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Ben Chananja · 1863-04-15 · 16 (15.4.1863) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
6 (1863)
Issue
16 (15.4.1863)
Date
1863-04-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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303 304 Vorgänge, tfrtn Schauplatz unsere ungarische Metropole bildet. Der außer Wirksamkeit gesetzte Präse» der isr. CultuSgemeiute hat sich auch m weiteren Kreisen die ungelheilte Achtung und Anerkennung aller Zsrae« litrn erworben, denen da« Heil und die gedeihlich» Entwicklung der gelammten ungarischen Iudenheit am Herzen liege. Während der verhält« uißniäßig kurzen Frist har dir Repräsentanz Erfolge errungen, dir man bei so rirlen widerstrebender» Elementen kaum geahnt hätte; wir heben besonder« die stetig fortschreitenden Sympathien hervor. welche der geniale. mit staatSmännii'chem Avlomb begabte Dr. 2g»az Hirschlrr allein» balben im großen Vaterlande wach rief, und erlauben uns ein Aktenstück der Ocffenilichkeit zu übergeben, welches einen glänzenden Beweis lie« fett, von welchen Gesinnungen dieser seltene Mann beseelt war. Bcsaiiiitlich war die ollgemcine politische Schulverfaffung in Felge deS Oktober-DiplomS außer Wirksamkeit getreten; daß Diele damalder Meinung waren. Lie israelitischen Gemeinden hätten endlich — post tot (iiscriwioa rorum — ihre vollständige Antoncniie in Schul- und Kirchciiangelcgtiiheilc» erlangt, war ein verzeihlicher Irrthum. Als aber die katholische Geistlichkeit nach wie vor die Inspicirung nuferer Schulen in Aii'prnch »ahm und die Genicinle mit dem hochwürdigen bi'chöstichcn Ordinariate in Collision gerietb. da wandte sich der hiesige EiilluSrorstaiid an den Präses der Pcstcr Ciiltu-gemeinte mit der Anfrage: ob und in welcher Weise die dortige» Schulen inspicirt werden. Hieraus rrsclgie die nachstehende Zuschrift: An Einen Löblichen Vorstand der nraelilischen CnllnSgcmiindc! 1» Gr. BceSkerek. 2״ Deanlwcrlnng Ihres Werthen vom 2. d. M. dürfen Sie sich versichert halten, daß unser Streben und Wirken vorzugsweise dahin gerichtet ist. unsere vollständige conscsiionelle Autonomie, welche wir leider j noch nicht besitzen, z» erringen, und daß wir gewiß keine Gelegenheit 1 verabsäumen, um diesem Ziele näher zn rücken, doch halten wir cS nicht \ für zweckcienlich, in einzelnen Fällen herausfordernd auszutrctcn, »nd 1 gegen »och bestehende h. Verordnungen Widerstand zu leisten lind einen Kamps zu bezinncii. Ei» solcher Fall ist eS mit dem Schulen-Dirckto-! rate oder I»׳reklcrate. welches unseres WisienS »och keiner isr. CultnS- ' gemeinde selbstständig cingcräumt worden ist. Wir geben uns der Honnui'.g bin. daß die Zeit nicht ferne ist, wo cauch uns gelingen wird, tu vollständige consessionrllc Autonomie zu erwirken; bis dahin müssen wir uns in Geduld trösten, und dürfen cS nicht durch Opposition, welche uns am Ende nichts nutzt, verterben. - Dies unsere aufrichtige Mci- :uiii.j Mil aller Achtung. Pest, am II. Oktober 1862. Der Vorstand der Pcster isr. CnltuSgemeittde Dr. H i r s ch l e r. Präses. Ignaz Dar ״an. Sekretär. Wahrlich, ein schönes Zeugniß besonnener und würdevoller An» schauung. Lie auch befolgt, und wodurch vielen Controversen vcrgcbeogt wurde. Und wodurch üble Dr. Hirschler eine geistige