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Ben Chananja · 1863-07-15 · 29 (15.7.1863) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
29 (15.7.1863)
Date
1863-07-15
Page
– (sequence 12)
Language
German
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507 508 jb verstehen zu geben, daß er selbst dieselbeu billigt. Der sonst so grmäßigte B. sagt: *■&&!» man gedachte Reformen — Abkürzung de« Gottesdienste«, Gebrauch der Mutlersprache neben der hebräischen, Abro» gatic□ der ans die Wiederherstellung de« Opserkultubezüglichen Ge» bele, Orgrlbr.'teieunz. — für zu weit gehend und will sich blo« aus dir Abschaffung und Abänderung von Einzelheiten und Kleinigkeiten beschränken, so nenne man solche« Flickwerk dann nicht Reform, wesbald man einen besonder» Ausschuß erwählt (UV)•" Der vorliegende Katalog verdient die Kenntnißnahme jüdischer Gelehrten auch wegen der Verfügung. nach welcher ״unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln e« auch Gelehrten, dir nicht in Breslau wohnen, gestattet sein soll, Bücher aus dieser Bibliothek zu entlehnen (L)*׳. Diel» leicht hat Herr Dr. W. die Güte, die Modalitäten, dre mit dieser Entlehnung verbunden find, in d. Bl. näher anzugeben. Ucbcr einige Spezialitäten dcS hcbr. Katalogs gestatten wir uns nachstehende Bemerkungen. S. 7 werden über den Druckort des האורב verschiedene Meinungen angeführt. Wer die verschiedenen Typen der östcrr. Buchdrnckereicn kennet, sieht sogleich. daß die bezügliche Streitschrist in Wien bei Hraschaiitzky gedruckt ist. S. v, Nr. 172 wird das 1730 in Quart erschienene Elllttiiath Ekach. ohne Namen des Vers, angcführt, und dessen Inhalt mit "״השגות על ס' האור עינים bezeichnet- Wenn dieses Werk wirklich eristirt, woran ich aber sehr zweifle, so sind im Jabre 1"30 zwei Bücher gleichen Namens aber sehr verschiedenen Zn» Halis erschienen. Das vor mir liegende אהונת הכבים von Abiad Sar Schalcm Basilca, daS 1730 erschien, ist keine Kritik des Mcor Enajim.!entern eine Reihe apologetischer Versuche zu Gunsten der Onhodcrie. Ter Vrs. vcribeidigt das Alter der Kabbala, die Aulheniie des SoharS, du׳ Macht der Dämonen, und polrmisirt gegen MaimouideS. Wahrhaft liassuch ist sein Ausspruch: הטבע והפשט היו בעוכרינו! Ter Reddes ״Mainzer Israeliten" ist vor längerer Zelt von einem seiner »ng V.rcbrcr dringend ausgrfordcri worden, eine Hebers. dcS Einunath Ehachanun »icceff'.v in seinem Blaitc erscheinen lasse». Die Nciiorlhrtorcn in Dnitschlant sind aber sc durch mit durch von rationalistischen An-!chauungen insizirt, daß sic für walirhastc Orlhodcrie gar keinen Sinn baden. Wenn das Elnuiiath Ehachamim unseres Kataloge«, caS der Leipziger UniversiiätSbibliothek cinvcrleibt wurde. da« von mir angcgcbene ist. so muß S. 121 der Name Basilca hinzugesügt werden. S. 13, Nr. 255 wird das von Reggro cdirtc Kol Sachal und Schaangalh Arjc als dem Jehuda Arjc da Modena ״bcigelegt" (היותט) bezeichnet, während an der Authcntic dieser Schriften durchaus nicht zu zweijcln ist. S. 30. Nr. 800 wird das Scfcr ha - Ehinnuch ohne Angabe des Vrss., Nr. 600 als das Werk des R. Aron ha-Lew» von Aarccllcna angeführt. An der Autorschaft des letzter» hat schon Asulai mit Recht gczweisclt. Dcßamim Nosch, worüber so viel gestritten wurde, wird mir S. 00. Nr. 1763 gar dem N. Zsak di Mulina zugcschrieben. S. darüber v. Ibrg. Nr. 16 S. 593. DaS ״Autoren-Verzeichniß der im hebräischen Kataloge angeführten Werke (-116—160)" geht bald vom Vornamen, bald vom Fauiilikllnallien des bezüglichen Autors ans. Wir rS scheint׳ Hai der Vers, bei älteren Autoren, die namentlich unter den Gerwano» franken großen TheilS keine Familiennamen führten, die erstern, bei späleren Autoren dir letztere Methode befolgt. Er ist aber dieser Methode uich» immer treu geblieben. So wird Ehajjim Löwenstamm (IS Zhrh.) nicht unter L. sondern unter (L (123), BoaS Rafael Rothschild (18. Zhrh.) nicht untre R.. sondern unter B. angeführt (S. 122). Dr. Abra» Ham Geiger wird unter 0. (S. 128), sein Bruder Salomo» unter S. genannt (152). Wer Benveniste b. Abraham Galiano (S. 122) sei, konnte ich nicht entziffern, die Verweisung auf 1164 trifft nicht zu. Trotz dieser Ausstellungen hat sich der Herr Vers, durch die Herausgabe dr« Katalog« neue Derdienste erworben. Er gehört zu den Wenigen, die ohne Ostentation das Feld der jüd. Spezialgeschichre mit Lust und Liebe bearbeiten. Möge ihm die wohlverdiente