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Ben Chananja · 1863-07-29 · 31 (29.7.1863) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
31 (29.7.1863)
Date
1863-07-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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.N 31 -ZzegkLi», Den 29.3u(i 1863. -Serijüct Jahrgang. 3rtrn Mittwoch erscbeint (in rriinnrntralionsprfl»: Aanzjälirig 7 (I.. halt*!. 3 fl 50 Fr., virrketj. 2 ft. oft. W Man abonnirt brt allen Poft, änitrrn 11. Biichbantlnngen de« 2n» und Auslaute«. m Ö’kmmja. ItTodjciiöfnU für jüdlsche ®öcofiujic. Herausgeber und Redakteur: Lbrrral'bincr zu 2}r.j(tin. nnt aut. Rckaktion IN Szegettn oder an Hrn. /ranz Mgiser in trip*,irj!11 jtnltn. Die Lipalligr Pciiizrile Wirt mit 10 Nkr.^2 Sqr. berechnet. Nkialtlion: Z.(kreneii.Gasse, Pslitzer'iche« Znkialt. Fragen de« F. nnq. SlaNhaltercirallieS. MilaclFiciN vom HeraiiSg. nfi des Szegediner Lberrabbincr«. — Zur (?(schichte der ehe« torischen kileraiur. B->» Nel,. Brüll. — Korrespondenz. Ä11sl"»!>. FranFsnrt am Main (Wirren in ter fli.liaiens.iesrll'chi't. Znlan». Pest (Brief teil Alateiiiie-Präntrnlrii an den nr. iing. BrrcinV Prcßdnrg (FrirteiiSanirä.״). Pr.ßdnr., ((Sin jiid. Pres.a.r) 'bleuer Bn.se lll. (Prrßb. Re'orni. MnllcrS Zliitslntien). Trenkschin (Der Prcßb. Nadd. znr fllcsorm deFclin). FüinFirchcn (Schapringcr. 'LÜrgöny). DücS (11( brr nein ter Znüänte) 'Jfla.1l' (g'.'cherS Wirlcii). Baja (Perleo). BnlFniin ((Sic morc Judaico). — dilerärischer .(kolbo. Von PiiicteS. — 811tge.u>»ng. Bon peiiq-seller — Bericktigiiiige» N. Arnlt. — Inserate. — BemerFilngen. .fniflcn Dc<s k. migarifrfjm •Sla(lfjanerciral(jc.s in i •HiirrlT Der EsjeWeljmrss Der OuDen 11111) Der Dar־ auf f1p(yl(jfiffjrn . י' ׳ wlljeifimg. Den ungarischen Nabbincn ist dieser Tilge folgendes behördliche Tokumenl;ngcseiidcl worden. ״In Folge einer gnädigen Verordnung der k. Ungar. Hojkanzlei ׳.׳om 21. Mai l. I., Z.!091, hat der wohllöbliche k. nng. Skatilialtereirath mittelst IntimateS vom 7. Juli l. I., Z. 42.r ()׳ in Betreff ter (5!!Heilung der DiSrensation von den utiur jüdischen Ehegenossen Vorkommenden VerwaudlschasiSlnuteruisseu und in Anbetracht deS UmstandeS, das? sich die bürgerliche Stellung der Inden in letzter Zeit lveseiulich veränderte, angeortnet, dafi ein Vorschlag gemacht werte, durch wen die jüdischen HeiralS-DiSpensalionen, welwer zur Zeit des erloschenen SvstemS, alS kaS allgemeine osterreichisch'e dürgerliche Gesetzbuch in Olkltung rvar, bk- Nördlich euheilt wurden, in Zukunft ertheilt werden sollen. Auo diesem Grunde wünscht man, die Oberrabbinen deS Landes zu vernehme». Eiv. Ehrivürden werden daher ersucht, zum Behuse der höher,! Orlö zu geschehenden Unterbrcilnng über nachstehende Fragen sobald als möglich Bericht zu erstatten. 1. Aus Grundlage welcher Gesetze werden gegenwärtig die jüdischen Ehen geschlossen? 2. Von welchen Erfordernissen und äußeren Formen der Eheschließung darf die Dispensation stattfiuden, und durch wen und in welchen Fällen darf sie ertherlt werden? Bei Beantwortung dieser Fragen ist die Zeit vor der Herrschaft deS allgemeinen österreichischen bürgerlichen GeseybucheS, die Zeit während derselben nnd die nach derselben zu berücksichtigen." Auskunft des Zzegcdiner Gbcrrabbinatcs. 1. Die jüdischen Ehen werden in Ungarn auf Grundläge deS jüdischen EherechteS geschlossen. 2. Dispensationen von gewissen Elfordernissen nnd än- Herrn Formen bei der Eheschließung finden bei den Juden gar nicht statt; sie können daher durch Niemanden ertheilt werden. In diesem Sinne habe ich bereits unterm 17. Juli 1857, Z. 242, eine Anfrage beantwortet, welche von der Statthallerei Abthcilnng zu Ssen (10. Mai 1857, Z. 17,115) und von dem Esongrüdcr Vorstande (10. Juli 1857, Zahl 58-1-1) an mich gerichtet wurde. Trotzdem ist cS zur Zeit der Geltung deS a gemeinen österreichischen bürgerlichen Gesetzbuches vorgekommen, daß für zu schließende und bereits geschlossene jütische Ehen DiSpensalioncn ertheilt wurden. ES hat damit folgende Bewandtniß. DaS allgem. österr. bürgerliche Gesetzbuch tagt 8- 125: ״Nach aufgelöster Ehe ist der Mann nicht def»gt,., seines WeibeS Schwester . . . zu ehelichen." Nach dem jüdischen Eherechte gilt dieses Verbot je« doch nur in dem Falle, wo die Ehe durch Scheidung ausgelöst wurde, und die geschiedene Gattin noch am Leben ist.! Die Ehelichung der überlebenden Schwester ist nach dem j ü d i s ch e n E h e r e ch l e nicht verboten. Die Fassung dcö Verbotes im allgem. östcrreich. bürgerl. Gesetzbuche ist entiveder ans :«ngenügender Sachkenntniß oder auS der Absicht hervorgegangen, die Ehehindernisse der Schwägcrschaft bei den Juden zu vermehren. Da eS nun zur Zeit der Geltung deS mehrgenannten Gesetzbuches zu wiederholten Malen vorkam, daß ein jüdischer Witwer seine Schwägerin ehelichen wollte, oder gar geehclicht hatte, und dies zur Kenntniß der Behörden gelangte; so wurde» die Betreffen« den angewiesen, eine Dispensation nachzusuchen. Die Nach« suchnng der Dispensation stoß aber nicht auS Gewissens« skriipeln, oder um dem Religionsgesetze Genüge zu leisten, sondern lediglich, um der Kollision mit dem bürgerlichen Ge« setzbnche auSzuweicheu. Da aber dieses Gesetzbuch in Ungarn außer Kraft gesetzt ist, so kann der Fall einer Dispensation-» 45541

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