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Ben Chananja · 1863-06-30 · 27 (30.6.1863) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
27 (30.6.1863)
Date
1863-06-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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461 462 dku uralten Satzungen beS Thalmud ") an Festtagen voa 2—3 Uhr Nachmittag in der Synagoge venveilt l Anmerkungen. ') E. die Pest» Korrespondenz ia Nr. 24 und 25 d. Dl. — י) Iowa 20. d. lieber die Notzeit der Weber s. Mcg. 12, b. Sota 43, a. Ab. Zara 26, a.. n>a« schon Duke S oachgewiesen — ') S. 8haß. Nr. 251. . ועחר, שהמדים למעלה ערן רוא לסי שהן עושי׳ כדי להשמיע קולם הנעים ועוד טורה צבור יש ושלא לצורך — .... אלא עושי׳ להשט׳ ק׳ הגי וירא שמים לא יעשה כן ר Taan. 16, a. — ‘) Das. das. b. — *) GA. --d. Wien Nr. 215. Berch. 31. s. -- ') GA. IV. Nr. 22• - ') O. Etz. 53. ll. T. Sah. das. 101. 3. Mag. Abr. 261. 4. S. auch של״ה ed. grants. 254• — •) Jaar. Dew. 25, b. Bechor Schor zu Taan. 16, b- צרעה נושנה היא Die Worte sind im Dt Nogah 2, 21. nicht genau angesützkt. Das. heißt r«:וע״ו יש לומר שלשה צ!עק׳׳׳ ואין נעני׳ Diese auf .Ehazan, Singer und Baßangew. W. finde» sich M. Mez. 75. b. - ••) Noda B'buda I. I, 2. Der W>b קול ושוברו עמו erklärt sich aus Gitti» 89. a. — "1 R. D. B. Z 2. 809. Ende. — u) Jam schcl Schelomo zu Ehul. Nr. 50. Elia Nabba zum O. Ehajj. 53, 16- :ואף ברצון' הקהל יותר מראי מנונה בי אין וה לא מהציו לה־ ולא מחציו לכס lieber Letzteres s. Beza 15. b. Korrespondenz. Ausland ö ParkS, 21 Juni. Der Großrabbiuer Ulmann ist von der Kaiserin zun, Mitglied deobersten NattzeS der unter dem Namen ״Gesellschaft de« kaiserlichen Prinzenbekanuten WohlthätigkeitSstistnng ernannt worbe». Paris, 25. Juni. (Ans dem Notizenbuchc eine- Pariser Pslaste rtretcrs III). Glückliche Lutetia! An« alle» Weltgegenden tommen ihr Morgens nnd Abends Fremde 111, um sie, die ohne - bi» volkreiche, entweder zn besuche», oder bei ihr einen bleibenden Ans- | enlhalr zn nehuien. Dreimal glückliches Paris! Au zetinmal täglich öffnen sich die weilen Gcllerihore der Bahnhöfe und bercinströmen an hunderltansriid Neiscnbc. Arme und Reiche; jcnc ihr Glück zu suche», diese das bereiterworbene in seiner ganzen Fülle zu genießen. Manchmal kommt einem die Stadt wie ein »ngehcurer EnipfangS-Salon vor. in welchem sich die Fremden aus den vier Enden der Erde ei» Ucndoz-vous gegeben haben. Die fast zwanzig Mal srkuläre Stadt ist aber auch so grsallsüchtig, nud trotz ihre» hohen Alters uoch immer so reizend. die Eoguette wirb mit jedem Tage noch jünger nnd schöner; immer noch werde» die alten nnd schmutzigen Straßen demolirt und sorigeschaffl. damit auch nicht eine einzige Runzel mehr ihr Angesicht verunziere. Diese rasch aufeinander folgenden Demolitionen bringt« neue» j Leben, neue Sitten nnd viilfälligere Bedürfniffe unter die Bevölkerung. { Ader welche Nieseiiiiiiitel wrrdeu dazu nicht in Bewegung gesetzt! Di« großen palastähnlicheu Häuser, die wie in einem Mährchen an« tausend und einer Nacht, magisch, feenhaft ausfliegen, die schönen Boulevards mit ihren zahlreichen Equar- und Springbrunnen. welche Leben, Licht und Lust in nngesnnde dunkle und verpestete Straßen drin» gen; die zierlichen Danmrrihen. die gl-ich ruffischc» Rekruten nächtlich au» ihren Betten gehoben wurden, um. fern von ihrer stillen Waldheimrt, den Nest ihre« Leben« in der großen Weltstadt zu verbringen; alle« die« sind Erscheinungen, die den Beschauer zur Bewunderung hiureißen, e« sind ebenso viel» große Siege, welche die menschliche Thätig« fett und GkifleSanstrenguug täglich gewinnen, und fle werden in der Ge« schichte unsere« Jahrhundert« eia nicht unbedeutende« Kapitel au-machen. Schön, herrlich erscheint die Stadt ia ihrem Norgenaazoge, wenn