Anerkennung zu Theil werden! Beim Schluffe dieser Anzeige kommt mir das 12. Heft der ArchiveS Jsraelite« zu. welche« eine Besprechung de« Wolf'schen Katalog« von meinem sehr gelehrten Freunde, Herrn Prof. Della Torre, enthält. S. 570, 571 enthält eine Rektisikatiou der Angabe, daß Abraham Zagbel daS Zudrntbum verlassen habe. Auffallenderweise entging r« meinem verehrte» Freunde, daß diese Rektifikation schon von Reggio ver» öffcnllichk wurde. Die Geschichte derselben verdient näher bekannt zu werden. Zm Z. 1820 gab Reggio in dem Zahrb. Bitkure Ha-Jttim eine Notiz über Abr. Zaghel. und schloß dieselbe mit einer Widertegung BartolocciS, de RcffiS und Anderer, welche Zaghel zum Zuden» christen gemacht batten. Der Wiener Ecnsor ließ die Notiz zu. strich aber den berichtigenden Schluß. Letzterer betraf allerdings nur ein rein historisches Faktum: der Ecnsor glaubte aber, es wäre auch in der Geschichte und auch einem angeblich getauften Juden verboten, zum Judenthlimc zurnckzukebren; der rein historische Jrrlhum de RoffiS wurde in Len mächtigen Schutz der Wiener Ecnsur genommen. Erst im I. 1854 war cS Reggio gegönnt, die Berichtigung in seinen Jalkut Jaschar (Collcctanea dissertati״num Goritiae, Scitz 1854) aufzunebmen. Reggio führt eine Stelle au« dem Haudschr. Beth Jaar Ha-Lcbancn Abrahaui Jaghcl'S an, welche darlhnt, daß derselbe 1613 als Jude schrieb. Da es R. der Mübc wcrlh hält, zu erwähnen, daß er die Untcrschrist Eamillo Jaghel's aus dem I. 1613 besitze, >0 erwähne ich. daß aus »icincm Ercuiplar des Sichron Thcratb Mosche cbeniallS 5)״amillo Jaghcl 1613-" unterzeichnet ist. 3t c u c |1 c 8. S. G. Breslau, 12. 3111t. Vcrgcsierv hielt Herr Dr Geiger in der richtgoinlllcn Synagoge seine NbichietSrcdc. Zu ׳einem irrte wäblle er die Woric 1. B. B. 32, 4: ״Mn »icincui Stabe ging ich über den Jordan i»nd bin min zn zivci Lagern geworden." Brrsla» und Frankfurt. Gleich Abraham nenne er sich Freiudling und tiinheimischen zugleich. denn auch er ,'ei als Fremdling hichergekcmnien und habe sich durch die gemeinsam.,, illesoriiibcstrebniigen mit seinen Freu»- den ganz ciiiheiuiisch gemacht. Abraham hat von de» Löhnen HelhS ein Erbbegräbnis; nir seine Frau Sarah gekauft, Um! l- R. sei ein solches geschenkt worden nir sein Weib, welches er der Gemeinde als ihcucrcs llnierpsaiit zursteklassc. Er hoffe, daß matt ihm auch 111 der Ferne nn srcnndlichcs Ante:,len bewahren werte, als einem Mannc, der Eigennutz nicht kannte, sich ver dem Golde nicht beugte »iid dem eitlen Glanze nicinals!״.!ltiglc. Der Redner dankte daraus Allen, die in vereinter Tl'äiigkeit mit ihm die Verbcsscrungcn im EultuS trotz iiianchen Kampfes so׳, andern Seite», rinfübrlcn, er betete bei dieser Gclcgcnhclt für die Erlcuchliuig seines Nachfolgers im Amte n»d für das Bestehen aller von ihm eiligerührlcn Rcsoimcii. Er erwähnte auch, daß in letzter Zeit sich manches ihn Verduiikelntc cingcschlichen. Es seien Mißverständniffe dadurch eiiistantcn. daß von seiner Seite vielleicht c»n zu rasches Wort gesprochen worden, von anderer Seite aber Härle sich Zögern und enger Sinn gezeigt, er ziehe indcß mit den friedlichsten Gesinnungen von hier fort und werde immer die Breslauer Gemeinde getreu im Gedächtnisse behalten. Hieraus segnete er die ganze Gcinciudc, die Schuljugend und schloß seine Rede unter sichtlicher Bewegung aller Auwesciiden. Herr Eaulcr Deutsch hatte bchusS dieser Feierlichkeit den 121. Psalm in Musik gesetzt. Herr Dr. Geiger erhielt von mehreren ikm desrcuntklen Damen eine sehr wcrthvcllc Polyglotieubibel zum Andenken, ebenso wurden demselben bei einem ihm zu Ehren veranstalteten Diner mehrere sehr sinnige und zugleich prachtvolle Geschenke gemacht. Derselbe begab sich von hier nach Eolbcrg. um nach einigen Wochru von da aus sein neues Nabbinat anzmreren. lieber dir Wiederbrsetznng de« hieflgrn läßt sich big jetzt noch nicht« vernehmen. Bemerkungen. Herrn N. in P—«. Dir Reiseberichte O—- find mir nicht zu Gesichte gekommen. Von Leipzig aus habe ich noch nicht« erhalten. Herrn P. io G. Die Pakete waren schon erpedirt, bevor mir Ihr Werthe« zukam. Herrn H. A. in Sz. Die Namen der anonymen Korrespondenten werden ohne deren ausdrückliche Ermächtigung Niemanden genannt. Herren Dr. D in G. u. Dr. Schm, in P. Herzlichen Dank- In der nächsten Nummer. Druck von Sigmund Burger in Ezegediu.

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