Impouderanz auf »ine weil entserote Gemeinde? Kurz vorher hatte derselbe jene- Gesuch an den Herrn Hofkanzler gerichtet, worin im Namen der Civilisation, de« Rechte« und der Dilligkeii gebeten wird, daß die durch General Haynan über dir ungari« schen Israeliten verhängte Straseonlribution znm Emporblühen der wis« senschastl. Anstalten verwendet und von konfessionell,« Organen verwaltet werde, wa« aber nicht ander« möglich sei, als wenn die ungarisch-israelitischen GlaubenSgenossenschasten zu einer rouseffionelle« Versammlung in kürzester Zeit eillbrrufra werde«. Wer auf so rühmliche Weise dir Standarte de« Fortschritte« und der religiösen Autonomie zn schwingen weiß, und mit rastlosem Eifer für die Derbeffernng und Hebung der ungarisch-jüdischen Zustände wirkt, dem werden stets alle Deffergesinnten rntgegenjauchzen. Es freut uns, daß dieselbe Festigkeit des Charakter« auch in der an Se. Ereellenz den Herrn Statthalter Grasen Pälffy gerichtete Eingabe waltet-, in Einem solchen Aktenstücke liegt unserer Ansicht nach weit mehr LlvTl קרוש als in allen dickleibigen und phrasenreichen Homiliro. Hermann Brill. Literarische Anzeigen. Zosnath Paaneach. Darstellung und kritische Brleuchtung der jüdischen Geheimlehre von Isak Misse«. 1. Heft. Krakau 1882. Besprochen von I. Stern in H. M. Vüsärhrly. (Fortsetzung'). Auch in Betreff des שמו-־רצון welches bekanntlich aus?slneb harimon entnommen ist') (Cf. 4 שלה. b.) und an welchen also alle Gebete und alle Verehrung gerichtet werten müssen, ist dieselbe Bemerkung zu machen. Eib. scheint hierbei (-40 50.) dem Jdecngange PhrloS zu folgen. 1,6^. alleg. III. 1.: Dieser Vermittler zwischen Endlichem und Unendlichem kann unbeschadet des Monotheismus als zweiter Gott betrachtet werden. Gabai aber im ד״א zweite Antwort (Lemberg. AuSg. s. 4.) dehnt dieses aus die ganze Ssirothwelt aus, in welcher Lie erste Ursache ihr Wesen maniscstirt, ebenso Korducro: ארג□ אל ה2(לך המהרהר בנאצליו עבודהנו זחפלתנו וקיום ביצור«,:'• Nur R. Meuachcm Azarja, dem Eib. in Allem gefolgt zn sein scheint ') sagt im ,השם הנליוהר הרומז לעצם הרצין :.12 •11 ביאכיר אם בל הי נקיא מלך ישרא^ Im Schar hingegen ist keine Spur von dieser Hnpcrkonseqnen; des System«. Er vcrrälh sich sogar in der Stesie II, 64. b. in der cizcnlhümlichcn Erkl. von Erod. 17. 7. eine Polemik gegen dergleichen Ansichten, wonach auch Lie hier (S. 11) allegrrtc Midraschstellc zu erklären wäre. — Besser sagt Icira auSgleichcnd : Weil die Ssircih für uns die Manifestation des Unendlichen sind-, so ist nufere Verehrung derselben nur auf diesem Wege zu ermitteln. B. c. IV. 15. Ehe wir das Mi'c. verlassen ist noch zu bemerken: Was (S. 26.) über die göttliche Omniszicnz gesagt wird, klingt ganz an da« הבל ירע הכל דרך כל לא דרך הלק von Ibn Esra an. (Schluß folgt.) Anmerkungen.. ') Bei Jeira I. o. VIII. 3. heißt eS: Die Ouadratzahl von ,י״ה und דה macht כ״ע^רצון =־- ') Vrgl. die in der Vorrede zum Derech Emunah von diesem Kabbalisten zitirte Stelle über רצון welchen er Eusos in diesem Sinne nennt, daß er kein Ende, wohl aber einen Anfang hat. Charakteristisch genug für diese Schult. — •) S. Nr. 15. Dzegedtn, Leipzig, Seldlvcrla, der Lkdaktli». Lommistious-Vrrlag vo» Franz {Dag«er. Druck von Sigmund Burger iu Szegedi«.

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