Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 20 (13.5.1863)
- Date
- 1863-05-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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. U 20. sechster >laf)rpnf|. ^egedin, Dm 13. Mi 1S63. 2'dkn Mittwoch rrschriat rin Pränamrralltntprtlt: Ganzjährig 7 fl., balbj. 3 fl. 50 fr., virrtrlj. 2 fl. öft. W. Man abonnir« bei altro Postämtern u. Buchhandlungen de- 2n- »nd Au-landr«. Mn (L'haitaip. lüocfjciiöfnll für jiiöifcOe Theosogie. sind and. Redaktion in Lzegedt» oder au Hrn. /k»t>j TDagner i» tripjifljuirntrn. Die Liraltige Pniijril, wird mit 10 Rkr. - 2 Egr. berechnet. Herausgeber und Redakteur: Oberrabbinrr zu Szegedio. Nkbakltoa: 3 Kronrn-Gaffe, Poliper'sche- Inhalt. Dr. Hcrawitz über Nirsscr. — Zur Gkschichi, der Astrologie. Bon Dr. S-binirtt. — Korrespondenz, .instand. Pari-. (Ditlich- Tod. Foule— Bar Mizwaj. Pari- (Bern» für zin-Ioir Dailrlu»): Mannkrim fSlbmirdliZriiärnng). Inland. Gr. Kanizfa (Mciitrstore in Kanizsa). Prst tMontrffore in Prst). Wirnrr Briefe (Breibungögeblibr). Nord Zrmyll» (Homcnarr Zuüändr). Homona f^hevra ucva). Miefcle,!Schult und Synagoge. Dr. Klein). Mähren (Hebräisch-trnnche Lchnlen). Großwartein (Lchulduchcr. grauenverein. Nng. Gemeinde. Fachmann. kehrerioiid). Arad (Wirfen de- Vorstände-). Waag^Ncnstaltl sZcngenvcrhör). Ba-rür läguoranz e,״,s kiterate»). Brcty (TotrSsällr). — Krage. — Bcmrrknngen. — Inserate. Line lhrMilhe 8(immc üfier .Kiefer. Dr. Horawih an Dr. Icllinek. Wien, den 3. Mai 18(33. Lehr geehrter Herr! In Gabriel Riesser ist einer der edelsten Männer Deutschlands, einer seiner reinsten Charaktere dahingeschiedcu- Lei uns in Oesterreich war Riesser wenig gekannt, alö polilischer Gegner der Gros;deutschen von diesen vielleicht miß achtet. Darum sand er wohl keinen Nachens in der Presse. Nehmen Sie, hochverehrter Herr, meinen innigen Dank da׳ sür, daß Sic eS nniernahmen, wenigstens im Kreise Ihrer Glaubensgenossen das Andenkeu jenes Manncö zu feiern, dessen warmer Verehrer Schreiber dieser Zeilen ist. Ich bin Christ nnd verehre Riesser nicht nur wegen seines muthige» KäinpsenS für die Cinaiizipati'on, obwohl ich auch darin den Edelmut!׳ deö Dahingeschiedenen schätze. Mich entzückte vor Allein die Liebenswürdigkeit und Mann- Hastigkeit, mit welcher Ricffer sür die deutsche CinheitSbestrebung arbeitete. Sein redlicher Sinn, der nur auf gesetzlichen Bahnen Vorgehen wollte; sein tiefer, scharfer Blick, der die richtigsten Mittel zilni StaatSbau angab; seine priesterliche Milde, mit der er alle Parteien zu versöhnen, an den letzten Rest dcS Guten im Menschen zu appelliren suchte; — allcS dies hat mir den trefflichen Mann unend- Uch werth gemacht. Sein Tod ergriff mich so heftig, wie der eines heißgeliebten FamiliengliedeS. Ihnen, hochgeehrter Herr, sei also Dank gesagt, daß Sie die Manen unseres Riesser ehrten; zugleich aber bitte ich: wenn Ihre Gedächtnißrede gedruckt ist, mir ein Ercmplar überinitteln zu!vollen. Ich werde de» Betrag dafür an die Gemeindekaffe senden. Mit den Worten, mit denen Riesser in seiner ergreifen, den Rede vom 21. März 1849 die patriotischen Gemüther anfeuerte, tröstete auch ich mein Herz, als die Falanr der VaterlandSfrennde und Kämpfer in ihm einen der wackersten Streiter verlor, mit den Worten nämlich: ״Wir werden, wenn der Stein, den wir dem Gipfel nahe glaubten, sich abermals herabivälzt und mit Donnergepoltcr zu unteren Füssen niederfällt, — wir werden ihn immer von Neuem zu heben nnd emporznwälzen suchen und in duldender Arbeit verharren, bis der erwachende Genius des Vaterlandes die Fessel bricht und uns von der Qnal vergeblicher Arbeit erlöst!" — Cntschnldigen Sie, hochgeehrter Herr, meine Freiheit: die rasche Thai des Gefühls, daS sich nicht znrückdäminen ließ. Mit ausgezeichneter Hochachtung (5w. Wohlgeboren ergebenster D r. Adalbert H. H o r a >o i y. Die JMlrofoßic in den imiMj-Dislhen *Srljufcii. Bo» Dr. A. Schmicbl, Rabbinrr zu Proßuip. tFortfrtznng'). Wir haben früher davon gesprochen, wie unter den Arabern die Astrologie zu einer fast souveräne» Herrschaft gelangt war, indem selbst starke Geister sich ihr willig unter« warfen, und die größten Astronomen die Sternkunde mit der Sterndcntung als innig zusammengehörend betrachteten. Wir sagten dann weiter, wie eS daher nicht befremden dürfe, wenn auch die jüdischen Forscher unter den Arabern — welche letztere sie doch in so vielen Fächern als ihre Lehrer zu betrachten hatten — denselben Weg gingen und zu den lenchtenden Himmelskörpern nicht nur mit dem klaren Auge der Wissenschaft, sondern auch mit dem getrübte» Blicke einer abergläubisch erregten Phantasie emporfchautea. Allein man thut sehr Unrecht, wenn man hier nicht an eine sehr wesentliche Scheidelinie denkt, die den Islam von ') S. Rr. 15 und iS.