Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 29 (15.7.1863)
- Date
- 1863-07-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M SV. Szegcdm, Sc» 15.3»R 1863■ Sct^dec Ja^rgnna. 3rbcn Mittwoch erscheint rin Bogen. ptännmtralionsprri»: Ganrjähng 7 fl., balbj. 3 fl. 50 fr., eitrtclj. 2 fl. öfl. W. Man abcvnirt tri allen Post» ämtan u. Buchhandlungen de« 3n< nnd Auslandes. £11 ©tamnija. WodjcnGfaU für jüdische Theokogie. Herausgeber und Redakteur: - ]Löw, Oberrabbinrr zn Sjtgedia. find and. RtdaftikN in Szegedi» oder an Hrn. /ranz MglM in Lnpzi'gz» senden. Dir 2spaltig» Peliizeile wird mit 10 01 fr. —2 Egr. berechne». Briaklll■: 3 Kronen-Gaffe, Poliper'sche« Inhalt. Preisfragen und Vorstand der Alliance. — Zur Geschickte dir rhetorischen Literatur. Don Neh. Brüll. — Brriuchr über dir jüd.-arab- Lltcratur. Von Ad. Neubauer in Paris. — Der Storicne. Von Prof, tela Torrr. — Die Nolbweudigfeit einer Schulbibel. Von Alb. Ceidner. — «orrcspl'nr'enz. Ausland. Hannover (Ausschließung eines Inden aus der Provinziallantschaft. Berendl's Slistunaen). Hannover (Dr. Freu», dort). VreSIau (Geigers Abschied. NabbinaiSbewerbungen: Stein, Landsberg. Wolf. Goldschmied. Meisel). Ostende (Sitzung der Alliance in Pari«). Zolano. Wien (Beschuldigung dcS FlciichauSschroienS. NolarialScrdnunz ). Pest (Medizinische Stimme über Tachrichim). Pest (MriielS Abschieds» wortc). Homonna (Gnlschcidung des RabbincrS R. Zer. köw). WaraSdin (Zerwürsntß der Gemeinde mit dem Rabbiner). SzarvaS (Replik). — Auskunft über חוח*■*)• V. Dr. Kayserling. — Inserate. Inhalt der Beilage. Die Zuden in Serbien (Schreibeu der serbischen Zuden an den Red. d. D. 8H — Schreiben des Red. d. D- 8h. an (Zremieur). — Archiv ,ür Geichichle der Juden ui Ungarn (P elition der ungar. Juden). — Literarische Anzeige. Wolf« Catalogr. Dom ^Herausgeber. — Bemerkungen. Preisfragen der Alliance israelitc universelle in Paris. 1. ״Man bearbeite die Geschichte der auf die Emanzipalion der Juden bezüglichen Literatur; man analysire die Schriften, die seit dem letzten Viertel deS 18. Jahrhunderts (vobm, Grögoire, Mirabeau) bis auf unsere Tage von nicht, israelitischen Autoren zn Gunsten der Emanzipation veröfsenllicht, sowie auch die Reden, die in dieser Angelegenheit in öffentlichen Dcrsammungen gehalten wurden. Man weise die mehr oder weniger vollständigen Lösungen nach, die die Emaiizipationöfiage in den verschiedenen Ländern Europas geslinden hat, und fasse die Vorthcile zusammen, die daraus sowohl für die Israeliten, als auch für die europäischen Nationen im Allgemeinen erzielt worden sind." Preis: eine goldene Medaille im Werlhe von 1500 Franks. Preis: eine goldene Medaille im Werthe von 1000 Franks. Auf beide Fragen müssen die Aufsätze mit Beobachtung der gewöhnlichen Bestimmungen vor dem 1. November 1864 an das Sekretariat der Gesellschaft (Paris 23 rns d'Enghien) eingesandt werden. Neuwahl deS Vorstandes der allianee israSlite universelle. Präsident: Adolf Cremieur, einstiger Minister. Vizepräsidenten: Louis KönigSwarter, korrcspon» direndeS Mitglied deS Institut; A. Cröhange, Mitglied deS Seine-EonsistoriumS. bassier: Sa int ׳.Pa ul, Rentier. Sekretär: N. Leven, Advokat beim kaiserlichen Ge» richtShofe in Paris. Zur MMle Der rfjclorifrijcu 1'ileraliir 6ei Den Juden. ״Man schreibe nach authentischen und ämtlichen Do, kumenren die Sozial- und Kriminalstatistik der Israeliten von Frankreich seit dem Jahre 1630 bis auf unsere Tage aon. fünf zu fünf Jahren; man untersuche einerseits, in welchem Verhältnisse sich die Israeliten an den Wissenschaft» lichen und künstlerischen Laufbahnen betheiligt und welche sie mit Vorliebe gewählt haben, und prüfe andererseits, welche Verbrechen und Vergehen man ihnen vorwerfen konnte, und welches die verhältnißmäßige Zahl der gerichtlichen Verurtheilungeu aller Grade war. Den statistischen Tabellen lasse man die allgemeiuen, auf daö proportionirte Verhältniß der israelitischen zur allgemeinen Bevölkerung gegründeten Be» trachrungen folgen. Zu diesem Konkurse wird eine jede Arbeit zugelassen, die irgend ein Land Europas zum Gegen, stand hat, wo die Lage der Israeliten dieselben Punkte der Vergleichung bietet." Don NehrmiaS Brüll in Wien. Wenn wir die gesammle hebräische Literatur vor der arabisch-spanischen Periode nach ihren verschiedenen Abstu, fungen und Abzweigungen musternd übersehen, so tritt unS die völlige Vernachlässigung der formalen Wif, senschäften als eine höchst ausfallende Erscheinung entgegen. Während Filosofie, Medizin, Astronomie, Poesie, Ge» schichtSschreibung und Eregese neben der Halacha, als dem Mittelpunkte der geistigen Thätigkeit, und theilweise auch im Dienste derselben, ihre Pfleger und Verehrer im Volke sich erwarben, blieben Grammatik, Logil und Rhetorik fast völlig unbebaut. Es finden sich zwar in de» Midraschim hie und da zerstreut grammatische Bemerkungen und die Massora zählt alle Wörter der Bibel auf, die in ihrer Schreib, oder Redeweise von dem darin herrschenden Sprachgebrauch« abweichen; zwar war nicht bloS eine ihrem Wesen nach ver-