei andern Worten, gefolgt ist. und welches ihr mehr Ehre macht. als ihm. — *) Da« 0תח 1) עינים M. 38, 14) wird in dem vorliegende״ Buche al« in der Bcdeuliiiig ,.Quellen" geiiomuie» in Ziisammenhang mit diesem ge^ nannten עינים (Name der Stadt). 8« ist diese« ganz ohne Grund. DaS עינים ל“□ ולא יראו könnte die ganze Sache kurz und bündig charakterifircii. — י) Wenn man schon da« עינם übersetzen muß . so kann es etwa heiße» Qu eilen reich. Grammatisch genommca ist die Form Liese» Worte«, wie ריקם• UcbrigenS giebt es viele ganz äha« lichr Namen z. D. עיםם (Eron. I. 4, 32) auch (ebend. 4, 31) Nomeines Menschen. — '״) Ibn Ehalliran I. S. 115. Note 4 der eng» lischen Urbersetzung. Olaubensbruder un- Menschenfreunde! Von einem onanssprechlicheo. alle menschlichen Dorstelluage» übcrfltigeudtn Unglücke, wofür jegliche« Herz, wenn noch so gehärtet, erweicht und rege werden muß, wurde unsere Gemeinde heimzesucht. Dienstag den 4. August um 3 Uhr Nachmittagerdröhnte die Stnrm« glocke nnd e« erhallte der Ruf: ״Feuer!" — e« währte kaum ein« Stunde, und da« DrrheerungSrkement nach allen Seiten und Richtan» gen sich verbreitend, alle Ecken und Enden der Stadt erfaffend. ver« wandelte eine Häuserreihe von 194 Nummern der größeren und rive Anzahl der Ileinerrn Häuser derart zu Staub und Asche, daß beinahe jede Spur ihre« srüherrn Bestaube« geschwunden. Unter diese Anzahl der total zerstörten uud verheerten Häuser ist leider unsere ganze Juden« stadt. «ine 500 Seelen in sich fassende Zudenschast zu zählen, »ine In« deuschafl. die eine Gemeinde bildete, welche stet« zu den ersten Böhmens gerechnet werden durste. Beinahe dir säauutlichr Anzahl irrt obdachlos herum, 5 bi« 6 Familie» erbetteln gemeinschaftlich Uaterkoost i» rl»e» beengten Raume, der sonst für ein« einzige Familie kaum au-reichlr, die meisten verlausen sich io naheliegende Dorsschafte», ohne Nahruig,