sie für sich und ihre Gäste beschäftigt ist. di, Vedürfniffe für den ganzen Tag herbeizuschaffen. wenn tausend und abermal« tausend Arme in vofler Thäligkeit sind, diese« Ungeheuer mit Nahrung zu versorgen, wenn mit anbrrchrndem Tage auf schwerbeladeaeu Wägen afle Arten von LebenSmittkln (astefür die kleine Mundhöhlung, berrridilo dictu!) nach den Hasten geschleppt werben. Wem fällt bei diesem Anblicke nicht gleich di, kindliche nnd naive Betrachtung jene« Rabbi rin. der sich mit Vater Adam vergleich» und gleichsam stolz daraus ist. daß er um Drod zn essen, nicht wie Adam harischou erst ackern, säen, pflügen, dreschen ,c. muß. ואני משבים ומוצא Ja die Stadt hat gar so viel zu thun, sie hat eine Million Arme zu beschäftige», und eine Million Munde zn beköstigen. Mit den ersten Morgenstrahlen erwachend, ist sie wir aufgcschcncht mit einem Satze aus dem Bette, ohne zu beten, ohne sich erst zu waschen, vor allem geht sie an ihre Geschäfte, sie wird erst später belen. ober sich die Hände waichen, wenn sie die Zeit dazu findet. Vor allem Brod! hernach: Gott. Sie ist so ausgehungert, die arme Stadt! Aber sie ver« sauft auch täglich, was sie nur verkaufe» kann. Sie trägt zu Markte, wa« mau sonst nickt zu verkaufen pflegt: da-Wasser au» ihren Brunnen, den Koth anihren Kanälen; ihre Lumpen nnd Fetzen den Lumpensammlern, ihre Verbrecher der Gerechtigkeit; ihre Sträflinge den Ga» leeren; ihre Kranken den Spitäler»; ihre Leichname den Aerzten. Hat sie dann gar nichts mehr zu verkaufe», ist ihre Butte gänzlich leer; hat sie keine» König scriziijagen, kein Pflaster ansznreißcn. keine Revolution z» niachcn: dann ruft sie mit drohender Grbcrde. Almosen! Almosen! denn vor allrm 1n»ß ne essen, und 11111 Beod zu baden. greift sie nach allen Gewerbe», nach den edelsten, so wie »ach den gcuicinsten. Der Tag wirb so schön, die Stadt hat ihr Morgrn-Nkgtigrü ab- und ihr tägliches Festkleid angelegt. 11111 die neuaugckommencn Gäste würdig zu enipfaiigcii; in Liese״ Linnte» sann .»an sclnen Pstasterlreter- Gelüste» schwer widerstcben. Ich habe Eile, auf meine Riescnbibliothek zurückziikominen. Beliebt cS dem Leser die Wandrrung mit anzulreten? Schlagen wir das erste beste Buch auf. ich will sagen, treten wir in das nächste Haus, wir wollen nicht das ganze lcieu. sondern es nur flüchtig durchbläikcr», etwa wir ein Tourist, der aus Bädrkers Reijebuch geschichtlich-geographische Studien machen will. Gleich am Eingang, bemerken Sie den Eoncierge. d. i. dir In- Hallsanzeige, den Schlüssel des Buche«, der Ihnen über den Inhal» eine« jeden Kapitels Ausschluß gibt, und Ihnen genau die Seite zeigt, wo cs zu finden ist. (Der Wiener hat für Eoncirrgr das wohl schlagen« derr und brzeichnrnderr Wort: Hausmristrr. gewählt. Ce3t 10 verdüble niiiitre de la maison) . . . Schlagen Sie einstweilen all, Kapitel »m und betrachieu Sie die letzte Seile de- Buches, mit andern Worten lassen Sie vorläufig die 4 oder 5 Stockwerke undcachiet. indem wir rasch riuigr Dntzeud Stufen hinanflausen, um in die Dachstube zu gelangen. Haben Sie bemerk», wir alle« auf rinmal schmäler geworden? Treppen, Thüren, Fenster, Plasond, alles hat sich wie der Hals einer Wasserflasche verengt. — Haben die Mrilscheu. die da oben wobnen, kleinere Dimensionen? Keine-wrg«. — Im Gegenteile, Sir werden bei genauerer Betrachtung da oben nicht selten Nirstiigrößea anireffen. Pcrs'öulichkeiteo. dir vielleicht dir Zitlde »nb der Ruhm ihres Jahrhunderts geworden wären, wenn ihnen da« trotzige Schicksal nicht;edr» Ausweg verrauimel», wen» fle nicht durch tiialiciöie Irrwische, von der brciteu Straß, cnlfenit. auf Holper.geii Seitenwegen herumzetrirbku wären, »ad wenn sich ihnen nicht "v

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